Endlich ein Wandbild – Erfahrungsbericht über Saal Digital

So klein ist die Welt. Da berichtet mir eine Freundin aus Berlin über Saal Digital und gleich klingelt es in meinem Langzeitgedächtnis. Das Fotostudio Saal in Siegen-Weidenau kannte ich schon aus meiner Kindheit und eine kleine Recherche ergab, dass es hier wirklich um das Traditions-Unternehmen aus meiner Nachbarschaft handelt.

Da besagte Freundin sehr gute Erfahrungen gemacht hat, habe ich mir die Seite nun doch einmal genauer angeschaut, die sich vom Layout nicht von den bekannten Marken wie Cewe-Fotoprint oder XXl-Poster verstecken muss. Eine eigene Software für den Upload und Bildbearbeitung gibt es auch.

Ich habe lange überlegt welches Bild ich für das Wandbild nehme und mich für ein Feuerwerk-Foto entschieden:

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Ich war gespannt, ob der Verlauf wie auf dem Bild sanft ineinander übergeht oder es nur auf einen harten Kontrast zwischen rot und schwarz hinaus läuft.

Software/Usability/Upload

Wie bereits erwähnt stellt Saal Digital eine Software für Win/Mac bereit. SaalDigitalDesign präsentiert sich auf meinen Imac mit MacOs Sierra ein wenig träge, aber das kann auch an den meinen nicht gerade üppigen 4 GB RAM liegen. Die Oberfläche ist gut aufgeräumt, auch ein Chat mit einem Mitarbeiter wird angeboten. Da ich mit derartiger Software vertraut bin, benötige ich diese nicht, aber gerade für Einsteiger dürfte diese Option interessant sein.

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Informationen wie Produktions- und aktuelle Lieferzeiten werden links sofort angeben, ansonsten habe ich nun die Möglichkeit einer Artikelauswahl zwischen Materialen wie dem günstigen Alu-Dibond oder dem qualitativ hochwertigerem Gallery-Print. Ich entscheide mich für den Mittelweg und nehme Acrylglas 30 x 45, Stärke: 5 mm und einer Profil-Aufhängung. Ein Upgrader sämtlicher Option ist möglich, auch auf eine Halterung komplett zu verzichten. Es wird hier noch eine Animation gezeigt, wie die Halterung letztendlich aussieht.

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Gestalten

Nach dem Auswahl von Größe und Material kann ich nun das Foto aus einer Art Explorer in der linken Bildleiste auswählen. Per Drag & Drop lassen sich diese in das Bearbeitungs-Feld ziehen, zudem gibt es direkt eine Einschätzung, wie gut die Bildqualität zu der ausgewählten Größe passt. An bekannte Bildbearbeitungssoftware wie HH kommt SaalDesignManager nicht heran, aber die Grundfunktionen wie Drehen und Beschneiden sind vorhanden. Das Ändern der Hintergrundfarben sind auch möglich, aber wohl eher für Grußkarten interessant. Das Ergebnis sind auf einem Zwischenschritt zur Bestellung noch einmal als Vorschaubild.

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Bestellung

Ich mag die Bestellung mit Paypal, weil diese unkompliziert und schnell geht. Zm Glück wird einem die Option, neben Kreditkarftenabrechnung und Lastschrift. Ich hätte mir als Option noch eine Abholung in der Filiale gewünscht, der Versand kostet 5,95 Euro und ist nur über DHL möglich.

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Versandzeit und Endergebnis

2 Tage dauerte der Versand, das Wandbild kam in einem dünnen Verpackungsmaterial, wie man es ja von Bestellungen von Amazon ja kennt. ich bin etwas skeptisch, ob es auch Stürze oder harte Stösse aushalten kann, aber so ist dann zum Glück alles gute gegangen.

Das Wandbild sah genau so aus wie bei der Bestellung und wurde nicht geschönt oder auffällig verändert. Der Farbverlauf überzeugt, das Glas erzeugt eine gewisse Wertigkeit, natürlich auch hier die Problematik, dass man es nicht unbedingt unter einer Lichtquelle haben sollte, die sich spiegelt. Die Aufhängung wirkt anfangs ungewohnt schwer, lässt sich aber sehr einfach auf einen Nagel hängen und ausjustieren.

