Über Musik reden ist wie zu Architektur tanzen

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Selten hat der der Satz von Frank Zappa besser gepasst als zu diesen schönen Postern, die Bands als Gebäude darstellen. Ich würde gerne in das retrofuturistische Björk-Haus einziehen oder doch lieber das Mosaik-Haus von Radiohead?

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Wenn Cartoon-Tiere echte Tiere wären…

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Böse, einfach nur böse Bildergalerie bei College Humor mit Illustrationen von Angelica Bamundo. Mein Favorit ist der leidende Pluto im Apartheidsstaat Entenhausen. Aber auch der Rest ist mehr als großartig. Surft da unbedingt hin.

If Cartoon Pets were real Pets via Doug Walker (Facebook)

Benoit Paillé – Crossroad of Realities/ GTA V Project

Dass Fotos oft digital nachbearbeitet werden, ist ja nun nichts ungewöhnliches. Monsieur Paillé jedoch definiert das gänzlich neu. Schon sein Ausgangsmaterial, sein Motiv, ist digital, sozusagen digital vorbearbeitet. Sollte man nun sagen: Er fotografiert “in” der  virtuellen Realität von GTA V? Oder: Er fotografiert die virtuelle Realität von GTA V? Ich glaube, es trifft beides zu. Paillé spielt mit den beiden Realitätsebenen, der virtuellen und realen Realität (Žižek würde mich jetzt ohrfeigen, aber egal). Der Künstler fotografiert reale Arme, die ein reales Fotodevice vor einer Leinwand in die Höhe halten, auf der ein Motiv aus der virtuellen Welt von GTA V zu erkennen ist. Paillé setzt das reale Licht dann so, dass es mit dem virtuellen Licht matched, fügt an den Armen eventuell ein paar Dinge hinzu, die auch im virtuellen (GTA V) Bild ein Rolle spielen und voilà: Es entsteht ein Hybrid ist aus real und virtuell und das auf mehreren Ebenen. Der Clou an der Sache: die virtuelle Welt diktiert dem Künstler, wie dieser das reale Setting so zu verändern hat, dass die, sagen wir mal, Immersion stimmt. Spätestens jetzt würde Žižek hellhörig werden. Und wenn ich jetzt noch behauptete, dass die Realität somit virtuell ist, bekäme ich doch noch ein Bienchen von ihm. Auf jeden Fall ist das hier großartige Kunst.

CROSSROAD OF REALITIES / BENOIT PAILLÉ – GTAV project from Lapoudrerie on Vimeo.

VIA

Art and Understatement: Rinkos Fotografie-Tumblr

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Mit-Blogger Rinko versteckt seinen Tumblr “Art and Understatement” derzeit so zurückhaltend, dass dessen Titel schon beinahe symptomatisch klingt. Dabei verdienen seine Fotos weitaus mehr, als nur kurz auf unserer Wer bloggt hier? Page genannt zu werden. Minimalistische, nur scheinbar einfache Fotografien, die in der Leere des Raums immer die wesentlichen Spots finden, dadurch nie trostlos wirken, sondern von großem Gespür für Visualität und Atmosphäre zeugen. Ich will an dieser Stelle jetzt echt nur ein wenig teasern, denn um einen wahren Eindruck von der Vielfalt der Heidrich’en Fotokunst zu erlangen, müsst ihr schon selbst in seinem Tumblr vorbeisurfen. Zu finden gibt es dort großartige Pott-Impressionen, melancholische Struktur-Studien und verspielte, eskapistische Foto-Kunst, die nie prätentiös sondern immer stilsicher, zurückhaltend und verdammt arty daherkommt. Ich hoffe ja noch drauf, dass Rinko auch die Seite360-Leser zumindest ab und zu an seinen Bildern teilhaben lässt… Bis dahin führt kein Weg an diesem großartigen Foto-Tumblr vorbei.

