Bienvenido oder gar Berlinvenido? Wenn da nicht…

Die BVG zeigt zusammen mit Kazim Akboga, dass Toleranz der Normalzustand ist. Man muss halt nur das Ticket bezahlen. Letzteres könnte in einer Metropole des 21. Jahrhunderts allerdings auch ein wenig fortschrittlicher, zum Beispiel durch Steuern finanziert sein. Na ja, so ist das halt hier, in Berlin. Alle sind Willkommen! Es sei denn man braucht gerade Hilfe, weil man vor einem Krieg geflüchtet ist und nichts mehr hat, dann sitzt man vor dem LAGESO und das “ist mir egal” wird zu Gewalt. Das liegt sicher nicht nur am Landesamt, sondern ist vor allem auch ein ideologisches und systemstrukturelles Problem. Ist die Welt jemals besser geworden, weil jemand zurückgetreten ist?

Size matters? Die Ausmaße verschiedener Raumschiffe

Vor zwei Jahren veröffentlichte DeviantArt-User Dirk Loechel eine umfangreiche und beeindruckende Infografik, welche die Größen der aus der Popkultur bekannten Raumschiffe veranschaulichte. Hier der Link zur Grafik. Offensichtlich hat der gute Herr weiter dran gearbeitet, da es einen neuen Bereich mit neuen Schiffen gibt. Auf slashfilm.com fehlt dieser neue Bereich noch, aber man kann besser im Bild navigieren. Nun hat sich jemand vom YT Chanel MetalBallStudios die Mühe gemacht einen dreidimensionalen Größenvergleich zu visualisieren, der nicht minder beeindruckend ist. Ein paar neue, sehr, sehr, sehr große Schiffe, oder eher Stationen, sind auch dabei. 19 Kilometer langer Supersternenzerstörer der Executor Klasse? Kindergarten! Und dabei würde mir ein TIE Fighter schon völlig ausreichen. Oder ein Hoverboard.

Thomas Bernhard schimpft, aber nicht nur das

Google hat eine interaktive Karte mit verlinkten Orten und Städten über die sich Thomas Bernhard in seinem Werk ausgelassen hat. Ich hatte lange überlegt, wer der großartigere Schimpfer ist, Bernhard oder Serdar Somuncu. Beide haben ja ein ähnliches politisches und humanistisches Sendungsbewusstsein, wobei ich glaube dass Bernhard aus einer notwendigeren Notwehr heraus handelte. Muss ziemlich bedrückend gewesen sein, sein engstirniges, katholizistisches und nazistisches Österreich. Somuncu haben wir, die Kartoffeln, zu verdanken, dass das “c” in seinem Namen weder wie “z” noch wie “k”, sondern wie “sch” ausgesprochen wird. So geht Politik richtig, und nicht so wie derzeit bei unseren europäischen Nachbarn. Jedenfalls, weil Bernhards Hasstiraden formvollendeter sind, idiosynkratischer, erratischer (es ist ansteckend) ist er der großartigere Schimpfer. Ist vermutlich aber auch eine Geschmacksfrage, nicht jeder hat was übrig für diesen beckettschen Stil. Großer Tipp: Thomas Bernhard “Auslöschung”. Kleiner Tipp: Alle seine kleinen Texte, zum Beispiel “Gehen”.

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Star Wars Content II

Schönes Werbefilmchen für Sky, das zum Marathonwatching der Episoden 1… oh Entschuldigung,… I-IV einladen will. Produziert von MPC.

Währenddessen haben sich die Dudes von The Film Theorists den Kopf darüber zerbrochen, ob Luke vielleicht evil wird und die Dark Side joint.

Ach ja, dieser Countdown sagt: Noch 15 Tage, 12 Stunden und 18 Minuten bis Release.

Woody Allan, a documentary auf ARTE

Woody_Allen_Cannes_2015

Bildrechte: Georges Biard

Happy Birthday lieber Woody! Und jap, da steht tatsächlich ein A im Nachnamen (UPDATE: ARTE hat den Titel jetzt geändert und aus dem a ein e gemacht. Ich dachte der Titel war Absicht.). Als Allan Stewart Konigsberg geboren benannte sich der fleißige Regisseur erst 1952 in Heywood Allen um. Seit 1962 liefert er fast jedes Jahr einen Film ab, fast immer führte er dabei Regie. Es bedarf schon einiger Tage, wenn nicht Wochen, sich durch dieses reichhaltige Werk zu schauen. Die Doku gibt es hier. Sie gibt Einblick in Allens Schaffen, Arbeitsweise, Werdegang und Privatleben. Außerdem läuft gerade Irrational Man im Kino, der mit Joaquin Phoenix und Emma Stone nicht nur großartig besetzt ist, sondern auch von der erzählerischen Idee her eine allensche beschwingte Unterhaltung verspricht.

Not in a Hard Drive, but in a Movie!