Die reflektierende uns stark spiegelnde Glas-Oberfläche ist nicht unbedingt für die Nähe zu Lichtquellen geeignet, sollte also nicht unbedingt in die Nähe einer Lampe etc. angebracht werden.

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Fazit:

Insgesamt bin ich mit der Leistung durchaus zufrieden, würde aber nicht noch einmal Acryl-Glas als Option nehmen. Die Oberfläche wirkt zwar eleganter, die Farben knackiger, aber wie schon bei stark reflektierenden Monitoren z.B vom Imac stört die starke Spieglung gerade starker Ausleuchtung im Zimmer und ist so nur bei natürlicher Ausleuchtung zu genießen.

Die Qualität und Druck des Bildes empfinde ich als schön detailliert, mit sanften Übergängen. Eine weiteren Bestellung bei Saal Digital steht also nichts im Wege.

Apparences – Paris als surreale Ghost Town

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What if our environnement was like a movie set? What would be our life in this fake world?
“Apparences” is a 4K short film showing Paris like a fake city with ghostly human presence.

Manchmal kann mich das Web doch wieder verzaubern.

Apparences (4K) from Claire&Max on Vimeo.

The Art Of Ian Moore

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Das unruhige Spiel von Psyche und Körper, mal morbid, mal naiv, auch unfertig, liegengelassen, aber immer voller Energie und Bewegung.

Meinte Spinoza nicht mal, dass man Fließgesetze anwenden müsse, wenn man das Denken verstehen oder darüber Aussagen treffen will? Im unteren Bild erscheint das Innere fast schon gasförmig. Im Moment seiner Selbstbetrachtung löst es sich auf.

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Und selbst wenn ein Bild auf den ersten Blick unbeweglich wirkt, versteckt sich da immer eine potentielle Energie. Es ist ein bisschen die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt.

ian moore - Another on social anxiety

Ian Moore - the daily grind

 Ian Moore auf tumblr.

Size matters? Die Ausmaße verschiedener Raumschiffe

Vor zwei Jahren veröffentlichte DeviantArt-User Dirk Loechel eine umfangreiche und beeindruckende Infografik, welche die Größen der aus der Popkultur bekannten Raumschiffe veranschaulichte. Hier der Link zur Grafik. Offensichtlich hat der gute Herr weiter dran gearbeitet, da es einen neuen Bereich mit neuen Schiffen gibt. Auf slashfilm.com fehlt dieser neue Bereich noch, aber man kann besser im Bild navigieren. Nun hat sich jemand vom YT Chanel MetalBallStudios die Mühe gemacht einen dreidimensionalen Größenvergleich zu visualisieren, der nicht minder beeindruckend ist. Ein paar neue, sehr, sehr, sehr große Schiffe, oder eher Stationen, sind auch dabei. 19 Kilometer langer Supersternenzerstörer der Executor Klasse? Kindergarten! Und dabei würde mir ein TIE Fighter schon völlig ausreichen. Oder ein Hoverboard.

The World Through My Eyes – Surreale Gif-Art von George Redhawk

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Geoge Redhawk ist blind, was untere anderem auch die Aufgabe seines Jobs zur Folge hatte.

In der einem Interview mit den Graphic Art News erzählt er von seiner Vision:

To create most of my .gifs, I am using a photo morphing software which I have been experimenting with, and perfecting over several years. Morphing software is designed to morph one photo to another photo, but a long time ago, I discovered that if I morph a photo to the exact same photo, I could get some pretty amazing movement out of it.
Following the loss of most of my vision, I began to explore this medium as a means to express the world through my damaged sight. My art is designed with the idea to challenge and in some cases, disturb the visual sense of ‘order’, very much in the same way that my vision has become a constant challenge to me. It is also for this reason I refer to my work as, The World Through My Eyes.

 

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Ich war noch niemals in New York, aber…

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auf dieser Weltkarte der Literatur bin ich ganz schön rumgekommen und zwar ganz ohne Karte, nicht mal ein Kompass stand mir zur Verfügung.

