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Es hat stattgefunden, es findet statt, es wird stattfinden: Konzerte, Theaterinszenierungen, Lesungen, große und kleine Live-Events… hier findet ihr sie: Von der Ankündigung über die Rezension bis zur Retrospektive

Filter-House, Disco-Samples und Geboller.  Daft Punk Justice sind zurück ! Kaum zu glauben, dass deren  Album “Cross” nun schon 4 Jahre auf dem Buckel hat und ganz klar einen großen Einfluss auf das Electro-Revival der 00er hatte. Wo andere Band zaghaft MP3 Singles zum Download anbieten und auf sonstige Promotion verzichten, kann es für das Pariser Duo wohl nicht laut und pompös genug sein. Adidas ließ sogar den Justice-Intimus Romain Gavras das Commercial produzieren, was für einen Weltkonzern sicherlich gar nicht mal so ohne ist, da dem gute Mann dem Ruf als Provocateur vorraus eilt und seine Videos zu Stress und Born Free, welches wir hier schon als Musikvideo der Woche vorstellten, schnell auf dem Index von Youtube landeten. Im Grunde genommen hat sich sein Stil für die Adidas Werbung auch nicht großartig geändert: Hektische schnelle Schnitte, Adrenalin, ikonische Bilder, Ekstase und fast schon pornographische Darstellungen von Emotionen. Katy Perry, May, b.o.b, Beckham, Rose, Blanka, Mehdin, Jeremy, Rokko, Messi sind drin – wir nun auch.

hier noch die einzelnen Features, die später für den clip zusammen geschnitten wurden: [Weiterlesen…]

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Ich hab keine Ahnung, ob es überhaupt jemand interessiert, aber gestern wurde irgendwo in Berlin der weltunnötigste Musikpreis verliehen. Anwesend bei der dieses Jahr ca. 20 h andauernden Trauerveranstaltung waren unter anderem Rammstein die den Preis mit “Sowas passiert, wenn man die Zuschauer wählen lässt” kommentierten und sich sichtlich begeistert bei Vattenfall bedankten, weil “wir sonst hier im Dunkeln stünden”. [Weiterlesen…]

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Nachdem die Oscarverleihung mit dem Minimum an Überraschungsmomenten aufwarten konnte, lohnt sich doch ein kurzer Blick auf die andere, die dunkle Seite des Filmgeschäfts. Wie jedes Jahr wurden auch 2011 einen Abend vor der Oscarverleihung mit den goldenen Himbeeren – The Razzie Awards – die schlechtesten Filme des vergangenen Jahres prämiert.

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The Social Network ( David Fincher)

(USA, 2010)

“The World Is Your`s. Der Film “Scarface” von Brian de Palma zeigte eindringlich den Aufstieg und Fall eines Mannes, der mehr erreicht als er sich je als unbekannter Niemand erträumte, dafür Freundschaften skrupellos beendet und letztendlich doch einsam stirbt. Facebook Mitbegründer Mark Zuckerberg ist weder tot , noch dealt er mit Kokain. Er hat für sich eine Droge gefunden, die ihm mehr zu bedeuten scheint, als  ein soziales Umfeld und der Harvard Abschluss: Anerkennung und einen sozialen Status, der es ihm ermöglicht exklusiv zu sein und nebenbei die Leute auszusperren, von denen er einst geschmäht wurde. Laut Eigenaussage lebt der gerade 26 Jahre Multi-Milliadär in einem kleinem Appartment. Wo Hip Hop Millionäre Schlösser erbauen lassen, will Zuckerberg nur eines, weiter  expandieren. Was der Grund für diese seltsam anmutende Manie ist, versucht David Fincher in seinem Film “The Social Network” anhand der Buchvorlage “”The Accidental Billionaires” von  Ben Mezrich zu skizzieren. [Weiterlesen…]

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Habe zu dem Teil ja hier schon einmal meine Gedanken niedergeschrieben. Nur so viel: Jesus Christus Erlöser ist ein Ereignis, auch ohne die Störungen und Kinskis Tobsuchtanfälle… Mit diesen aber erst Recht. Der gesamte Zusammenschnitt der legendären Lesung ist nun auf youtube aufgetaucht. Unbedingt ansehen!

via Mururoar

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Nur noch ein paar Tage und Banksy könnte der Gewinner des Oscar für beste Dokumentation werden. Das der Street Art Künstler weiß wie PR geht, und dafür aus der Szene schon Sellout-Vorwürfe bekommt, hat er ja schon mehrfach bewiesen, nun musste mal wieder die arme Mickey Mouse dran glauben und wurde in eindeutigen Posen mit einem Model auf einer Plakatwand am Sunset Boulveard gesichtet. Immerhin scheint Minnie gerade eh weggetreten und die Gelegenheit günstig gewesen zu sein.

via artschoolvets

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Erfreuliche News über den kanadischen Progressive/Thrash und Speedmetal Wirrkopf Devin Townsend sind gerade eben reingeschneit. Neben der geplanten Europatournee (mit Halt in Bochum und Aschaffenburg) gibt es  als Appetizer für die beiden kommenden Alben Ghost und Deconstruction (VÖ.: Juni 2011) eine Live-EP zum kostenlosen Download. Diese enthält fünf Konzert-Aufnahmen, die sowohl auf Tour als auch die Neuveröffentlichungen (die zusammen mit dem Prager Orchester aufgenommen wurden) mehr als neugierig machen. Tourdaten plus Youtube-Appetizer gibts nach dem Klick.

