Events

Es hat stattgefunden, es findet statt, es wird stattfinden: Konzerte, Theaterinszenierungen, Lesungen, große und kleine Live-Events… hier findet ihr sie: Von der Ankündigung über die Rezension bis zur Retrospektive

Der späte Herbst und der frühe Winter hinterlassen ihre ersten Spuren, auch auf Seite360. Naja, selbst wenn wir unsere Bloggerei derzeit etwas zurückschrauben… eine Lesung in gemütlicher Café-Atmosphäre inklusive heißen Getränken ist im Winter sowieso viel schöner als einsam im Netz rumzusurfen. Eine solche könnt ihr in Berlin am Donnerstag kostenlos erleben. Mit von der Partie ist unter anderem Johannes, der sich nicht traut, hier unverschämt Eigenwerbung zu posten. Anyway, dann übernehme ich es eben…

Eine Geschichte über Abschied und Neubeginn. Über Wut und Trauer, Angst und Hilflosigkeit. Aber auch über den Mut und das Erwachsenwerden.

“Es ist ein besonders heiterer Märztag. Strahlender Sonnenschein und keine einzige Wolke in Sicht. Dann und wann steigt Manuela der Duft von Maiglöckchen und Narzissen in die Nase. Ja – ein Tag wie im Bilderbuch. Manuela fährt ihre Mutter im Rollstuhl spazieren. Vorbei an Müttern mit ihren frisch geschlüpften Säuglingen. Neben ihnen Väter, Großeltern, Geschwister und wer sie alle sein mögen. Manuela spürt ihre Blicke und fühlt sich wie ein Todesengel, als sie die abgezehrte Frau mit der durchsichtigen Haut an den vergnügten Menschen vorbeischiebt. Ab und zu wendet ihre Mutter das knochige Gesicht der Frühlingssonne entgegen oder bewundert die Krokusse, die am Wegesrand stehen. Manuela lächelt. Sie lächelt die Menschen an, die erschrocken und peinlich berührt den Blick senken oder dümmlich starren, wie weidende Kühe. Es ist ein Lächeln, bei dem die Mundwinkel wie die Glieder einer Marionette an Fäden hochgezogen werden. Wie so oft wünscht sie sich, ihre Mutter würde eine Regung zeigen – Angst oder Wut. Irgendetwas, das Manuela das Gefühl geben kann, nicht allein zu sein. Doch mit stoischer Ruhe nimmt ihre Mutter die Blicke der Umstehenden hin, während ihre Augen in der Ferne etwas zu fixieren scheinen. Vielleicht Bilder der Vergangenheit. Manuela weiß nur, dass sie ihre Mutter nie gekannt hat. Und umgekehrt.”

Es lesen: Angelina Geisler, Sabine Roßberg, Johannes Franke

Gesang/ Begleitung/ Komposition: Acey Jee

Text/ Regie: Mica Bara

Premiere: 1.12.2011 Café Tasso (Frankfurter Allee 11, Berlin), 20 Uhr

Eintritt frei! Reservierungen: 030 48624708 oder Mail: info@cafe-tasso.de

Weitere Termine: 07.12.2011 Wohnzimmerclub, Neukölln, Pflügerstraße 4

{ 0 comments }

Gestern bin ich leider nicht mehr zum Bloggen gekommen, daher an dieser Stelle nochmal ganz kurz meine gesammelten Eindrücke vom 13. YOUKI in Oberösterreich zusammengefasst: Es war ja mein erstes Mal auf diesem Festival, und alles in allem kann ich das Fazit ziehen: Sehr gerne und jederzeit wieder. Dank eines etwas chaotischen Managements und einer gelassenen Spontanität, was die Programmgestaltung betrifft, hebt sich das YOUKI atmosphärisch auf hervorragende Weise von anderen Festivals ab. Statt einer sterilen “Roter Teppich”-Atmosphäre, geht es jung, gemütlich und familiär zu. Die einzelnen Veranstaltungen haben sich dieses Jahr auf  vor allem zwei Locations verteilt: Den alten Schl8hof in Wels, sowie das Youki-Dorf, dessen Mittelpunkt der Austria Tabak Pavillon bildete. Beide Veranstaltungsorte hatten etwas herrlich Entspanntes an sich, waren keine hochgestochenen Medienzentren sondern warmherzige Orte, die zum Relaxen und Rumhängen eingeladen haben. Während im Pavillon nachmittags die Talkrunden des Filmsofas stattfanden, wurden sowohl die Filme der internationalen Competition als auch Screenings außerhalb des Wettbewerbs im Schl8hof präsentiert. Darüber hinaus gab es dort auch jeden Abend Konzerte, Partys und am Samstag die Abschlussgala, die Dank ihrer witzigen Inszenierung, Kürze und Kompaktheit ebenfalls kein No-Go war, wie es bei solchen offiziellen Veranstaltungen ansonsten  leider viel zu oft der Fall ist.