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An der Südspitze des westlichen Modernism Kontinents zur Welt gekommen, geriet ich über eine starke Strömung der Sonnet Sea weit in den Süden, wo ich derart absurde, surrealistisch-expressionistisch-epische Abenteuer erlebte, dass sie hätten real sein können. Über die Paperback Sea vagabundierte ich zunächst im südlichen Osten herum, fand dann aber eine Passage in den Norden, bis hinauf zum Realism Kontinent, wo ich an der Avant-Garde Sea mit ihren Ismeninseln mein zu Hause fand. Meine Kenntnisse des mittleren und nördlichen Ostens hingegen, nun, reden wir nicht drüber. Kartografiert wurde diese Welt der Ismen und Erzählungen vom Grafikdesigner Martin Vargic von Halycon Maps. Da gibt es noch diverse andere erwerbare Infografiken, wie zum Beispiel die Timeline of Fame, die unlängst die Runde machte. Auch erschien gerade ein Buch mit 64 Karten und Infografiken: Vargic´s Miscellany of Curious Maps (kein Partnerlink).

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Und dann waren da noch die Kunstwerke für blinde und sehbehinderte Menschen im Prado-Museum

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Erst mal mit einem Axiom starten: Konsequenter kultureller Fortschritt ist ohne Inklusion nicht machbar. Wenn wir wirklich das kulturelle Potential der Menschheit voll entfalten wollen, setzt dies zwingend voraus, dass wir allen Menschen den Zugang zu Kulturgütern ermöglichen, unabhängig von körperlichen oder sozialen Dispositionen.

Unter dem Titel Touching the Prado hat das Museo del Prado in Madrid als erstes klassisches, großes Museum eine Ausstellung am Start, in der blinde und sehbehinderte Menschen ursprünglich flache Bilder haptisch erleben können. Zur Erstellung der dreidimensionalen Reproduktionen traditioneller Gemälde – wie der Mona Lisa – wurde ein ziemlich komplexes Verfahren angewandt: Unter Zuhilfenahme von ultraviolettem Licht wurden die Texturen der Originale analysiert und anschließend mit einer speziellen Tinte im 3D-Druckverfahren in mehreren Layern den neuen Werken hinzugefügt. Das Ergebnis sind plastische, für Sehbehinderte zum ersten Mal voll, für Nicht-Sehbehinderte auf vollkommen neue Weise erlebbare Klassiker der Bildenden Künste.

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Bereits das Louvre und das MoMA hatten in der Vergangenheit mit verschiedenen Möglichkeiten experimentiert, blinden Menschen Ausstellungsstücke greifbar zu machen. Aber so weit wie das Prado Museum ist bis dato noch keine Kunstausstellung gegangen. Das Ergebnis ist nichts anderes als eine Braille-Schrift für die schönste Sprache der Welt…

At Museo del Prado, Blind Visitors Can Touch Masterpieces via Open Culture

Introducing… POSE

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BURN

In den Arbeiten des Chicagoer Künstlers POSE (Jordan Nickel) verschmelzen Comickunst, Pop Art und der kritischen Energie von Graffiti mit der defigurativen Attitüde eines Francis Bacon zu einer angenehmen Aufdringlichkeit. Seine Dekonstruktionen dokumentieren einerseits die beginnende Übermacht des Bildes im 20. Jahrhundert, andererseits unterläuft er die simplifizierten, fast ikonischen Comicbilder, indem er sie mit Facetten ihrer selbst vollstopft. Es ist ein bisschen wie ein Comicstrip minus Strip. Die Bilder sind auf dem ersten Blick nicht sequenziert, ihre Grenzen verwischen, sie selbst fallen ineinander und saugen die Aufmerksamkeit des Rezipienten ein. Damit legt POSE etwas entscheidendes offen: die gravitative Kraft von “Bedeutung”. Auf einer anderen Ebene huldigt er gewissermaßen den Comic- und Pop Art-Figuren, indem er ihnen, entgegen ihrer anfänglichen Einfachheit, eine Komplexität zuspricht. Es sind wirklich tolle Bilder. Auf seiner website hellopose gibt es noch mehr davon.

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Doll 2

 

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Dude 2

via artnau

 

Der Schrift – Scintilla III von Jie Ma

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Der chinesische Künstler Jie Ma hat hier ein vielerzählendes Werk geschaffen. Was da alles an Gedanken aufploppen. Schrift, Logozentrismus, die Kritik des Selben aber auch dessen Wertschätzung, Exegese, das Kulturmachen durch von Exegese angeregtem Diskurs, Dekonstruktion, die Lupen, das ist zu lesen wie Derrida. Die Farben und die Lupenapparate haben auch so einen steampunkigen Charakter. Die Größe und Weitläufigkeit des Raumes gegen die graue Enge der Stadt. Das Bad in kulturellen Artefakten, ein wenig starrsinnig, aber auch pflichtbewusst, versus systematisierte urbane Einöde.

