Die 80er Jahre: Die besten Trash-Filme des Jahrzehnts II

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In den 80ern gab es wirklich genügend gediegenen Müll, um einen zweiten Best-of-Trash Artikel zu rechtfertigen. Wie schon in Teil Eins ist auch dieses mal wieder Troma vertreten. in diesem Fall mit der Class of Nuke ‘Em High. Während die Troma-Machwerke wie auch der Melt-Film Klassiker Street Trash ohne größeren Widerspruch hier rein gehören, – ebenso wie das türkische Rambo-Rip-off Rampage – darf zumindest vorsichtig die Frage gestellt werden, was die bissige Satire Sie leben hier verloren hat. Einerseits ist dieser SciFi-Verschwörungstheorie-Bastard viel zu politisch, zu subversiv und auch irgendwie zu clever, um einfach als Trash abgetan zu werden. Andererseits besitzt er eine (gefühlt) 5-Stunden lange Kampfszene die nirgendwo hinführt, Sonnenbrillenfetischismus und Roddy Fucking Rowdy Piper. Insofern…

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Die 80er Jahre: Die besten Trash-Filme des Jahrzehnts

Flash-Gordon-Blast

So… die Zeichentrickfilme haben wir endlich hinter uns gebracht. Zeit, wieder zu etwas Handfesterem überzugehen… TRASHHHHH! Und zwar solcher der feinsinnigen, unterhaltsamen Sorte. Alle hier geposteten Filme sind mal mehr mal weniger unfreiwilliger Ramsch. Aber irgendwie doch zu gut, um als schlechte Filme abgetan zu werden. Natürlich zählen dazu, SciFi-Klassiker wie der wunderbar cheesige Flash Gordon, aber eben auch der meiner Meinung nach komplett unterschätzte, epische Masters of the Universe. Für den richtig schlechten Geschmack gibt es Bad Taste, von einem Regisseur, der sich später komplett aus der Trash-Ecke rausinszenieren sollte. Und Troma darf natürlich auch nicht fehlen. Hier erst einmal vertreten mit dem Kultklassiker Toxic Avenger. Und wem das alles noch zu stilsicher ist, der dürfte mit dem vollkommen überdrehten Machwerk Buckaroo Banzai seine Freude haben.

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Darum… ist Martin Scorseses “Taxi Driver” so einzigartig – Ein Video-Essay von Jacob T. Swinney

Als ich zwischen 14 und 16 Jahre alt war, stieß ich im Fernsehen auf einen bereits laufenden Film. Die Bilder wirkten seltsam neu, modern, aber die Leute trugen alte Kleidung und die Autos waren auch aus der Zeit gefallen. Blick in die Fernsehzeitung. “Taxi Driver”. Ich hatte bereits davon gehört, an dem soll irgendwas dran sein. (Schulhofgespräche, vermutlich ging es um viele Tote und Krassheit.) …
Diese Bilder, Massenszenen in einer Großstadt, Gedränge, hupende Autos, Stau, satte Farben. Das war alles so, als wäre der Film gestern gedreht worden, nur dass die Leute diese alten Jacken, Hosen und Schuhe trugen. Mir wurde klar, dass ich gerade an etwas ganz großem Teil habe, an Filmkunst. Das war besser als Jean-Claude Van Damme und dieses Actiongedöns.
Jacob T. Swinney gibt in diesem Video-Essay Einblick in die erzählte Welt, die von der Kamera erschaffen wird. Mit ihren Bildern, Bewegungen, Fahrten, Perspektiven und Farben, erzählt sie den ganzen Film über von Travis’ (Robert De Niro) Innenwelt. Ganz ganz groß.

The Eyes of TAXI DRIVER from Fandor Keyframe on Vimeo.

Neuer Trailer für “Suicide Squad”… Diese Farben!

Da Snyders “Batman v Superman” nicht alles, aber so vieles falsch macht, kann man nur hoffen, dass David Ayer mit “Suicide Squad” wieder einiges für DC rausholt. Leto als Joker könnte richtig richtig gut werden. Da kann man dann auch ein Auge zudrücken, wenn der Nichtschauspieler Will Smith mitmacht.