[Weiterlesen…]

{ 0 comments }

Leute, ich bleibe dabei: Take Care von dem von mir bisher wenig geschätzen Drake ist für mich die positive Überraschung des Jahres 2011 und Florence & The Machine haben ein phänomenales (jawohl!) Cover in der BBC Radio 1 Live Lounge performt.

{ 0 comments }

Was für ein Nebel und was für eine Entscheidung! Ich habe mich gegen das Spiel Leverkusen gegen Chelsea entschieden und den Drums den Vorzug gegeben. Zwei Dinge die sich irgendwie nicht vertragen, denn die hippe Band aus Amerika umgibt eine Ära von wohlbehüteten Dandys, die sich den romantischen Dingen des Lebens widmen, während Fußball doch von jeher immer ein Männlichkeistkult bleibt, bei dem es um Wut, Härte und auch um eine ordentliche Portion Aggression geht. Man stelle sich nur einmal vor wie The Drums im Fußballstadion stehen, sich in sexueller Uneindeutigkeit geben und in bester Oscar Wildscher` Manier Best Friend singen. Das bleibt ihnen zum Glück erspart und sie überrennen nicht die Bayrena sondern das versteckte Gebäude 9 in der alles andere als romantischen Gegend um das Kölner Messe-Gelände.

[Weiterlesen…]

{ 0 comments }

Johannes hat ja schon ein bisschen vom up and coming berichtet. Unser gemeinsamer Kurzfilm EWE läuft aber nicht nur in Hannover sondern ebenso im beschaulichen Wels (Oberösterreich) beim 13. Youki, dem internationalen Jugend Medien Festival. Dort bin ich seit gestern unterwegs, EWE wurde schon gezeigt und ist auch – soweit ich das beurteilen kann – recht gut angekommen.

[Weiterlesen…]

{ 1 comment }

Ich bin hier gerade beim NachwuchsFilmfestival “up and coming” in Hannover und versuche unseren Film “EWE” würdig zu vertreten. Ich war im Vorfeld schon sehr gespannt wie die Nachwuchsfilmlandschaft aussehen mag, zumal sich das “up and coming” auf die Fahnen schreibt dass  ”bei der Auswahl nicht technische Perfektion, sondern Originalität und Eigenständigkeit von Idee und filmischer Umsetzung im Vordergrund stehen”.

[Weiterlesen…]

{ 0 comments }

Für alle die es geschafft haben, die komplette Festival-Saison zu verpennen gibt es an diesem Wochenende Hoffnung in Form des Le Guess Who?- Festival. Das schicke Indoor-Festival findet vom 24.-27.11 im niederländischen Utrecht statt und ist zumindest für die angrenzenden Bundesländer gut und schnell zu erreichen. James Blake, Panda Bear, Shabazz Places, Steven Malkmus und viele mehr sollten dem Musikfanatiker den Mund wässrig machen und wer sich dann doch wieder für das Wohnzimmer entscheidet, kann ja immerhin das tolle Mixtape anhören, was Drowned In Sound zusammengestellt hat.

via Braids (privater  Soundcloud-Stream)

via Drowned in Sound

{ 0 comments }

Die Leute vom Kreartell, deren Käthchen von Heilbronn Inszenierung ich hier schon an anderer Stelle angeteasert habe, haben darauf hingewiesen, dass sie auch ihr erstes Stück wieder bzw. immer noch im Programm haben. Dabei handelt es sich um nichts weniger als DAS deutsche Drama überhaupt, Faust, der Tragödie erster Teil. Wie beim Käthchen setzt das Kreartell auch hier – nach einer Vorlage der Autorin Barbara Kindermann – auf eine unbekümmerte, jugendliche und modernisierte Inszenierung, die Respekt aber keine Angst vor dem Literaturklassiker hat. Ist zwar schon etwas länger her, dass ich der Faust-Inszenierung des Kreartells beiwohnen durfte, erinnere mich aber an einen unglaublich vergnüglichen und kurzweiligen Theaterabend, an dem der Stoff mehr als würdig repräsentiert wurde. Diese Woche Samstag am 19.11. ist das Ganze im Theater Verlängertes Wohnzimmer zu sehen. Darüber hinaus gibt es für Schulklassen die Möglichkeit, den Faust für Kinder und Jugendliche dort nach Reservierung Mittwochs oder Donnerstags Vormittags zu sehen. Weitere Infos unter faust-macht-schule.de.

