Hörenswertes Mai/Juni 2012: Sigur Ros, Die Toten Hosen, Laurel Halo, Japandroids, Maximo Park

Ich verzichte mal auf einen größeren Einstieg zu einem der leider momentan seltenen Hörenswert-Artikel und nutze die Pause zwischen dem hochklassigen Spanien/Italien Spiel und trabe danke akuter Biernot für einen Ausflug zur nächsten Tanke (Anmerkung des Lektors: Das kommt davon, wenn man die Einleitung zu früh schreibt und den Artikel erst einige Zeit nach dieser veröffentlicht ;- ) ). Ich wünsche viel Spaß mit den nicht mehr irdischen Sigur Ros, den ungestümen Japandroids, der wunderlichen Laure Halo und den bodenständigen Hosen. Selbst Maximo Park haben sich leicht verändert, was allerdings in diesem Fall weniger das Album selber betrifft.

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Hörenswertes April 2012 II: Last Days Of April, Screaming Females, Of Monsters And Men, Django Django

Ich spare mir mal die üblichen Auslassungen über irgendwelche Wetterkapriolen und kann nur mit Freude verkünden, dass dieser April endlich bald vorbei ist. So durcheinander wie das Wetter ist auch unsere Auswahl: Rüder Punk von den Screaming Females, gefühliger Sommer-Pop von Last Days Of April, braver Konsens von Of Monsters And Men und erstaunliche Experimente von Django Django.

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Hörenswertes April 2012: The Shins, The Mars Volta, Meshuggah, Les Discrets

Okay… ich stolpere mal wieder den aktuellen Veröffentlichungen hinterher. Und daher gibt es auch bei diesem Hörenswert-Artikel nur Material, das irgendwie so März 2012 ist. Macht aber nichts, da die kurzrezensierten Alben allemal hörenswert und zudem mit prominenten Namen besetzt sind. The Shins schielen schon mal Richtung Sommer, Meshuggah bolzen Richtung Herbst und Winter und The Mars Volta sind sowieso wieder komplett abgehoben irgendwo da oben im Weltraum. Etwas gediegener und für ein letztes Auskosten der Wintergefühle empfehlen sich die französischen Shoegazer Les Discrets, indem sie mit sphärischen, dunklen und mysteriösen Klängen ein letztes Mal gegen die Frühlingssonne rebellieren.

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Hörenswertes März 2012 III: The Men, The Poor Moon, Tanlines, Children Of The Night

So schillernd wie die Farbenpracht draußen werden langsam auch unsere Hörenswertes-Artikel: Nicht mehr müde Resterampe und blasse Newcomer wie am Jahresanfang, sondern noisige Gewitter von The Men und satte Indie Disco von den Tanlines. Wem es treotzdem nach Wohnzimmer-Party mit sich selber gelüstet, der kann sich mit dem neuen Album von Fleet Foxes Nebenprojekt Poor Moon in die Kuschelecke zurück ziehen oder mit den Children Of The Night ein Revival des Hip Hop feiern.

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Hörenswertes März 2012 II: Grimes, Gazpacho, Islet, Xiu Xiu, Terry Malts

Jetzt habe ich doch noch ausführlich und mehrmals Grimes gehört, einfach um wirklich was aktuelles bei den zweiten Hörempfehlungen für März dabei zu haben. Denn ansonsten stammen die rezensierten Alben doch primär aus den Vormonaten (was deren Qualität freilich nicht im geringsten schmälert). Ob der hippe Electro-Pop auf Visions hält, was der Hype verspricht, könnt ihr nach dem Klick lesen. Ergänzt werden kann so viel Trendyness nur durch knallharte Anti-Trends: Obwohl Neo-Prog irgendwie ziemlich tot ist, hatte ich eine gute Zeit mit Gazpacho, die irgendwo zwischen Anathema, Porcupine Tree und Dredg nach den verlorenen Höhen des neoprogressiven Himmels suchen. Terry Malts spielen 70er Fuzzie-Punk, wie er traditioneller nicht sein könnte, Xiu Xiu besinnt sich ebenfalls auf seine Experimental-Wurzeln, während die einzig wirklich, wirklich – verdammt so was von wirklich – originellen Klänge dieser Hörnswert-Runde von den grandiosen Islet stammen. Aber auch Unoriginelles kann hörenswert sein, wie eigentlich alle folgenden Alben unter Beweis stellen. Achja, es ist März, die Sonne scheint und es wird echt mal wieder Zeit für großartige Musik. Das Folgende dürfte die notwendige Ladung sein, um den Frühling würdevoll zu begrüßen…

