Hörenswertes: Basia Bulat, Animal Collective, Kanye West, Meylir Jones

boden
Geht doch! Wir kommen endlich aus dem Winterschlaf heraus. Das Wetter, die Kälte und die Nässe dienen nicht mehr als Ausrede und das Motto lautet Hoch die Tasten!

Heute wird auch wieder bunt und fast könnte man meinen, dass hier ein zarter Hauch von Frühling durch die diesmal angenehm kuschelweichen Rezensionen weht. Rant ist ja auch in den wutbürgerten Zeiten so Desaster-Anfang 2016.

Viel Spaß mit dem Folk-Pop von Basia Bulat, den Aliens von Animal Collective, dem zwitscherten Kanye und für den barocken Abschluss ist in dieser Ausgabe Meylir Jones zuständig.

weiterlesen

Hörenswertes, Februar 2016: Pinegrove, The Prettiots, Bianca Casady, Two Ich Astronaut

februar

Der Februar nähert sich dem Ende… und mein Plan wieder mehr frische Musik zu hören zahlt sich aus. In diesem Monat entdecke ich vor allem drei kleine Weird Folk Glanzlichter, die sich an Bekanntem orientieren, um dennoch neues zu schaffen: Sympathischer Indie Teenie Folk von den Prettiots, nostalgischer Alt Country von Pinegrove und experimentelle Genre-Dekonstruktionen von Bianca Casady, die auch ohne ihre Schwester herausragende CocoRosie Sounds zu produzieren vermag. Okay, genug mäandert… Für den stilvollen Krach sind diesen Monat Two Inch Astronaut verantwortlich, die eine herausragende Mischung aus hymnischem, artsy Alternative Rock und trockenen Math Rock Experimenten spielen.

weiterlesen

Ob Facebooks Löschen vom “Ursprung der Welt” Zensur ist, wird nun in Paris verhandelt

Origin-of-the-World

Okay… um ehrlich zu sein, schreibe ich jetzt darüber in erster Linie, um dieses wundervolle Bild noch einmal ganz oben ins Blog hängen zu können. Die Geschichte dazu reicht bis ins Jahr 2011 zurück. Damals teilte ein französischer Lehrer Gustav Courbets Gemälde L’Origine du monde (1866) zusammen mit dem Link zu einer ARTE-Doku auf Facebook. Was folgte ist nicht schwer vorstellbar: Facebook löschte das Bild, weil es gegen die Gemeinschaftsstandards des Social Networks verstieß (Pornografie!111 Brustwarzen und Schamlippen direkt aus dem Musée d’Orsay) und sperrte das Konto des Nutzers.

weiterlesen

Hörenswertes: Suede, SSIO, Rihanna, Beach Slang, Hey Ruin

abendhafen3

Lange Zeit, kurze Ansage. Ich liefere euch den feinsten Stoff mit SSIO, auch wenn er mal wieder neue Nummern hat. Suede waren mal eine große Nummer im Britpop und könnten es dank einem tollen Album wieder werden. Rihanna hat wahrscheinlich mehr Nr1.-Hits als Suede, aber möchte jetzt Anti sein. Beach Slang haben die Melodien, Hey Ruin trauen sich noch nicht und sind zu wütend.

weiterlesen

Hörenswertes, Januar 2016: David Bowie, Tortoise, Savages, Fjørt

done

Der Januar ist fast vorbei und ich kann erst einmal hinter mein Vorhaben, 2016 wieder mehr musikalische Neuveröffentlichungen zu hören, einen Haken setzen. Im Januarrückblick feiere ich das neue Savages-Album Adore Life, genieße das jüngste Werk der Postrock-Inititalzünder Tortoise und entdecke mit Fjørt eine Band, deren Namen ich bis dato noch überhaupt nicht gehört habe. Und dann gibt es noch David Bowie… und der durfte mich kurz vor seinem Tod noch einmal richtig wegpusten. …Ja, der Januar war ein verdammt guter musikalischer Monat. Und ein “Hört euch das mal an!” kann ich hinter jede der folgenden Besprechungen setzen.

weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Punk-Rock-Alben des Jahrzehnts I (Melodycore und California Punk)

still-punk

Die 90er – eigentlich auch schon die ausgehenden 80er – waren das Jahrzehnt, in dem diese Frage immer wieder aufgeploppt ist: “Ist das da überhaupt noch Punk Rock? Oder was vollkommen anderes?” Neben dem Metal dürfte der Punk wie kein anderes Genre zuständig sein für Dogmatismus- und Schubladendebatten. Davon betroffen waren keineswegs nur die Pop-Ikonen wie hierzulande die Ärzte und die Hosen oder in den USA Blink 182, sondern vor allem die zu Beginn und Mitte der Dekade sehr populären California Skate-, Surf- und Fun-Punker, die eine Menge geschmeidiger Melodiösität, Pop-Charakter und Sonnencharme in das Genre brachten, dessen Ingredienzen lange Zeit Rebellion, Wut und “No Future” waren. Anyway, machen wir in dieser Retrospektive einfach Melodycore draus, genießen die eingängigen Hits und kümmern uns nicht weiter um subkulturelle Diskussionen. Ey, Alter. Haste ma ne Hookline?