Mal ehrlich Herr Snyder, was war da los bei “Batman v Superman”? So viele schöne Bilder und Zitate und dann keine Dramatik, kein wirklicher Konflikt, keine Story, stattdessen eine hoffnungslos überladene Aneinanderreihung von … keine Ahnung, nennen wir es mal Bilder. Das ist alles so traurig. Und dabei haben Sie nicht mal selbst das Drehbuch geschrieben, sondern mit David Goyer, der Nolans Dark Knight Trilogie geschrieben hat, und Chris Terrio, ein Autor, der 2012 für „Argo“ den Oscar für das beste Drehbuch bekam, sprach doch einiges dafür, dass das alles richtig cool hätte werden können. Hätte hätte Fahrradkette. Und dabei habe ich richtig Bock auf die silliness des DC-Universums, auf den Typen mit dem Dreizack, der Frau mit dem unsichtbaren Flugzeug und der Peitsche und den schnellsten Menschen der Welt. Aber nee… “Suicide Squad” sei bitte besser! DC hat es verdient. Superman war der erste moderne Superheld und die Justice League war auch vor den Avengers da.

Erste Bilder vom animierten Batmanfilm “The Killing Joke”

Alan Moores “The Killing Joke” von 1988 ist ein Klassiker der Comicgeschichte. Im Laufe dieses Jahres soll ein Animationsfilm dazu erscheinen. Ehrlich gesagt steht Moores Comic noch auf meiner must read Liste, schon allein weil da eine Joker Origin erzählt wird. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Comicfiguren liegt die im Dunkeln. Tim Burtons Version aus dem 1989er “Batman”, bei der der Joker der Mörder von Bruce Waynes Eltern ist, ist zwar für den Film storytechnisch clever, aber insgesamt lame. Mal sehen was Moore sich da ausgedacht hat.

via Minds Delight

Loving Vincent – Ölgemalter Animationsfilm über van Gogh im Stil von van Gogh

Vor zwei Tagen wäre Vincent van Gogh 163 Jahre alt geworden. Seit 2014 arbeitet die Produktionsfirma BreakThru Films an einem animierten Biopic, das in seiner visuellen Ästhetik van Goghs Stil und Bilderwelt aufgreift, wobei jeder Frame handgemalt ist. Oben sieht man einen Trailer, der schon großartig aussieht. Von den Impressionisten wurde ja immer gesagt, sie würden versuchen Licht zu malen. Gewissermaßen griff van Gogh, vor allem in seinen berühmten Werken, diesen Ansatz auf und spitze ihn zu, womit er in den Post-Impressonismus führte und den Expressionismus antizipierte. In seinen Bildern scheint sich alles zu bewegen. Diese Dynamik nun noch animiert zu sehen, ist ein wenig die Weiterführung des van Gogschen Ansatzes.

Übrigens, 2006 gewann Suzie Templeton und BreakThru Films für Prokofiev: Peter & The Wolf den Oscar für die beste Animation.

Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts V

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Auf zu den “Last but not least…”-Titeln, die 80er Trickfilmkunst betreffend. Da hat sich doch auch gleich noch ein Puppen-Animationsfilm unter die sonst ausnahmslos am Zeichenbrett entworfenen Empfehlungen geschmuggelt. Verdient gelistet zu werden, hat es Der dunkle Kristall allemal, auch wenn er eher zur “Style over Substance”-Fraktion gehört. Andere Titel im letzten Best-of für dieses Genres sind ähnlich streitbar. Sowohl der tapfere kleine Toaster als auch Mickey’s Christmas Carol lassen sich schon als kleine guilty pleasures meinerseits bezeichnen. Anders sieht es bei Totoro aus, der gewohnt niveauvolle Anime-Kunst aus den Ghibli-Studios abliefert, dieses Mal tatsächlich in erster Linie für die jüngeren und jüngsten Zuschauer. Und mit dem sperrigen Epos Daliás idök ist sogar was für die erwachsenen Kunstgourmets am Start.

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Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts IV

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Die etwas obskureren, etwas erwachseneren, vielleicht auch etwas unterbewerteten Filme habe ich mir für den vorletzten Artikel der 80er Zeichentrickretrospektive aufgespart. So richtiges Familienkino bietet keiner der hier gelisteten Filme. Stattdessen viel musicaleske Weirdness (Rock & Rule), opulente Fantasy (Fire and Ice), tragische Kriegsverarbeitungen (Die letzten Glühwürmchen), und außergewöhnlichen surrealen Symbolismus (Gwen et le livre de sable). Die Familie muss heute zu Hause bleiben.