„Die Kunst ist lang, Und kurz ist unser Leben“, denkt man bei so manch mehrstündiger „Faust“-Inszenierung. Das „theater-kreartell“ bringt diesen Klassiker humorvoll, modern und kurzweilig auf die Bühne. In einer überraschenden Verbindung von Sprech-, Bewegungs- und Objekttheater veranschaulichen vier Schauspieler in 70 Minuten Goethes Hauptwerk und zeigen dessen Aktualität: ob die Suche nach Lebenssinn, nach persönlichem Glück, ob Verführbarkeit oder die Verantwortung fürs eigene Handeln. Basierend auf Barbara Kindermanns „Goethes Faust für Kinder“ bewegt sich die Inszenierung gekonnt zwischen Originaltext und moderner Sprache, zwischen Ernst und Witz. Diese Kurzform des Original-„Faust“ ist nicht nur für junge Zuschauer attraktiv und baut Hemmungen vor der klassischen Literatur ab.

{ 1 comment }

Unser 2011 fertiggestellter Kurzfilm EWE läuft dieses Jahr im November auf gleich drei Kurzfilmfestivals. Beim internationalen Kurzfilmfestival Youki in Wels (Österreich) wird er am 24.11. um 12:00 Uhr im Alten Schlachthof gezeigt. Beim up and coming, dem internationalen Film Festival Hannover läuft er am 25.11. um 21 Uhr im CinemaxX in der Nikolaistraße, und am 27.11. ist er bei den Oldenburger Kurzfilmtagen zu sehen. Gleich drei Festivals inklusive Competition an einem Wochenende… und dazu noch schön über Deutschland verteilt. Daumen drücken, oder, falls ihr an einem Spielort in der Nähe wohnt, am besten gleich vorbeischauen.

EWE erzählt die Geschichte eines Staates, in dem Überwachung zum Alltag gehört. Jeder Mensch ist sowohl Überwacher als auch Überwachter, Opfer und Täter zugleich… Und alle haben sich mit dieser Art zu leben arrangiert. Auch Nicolai, ein erfolgreicher Journalist, hat schon lange die Kameras um sich herum vergessen. Seinem Beobachtungssoll geht er gewissenhaft nach – bis er zum ersten Mal in seinem Leben einen Blick hinter die Fassade der ganzheitlichen, demokratischen Überwachung wirft…

Erzählt wird der Film durch in sich ruhende Standbilder, die filmische Bewegungen ahnen lassen, andeuten und ansetzen ohne sie allerdings vollkommen auszureizen.

EWE entwirft auf dokumentarische Weise die düstere und zugleich ironische Dystopie einer Welt, in der die Verletzung der Privatsphäre Bürgerpflicht ist.

{ 0 comments }

Lanterns On The Lake

+ The Pattern Theory

Wer?

Lanterns On The Lake werden entscheidend durch den entrückt klingenden Gesang von Hazel Wilde geprägt. Das Sextett aus Newcastle spielt wunderschönen, verträumten Pop mit Gitarren, Geige, Electro-Beats und eben diesem ätherischen Gesang ihrer Leadsängerin. Ihre Einflüsse beschreiben die Musiker so: „The coast, red wine, the northumberland countryside, you, me, the deep blue sea, good bands, bad bands, Newcastle upon Tyne, dancing in the dark.“

(promo)

Wo?

09.11. 2011 Köln – Studio 672

10.11. 2011 Berlin – Privatclub

 

 

[Weiterlesen…]

{ 0 comments }

Junge, Junge ich sag dir, diese Trips nach Köln sind ja schon so ein Abenteuer für sich. Wenn man mit einem schwer bepackten Koffer (liebevoll von Mutti zusammengestellt) in Köln-Mühlheim ankommt und keine Möglichkeit gefunden hat, diesen irgendwo abzuschließen, hat man eine bereits leise Vorahnung, dass dieser Abend interessant werden könnte. Die Tanke gegenüber der Haltestelle Keupstraße hat auch schon um 23 Uhr zu, so dass mir nix anderes übrig bleibt, als den Koffer irgendwo in eine dunkes lauschiges Plätzchen hinter 2 Gebrauchtwagen zu stellen. Wer Mülheim kennt, weiß, dass sowas leicht daneben gehen kann, aber das Konzert von Bon Iver ist wichtiger als ein paar Socken und 2 Hosen.