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Ob es beim Gemunkel bleibt…? Im Moment stehen die Chancen ganz gut, dass aus der Gerüchteküche Realität wird. Zumindest laut der dpa, die Katharina Wagner zitiert, die wiederum bestätigt, dass es Verhandlungen zwischen den Bayreuther Wagnerianern und Wim Wenders um eine kommende Inszenierung des berühmten “Ring des Nibelungen” gibt. Ausgerechnet im Jahr 2013 – zum 200. Geburtstag Richard Wagners – könnte der Regisseur von Filmen wie “Himmel über Berlin” und “Paris, Texas” die Ring-Inszenierung beim immer sowohl amüsanten als auch erschreckenden Bayreuther Treiben übernehmen.

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Der Albumtitel des ersten The Gaslight Anthem-Albums war in mehrerer Hinsicht ein wenig das Motto des zweiten Rolling Stone Weekenders an der Ostsee am 12./13. November 2010. Schon die Anreise zum mehr oder minder charmanten 70er-Jahre Bau „Weissenhäuser Strand“ stellte den Besucher vor oben genannte Frage, da es zeitweise wie aus Eimern schüttete und die Sicht auf der Autobahn dementsprechend eingeschränkt war, leider hielten die heftigen Schauer und Sturmböen das gesamte Wochenende an. Die Veranstalter hatten sich die Kritik der Besucher der Erstauflage des „Indoor-Komfort-Festivals“ 2009 zu Herzen genommen und einiges verbessert. So befand sich nunmehr eine Würstchenbude für den kleinen Hunger vor der Zeltbühne, die Frühstückszeiten im Hotel wurden bis 11.30 Uhr verlängert und statt im unübersichtlichen, verwinkelten „Witthüs“ wurde das „Rondell“ als Konzertlocation genutzt. Der Altersschnitt lag weiterhin über dem eines „durchschnittlichen“ Festivals, jedoch hatten sich dieses Jahr deutlich mehr Besucher unter 30 eingefunden als letztes Jahr. Zugleich schien jedoch die Anzahl an jungen Familien ebenfalls zu steigen, wogegen prinzipiell nichts einzuwenden ist. Ob man jedoch mit kleinen Kindern unbedingt vorne direkt vor den Boxen stehen muss, Ohropax hin oder her, na ja… [Weiterlesen…]

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Grau und ungemütlich ist der 7. November, was überraschend viele Besucher nicht davon abhält zum Jimmy Eat World Konzert im E-Werk zu gehen. Vor der an und für sich schönen Location, die eher wie eine kleine Kirche anmutet und eh schon seit Jahren den besseren Sound als das Palladium hat, ist ein bunt gemischtes Volk an Zahlungswilligen, von denen nicht wenige den 90er Emo Look aus dicker Hornbrille und kariertem Hemd präsentieren. Eine Zeit, in der dieses Wort weniger Synonym für einen Modestil als tatsächlich emotional aufgeladene Punkmusik war. Von diesem Stil haben sich Jimmy Eat World  seit “Chase This Light” verabschiedet und auch das, wohl durch Fanunmut bedingte, subtile neue Album “Invented” hat immer noch einen hohen Breitwand-Faktor, mit allerlei Handclaps und “Ohh”-Chören. Immerhin scheint dieses Album den ein oder anderen Fan versöhnt zu haben, sonst wäre das E-Werk nicht bis auf den letzten Platz ausverkauft. [Weiterlesen…]

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Ich habe jahrelang über das Haldern Open Air Witze gemacht, über die vielen zu netten Bands, die Hippie Atmosphäre und die Location irgendwo in einem Kaff am Niederrhein, fast so als wäre ich tatsächlich einmal dort gewesen. War ich aber bis zu dem Wochenende nie und eigentlich hätte ich schon deswegen meine große Klappe halten sollen. Da wegen diverser Geld-Probleme (Wohnungs-Umzug) , schlechten Line-Ups (Pukkelpop) und mangelnder Begeisterung der Anderen (Freunde)  diesmal nur das günstige und in der Nähe liegende Haldern Pop Festival als Option in Frage kam, war es also Zeit sämtliche Voruteile wieder rauszukramen und sich skeptisch in den Zug Richtung Emmerich zu setzen.

