Es hat stattgefunden, es findet statt, es wird stattfinden: Konzerte, Theaterinszenierungen, Lesungen, große und kleine Live-Events… hier findet ihr sie: Von der Ankündigung über die Rezension bis zur Retrospektive
An dieser Stelle dann wie versprochen ein kleiner Kommentar zur gestrigen Präsentation des XBox360-Nachfolgers, der XBox One. Nachdem Sonys Präsentation der neuen Playstation eher zwiespältig ausgefallen ist und Nintendo gerade mit der Wii U unter Beweis stellt, wie man eine im Grunde genommen herausragend und originell konzipierte Konsole mit dem falschen überhaupt keinem Software-Line-Up so richtig derbe an die Wand fahren kann (was sich auch in den derzeit miserablen Verkaufszahlen konsequenterweise widerspiegelt), hatte Microsoft eigentlich alle Trümpfe in der Hand, sich schon mal ordentlich für die künftige Konsolengeneration zu positionieren und gerade unentschlossene Konsolen-Liebäugler wie mich davon zu überzeugen, dass ihr Gerät in dieser Gen die richtige sein wird. Gerüchte im Vorfeld über einen Always-On-Zwang, eine zu starke Fokussierung auf periphere Bereiche wie Mediacenter-Brimborium und Social Network Crap, sowie das angeknackste Image Microsofts, nachdem Skype als als hässliche, kleine Spyware enttarnt wurde, beförderten zwar den Software-Giganten bereits im Vorfeld nicht unbedingt auf das Sympathie-Podest, aber die anständige Präsentation einer anständigen Konsole hätte davon so einiges wegwischen können…
Here are the highlights from the Microsoft Xbox One event that was held on May 21st 2013
Ich werde definitiv noch was zur gestrigen XBox One Präsentation und meinen Gedanken zur neuen Microsoft Konsole schreiben. Bis dahin aber erst einmal eine perfekte, pointierte Zusammenfassung des denkwürdigen Abends.
Shew… zwischen Magisterarbeit und Job bin ich nach wie vor leider noch im Blogvernachlässigungsmodus. Einen kleinen Nachtrag zur re:publica wollte ich trotzdem noch hier reintackern. Wie schon die Jahre zuvor war ich während des Großteils der Messe an meinen Arbeitsplatz gekettet (siehe Foto oben) und konnte deswegen exakt 0 (in Worten: Null) Reden und Workshops live miterleben. Meine Eindrücke vom Event beschränken sich daher zwangsläufig auf Rundgänge über das Gelände in den Pausen, die Videos von interessanten Vorträgen (die ich mittlerweile ganz gut abgegrast habe) und natürlich die Interviews, die wir zusammen mit Philip gedreht haben, bzw. die Gespräche mit deren Protagonisten davor und danach.
Ich stehe ja eigentlich auf diesen ganzen Hipster-Kram und Stil: Alles kennen, überall gewesen sein, immer mit einem Blick für die kommenden Trends. Und wenn es mal nicht klappt, kann ja immer noch ein wenig Flunkerei weiterhelfen. Dumm nur, wenn man dabei erwischt wird. Wie in diesem Fall von Jimmy Kimmel, der Coachella-Festivalbesucher über frei erfundene Bands aus dem Nähkästchen plaudern lässt. Amazing!
Mein Traum ist ja immer noch irgendwo in einem coolen Schuppen aufzulegen und den Anwesenden treibende Beats um die Ohren zu hauen. Nicolas Jaar hat es geschafft (gemein!) und legt hier ein formidables 45 Minuten langes DJ-Set auf. Wie immer in der für Jaar typisch hypnotischen Kraft, die weit von Prolo-Sachen wie Guetta oder welcher Ibiza-Größe auch immer liegt.
Sorry, aber gutes Wetter bedeutet leider auch meist Abstinenz von dem schrillen Web-Chaos und Tiefenentspannung irgendwo in einem Eis-Cafe. Dort habe auch ein paar Bayern-Fans (soll es ja geben) belauscht, die schon ausgerechnet haben welchen Verein Buyern Munich demnächst noch alles leer kauft. Der hier ist für euch, Jungs …
Argh, irgendwie ging das Cochaella Festival dieses Jahr an mir vorbei.Ich hoffe ich kann die Gemüter mit einem kompletten Konzert-Mitschnitt von Blur wieder gut machen ?
Am 12.04.2013 erscheint das Live-Album von Simian Mobile Disco (komischerweise auf Spotify schon in Gänze anhörbar). Hier als Vorgeschmack ein Live-Mitschnitt von dem letztjährigen Auftritt beim Sonar Festival in Barcelona. Lasst den Frühling beginnen!
Moshpits, Hell Yeah! Eine anarchische, atavistische Explosion in die Masse, heraus aus der Masse, sich in diese integrierend und zugleich diese mitreißend. Mit ihrem Wechselspiel aus Massendynamik und Spontanität spielen sich Moshpits in einer merkwürdigen Grauzone aus konformisierendem Totalitarismus und anarchischem Freiheitsstreben: Quasi die Anarchie in der Konformität und zugleich das Konforme im radikalen Individualismus. Neben ihrer kulturellen Spannung sind Moshpits offensichtlich auch ein tolles Betätigungsfeld für Soziobiologen und Physiker, lehren sie uns doch manches über die Physik des kollektiven Verhaltens des Menschen, die nicht weit von der Dynamik von Gasen und anderen Stoffen entfernt ist. Das passende Science Paper im PDF-Formatgibt es dazu auch mittlerweile und für alle, die sich mit zu viel Theorie schwer tun – und einfach nur spielen wollen – den passenden Moshpit-Simulator, inklusive zahlloser, einstellbarer Variablen.
