Kategorie-Archiv: Film

Die besten Filme, die schlechtesten Filme, große und kleine Werke… Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges: Rezensiert, gefeiert, kritisiert und immer in den kulturellen Kontext gesetzt

Der erste Mutant ist da! – Trailer zu X-Men Apocalypse

Ja, macht wirklich Bock. Wer, wie ich, vorher wissen will wie die Story richtig geht, sollte sich vielleicht die Apocalypse-Hefte geben, was ich definitiv bis zum Sommer machen werde. Und hey, Comics sind in erster Linie ein grafisches Medium und imho funktionieren sie so am besten. Man könnte mit X-Men: The Complete Age of Apocalypse Epic – Book 1 (Partnerlinks) anfangen, jedoch sagen Kenner, dass man mit
X-Men: The Complete Age of Apocalypse Epic – Book 2 anfangen sollte, weil es zusammen mit den anderen der stringentere Erzählaufbau sei. Außerdem ist ab Band zwei der Autor Jeph Loeb dabei, der zusammen mit Tim Sale (Grafik) großartige Batman-Storys erzählt hat (Batman – The Long Halloween; und und und). Ich werde mit Band zwei anfangen, doch erstmal Deadpool.

Size matters? Die Ausmaße verschiedener Raumschiffe

Vor zwei Jahren veröffentlichte DeviantArt-User Dirk Loechel eine umfangreiche und beeindruckende Infografik, welche die Größen der aus der Popkultur bekannten Raumschiffe veranschaulichte. Hier der Link zur Grafik. Offensichtlich hat der gute Herr weiter dran gearbeitet, da es einen neuen Bereich mit neuen Schiffen gibt. Auf slashfilm.com fehlt dieser neue Bereich noch, aber man kann besser im Bild navigieren. Nun hat sich jemand vom YT Chanel MetalBallStudios die Mühe gemacht einen dreidimensionalen Größenvergleich zu visualisieren, der nicht minder beeindruckend ist. Ein paar neue, sehr, sehr, sehr große Schiffe, oder eher Stationen, sind auch dabei. 19 Kilometer langer Supersternenzerstörer der Executor Klasse? Kindergarten! Und dabei würde mir ein TIE Fighter schon völlig ausreichen. Oder ein Hoverboard.

Viva-La-Empire

Star Wars Content II

Schönes Werbefilmchen für Sky, das zum Marathonwatching der Episoden 1… oh Entschuldigung,… I-IV einladen will. Produziert von MPC.

Währenddessen haben sich die Dudes von The Film Theorists den Kopf darüber zerbrochen, ob Luke vielleicht evil wird und die Dark Side joint.

Ach ja, dieser Countdown sagt: Noch 15 Tage, 12 Stunden und 18 Minuten bis Release.

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Woody Allan, a documentary auf ARTE

Woody_Allen_Cannes_2015

Bildrechte: Georges Biard

Happy Birthday lieber Woody! Und jap, da steht tatsächlich ein A im Nachnamen (UPDATE: ARTE hat den Titel jetzt geändert und aus dem a ein e gemacht. Ich dachte der Titel war Absicht.). Als Allan Stewart Konigsberg geboren benannte sich der fleißige Regisseur erst 1952 in Heywood Allen um. Seit 1962 liefert er fast jedes Jahr einen Film ab, fast immer führte er dabei Regie. Es bedarf schon einiger Tage, wenn nicht Wochen, sich durch dieses reichhaltige Werk zu schauen. Die Doku gibt es hier. Sie gibt Einblick in Allens Schaffen, Arbeitsweise, Werdegang und Privatleben. Außerdem läuft gerade Irrational Man im Kino, der mit Joaquin Phoenix und Emma Stone nicht nur großartig besetzt ist, sondern auch von der erzählerischen Idee her eine allensche beschwingte Unterhaltung verspricht.

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Not in a Hard Drive, but in a Movie!

