Ron Gilbert veröffentlicht originale Pitch- und Designdokumente von Maniac Mansion

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Maniac Mansion dürfte neben Zack McKracken meine erste Begegnung mit Point & Click Adventures und sogar eines meiner ersten PC-Spiele überhaupt gewesen sein. Und was war das für ein Erlebnis! Der schräge Humor, die Over-the-Top Gruselmomente, die vollkommen schrägen, jegliche Logik entbehrenden Rätsel, die mir so manches Fluchen entlockt und mich schließlich zu einem Komplettlösungsbuch getrieben haben. Die Nuke Alarm Door, die ich damals dank Raubmordkopie mittels einer ziemlich miesen schwarzweiß-Kopie der original Copy Protection Dokumente knacken musste, und natürlich die irren Charaktere, von den nerdy Protagonisten bis zum verfressenen Tentakelmonster, dem ich mein halbes Inventar zum Essen überließ. Oh, selige Lucas Arts Zeiten!

Grumpy Gamer Ron Gilbert hat nun in seinem Blog ein paar ziemlich coole Skizzen und Originaldokumente aus der Entstehungszeit des Point & Click Klassikers veröffentlicht. Neben einem längeren Proposal gibt es da einige echt coole Zeichnungen und Charakterentwürfe zu sehen, die es fast alle 1:1 in das Spiel geschafft haben. Schöne Adventure-Geschichtsstunde.

Here is the original pitch document Gary and I used for Maniac Mansion. Gary had done some quick concepts, but we didn’t have a real design, screen shots or any code. This was before I realized coding the whole game in 6502 was nuts and began working on the SCUMM system.

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Maniac Mansion Design Doc via 4players

The Flash, directed by Ingmar Bergman

Wenn ich nach meinen Lieblingsregisseuren gefragt werde, gehört Ingmar Bergman eigentlich immer zu den Namen, die mir als erstes einfallen. Und wenn ich gefragt werde, welche Superhelden ich besonders spannend finde, dürfte eine Nennung von The Flash auch sehr wahrscheinlich sein. Schön, dass die beiden in diesem Fake-Trailer von Patrick Willems zusammen gedacht werden, auch wenn ich mir ein bisschen mehr Ernst und ein bisschen weniger aufgesetzten Slapstick in der Umsetzung gewünscht hätte. ‘Passt scho’, wie der Bavare sagen würde.

via eay

Filmabriss: Only Lovers Left Alive, Grand Budapest Hotel, Der Schaum der Tage, Das jüngste Gewitter

Only Lovers Left Alive (screenshot)

Filmaufriss, könnte ich auch titeln, da wir einen analytischen Blick auf (bzw. in) jüngere Filmwerke werfen werden. Filmästhetik und Erzähltechnik stehen da ebenso im Fokus wie philosophischer Gehalt. Da ich wenig Sinn darin sehe über irrelevante Filme zu schreiben, kann ich schon im Vorhinein alle hier behandelten Titel uneingeschränkt empfehlen. Have some fun.

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Game of Thrones: Recap, Staffel 4

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So jetzt aber noch schnell, bevor der Serienherbst eingeleitet wird, ein paar Gedanken zur vierten Staffel von Game of Thrones. Ist kein tiefschürfender, analytischer Recap sondern eher eine (etwas launige) Beurteilung der verschiedenen Handlungsfaden der gesamten Season. Warum Game of Thrones suckt (und ich die Serie trotzdem großartig finde), habe ich ja schonmal ausführlich beschrieben. Viele der dortigen Kritikpunkte finden sich auch in Staffel vier wieder, obwohl ich mich mittlerweile mit vielen Schwächen der Serie abgefunden habe. Ansonsten gilt: Achtung, Spoiler ahead, ebenso wie ein paar kritische – mitunter auch giftige – Anmerkungen zu den jüngsten Entwicklungen in Westeros.
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Es soll ein Remake von “Dumbo” geben,… als Live-Action-Movie…

…und als ob das nicht schon ridiculous genug wäre: Der Schreiberling von Transformers 3, Ehren Kruger soll ihn, nun ja schreiben. Wie man sieht, habe ich mir Gedanken gemacht wie der Film aussehen könnte. (Alle Bilder von Wiki-Commons. Editiert von M.F.)