[Weiterlesen…]

{ 0 comments }

Diese Woche feiert das 2001 eröffnete Jüdische Museum Berlin sein zehnjähriges Bestehen. Und es gehört seit seinem Entwurf von Daniel Libeskind 1989 nicht nur zu den beeindruckendsten Museen sondern ebenso den faszinierendsten Bauwerken Berlins überhaupt. Ich kann gar nicht genau sagen, wie oft ich mittlerweile in dem Hybriden aus klasischem, barocken Altbau und postmodernem architektonischen Spiel zu Besuch war, kann aber mit Sicherheit sagen, dass sowohl Ausstellungsinhalt als auch Gebäude mich jedes mal aufs Neue faszinieren. Im Grund genommen ist es sogar so, dass sobald jemand den ich kenne nach Berlin kommt und ein gutes Museum besuchen will, ich ihn oder sie erst einmal in das Jüdische Museum schleppe… auch einfach weil das immer ein guter Grund ist, das Museum selbst nochmal zu sehen.

[Weiterlesen…]

{ 0 comments }

Wie ein Festival entsteht, wie ein Festival lebt, wie ein Festival vergeht… Großartiges Timelapse-Video vom diesjährigen Burning Man Festival. Für ein paar Tage im Jahr beginnt die Wüste zu leben (und wie sie das tut!), und am Ende wird ihr Tempel abgefackelt…

From dust to dust, this time lapse covers over 5 weeks including the preparation of the event, from before the trash fence erection and after basically everyone except for DPW trickles out. Other than a few occasional pauses, the main event goest by at a rate of 3 hours every second.

via KFMW

{ 0 comments }

Tolle Überschrift, nech? Der Name Black Cab Sessions wird nur keinem was sagen und wenn Feist im Taxi sitzt, dann ist das eben nicht nur einfach so, sondern ist mit einer schönen Unplugged-Version ihres Song” Undiscovered First” verbunden.

via

{ 0 comments }

Ich wollte den Platz hier dann auch noch schnell mal nutzen, um für einen Freund ein wenig die Werbetrommel zu rühren. Martin, der in meinem Kurzfilm Little Brother is watching you der Hauptdarsteller war, spielt in der Kreartell-Inszenierung Käthchen von Heilbronn – Die Feuerprobe mit. Anlässlich des Kleist-Jahrs soll das Drama um Liebe und Standesunterschiede eine ordentliche Generalüberholung erhalten: Frisch, jugendlich, modern, ohne Angst vor aber mit viel Respekt für das Original. Die Verantwortlichen haben bereits im letzten Jahr mit Faust einen Dramenklassiker herausragend neu interpretiert, wie auch beim Käthchen nach einer Vorlage der Autorin Barbara Kindermann:

Anlässlich des Kleist-Jahres 2011 ist dieser Klassiker noch heute aktuell, weil er Fragen stellt, die jeden zu jeder Zeit betreffen. Hier geht es um Schein und Sein, um die Kraft, eigene Lebensträume zu verwirklichen und darum, auf die eigene „innere Stimme“ zu hören, auch, wenn sich scheinbar die ganze Welt gegen uns stellt. Die Frage ans Stück und die Zuschauer lautet: „Was macht mich zum Kaiser, zur Kaiserin in meinem eigenen Leben – Habe ich das Selbstvertrauen mich so zu zeigen, wie ich bin?“

Es spielen: Nina Neubert, Ralf Daubner, Annette Krüger, Martin Hamann
Künstlerische Leitung: Kerstin Windt
Licht: Sophia Gross
Mitwirkung: Rebekka Köbernik, Julia Cepiuk, Sabrina Heffler


Termine: 22.10.
(Premiere) und 23.10., jeweils 19.00 Uhr,
in der Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin

Eintritt: 10,-€/ erm. 7,-€

Kartenvorbestellung: 030/ 471 4001/-02
Verkehrsanbindung:
TRAM: M2 / M12 / M13 und BUS: 158 / 156 / 225
Haltestelle: Prenzlauer Allee/Ostseestr.
S-Bahn: Prenzlauer Allee (Ringbahn) – 10 Min. Fußweg

Weitere Abendtermine gibt es dann erst wieder im Februar im Theater “Verlängertes Wohnzimmer” (Frankfurter Allee 91, 10247 Berlin).

–> Weitere Infos auf der Website des Kreartell

{ 0 comments }

Seite 4 von 10« Erste...2345610...Letzte »