Tropes vs. Women: Ms. Male

Anita Sarkeesian hat diese Woche ein weiteres Video ihrer kickstarterfinanzierten “Tropes vs. Women in Video Games” Reihe veröffentlicht. Nachdem sie sich doch ziemlich umfangreich an der Damsel in Distress abgearbeitet hat, kümmert sie sich in diesem um die Ms. Male, also die weiblich markierte, primär durch ihre Weiblichkeit charakterisierte und in dieser stereotypisierte weibliche Version von männlichen Protagonisten. Wieder informativ, wieder interessant und wieder Offensichtliches benennend, was viel zu viele Gamer einfach nicht sehen wollen. Dank neuem Thema auch mit neuem Schwung und dadurch auf jeden Fall unterhaltsam und sehenswert.

Ms. Male Character – Tropes vs Women

Just the two of us – Cosplayer zu Hause

Ganz und gar fantastische Fotoserie von Klaus Pichler, der enthusiastische Cosplayer in ihren Kostümen alleine zu Hause ablichtet. Und so fallen dann auch folgerichtig gleich mehrere Ebenen in seinen Fotos zusammen: Auf der ersten Ebene die nahezu kindliche Begeisterung der Porträtierten für ihre aufwändigen, epischen Verkleidungen. Auf der zweiten Ebene der Transfer des Fantastischen in den Alltag. Das Kostüm wird nicht einfach als Lebensmittelpunkt dargestellt, sondern kontrastiert mit der gewöhnlichen bis pittoresken Einrichtung der dargestellten Wohnungen. Und schließlich als drittes Moment, die Auflösung des Dissoziativen, das einerseits durch den Titel “just the two of us” betont, andererseits durch die Kadrage der Fotografien in eine harmonische, nahezu meditative Einsamkeit überführt wird.

Auf seiner Website stellt Pichler klar, dass die Bilder beides porträtieren sollen: Sowohl die Kostüme als auch die Personen dahinter. Und das gelingt diesen intimen Impressionen zweifellos, offenbaren die menschlichen, komplett hinter den Kostümen verborgenen Stillleben doch weitaus mehr Humanismus, als jedes direkte Foto es jemals könnte: Die abgelichteten Personen werden weder als Freaks noch ausgestoßene, aber auch nicht als verspielte Kinder inszeniert; stattdessen als reale Menschen, mit all dem Facettenreichtum, der Tiefe und der Nachdenklichkeit, die einen Menschen auszeichnet. Groß.

For the photo series ‘Just the two of us’ I visited owners of elaborate costumes in their own homes. The choice of location is not a coincidence: Nowhere else is the (abstract) link between the person behind the mask and his or her alter ego as visible as in their own home. Nowhere else would it have been possible to portray the mask and, figuratively speaking, the person behind it on the same picture. The costume usually full body costumes, which completely conceal the ‘private’ person represents the alter ego whilst the surrounding living space, so to speak, the ‘backdrop’ or stage design cautiously impart information about the person behind the costume.

Just the two of us via beautiful decay

Das Leben und Wirken eines gealterten Superhelden

Sehr schöne Impressionen eines gealterten Superhelden gibt es auf den opulenten – sanft ironischen – Ölmalereien von Andreas Englund zu bestaunen. Dessen greiser und dennoch verantwortungsbewusster Held kämpft nicht nur gegen Superbösewichte sondern ebenso gegen altersbedingte Erschöpfung und Lethargie, jedoch ohne dabei seine Würde zu verlieren.



Andreas Englunds Oil Paintings via colossal

Warum Mario ein bösartiger Psychopath ist…

Noch mehr Horror-Content für die Halloween-Woche: Eine großartige Doppelfolge der Gametheoretiker, in der diese nachweisen, warum Mario alles andere als ein Held ist… viel eher ein sozial gestörter, grausamer, herablassender, mörderischer Psychopath, der locker in einer Reihe mit Ted Bundy, Hannibal Lecter und dem Joker stehen kann.

Mario is gaming’s biggest mascot, but what is he hiding? Is he really the hero everyone thinks he is? Have we overlooked one too many of Mario’s heinous crimes. In this two part series, we put Mario on trial to see just what is going on inside the head of this “paragon” of the video game industry.



 

Clueless Gamer: PC Horror Games

…Zeit für ein wenig Halloween-Content. Conan O’Brien, der als Clueless Gamer Slenderman, Amnesia und Outlast zockt, ist auf jeden Fall schonmal ein guter Start.

via Superlevel

Blank on Blank – Interview mit Kurt Cobain als minimalistischer Zeichentrickfilm

Kurt Cobain gehört zu jenen Musikern, die ich nicht nur musikalisch sondern auch der Musik beraubt, in intimen Interviews, unglaublich gerne zuhöre. Das hier zu hörende Interview wurde im Sommer 1993 (Das Jahr der In Utero) von Jon Savage auf Tape aufgenommen und zeigt Kurt Cobain als großartigen Erzähler und Menschen, der sich sowohl mit seiner Musik als auch seinem Leben auseinandersetzt. Der Clou: Blank on Blank haben den Inhalt des Interviews in minimalistischer Zeichentrickform umgesetzt… wodurch es nicht nur großartig zu hören sondern auch ein echter Augenschmaus ist. In ihrem Kanal gibt es noch weitere dieser “artifiziellen” Interview-Adaptionen zu bestaunen. Vorbeischauen lohnt sich definitiv. (via)

Controlling or being your Game Avatar?