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Bild 1: Blue_Sky by Ksiom (GPL) / Elefant baby by Martin L (CC) / General Dynamic F-16 USAF uploaded by The RedBurn (Public Domain)

Bild 2: 8,000′ above the Earth by Jessie Eastland (CC BY-SA 3.0) Asiatischer Elefant by Jean-Luc (CC) / F-16 Fighting Falcon uploaded by Martin H. (Public Domain) / Explosions uploaded by Kotasik (Public Domain)

 

Die Bänke des literarischen London

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Sehr schönes Projekt des  National Literacy Trust: Ganz London wurde in deren Auftrag von Designern und Künstlern mit bibliophilen Bänken bestückt: Von Kinderbuchschätzen wie Dr. Seuss, über moderne Klassiker wie Mrs. Dalloway bis hin zur aktuellen Pop-Literatur. Oben seht ihr Dr. Seuss, dann folgen von oben nach unten Darwins Origin of Species, The Hitchhikers Guide, Alice Through the Looking-Glass. Menschen sollten sich viel öfter in ein gutes Buch setzen…

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Books about Town via boing boing

Being a Rock is awesome…

rock-simulatorDer Rock-Simulator führt gerade bei STEAM zu heftigen Kontroversen. Wie ein User nämlich richtig feststellt, ist es genau genommen gar kein richtiger Simulator eines Steins, sondern:

Advertizing is kinda false, its not a actual rock sim, it’s a “staring at rock sim”
getting a bit tired of these third person games being advertized as simulators.

Ansonsten scheint das Konzept dieses Simulators ziemlich cool zu sein: Auswahl aus verschiedenen Texturen und Größen, realistische Physik-Engine und natürlich – wie es sich für einen guten Simulator gehört – Oculus Rift Support. Wollen wir hoffen, dass das Teil dieses Jahr noch das Licht der Welt erblickt. Dürfte ein Must-Have für alle Busfahrer- und Landwirtschaftssimulator-Freunde werden.

Rock Simulator 2014 on STEAM

Gästeliste für ein Radiohead-Konzert 1997…just wow!

U2, Oasis, Blur, R.E.M., Eddie Vedder, Marylin Manson, Madonna and the fuckin Rest…kannste mal auf die Gästeliste setzen, wenn man gerade mit OK Computer das Konsens-Album des Jahres rausgebracht hat.

Das Album ist (und bleibt) redaktionsintern immer ein Streitthema, wie man in unserer Radiohead-Retrospektive sehen kann.

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Super Mario Bros: Levelanalyse, 1-1- Warum der Jump N Run Klassiker so großartig ist…

Es gibt viele Gründe Super Mario Bros (1985) für das Famicom/NES für eines der besten, wichtigsten und einflussreichsten Spiele aller Zeiten zu halten. Im YouTube Kanal Extra Credits (der mir bis dato unbekannt war, den ich aber unbedingt im Auge behalten sollte), wird noch einmal sehr anschaulich erklärt, warum bereits die ersten Schritte in den Jump N Run Klassiker perfekt ausbalanciert sind, inklusive klarem Tutorial (without a Tutorial) und optimaler Dramaturgie. Wunderbares Infotainment für jeden Videospiel-Historiker.

Direktlink via Awesomer

Über Musik reden ist wie zu Architektur tanzen

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Selten hat der der Satz von Frank Zappa besser gepasst als zu diesen schönen Postern, die Bands als Gebäude darstellen. Ich würde gerne in das retrofuturistische Björk-Haus einziehen oder doch lieber das Mosaik-Haus von Radiohead?

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Michael Jacksons BAD wird 27!

Und auf arte+7 ist bis nächste Woche Sonntag die von Spike Lee gemachte Doku zum (allerdings) 25. Jubiläum des Albums hier anzuschauen. BAD war meine erste Platte vom King of Pop. Ich hatte es als Tape und es war die Befreiung von den Schnulzen meiner Eltern, der Beginn meiner musikalischen Lossagung. Ein Kumpel hatte Thriller und ich holte mir später noch Dangerous. Die Doku erzählt anhand der Musikvideos des Albums eine Erfolgsgeschichte der Popmusik, die sich in Jackson sozusagen manifestiert, wobei er selbst nicht als musikalisches Genie entrückt erscheint, sondern einfach nur gezeigt wird, dass er perfektioniert hat, was er seit Kindestagen an tut. Sein Dasein als King of Pop gewinnt dadurch etwas normal-menschliches. Da viele von seiner schwierigen Kindheit wissen, von dem Erfolgsdruck, der Strenge und dem unbedingten Funktionieren, wodurch soviel Kindheit in seiner Kindheit verloren ging, entbehrt diese Doku auch nicht einer gewissen Tragik. Wer schon immer wissen wollte was dieses JAMONA ist und wie es Anne geht (Anne are you ok? aus smooth criminal), hier wird so einiges klar.

zur Arte Doku Bad 25

 

Elders react to Google Glass

In den letzten Monaten hatten die großartigen Fine Bros ja ne Menge Spaß dabei, Kindern von heute die Technik von gestern zu zeigen. Was läge da näher, als nun den umgekehrten Weg zu gehen, und Senioren von heute, die Technik von Morgen zu zeigen. Alte Menschen reagieren auf Google Glass: Verdammt unterhaltsam und zudem mit Reaktionen, die alles andere als borniert, konservativ oder kulturpessimistisch sind.

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