Deutschland, du Fotze!

Wenn der Jan Böhermann derzeit etwas anpackt, dann aber richtig. Schon sein Polizistensohn war alles andere als kleinlaut – sowohl was Inhalt als auch Inszenierung als auch Budget betraf. Und auch bei dem aktuellen Fake-Trailer zu seinem Schweiger-Fuck-Off “Deutschland: Off Duty” gibt es keine Kompromisse: Inklusive Sprengung des Kölner Doms, Erdbodengleichmachung der WDR Zentrale und Hinrichtung von Felix Baumgartner und Sigmar Gabriel.

Subtil ist der Scheiß natürlich nicht im Geringsten. Aber darum geht es im Moment auch nicht. Nach wie vor gilt – Haters gonna hate – Jan Böhmermann ist derzeit der einzigststste, der die deutsche TV-Landschaft, Medienwelt und Öffentlichkeit retten kann. Weiter so Jan, wir brauchen dich!

Deutschland: Off Duty via 6 vor 9

Masters of the Universe: The Force Awakens

Jetzt mal so ganz ohne Ironie und Sarkasmus: Masters of the Universe gehört für mich zu den am meisten unterschätzten, zu Unrecht verlachten, Filmen der 80er Jahre. Klar, es ist He-Man, und es ist trashig… aber es ist auch verdammt selbstironisch, herrlich großspurig und in seinen besten Momenten sogar richtig episch, inklusive fantastischer Bilder, erstaunlich okayer special Effects und einem Bösewicht, der einfach mal rockt. Und wie schnell so viel Monumentalität dann plötzlich überhaupt nicht mehr albern wirkt, beweist dieses wunderbare Mashup von Mike Furth, in dem Masters of the Universe einmal eine Star Wars Generalüberholung spendiert bekommt. Groß!

Masters of the Universe, Star Wars Trailer via Interweb3000

Sind Rickrolls homophob, rassistisch und sexistisch?

rickrollJeder, der hier regelmäßig mitliest, weiß, dass ich schon ziemlich stolz bin, zur PC/Gutmenschen-Fraktion von Seite360 zu gehören. Beim Lesen der Überschrift dieses ziemlich ausführlichen Medium-Longreads musste aber selbst ich kurz schmunzeln: Rickrolling is sexist, racist and often transphobic in context. Klingt erst einmal nach ziemlich hartem Tobak gegenüber dem beliebten Internet-Scherz. Setzt man sich allerdings mit dem entsprechenden Text auseinander, kommt man nicht umhin festzustellen: Ja, da ist verdammt viel dran. Klar, man kann alles überinterpretieren, aber die hier zusammengesuchten Fakten sprechen schon eine ziemlich eindeutige Sprache, gerade auch was Ursprung und Verbreiter des Rickrollings betrifft.

Dennoch finde ich, dass dieses Essay etwas über sein Ziel hinausschießt und auch nicht gerade zimperlich ist, wenn es darum geht, die gesamte Netzgemeinde unter Generalverdacht zu stellen. Als wichtigen Diskursbeitrag sollte man ihn aber trotzdem gelesen haben. Was denkt ihr?

Rickrolls sind sexistisch, rassistisch und im Kontext of transphob via boingboing

Spaß mit dem Beantworten von Spam-Mails

Ja, ich weiß. Ihr habt das vermutlich schon alle gesehen. Ich auch, schon mehrmals. Und ich könnte immer noch jedes Mal vor Lachen vom Stuhl kippen, wenn es über den Bildschirm rattert. Daher wird es jetzt doch einmal schnell ins Blog geklebt.

This is what happens when you reply to spam email

Oh, das steht Ihnen aber! – Penis- ääähhh Fashion

Soraya Doolbaz ist Fotografin, um schwanz ääh ganz genau zu sein, sowas wie ne Modefotografin, oder so, glaube ich. Ihre Models jedenfalls sind Penisse, die sie einkleidet in Szene setzt und die Fotos dann für viel Geld verkauft.

Auf ihrer Seite dicturegallery steht ääähhh noch mehr Kunst zum Verkauf.

via

Real Rollercoaster with Virtual Reality Gimmick

virtual_reality_achterbahn_galactica

Will. Das. Fahren. Jetzt. Sofort!