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Art and Understatement by Rinko Heidrich

Catcontent aus dem Japan des 19. Jahrhunderts

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Als der Buddhismus im Japan des fünften Jahrhunderts zum Importschlager wurde, hatte er nicht nur tiefgreifende philosophische Gedanken zum Sein und Nicht-Sein im Gepäck, sondern zusätzlich flauschige Unterstützung an Bord. Katzen wurden von der fernöstlichen Religion ganz bewusst eingesetzt, um die fragilen Schriftstücke vor Mäusen und anderem Ungeziefer zu schützen. In Folge dessen erlebten Katzen einen wahren Siegeszug im Land der aufgehenden Sonne, sowohl als effektive Hauswächter, als auch als niedliche Weggefährten und nicht zuletzt auch als mystische Glücksbringer.

Die bekannteste Ausgeburt des japanischen Katzenkults dürfte Maneki-neko sein, der aufrecht sitzende, winkende Glücksbringer aus der Familie der Felidae. Aus dem Japan der Meiji-Zeit (19. Jahrhundert) gibt es die Legende einer zahmen Katze, die ihre Besitzerin eine Geisha – urplötzlich – als diese die Toilette aufsuchen wollte, anfiel, anfauchte, biss und kratzte. Die von den Schreien aufgeschreckten Besitzer der Geisha reagierten unmittelbar, indem sie dem scheinbar tollwütig gewordenen Tier in heller Panik köpften. Der abgeschlagene Kopf der Katze flog in hohem Bogen zu der Toilette, auf die die Geisha sich hatte setzen wollen, und biss in dieser im Sterben einer Giftschlange den Kopf ab, die dort gelauert hatte und die Geisha wohl in die ewigen Jagdgründe befördert hätte, wäre die Katze nicht gewesen.

Dem Kult um die Katzen Japans widmet nun das Shoto Museum of Art in Shibuya eine Ausstellung, in der Katzenbilder des 19. Jahrhunderts präsentiert werden. Und so weit sind diese mythologischen und zugleich niedlichen Kreationen vom heutigen Catcontent gar nicht entfernt. Der Name der Ausstellung ist  ねこ・猫・ネコ , eine Zusammenstellung drei verschiedener Schreibweisen für Katzen, und stattfinden wird sie vom 5. April bis zum 18. Mai. (via Spoon & Tamago)

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Beauty – Berühmte Gemälde als Gif-Art

Woaa, das ist einfach mal wieder pure Schönheit. Rino Stefano Tagliafierro hat sich berühmte Gemälde, überwiegend aus dem Frühbarock und Neoklassizismus, wortwörtlich zur Brust genommen und heraus kommt wirklich schöne Gif-Art, die dem subtilem Reiz des Originals oder der opulenten Sinnlichkeit in nichts nachstehen. Bellisimo!

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Transfer by Kevin Corrado

Ich finde das ja immer großartig, wenn sich meine beiden Hobbys Malen und Fotografieren in einem Mashup bzw. Transfer zusammen tun und beides auf einen nächsten Level bringen. Die Mash-Ups von Kevin Corrado sind wirklich sehr gelungen und eigentlich müsste ich ja auch mal wieder meine Canon SLR benutzen, irgendwann mal…

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The British Library veröffentlicht Tonnen von Bildern auf Flickr

Über 65.000 Bücher vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Über eine Million Scans, alle urheberrechtsfrei: Fotografien, Buchillustrationen, Grafiken… die gerade auf Flickr veröffentlichten Scans der British Library haben durchaus das Zeug zu einer der größten Bilder-Fundgruben im Internet zu werden, zumal offensichtlich zusätzlich geplant ist, eine Oberfläche zu veröffentlichen, auf der User die Bilder kommentieren und ihren Inhalt beschreiben können. Ein großartiges Geschenk für das Internet und zudem ein weiterer wichtiger Schritt, um dieses zu einem gigantischen Archiv der menschlichen Kultur werden zu lassen:

We have released over a million images onto Flickr Commons for anyone to use, remix and repurpose. These images were taken from the pages of 17th, 18th and 19th century books digitised by Microsoft who then generously gifted the scanned images to us, allowing us to release them back into the Public Domain.

A Million First Steps + The British Library Flickr via Creative Review