Literarische Auslese: TTIP

We did it! Johannes und ich haben endlich mal wieder Zeit gefunden, ein paar literarische Auslesen aufzunehmen, die in den kommenden Wochen immer Sonntags veröffentlicht werden. Los gehts, ganz in der Tradition früherer Auslesen mit der Poetisierung eines epischen Mammutwerks: Den Leitlinien für die Verhandlungen über ein umfassendes Handels- und Investitionsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika. Das entsprechende Abkommen dürftet ihr unter dem Namen TTIP kennen. Und unabhängig davon, ob man keine Gene in seinem Essen haben mag, Angst vor Wracking hat oder sich superdubertoll auf eine große Starbucks-Invasion freut, sollte man den kontroversen Text zumindest einmal ganz gelesen bzw. gehört haben. That’s your Chance!

Wenn bekannte Regisseure Architekten wären – Federico Babina: Archidirector

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Federico Babina schafft bezaubernde Grafiken, bei denen Cineasten das Herz aufgeht. In seiner Reihe Archidirector entwirft er, ausgehend von der Filmästhetik eines spezifischen Regisseurs, architektonische Grafiken. Das ganze ist dann so eine Art Hybrid aus Filmposter und minimalistisch-geradlinigem Designporn. Auf seiner Seite gibt es noch mehr davon und andere Architektur-Something-Flicks.

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via this isn´t happiness

Mad Max Fury Road Center Framed

Kurzes und knackiges Videoessay von Vashi Nedomansky, welches der Frage, warum Mad Max Fury Road womöglich einer der besten Actionfilme der letzten Jahre ist, einen weiteren Antwortstein spendiert. His Centerframe is so much better than your shitty Shaky Cam!

Mad Max: Center Framed via Mind’s Delight

Phänomenologie erklärt von den Muppets

Weil ich in meinen Forschungen auf genau das gleiche (!) Ergebnis gekommen bin, drängt sich mir der Eindruck auf, dass es da einen signifikanten Zusammenhang gibt.

via critical-theory.com

Alles Für Immer 03 – Der Herold

Wie der Herold der Unsichtbaren Hand des freien Marktes des Todes in die Welt spawnt.

Beschreibungen und Links zum verwendeten, CC-lizenziertem, Bildmaterial findet man auf meinem Youtubekanal.

Tilted MF auf Youtube und auf tumblr.

Alle Trailer sind gleich!

Es gab mal eine Zeit, da habe ich mich tierisch über jeden neuen Trailer für kommende Sommerblockbuster gefreut. Mittlerweile sind die Teile so generisch, dass sie mir selbst bei Filmen, deren Release ich kaum erwarten kann, nur noch ein Gähnen entlocken. This Summer… wait for it… wait for it…. BOOM!

Dieser schicke Supercut stammt von Red Letter Media: und bringt die Misere ziemlich gut auf den Punkt.

All Trailers are the same via Nerdcore

Familienduell mit den Avengers…

…und Jimmy Kimmel. Sehr schöne PR zu Marvel’s The Avengers 2: Age of Ultron, in der unter anderem Robert Downey Jr. darüber sinniert, was wohl der ungünstigste Ort ist, um sich in Hulk zu verwandeln. Btw.: Bin ich der einzige auf diesem gottverdammten Planeten, der den ersten Avenger-Teil ziemlich ernüchternd fand? Da konnten die Vorläufer Thor und Iron Man weitaus besseres Spektakelkino.

via Filmfreunde

How to structure a Video Essay

Schönes Teil von Every Frame A Painting, das zum einjährigen Bestehen des Video Essay Kanals ein paar grundlegende Regeln zur Strukturierung eines Video Essays präsentiert. And then…

If you want to make video essays, there’s no better film to study than Orson Welles’ 1973 masterpiece, F for Fake. There are a million lessons to take away from it, but today, let’s see what it has to teach us about structure.

How to structure a Video Essay via Nerdcore

Die erste und die letzte Einstellung eines Films…

Schöner Supercut von Jacob T. Swinney, der sich von über 50 Filmen die Intros und Outros vorgenommen und verglichen hat (via Maik). Mein – von Swinney leider nicht verarbeiteter – Favorit wäre wahrscheinlich Blue Velvet. Wer eine derart düstere Geschichte in derart stilisierte, kitschige und romantisierte Bilder packt, hat verflucht viel richtig gemacht. Die Liste aller beteiligten Filme folgt dann nach dem Klick.

Some of the opening shots are strikingly similar to the final shots, while others are vastly different–both serving a purpose in communicating various themes. Some show progress, some show decline, and some are simply impactful images used to begin and end a film.

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Coen Country (Supercut)

Mit Supercuts bin ich noch lange nicht durch. Vor allem wenn sie so großartig geschnitten sind wie dieser Ritt durch die Themen, Bilder und Köpfe der gesamten Coen-Filmografie. Da wirkt auch die Selbsttitulierung als Video Essay alles andere als großspurig. Besser kann man kaum die Meisterwerke der beiden Regie-Brüder komprimiert zusammenführen.

This short video-essay examines various themes present in the work of the Coen brothers. While other essays have assembled several recurring visual tropes: elevators, dogs, dream sequences, bathrooms etc., this essay has the characters talk to one another across the films so we can more clearly hear the Coens’ dominant concerns: identity, miscommunication and morality. Taken as a trinity, these elements indicate that the Coens’ true subject is the search for value in a random and amoral universe.

Coen Country (Vimeo) via Seitvertreib

“Please applaud with Hands only” – Hinweistafeln aus den Kindertagen des Kinos

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Wenn man heutzutage ins Kino geht, kommt man vor Beginn des Films neben der Werbung und dem Trailerprogramm zumindest an zwei dezenten Hinweistafeln nicht vorbei: Zu einem wäre das “Handys aus!”, mittlerweile in teilweise rührenden, teilweise überraschend cleveren Kurzfilmen unter das Zuschauervolk gebracht. Und zum zweiten der obligatorische – im Ton meistens um einiges rauere – Imperativ “Denk nicht einmal im Traum daran, das Folgende mitzufilmen!”

In der Frühzeit des Kinos gab es weder Handys noch Kompaktkameras, mit denen man cineastisches Raubrittertum hätte begehen können. Dafür gab es allerdings übergroße, für den Kinobesuch offensichtlich nur bedingt geeignete Damenhüte, Fußgetrampel, das den Kinosaal zum Einsturz bringen konnte und zahllose Regenschirme, die in den Lichtspielhäusern vergessen wurden. Davon zeugen jedenfalls diese Kino-Tafeln aus dem frühen 20. Jahrhundert. Weitaus weniger penetrant als jedes “Langnese gibt es auch hier im Kino”, und ein freundliches “Good Night” deutet auch darauf hin, dass die Kinobetreiber anno dazumal weitaus freundlicher zu ihrem Publikum waren.

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