Welcome to the future! In 3016 Forbidden Valley was chosen as the new home for a new space port operated by Galactica – The Universe’s first spaceflight voyager.

Partnering with Air Space Technologies to develop a multi-dimensional portal using the Resort’s iconic flying coaster as the propulsion device, Galactica will send passengers soaring through interstellar space for the first time in history, providing unrivalled access to the limitless wonders of space as never experienced before.

Galactica via I fucking love science

Dieses Bowie/Lemmy-Mashup ist gar nicht mal so scheiße…

…okay, der Titel dieses Postings klingt gerade härter als es eigentlich sollte. Ace of Space ist alles andere als ein perfektes Mashup (sind wahrscheinlich auch einfach die beiden falschen Songs gekreuzt), geht aber zum richtigen Moment richtig ab und schafft es dennoch irgendwie – wie auch immer – die Space Rock Oper und den Rock N Roll Gassenhauer gekonnt zu verquirlen. Und jetzt bitte irgendwer Achim Mentzel und ein paar Snape-Zitate drunterhauen…

Ace of Space Tribute via Kraftfuttermischwerk

AGDQ 2016

Die letzten Tage lief – Ich Depp habe es wieder einmal viel zu spät mitgekriegt – das großartige Speedrunner Charity Event Awesome Games Done Quick 2016, und oben seht ihr The Mexican Runner, wie er den Turbo Tunnel in Battletoads mit verbundenen Augen spielt (ab Minute 4:15). Jeder der dieses Spiel einmal selbst durchlitten hat, sollte jetzt ein großes “Fuck! Really?” ausstoßen. Ich schaffe das Teil auf jeden Fall nicht, selbst wenn meine Augen weit offen sind.

Auch nicht schlecht: Das Live Race einiger wirklich sicker Mario Maker Level, die extra für das Event erstellt wurden. (btw., Mario Maker ist neben Obey mein persönliches Game of the Year)

Die 90er Jahre: Die besten Pop-Alben des Jahrzehnts IV

90erpop

Ich setze mal da an, wo Rinko bei der letzten 90er Pop-Retrospektive aufgehört hat… und kann einfach nicht anders als zu sagen: Da fehlt aber noch ein bisschen etwas! Pop zu mögen ist ja spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends wieder ein Indiz für Coolness. In den 90ern sah das jedoch noch komplett anders aus. Nicht nur, dass man in dieser Dekade – im Gegensatz zu den 80ern und 00ern – als Pophörer quasi dazu prädestiniert war, von Grungern, Punks und Metalheads mit einer Gitarre erschlagen zu werden, dies hatte auch seine Berechtigung. Denn wirklich coolen Pop – im ureigentlichsten Sinne des Wortes – gab es in diesem Jahrzehnt einfach nicht. Und so müssen wir für diesen Artikel einmal ganz tief durchatmen und uns auf unsere absolute Uncoolness besinnen, können dabei aber feststellen, dass auch uncoole Musik verdammt gut sein kann; so wie bei den absoluten uncoolen Genesis, angeführt vom komplett uncoolen Phil Collins, oder bei Dido, die trotz Gastauftritt bei Eminem noch nie cool war. Und dann gibt es natürlich noch Robbie Williams, bei dem man damals eine Zeit lang nicht genau wusste, ob man ihn cool finden durfte, eine Frage die dann spätestens im vergleich mit dem anderen großen Boygroup-Aussteiger Justin Timberlake negativ beantwortet werden konnte.

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Of Oz the Wizard – …in Kansas not

Aufgeräumt? Alle Wörter (alle!) von Victor Flemings Meilenstein der Filmgeschichte “The Wizard of Oz” in alphabetischer Reihenfolge geschnitten. Ich wünschte mir so eine Arbeit von Michael Bays Bayhem-Streifen, so besäßen sie zumindest einen Mehrwert, aber man kann ja nicht alles haben.