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Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts III

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Da sind wir wieder… Und wieder mit Don Bluth… und wieder mit Walt Disney… und wieder mit Studio Ghibli… Was soll ich sagen, die waren allesamt in den 80ern einfach mal eine Institution. Mit Taran und der Zauberkessel werfen wir heute einen Blick auf eine der vergessenen epischen Disney Zeichentrickperlen. Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh dagegen dürfte wohl den meisten Don Bluth Fans noch in sehr guter – verdienter – Erinnerung sein. Nausicaä gehört mittlerweile wohl ebenfalls eher zu den unbekannten Werken der Ghibli Studios… und das hat dieses Meisterwerk beim besten Willen nicht verdient. Ebenso wenig wie der düsterste Asterix-Film Operation Hinkelstein die Verachtung verdient hat, die ihm viel zu oft entgegengebracht wird. Der bekommt in diesem Teil unserer Retrospektive weitere europäische Unterstützung durch die – sehr offene – Bibelverfilmung In der Arche ist der Wurm drin.

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Masters of the Universe: The Force Awakens

Jetzt mal so ganz ohne Ironie und Sarkasmus: Masters of the Universe gehört für mich zu den am meisten unterschätzten, zu Unrecht verlachten, Filmen der 80er Jahre. Klar, es ist He-Man, und es ist trashig… aber es ist auch verdammt selbstironisch, herrlich großspurig und in seinen besten Momenten sogar richtig episch, inklusive fantastischer Bilder, erstaunlich okayer special Effects und einem Bösewicht, der einfach mal rockt. Und wie schnell so viel Monumentalität dann plötzlich überhaupt nicht mehr albern wirkt, beweist dieses wunderbare Mashup von Mike Furth, in dem Masters of the Universe einmal eine Star Wars Generalüberholung spendiert bekommt. Groß!

Masters of the Universe, Star Wars Trailer via Interweb3000

The Boy With A Camera For A Face – Surrealer Kurzfilm von Spencer Brown

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Notiz für dieses Jahr: Dringend mehr Kurzfilme anschauen.

The Boy with a Camera for a Face is satirical fairy tale about a boy born with a camera instead of a head, whose every moment is transformed by the fact he is recording it. Accompanied by a voice over narration read by Steven Berkoff, the film tells an epic story in fifteen minutes about the way we live today. …We follow him from his birth through to adulthood, and experience his inability to live a normal life.

The Boy with a Camera for a Face from Spencer Brown on Vimeo.

Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts II

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Nachdem wir im ersten Teil unserer 80er Retrospektive doch einen starken Fokus auf “erwachsenen” Zeichentrick hatten, soll es in diesem Teil etwas familientauglicher zu Sache gehen. Aber keine Sorge, wir werden uns nicht nur klassischem Disney-Blockbusterkino der Marke Arielle widmen. Neben der exzentrischen, wilden Version des Disney-Kinos mit Ghiblis Das Schloss im Himmel haben es uns hier vor allem die Europäer angetan. Mit Walhalla findet eine gekonnte Verbrüderung nordischer Mythologie und traditioneller Familienunterhaltung statt, und mit Asterix bei den Briten dürfte wohl die beste Verfilmung der berühmten Goscinny- und Uderzo-Comics vorliegen. Und wenn es dann doch etwas ernster werden soll, gibt es mit Akira immer noch einen der besten Animes und asiatischen Science Fiction Werke der Filmgeschichte. Viel Vergnügen.

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Of Oz the Wizard – …in Kansas not

Aufgeräumt? Alle Wörter (alle!) von Victor Flemings Meilenstein der Filmgeschichte “The Wizard of Oz” in alphabetischer Reihenfolge geschnitten. Ich wünschte mir so eine Arbeit von Michael Bays Bayhem-Streifen, so besäßen sie zumindest einen Mehrwert, aber man kann ja nicht alles haben.

Of Oz the Wizard from Matt Bucy on Vimeo.

via Revolver, Zeitschrift für Film (on Facebook)

Beschauliches Darth Vader Kaminfeuer

Muss ich eigentlich noch – viel zu spät – was zum neuen Star Wars schreiben? Nö, eigentlich wurde schon alles gesagt: Konservativ aber großartig, mehr Hommage und Remake, denn Fortsetzung. Gott sei Dank ohne Jar Jar Binks, dafür aber mit Han Solo… blablabla… und KEINE Spoiler! Bloß keine fucking Spoiler! Egal, eigentlich haben schon so ziemlich alle Rezensenten, Nerds und Filmfreunde dieser Welt diesen Job sehr gut übernommen. Dafür gibts hier dann anstelle einer Review 5 Stunden lang Darth Vader Kaminfeuer für den besinnlichen Jahresausgang.

Lass ich dann vielleicht an Silvester entspannt im Hintergrund laufen. May the Schwartz be with you!

via doktorsblog