Sehr cooles Video vom Idea-Channel, das aufbauend auf der Frage, ob man denn nun seinen Game Avatar nur steuert oder tatsächlich darüber hinaus dessen Rolle annimmt, super spannende Themen der Videospielkultur von Immersion bis Simulation abhandelt.

via Geekosystem

Handygebimmel kann Haydn nichts anhaben!

Bewusst überspitzte Gegenüberschrift zu dem Titel des Videos, den dann u.a. auch der Seitvertreib so in seinem Artikel übernommen hat: Jepp, ich wäre an Christian Zacharias’ Stelle in diesem Moment auch angepisst. Jepp, es gibt nichts Nervigeres, als in einem Moment der wundervollen Kontemplation durch nerviges Handygeklingel herausgerissen zu werden… und ich will mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich dieser Zwischenfall für die hier spielenden Musiker gewesen sein muss. ABER: Die wahre Schönheit dieser Geschichte offenbart sich erst am Ende des Videos, wenn die Störung vorbei ist und Zacharias und seine Musiker wieder beginnen zu spielen, sich von der Musik wieder wegtragen lassen, zu genau jenem Moment, an dem sie zuvor waren. Turns off: Das Handy hat Haydn nicht getötet, es hat ihn nur kurz verstummen lassen. Danach ist er aber umso stärker zurückgekehrt.


via Seitvertreib

Anthony Hopkins: Liebesbrief an Breaking Bad und Bryan Cranston

Ich weiß… ich schulde der Welt noch eine Review zur letzten Breaking Bad Episode. Insofern passt es auch ganz gut zu unserer derzeitigen Blog-Trägheit, dass dieser wunderschöne Breaking-Bad-Content ebenfalls älter als eine Woche ist. Darauf verzichten, ihn hier zu posten, will ich dennoch nicht: Anthony Hopkins feiert Breaking Bad ab  und lobt in einem persönlichen Brief Cranstons Schauspielkunst als “the best acting I have seen – ever.” – Awesome Actor praising awesome actor is awesome!

Dear Mister Cranston.

I wanted to write you this email – so I am contacting you through Jeremy Barber – I take it we are both represented by UTA . Great agency.

I’ve just finished a marathon of watching “BREAKING BAD” – from episode one of the First Season – to the last eight episodes of the Sixth Season. [Ed note: There are in fact five seasons of Breaking Bad.] (I downloaded the last season on AMAZON) A total of two weeks (addictive) viewing.

I have never watched anything like it. Brilliant!

Your performance as Walter White was the best acting I have seen – ever.

I know there is so much smoke blowing and sickening bullshit in this business, and I’ve sort of lost belief in anything really.

But this work of yours is spectacular – absolutely stunning. What is extraordinary, is the sheer power of everyone in the entire production. What was it? Five or six years in the making? How the producers (yourself being one of them), the writers, directors, cinematographers…. every department – casting etc. managed to keep the discipline and control from beginning to the end is (that over used word) awesome.

From what started as a black comedy, descended into a labyrinth of blood, destruction and hell. It was like a great Jacobean, Shakespearian or Greek Tragedy.

If you ever get a chance to – would you pass on my admiration to everyone – Anna Gunn, Dean Norris, Aaron Paul, Betsy Brandt, R.J. Mitte, Bob Odenkirk, Jonathan Banks, Steven Michael Quezada – everyone – everyone gave master classes of performance … The list is endless.

Thank you. That kind of work/artistry is rare, and when, once in a while, it occurs, as in this epic work, it restores confidence.

You and all the cast are the best actors I’ve ever seen.

That may sound like a good lung full of smoke blowing. But it is not. It’s almost midnight out here in Malibu, and I felt compelled to write this email.

Congratulations and my deepest respect. You are truly a great, great actor.

Best regards

Tony Hopkins.

via Seriesly Awesome

What we do in Life echoes in Eternity

Banksy geht ja generell immer… und ich kann trotz immer wieder aufkeimender Kritik noch keine Ermüdungserscheinungen in seinem Werk erkennen. Fast noch besser als dieses poetische, philosophische – und so verdammt wahre – Street-Art-Kunstwerk ist aber der Kommentar, den Banks persönlich drunter gesetzt hat:

Some people criticize me for using sources that are a bit low brow (this quote is from ‘Gladiator’) but you know what? “I’m just going to use that hostility to make me stronger, not weaker” as Kelly Rowland said on the X Factor.

What we do in life… via Street Art Utopia