Die Fahrt nach Haldern führt über wenig spektakuläre Städte wie Wesel (ja genau die Stadt mit dem Esel…gnihi) und Dörfer mit wohlklingenden Namen wie Meerhoog; halt alles was ein Stadtkind wie ich zum davonlaufen findet und  alles was genüsslich sämtliche Klischees vom fetten Bauern und prolliger Dorfjugend vor meinem geistigen Auge ablaufen lässt. Wo man bei Rock am Ring schon am Koblenzer HBf von  gröhlenden Onkelz Fans und keifendem Prollrock begrüßt wird, läuft hier alles wesentlich gesitteter und ruhiger ab. Schon kurz nach dem Ausstieg gibt es eine Gepäckabgabe und die ersten obligatorischen Bändchen und Mülltüten für das Camping-Gelände. Nach ein paar Minuten landet man bereits direkt in dem Ortskern, der nebenbei erwähnt sehr gepflegt und sauber aussieht. [Weiterlesen…]

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Dass Radiohead wie kaum eine andere Band die neuen Möglichkeiten der vernetzten und globalisierten Welt des Internetzeitalters zu nutzen wissen, beweisen sie immer wieder aufs Neue… Auch bei diesem Projekt: Ein Konzertmitschnitt ihres Auftritts in Prag, September des vergangenen Jahres. Unzählige Digicamaufnahmen von tapferen Fans, nun zusammengeschnitten zu einer einzigartigen DVD, die man gut und gerne auch als offiziell genehmigtes Video-Bootleg bezeichnen kann. Denn wo die Bilder – trotz eleganter Schnitte -  mitunter wackelig und laienhaft wirken, ist der Sound Top. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass Radiohead die Open-Source Bootleg-Aktion kräftig unterstützen und den Ton ihres eigenen Konzertmitschnitts beisteuern. Die daraus entstandene Fan-DVD gibts jetzt für auf der Projekt-Website zum kostenlosen Download (diese ist entsprechend überlastet), Snippets gibts bei youtube zu bestaunen:

http://radiohead-prague.nataly.fr

http://radiohead-prague.nataly.fr/Download.html

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Wir hatten ja bereits auf den immer noch und sogar momentan besonders schönen Song von The Middle East hingewiesen, nun gibt es “Blood”  endlich als Free Download auf der Homepage und somit about keine Ausrede mehr diesen wunderbar hymnischen Song anzuhören, außer man möchte eh eines der wenigen Konzerte in Deutschland besuchen.

01.07.2010, Köln, Studio672

02.07.2010,Berlin, Comet Club

08.07.2010,Stadtpark Freilichtbühne

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Ein zufriedener Dino-Fan

Gleich zu Beginn schon Stress in der Alten Feuerwache. Ein übel gelaunter Security-Mensch erklärt mir recht deutlich das heute abend keine Fotos erwünscht sind und auf meine irritierte Frage warum das nun so ist bekomme ich nur ein “Die Band möchte das eben so” entgegen  geblafft. Keine Ahnung was Leute über 40 mit eher geringer Attraktivität dazu bringt nun auch auf Indiekonzerten solche Star-Allüren einzuführen, aber für gleich zwei Indie-Legenden an einem Abend würde man wohl auch nur in Blümchen-Unterhose in der ersten Reihe stehen.

Sehr auffällig ist der hohe Anteil an jungen Menschen, die locker Enkel oder Nichten von den ergrauten Herrn auf der Bühne sein könnten. Warum auch nicht? Hier steht keine Band in Maßanzügen und Krawatte vor einem, sondern Bands, die auch noch 20 Jahre später nach ihren Durchbruchsablen immer noch zeitlos und frischer klingen als sagen wir alles was in den letzten Jahren an sogenanntem Indierock aus England kam.

Built To Spill kannte ich ehrlich gesagt vor dem Konzert nur von ein paar Songs aus ihren 90er Platten und  dem hochgelobten letztem Album. Ihr Kultstatus ist mir natürlich trotzdem nicht entgangen. Und das die Band nicht als besonders tourfreudig gilt, erhöht natürlich die Exclusivität ihres Auftritts, der nicht unbedingt durch große Kommunikation dafür aber durch regelmäßige Pausen zwischen den Songs auffällt [Weiterlesen…]

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Draußen im Biergarten des Steinbruchs sitzen fröhlich schwatzende Menschen, die meisten davon deutlich über 30, bei einem Glas Bier und genießen noch die letzten Strahlen dieses zaghaft warmen Frühlingstages. Eine Person mit seitlich abrasierten Haaren, 90er Baseballjacke und eher mürrischen Blick sticht aus der Masse heraus und sitzt vollkommen in sich versunken und einsam an einem Tisch. Der Gesichtsausdruck ist nahezu manisch und das letzte was man wagen möchte ist Jamie Stewart zu stören, um damit wohl einen Tobsuchtsanfall des launischen Sängers zu provozieren, der wohl äußerst unzufrieden mit seinem Auftritt in Berlin gewesen sein muss, wo er kurzfristig das Set abbrach. [Weiterlesen…]

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