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Diese Lupen… das Lesen. Das Bild enthält selbst den Akt der Rezeption, Interpretation und Exegese. Wie die eine Lupe den Text verzerrt und die andere preisgibt, dass der Blick nach Draußen ein verzerrter, gemachter Blick ist, plus wie die selbe Lupe die Schrift und damit Kultur in die Stadt reinzerrt. Wie alles eben gesagte sich in der Bildmitte wiederspiegelt. Reflexivtät. Selbstreflexivität. Ich finde es nicht übertrieben zu sagen, dass das Bild die abendländische Kulturgeschichte, bzw. die abendländische Kulturmethode zusammenfasst, bis zu dem postmodernen Punkt der Selbstbezüglichkeit und dem unendlichen Verweisen von Zeichen (Schrift) auf Zeichen. Die Metaphysik der Zeichen.

Dann die Figuren. Ihre Anordnung und was sie tun macht auf mich einen politischen um nicht zu sagen feministischen Eindruck. Der Mann mit graumelierten Haaren sitzt in erhöhter Position auf so eine Art Stuhlapparat. Er ist nur wenig höher platziert als die Frau. Diese Höhersetzung scheint er allein durch den apparatartigen Stuhl zu erlangen. Der Mann hat den Zeigefinger der linken Hand leicht ausgestreckt, sodass er nicht ganz gerade, sondern gekrümmt ist. Außerdem sieht er verbissen aus, seine Augenbrauen sind zusammengezogen. Er macht den Eindruck als beharre er auf etwas. Denn die Situation sieht ein wenig so aus, als ob die Frau, die, mit einem strengen Büro/Sekretärinnenkostüm bekleidet und ein normalgroßes-großes Buch in den Händen, ein Vorschlag machen würde. Gewissermaßen ist die weibliche Figur hier kein Individuum, weil sie kein Gesicht hat, im Gegensatz zur männlichen Figur. Ja anstelle einer individuellen Physiognomie sieht man eigentlich nur einen schwarzen Punkt, der ihre Frisur ist.

Ist das nicht ein Kommentar auf die westliche Kulturgeschichte, die eine von Männern gemachte Geschichte ist? Sind die ganzen aufrechten Linien nicht als Phallussymbole zu lesen, die Stangen der Apparaturen, die die Bücher halten, die aufgetürmten Bücher? Ist die V-Form dagegen, in der die riesigen Bücher angeordnet sind, nicht Symbol der Weiblichkeit? Solche symbolischen Spekulationen sind immer ein wenig hanebüchen, dennoch liest sich diese Schicht des Bildes, vor allem die Zeichenhaftigkeit der Figuren, durchaus als kritischer und feministischer Kommentar zur westlichen Kulturgeschichte.

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Auf der Portfoliowebseite behance gibt es noch mehr von Jie Ma zu sehen.

via this isn`t happiness

Heute gehen wir in die Galerie

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This is it! Der ultimative Guide zur zeitgenössischen Kunst für Kinder unter fünf Jahren. Endlich können überforderte Eltern auch Jüngsten die verstörende Großartigkeit der Postmoderne und Postpostmoderne in einfacher Sprache näher bringen:

There is nothing in the room.
Peter is confused.
Jane is confused
Mummy is happy.

“There is nothing
in the room,
because god is dead,”
says mummy.

“Oh dear,” says Peter.

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Über Musik reden ist wie zu Architektur tanzen

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Selten hat der der Satz von Frank Zappa besser gepasst als zu diesen schönen Postern, die Bands als Gebäude darstellen. Ich würde gerne in das retrofuturistische Björk-Haus einziehen oder doch lieber das Mosaik-Haus von Radiohead?

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Wenn Cartoon-Tiere echte Tiere wären…

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Böse, einfach nur böse Bildergalerie bei College Humor mit Illustrationen von Angelica Bamundo. Mein Favorit ist der leidende Pluto im Apartheidsstaat Entenhausen. Aber auch der Rest ist mehr als großartig. Surft da unbedingt hin.

If Cartoon Pets were real Pets via Doug Walker (Facebook)