Fasst Tim Roth die Großartigkeit von Siebzig-Millimeter-Film zusammen. Er und andere Stars, Produzenten, Kameramenschen und Tarantino himself schwelgen in dieser sweeten Featurette zu The Hateful Eight in Zelluloidträumen. Bekanntlich wurde Tarantinos neuer Film in 70-Millimeter gedreht, mit Linsen die seit den  Sechzigern kein Licht mehr gesehen haben. Für die Kinos wird es zwei Versionen geben, eine für, Trommenwirbel, 70-Millimeter-Projektoren, von denen es in Berlin genau einen gibt, der in Betrieb ist und zwar im Delphi Filmpalast. Man mag das alles für vernerdet halten, aber Erstens: die Bilder sprechen für sich. Zweitens: es ist eine tolle Huldigung an das Medium Film, ja an eine ganze Kultur. Drittens: ist das, angesichts der zunehmenden Virtualisierung von (Film-) Bildern fast schon eine Denkmalpflege. Und (vielleicht noch) Viertens: Das Licht mann, das Licht!

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Must Read – “Drei Reime auf Böhmermann”

Floris Biskamp schreibt auf publikative.org über Böhmermanns neuen musikalischen Streich “POL1Z1STENSOHN”. Biskamps Interpretation legt drei wesentliche Schichten dieser Gangsta-Rap-Satire frei, die in der ganzen Internet-Abfeierei, Socialmedia-Teilerei und Likerei kaum beachtet werden. Gut, dass wir drüber geredet haben.

Update:

Marcus Staigers offener Brief über den Song. (noisey)

Das Bildungsbürgertum schlägt zurück: Jeglichen Inhalt in den Texten ignoriert ihr vollkommen und macht euch nur noch über die Form lustig. Ihr verarscht Leute, weil sie weniger Bildung haben, weil sie weniger Geld besitzen und weil sie gesellschaftlich unter euch stehen. Das ist schon ganz cool.”(Staiger)

Falk Schacht teilt nicht Staigers Meinung. (FB)

Und ich finde nicht das die Polizei in diesem Video so gut wegkommt wie ihr tut. Sie wird hier mit den Strassengangs auf eine Stufe gestellt. (…) Ein Großteil der Polizei wird diesen Song sehr wahrscheinlich feiern. (…) So wie alle patriotischen Amerikaner die “Born in the USA” feiern weil sie zu dumm sind zu kapieren was der Song bedeutet.

Und Oliver Marquart von rap.de auch nicht.

Was mir aber mindestens genau so sauer aufstößt, ist die Verkrampftheit und der beleidigte Unterton, mit dem viele auf die Satire reagieren. Warum ist es denn so schwer zu ertragen, dass es Parodien gibt?

Alles Für Immer 04 – Xavier Naidoo und Teaser

Sammy Salami auf Twitter

Tilted MF auf YT

Tilted MF auf Tumblr

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Ich war noch niemals in New York, aber…

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auf dieser Weltkarte der Literatur bin ich ganz schön rumgekommen und zwar ganz ohne Karte, nicht mal ein Kompass stand mir zur Verfügung.

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An der Südspitze des westlichen Modernism Kontinents zur Welt gekommen, geriet ich über eine starke Strömung der Sonnet Sea weit in den Süden, wo ich derart absurde, surrealistisch-expressionistisch-epische Abenteuer erlebte, dass sie hätten real sein können. Über die Paperback Sea vagabundierte ich zunächst im südlichen Osten herum, fand dann aber eine Passage in den Norden, bis hinauf zum Realism Kontinent, wo ich an der Avant-Garde Sea mit ihren Ismeninseln mein zu Hause fand. Meine Kenntnisse des mittleren und nördlichen Ostens hingegen, nun, reden wir nicht drüber. Kartografiert wurde diese Welt der Ismen und Erzählungen vom Grafikdesigner Martin Vargic von Halycon Maps. Da gibt es noch diverse andere erwerbare Infografiken, wie zum Beispiel die Timeline of Fame, die unlängst die Runde machte. Auch erschien gerade ein Buch mit 64 Karten und Infografiken: Vargic´s Miscellany of Curious Maps (kein Partnerlink).

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Star Wars Content

Erstmal dieser großartige sweded Episode 7… oh sorry, Episode VII Trailer.

Star Wars meets klassische Skulpturkunst (meets Photoshop)

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Der französische Künstler Travis Durden spielt mit dem Kult der Star Wars Figuren indem er sie digital mit klassischen Marmorskulpturen kreuzt. Irgendwo zwischen Huldigung, klassischer Ästhetik und  satirisch-karikaturesken Untertönen. (via)

 Sith Reverse PsychologyViva-La-Empire

6amcrisis entwirft T-Shirts, darunter auch dieses Mashup von Onkel Darth und Onkel Che. Ersterer hatte wohl Probleme mit der Rekrutierung neuer Storm Trooper, schrieb eine Werbekampagne aus. 6amcrisis schlug vor mit Reverse Psychology zu operieren um die Leute bei ihrer revolutionären und rebellischen Grundstimmung abzuholen. (via)

Über Macht, oder Disney und die Industrie der generischen Unterhaltung

Adam Rogers schreibt in einem longen Longread auf WIRED über das von den Marvel Studios etablierte generische Storytelling, welches Disney (zu denen ja seit 2009 auch die Marvel Studios gehören) jetzt professionell industrialisieren wird. (via Real Virtuality auf Facebook)

“If everything works out for Disney, and if you are (like me) old enough to have been conscious for the first Star Warsfilm, you will probably not live to see the last one. It’s the forever franchise.”