Fasst Tim Roth die Großartigkeit von Siebzig-Millimeter-Film zusammen. Er und andere Stars, Produzenten, Kameramenschen und Tarantino himself schwelgen in dieser sweeten Featurette zu The Hateful Eight in Zelluloidträumen. Bekanntlich wurde Tarantinos neuer Film in 70-Millimeter gedreht, mit Linsen die seit den  Sechzigern kein Licht mehr gesehen haben. Für die Kinos wird es zwei Versionen geben, eine für, Trommenwirbel, 70-Millimeter-Projektoren, von denen es in Berlin genau einen gibt, der in Betrieb ist und zwar im Delphi Filmpalast. Man mag das alles für vernerdet halten, aber Erstens: die Bilder sprechen für sich. Zweitens: es ist eine tolle Huldigung an das Medium Film, ja an eine ganze Kultur. Drittens: ist das, angesichts der zunehmenden Virtualisierung von (Film-) Bildern fast schon eine Denkmalpflege. Und (vielleicht noch) Viertens: Das Licht mann, das Licht!

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Ich bin jetzt offiziell Drehbuchautor eines gescheiterten Films

ccdfe67594-logo…denn EWE läuft beim Festival des gescheiterten Films und tourt mit diesem einmal quer durch Deutschland. Natürlich freue ich mich immer, wenn EWE irgendwo gezeigt wird. Gerade bei diesem Festival fühlt es sich aber doch komisch an, außerdem ein wenig ungerecht. Immerhin lief EWE damals nach seiner Premiere auf einigen Festivals und in einigen Kinos quer durch die gesamte Republik (und sogar in Österreich) und wurde vom Publikum vor Ort immer sehr gut aufgenommen. Und ich halte ihn immer noch für eine sehr starke – wenn auch in vielen Punkten überholte – Parabel.

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Viva-La-Empire

Star Wars Content

Erstmal dieser großartige sweded Episode 7… oh sorry, Episode VII Trailer.

Star Wars meets klassische Skulpturkunst (meets Photoshop)

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Der französische Künstler Travis Durden spielt mit dem Kult der Star Wars Figuren indem er sie digital mit klassischen Marmorskulpturen kreuzt. Irgendwo zwischen Huldigung, klassischer Ästhetik und  satirisch-karikaturesken Untertönen. (via)

 Sith Reverse PsychologyViva-La-Empire

6amcrisis entwirft T-Shirts, darunter auch dieses Mashup von Onkel Darth und Onkel Che. Ersterer hatte wohl Probleme mit der Rekrutierung neuer Storm Trooper, schrieb eine Werbekampagne aus. 6amcrisis schlug vor mit Reverse Psychology zu operieren um die Leute bei ihrer revolutionären und rebellischen Grundstimmung abzuholen. (via)

Über Macht, oder Disney und die Industrie der generischen Unterhaltung

Adam Rogers schreibt in einem longen Longread auf WIRED über das von den Marvel Studios etablierte generische Storytelling, welches Disney (zu denen ja seit 2009 auch die Marvel Studios gehören) jetzt professionell industrialisieren wird. (via Real Virtuality auf Facebook)

“If everything works out for Disney, and if you are (like me) old enough to have been conscious for the first Star Warsfilm, you will probably not live to see the last one. It’s the forever franchise.”

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Back to the future day!

Like literally. Zager and Evans waren mit ihrer Dystopie auch nicht weniger weit weg als Robert Zemeckis zweiter Teil der Trilogie, sie waren eben nur weniger hollywoodymistisch.

In the year 9595
I’m kinda wonderin’ if man is gonna be alive
He’s taken everything this old earth can give
And he ain’t put back nothing

beste

Wie “Der beste Tag meines Lebens” von Kool Savas entstand – Interview mit den Clip-Regisseuren

beste

Unsere Rap-Chronologie liegt ja schon ein wenig zurück, aber auf “Bester Tag meines Lebens” haben wir uns irgendwie alle einigen können. Und ich persönlich zähle es noch heute zu den ästhetisch herausragendsten Rap- bzw. Musikvideos der 00er-Jahre.