Of Oz the Wizard from Matt Bucy on Vimeo.

via Revolver, Zeitschrift für Film (on Facebook)

Das James Bond Titelstück von Radiohead

radiohead-spectre

…den wollte ich doch noch schnell hier ins Blog kleben. Ursprünglich sollten anscheinend Radiohead den Titelsong zum neuen James Bond Film Spectre schreiben. Das von ihnen aufgenommene Stück schien den Machern allerdings nicht sonderlich zuzusagen und so entschieden diese kurzerhand um… zu Gunsten von Sam Smith (Sarkastischen Applaus bitte an dieser Stelle einfügen).

Als Weihnachtsgeschenk an die Fans haben Radiohead den Song die letzten Tage aber dennoch veröffentlicht und zwar vollkommen kostenlos über Soundcloud. Für nen Bond-Film könnte der zwar ein bisschen mehr Sex-Appeal haben (Ach kommt schon Jungs, ich weiß dass ihr das könnt), aber neues Material von Radiohead nehme ich dennoch immer gerne mit Kusshand. Und den Spectre ziehe ich mir rein, sobald es ihn kostenlos oder als 1,99€ Leihversion auf Netflix oder Amazon gibt.

Last year we were asked to write a theme tune for the Bond movie Spectre. Yes we were. It didn’t work out, but became something of our own, which we love very much. As the year closes we thought you might like to hear it. Merry Christmas. May the force be with you.

Radiohead’s Spectre Song via Maik

Finde den Panda in der Black Metal Crowd

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Irgendwie habe ich den Gag von diesem “Finde den Panda unter all diesen Schneemännern” Wimmelbild, das die letzten Wochen ständig auf meiner Facebook-Timeline hochgespült wird, nie verstanden. Oder besser gesagt, ich habe nie verstanden, warum es so manisch geteilt wurde. Ist halt ein nettes augenzwinkerndes Wimmelbild… Joa, kann man machen. Und gut ist. Aber offensichtlich scheint jeder – abgesehen von mir – total auf diesen kleinen Sehtest von Dudolf abzufahren. Internetz halt.

Egal, denn für jedes mir unerklärliche Meme gibt es meistens die passende nerdige Reaktion, die ich dann wiederum sau lustig finde. In diesem Fall kommt sie von Espen Westum und ist schlicht die Black Metal Variante dieses Wimmelbilds. Und ja, mir genügt eine popkulturelle Referenz um was zuvor ödes awesome werden zu lassen. Hail Satanas Pandaras!

Find the Panda in the Metal Crowd (FB) via Bored Panda

Beschauliches Darth Vader Kaminfeuer

Muss ich eigentlich noch – viel zu spät – was zum neuen Star Wars schreiben? Nö, eigentlich wurde schon alles gesagt: Konservativ aber großartig, mehr Hommage und Remake, denn Fortsetzung. Gott sei Dank ohne Jar Jar Binks, dafür aber mit Han Solo… blablabla… und KEINE Spoiler! Bloß keine fucking Spoiler! Egal, eigentlich haben schon so ziemlich alle Rezensenten, Nerds und Filmfreunde dieser Welt diesen Job sehr gut übernommen. Dafür gibts hier dann anstelle einer Review 5 Stunden lang Darth Vader Kaminfeuer für den besinnlichen Jahresausgang.

Lass ich dann vielleicht an Silvester entspannt im Hintergrund laufen. May the Schwartz be with you!

via doktorsblog

Die Bundez GangzTa KonfERenTzZ schießt gegen Böhmermann

Die Jung&Naiv ULTRAS haben den BPK-Swag aufgespürt! Im Übrigen: Neben dem Projekt Jung&Naiv und den Bundespressekonferenzen-Veröffentlichungen mit seinen unangepassten, subversiven Fragen macht Tilo Jung zusammen mit Stefan Schulz auch den großartigen Podcast Aufwachen! – Und Nachrichten Gucken, in welchem sie wöchentlich verschiedene Medienveröffentlichungen rekapitulieren und kontextualisieren. Vor allem der Ansatz, dass sie von einem soziologischen Standpunkt aus, direkt die Rede bzw. Rhetorik medialer Veröffentlichungen untersuchen, ist es was ich (als Geisteswissenschaftler) daran schätze.