Sorry, in einer Woche geht es hier wieder rund. Ich muss momentan zu unchristlichen Zeiten in die Uni und selbst 3 Tassen Kaffee, die sich Kollege Florian Bayer schon morgens zwischen Aufstehen und Duschen reinkippt, bringen nicht den gewünschten Effekt. Ich vertröste euch mal deswegen mit einem richtig tollen Konzert von Arcade Fire, die 2010 in Reading rockten und 2013 ein neues Album herausbringen.
Ich mache es in diesem Fall kurz: Infos zum Film hier, Veranstaltung dort.
Kommt auf jeden Fall vorbei, wenn ihr das aktuelle Filmprojekt von Johannes und mir noch nicht gesehen habt.
EWE (Everybody Watchs Everybody, BRD 2011, 22 min) ist ein Film der Berliner Filmemacher Johannes Franke und Florian Bayer. EWE erzählt die Geschichte eines Staates, in dem Überwachung zum Alltag gehört. Jeder Mensch ist sowohl Überwacher als auch Überwachter, Opfer und Täter zugleich … Und alle haben sich mit dieser Art zu leben arrangiert. Auch Nicolai, ein erfolgreicher Journalist, hat schon lange die Kameras um sich herum ve
rgessen. Seinem Beobachtungssoll geht er gewissenhaft nach – bis er zum ersten Mal in seinem Leben einen Blick hinter die Fassade der ganzheitlichen, demokratischen Überwachung wirft…Erzählt wird der Film durch in sich ruhende Standbilder, die filmische Bewegungen ahnen lassen, andeuten und ansetzen ohne sie allerdings vollkommen auszureizen.EWE entwirft auf dokumentarische Weise die düstere und zugleich ironische Dystopie einer Welt, in der die Verletzung der Privatsphäre Bürgerpflicht ist.DISKUSSION
Der Film wirft zahlreiche Fragen zur Wirkung von Videoüberwachung auf. Was ist der Nutzen, was sind die Gefahren? Wie sehr beeinträchtigt das Beobachtetsein unser Leben? Sind wir noch wir selbst?
Darüber wollen wir im Anschluss des Films mit den beiden Regisseuren sowie einem Experten für Videoüberwachung sprechen.
Wir würden uns freuen, wenn Ihr mit uns diskutiert.
Man möchte es sich nicht eingestehen, aber Trail of Dead sind älter geworden und mit ihnen wohl auch ihr Publikum. Vor dem Grammatikoff stehen sich Ü30 jährige, nicht wenige davon bereits deutlich Ü40, die Füsse in den etwas fülliger gewordenen Bauch und warten auf den Einlass in die von außen eigentlich sehr schön ausschauende Location, die direkt neben einem Programmkino und einer Bar liegt.
Duisburg und junges hippes Publikum schließt sich eh schon seit Jahren weitestegehend aus und man ist ja schließlich nicht zur Vorführung der neuen Vintage-Kollektion hier sondern wegen Trail Of Dead, die mal 2004 mit ihrem Opus Magnum Worlds Apart sowas wie mega-hip waren und komischerweise trotzdem nie den weltweiten Durchbruch schafften. Es gibt aber auch echt mal Wichtigeres als trendy Electro-Pop aus Brooklyn und die Band steht seit Jahren für energetischen Mix aus Alternative, Punk, Prog und Krautrock.
…Wer die Kindertheatergruppe Silflay aus Berlin kennt, weiß, dass deren Stücke immer gut sind. Immer. Und da ich die Crew nicht nur persönlich kenne, sondern denen in der Vergangenheit immer wieder gerne unter die Arme gegriffen habe, kann ich nur sagen: Schleppt eure Balgen da hin. Und wenn ihr keine Balgen habt, kommt trotzdem vorbei. Es lohnt sich, so oder so.
So, jetzt muss ich doch noch ein paar Worte zur Ausstellung BIOSverlieren, die derzeit im Georg-Kolbe-Museum in Berlin zu sehen ist. Um ehrlich zu sein war ich schon am Eröffnungstag, am 26. August da, weniger ob des feuilletonistischen Eifers als viel mehr aus Zufall. Mein Bruder, der für ein paar Tage in Berlin zu Besuch war, wollte unbedingt noch etwas Beeindruckendes sehen und die Ankündigung des Museums versprach einen ganz guten Querschnitt aus meiner kulturellen Leidenschaft und seinem medizinischen Interesse. Der Tagestipp in irgendeinem Berliner Stadtmagazin gab schließlich den entscheidenden Ausschlag und was soll ich sagen? Es hat sich wirklich, wirklich, wirklich gelohnt. Die Ausstellung hat in ihrer Gesamtheit einen großen Eindruck bei mir hinterlassen und bevor ich groß ins Fabulieren komme, schicke ich gleich vorweg: Leute, wenn ihr irgendwie die Möglichkeit dazu habt, geht dahin! Es lohnt sich für jeden, der Interesse an aktueller Plastik, Anthropologie und wissenschaftlicher Kunst hat… aber auch für jeden, der mal wieder eine kleine, kulturell legitimierte Geisterbahnfahrt erleben möchte.