Ich hatte das große Glück, dass sich die Regisseure des Videos, Niklas Weise und Matthias Freier, für ein Interview über die Entstehungsgeschichte des Clips bereit erklärt haben. Ich danke den Jungs sehr für ihre Kooperationsbereitschaft und: Mein Angebot, Euch dafür mit einer Pizza-Runde zu belohnen, steht immer noch!

Link zu dem Video

Ihr habt Videos für Smudo, Samy Deluxe und Kool Savas gedreht – also ganz offensichtlich eine Affinität zu Hip-Hop. Ist das der Sound Eurer Jugend oder seid Ihr eher durch Zufall mit der deutschsprachigen Rap-Szene in Kontakt gekommen?

Matthias: Ich habe immer viel Hip-Hop gehört, aber eher A Tribe Called Quest, The Goats, Pharcyde, Freestyle Fellowship etc. Mein erster Kontakt mit deutschem Hip-Hop waren tatsächlich die Fantastischen Vier, die ich dann durch einen Job beim Fernsehen kennengelernt habe. Das war Anfang der 90er. Als deutscher Hip-Hop Mitte der 90er explodierte, war ich gar nicht im Lande, sondern in New York. Ich bin erst 2000 wieder nach Hamburg zurückgekehrt und habe dann für  Smudo das “Rudi”-Video gedreht. Das fand wiederum Samy Deluxe gut. So ging das bei mir mit den deutschen Hip-Hop-Videos los. Niklas und ich haben uns bei einer Produktion in Hamburg kennenlernt und auch er war eine Zeit in New York auf der selben Schule gewesen. Wir haben uns gleich gut verstanden und zusammen “Sneak Preview” von ASD und eben “Beste Tag deines Lebens” gedreht. Niklas hat wiederum die ersten Videos für Deichkind gemacht, aber das kann er ja selbst erzählen. Weiterlesen

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Warum “A Serious Man” der großartigste Film der Coens ist!

Von allen Figuren, die in Hollywood erfunden werden, sind die Figuren der Gebrüder Coen die mir liebsten, weil die Coens in ihnen die menschlichsten Eigenschaften transportieren und sie zugleich unterhaltsam und nicht unelegant überzeichnen: Hybris, Fehlleistung und Verwirrung. Diese Eigenheiten resultieren in ihren Filmen immer aus dem Versuch in einer kalten und feindlichen Gesellschaft Halt zu finden, was meistens als “es-zu-etwas-bringen” dargestellt und mit Geld symbolisiert wird und fast immer mit Gewalt zumindest aber mit Gaunereien zu tun hat. Bei A Serious Man präsentieren sie mit Larry Gopnik jemanden, der die erwähnten Eigenschaften fast schon pur zelebriert. Zugleich haben sie ihm die Fähigkeit zu handeln komplett genommen. Gewissermaßen ist er eine Version von Sisyphos, die gar nicht erst den Stein berührt, vermutlich nie berührt hat, sondern sein Leben damit zubringt, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was der Stein da soll (siehe: Der Mythos des Sisyphos).

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Wenn die Figuren der Coens die mir liebsten sind, dann ist Larry der König unter ihnen. Genial gespielt von Michael Stuhlbarg, der hier umgeben ist von noch schrägeren Typen, welche so stolz vorgeben zu wissen, was richtig und was falsch ist und daher noch viel grandioser scheitern als er. Der Youtuber Nerdwriter erklärt in diesem Video die Schönheit dieses Films, den ich die nächsten Tage unbedingt wieder schauen werde.

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Spider-Mans neuer Kumpel: Bathroom Boarder

Animationskünstler Russell Etheridge hat wieder mal was kurzweiliges ge-… äääh -ollied! Videoportal Vine zeigt ja schon seit einigen Jahren, dass kleine Geschichten nicht nur super funktionieren, sondern dieselben sich auch an der zusammengeschrumpften Aufmerksamkeitsspanne anschmiegen. Vielleicht ist das aber auch eine Huhn-oder-Ei-Frage.

via Seitvertreib