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Hörenswertes März 2012: Bear In Heaven, VCMG, Big K.R.I.T., Dry The River, Rusko

So langsam fängt es wieder an Spaß zu machen. Nach einem mehr als schnarchigen Jahres-Einstieg mit mittelprächtigen bis unspannenden Alben gibt es so langsam wieder was erzählen. Die folgenden Alben geben einem jedenfalls den Glauben daran zurück, dass es noch mehr als langweiligen Chillwave in Dauerwiederholung oder den Retro-Sound vom Retro-Sound gibt. Bear In Heaven wollen nach dem Debut unter Beweis stellen, dass man auch nach dem Brooklyn Hype weiterexistieren kann, VCMG ist Synthie von Synthie Pop-Legenden und möchte an den Techno unserer Zeit anschließen, Big K.R.I.T demonstrieren, wie sehr die Amis derzeit mit hochklassigen TV-Serien und tollen Mixtapes verwöhnt werden, Dry The River verlassen das Lagerfeuer und gehen steil und Rusko mag es schlicht, auch beim Albumtitel, der schlicht “Songs” heißt.

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Hörenswertes Februar 2012: Errors, Tindersticks, Motorpsycho & Ståle Storløkken

Nachdem die letzten Hörenswert-Artikel von Rinko allein bestritten wurden, muss ich mich doch auch mal wieder zu Wort melden, allein schon, um auf diese drei wirklich spannenden Alben aufmerksam zu machen. Sowohl Motorpsycho in enger Zusammenarbeit mit Ståle Storløkken als auch die Tindersticks haben mit ihren aktuellen Outputs große Meisterwerke geschaffen, die bei meinen Best-Of des Jahres 2012 mit Sicherheit mehr als ein paar Worte mitzureden haben werden. Ergänzt werden die beiden Epen von ziemlich eigenwilligem, eigensinnigen Synthie/Ambient/Postrock von den Errors, die als musikalischer Anachronismus daherkommen und dennoch ein faszinierendes, wenn auch allzu eskapistisches Werk aus dem Hut zaubern. Achja, das Wetter heute nervt.

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Hörenswertes Januar/Februar 2012 I: Nada Surf, Radical Face, Vierkanntrettlager, Deichkind

Jap, es harkt ein wenig. So ganz bin ich noch nicht aus dem Winterschlaf und das Rezensieren neuer Alben hat auch schon mal mehr Spaß gemacht. Nach dem sehr schnarchigen Jahreseinstieg geht es aber so langsam los und mit Nada Surf und Deichkind sind diesmal Bands mit einem höheren Bekanntheitsgrad dabei. Ob der der auch gleichbedeutend mit hoher Qualität ist oder ob nicht doch die Newcomer von Vierkanntretlager die Nase vorne haben, könnt ihr nun in der zweiten Hörenswertes-Rubrik dieses Jahres lesen.

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Hörenswertes Januar 2012: Oliver Tank, Enter Shikari, The Maccabees, The Big Pink, Die Antwoord

Hurra, der erste Hörenswert-Artikel für dieses Jahr. Nunja, man sollte die Vorfreude etwas zügeln, denn so wirklich toll ist die darin gemusterte Musik nicht geworden. Indie-Pop aus England, einstmals der ganze Stolz des Königreiches, enttäuscht mit lauwarmen Nachfolgealben von Enter Shikari, The Maccabees und The Big Pink; nur Oliver Tank kann mit liebevollen Dream Pop Songs überzeugen, während Die Antwoord aus dem südlicher liegenden Südafrika mal wieder diskutabel bleibt.

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Hörenswertes 2011 – Die Vergessenen: Rustie, Real Estate, The Wombats, Los Campensinos, Destroyer

Wir bemühen uns ja nach bestem Wissen und Gewissen die Soundperlen aus dem großem Musik-Ozean zu fischen, aber selbstverständlich waren und wird es  immer wieder großartige Alben geben, die wir entweder aus verschiedenen Gründen ignorieren oder ganz einfach übersehen. Zumindest ein paar dieser Perlen sollen an dieser Stelle doch noch zu ihrem Recht kommen. Zum Jahresabschluss also nun die funkige Elektronik von Rustie, Zeitstillstand von Real State, knackiger Indie-Pop der Wombats und die Perfektion von Destroyer.

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Hörenswertes Dezember 2011: Gotye, The Black Keys, Tycho, The Roots

So, die letzte Advends-Kerze wurde ausgeblasen und die Geschenke gerade noch rechtzeitig über Amazon bestellt. Wir haben noch ein paar schön verpackte Hörenswertes-Geschenke gebastelt und wer es immer schon zuckrig mochte findet mit GOTYE ein Präsent unterm Baum, das es schwer macht, nicht doch mehr zu naschen als es einem gut tut. Währenddessen sind die Black Keys schon vom Eierlikör ordentlich bedröhnt, aber doch immer noch brav genug, um Oma nicht zu erschrecken. Die Roots dagegen haben weniger mit Konsum-Ritualen am Hut und beten stattdessen lieber ein eindringliches Weihnachtsgebet.

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Hörenswertes November 2011: Snow Patrol, Drake, Cass McCombs, The Devil`s Blood

Bevor wir nun mit dem vielleicht letzten Hörenswert-Artikel dieses Jahres beginnen, möchte ich mich noch bei jemanden entschuldigen, dem wir auf unser Seite mit wüsten Beschimpfungen und Schmähungen bedacht haben:

Lieber November, ich habe dich als Arschlochmonat beschimpft und nach einem der schönsten Herbstmonate seit langer Zeit muss ich mich einfach entschuldigen und dir für sonnengoldene Tage und epische Sonnenuntergänge danken. Wir alle haben zu danken, nur die Schiffahrer heulen wieder rum, aber das machen die zu jeder Jahreszeit.

So, nun zu der Musik. Die ist auch nicht mehr das, was sie mal am Anfang des Jahres war und hat eher wenig Spannendes zu bieten. Snow Patrol garnieren ihre Zucker-Balladen nun mit elektronischen Elementen, Drake hat den Weichspüler weggelassen und überrascht, Cass McCombs spielt Beatles auf ner ollen Gitarre und The Devil`s Blood heizen uns kräftig ein.

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Hörenswertes Herbst 2011: Yann Tiersen, Priestbird, Collapse under the Empire, The Book of Knots

Warum zu Hölle sind wir eigentlich im Moment so trantütig, was Hörenswertes-Artikel betrifft? Rinko hat seinen Neusten schon ewig in der Warteschleife und ich habe für diese vier Reviews auch gefühlte drei Jahre gebraucht. Dabei benötigt der Mensch doch gerade in der kalten Jahreszeit – die jetzt voller Wucht zuschlägt – warme, fesselnde und epische Klänge, die ihm sagen, dass trotz sibirischer Temperaturen alles irgendwie gut wird. Hier sind sie nun also, nicht mehr ganz taufrisch, aber perfekt in den Herbst passend und diesen von seiner epischen, romantisch verdrogten und düsteren Seite repräsentierend. Während Priestbird mit wohl temperiertem Hippie-Art-Folk noch für die richtige Untermalung der Kaltwetter-Romantik sorgen, entführen uns Yann Tiersen und Collapse under the Empire bereits aus der urbanen Herbst-Tristesse, ziehen uns hinauf in himmlische Gefilde und ein Stückchen weiter, bis wir schließlich komplett im Weltraum angekommen sind. Dort ist es freilich wieder kalt, sau kalt, und wir werden von düsteren Avantgarde-Klängen von The Book of Knots durch die kosmische Finsternis gejagt. Aber im Grunde genommen passt das ja auch ganz gut zur derzeitigen Atmosphäre zwischen herbstlicher Tristesse, gelegentlichen Sonnen-Ausbrüchen und bangem Warten auf den Winter.

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Hörenswertes Oktober 2011 II: Coldplay, Veronica Falls, Justice, Florence & The Machine

Der Herbst verwöhnt uns mit viel Sonne und mit so vielen interessanten Veröffentlichungen, dass man ganze Wochenden mit dem Anhören sämtlicher Streams, CDs und Promo-MP3’s beschäftigt ist. Ein paar Alben waren den Abbruch sämtlicher sozialer Kontakte wert, viele ließen uns eher verwirrt zurück. Eines davon sogar so sehr, dass wir uns nochmal an anderer Stelle speziell mit diesem Machwerk beschäftigen. Die neuen Coldplay dagegen verwalten, Veronica Falls verstören, Justice verlieren sich im 70er Sound-Kosmos und Florence & The Machine in vollendeter Schönheit.

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