weiterlesen

Goodbye David Bowie

tumblr_nixsh3FM991sd4vovo1_500

Es ist schon ein merkwürdiger Zufall: Einen Tag vor Bowies Tod habe ich sein neustes – und letztes – Album Blackstar in aller Ruhe einmal komplett durchgehört… und es hat mich schlicht umgehauen. Überraschend umgehauen. Überraschend im Sinne von: “Oh mein Gott. Den hatte ich gerade gar nicht auf dem Schirm! What a fucking masterpiece!” Ich habe ehrlich gesagt David Bowies Veröffentlichungen nie entgegengefiebert, sie nie aktiv begleitet. Die Musik des Chamäleons des Pop hatte immer etwas Unantastbares für mich, etwas – ja ich weiß, das ist im Falle Bowies alles andere als originell – Außerirdisches. Und so war ich auch nie im engsten Sinne des Wortes Fan dieses Ausnahmekünstlers. Was jedoch im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass ich ihn nicht ausgiebig und viel gehört hätte.

weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Emo-Alben des Jahrzehnts I

emoh

Ach, tut doch nicht so. Wir hören doch gerade alle um die Winterzeit mal gerne in unsere alten sogenannten “Emo”-Alben der 90er. Die aus den 00ern aber dann doch nur in wirklich in sehr schwachen Momenten, oder?

In den 90ern hatte sich jedenfalls dieses Genre gerade erst aus dem Hardcore/Punkbereich etwas emanzipiert und war froh nicht mehr in den Moshpit mit den harten Jungs steigen zu müssen. Das Aussenseiter-Gefühl des Genre nahmen sie gerne mit, aber statt Testosteron-Gebolze thematisierten die Jünger dieses Subgenres ihr dysfunfktionales Seelenleben und ihre Unverständnis gegenüber der Gesellschaft.

Emorock der 90er hatte aber trotzdem noch genügend Wut im Bauch und kanalisierte diese in den Ausbrüchen zwischen melancholischen und traurigen Passagen. Als Grunge zu groß wurde und sich alles auf Eddie Vedder und Kurt Cobain stürzte, gab es für integre Kids mit Bands wie Jawbreaker oder Sunny Day Real Estate damit die willkommene Alternative zu dem immer kommerzieller werdenden Seattle-Sound, dessen Trittbrettfahrer viel von der ehrlichen Wut der Anfangstage wegnahmen.

Hier hatten wir wieder Gefühle und wenn ihr vergessen habt wie das damals war, kommen nun ein paar Bands, mit denen wir zusammen wütend und unverstanden waren.

weiterlesen

Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts I

trickfilme-80er

Zeichentrickfilme sind nicht nur für Kinder… das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Neben den 70ern mit ihren wilden, anarchischen Comicverfilmungen von Ralph Bakshi  gehören die 80er wohl zu dem Trickfilm-Jahrzehnt, das diese simple Tatsache am besten unter Beweis stellt. Nicht jedoch wie die Dekade zuvor mit lauten, rüpelhaften Hippiealpträumen, sondern mit nachdenklichen, düsteren und auch komplexen Stoffen, die in Pastell getaucht werden. So wie das Antikriegsdrama Wenn der Wind weht, dessen Zielpublikum sogar jenseits der 30 oder 40 liegen könnte, oder auch das symbolistische Mär Das letzte Einhorn, in dem der Fantasybackground für eine sehr komplexe, psychologisch feinfühlige Erzählung dient. Selbst Kinder- und Familienfilme wie Herrscher der Zeit, Feivel der Mauswanderer und In einem Land vor unserer Zeit dürfen – Don Bluth und Moebius sei Dank – in diesem Jahrzehnt ihre dunklen, tragischen und spannenden Momente, jenseits des Disney-Wohlfühlkinos besitzen und voll auskosten. Es gibt also eine Menge großartiger Trickfilme aufzuarbeiten. Viel Spaß mit Teil 1:

weiterlesen

Die 90er Jahre: Die besten Postrock-Alben des Jahrzehnts I

90erpostrock

Okay… machen wir uns nichts vor. Die 2000er sind DAS Jahrzehnt des Postrock. Hier wurden die Meilensteine produziert, hier erhielt das Genre seine endgültige Form und seinen endgültigen Charakter, hier machte es sich – wenn auch nur für einen sehr kurzen Zeitraum – auf, die Feuilletons und Musikmagazine zu erobern. Dabei vergisst man allerdings sehr leicht, dass das Genre im Grunde genommen in den 90ern geboren wurde. Klar, wenn man besonders historisch sensibel ist, kann man die ersten Auswüchse im Postpunk der 80er oder gar im erweiterten Prog- und Space Rock der 70er ausmachen, aber die ersten richtigen Lebenszeichen zeigte diese Mischung aus Komposition und Redundanz, aus Monotonie und ekstatischen Eruptionen in den 90ern. In diesem Jahrzehnt entstanden Tortoise und wurden zu Legenden, in diesem Jahrzehnt durften Mogwai ihre ersten Gehversuche unternehmen, ebenso GY!BE und Sigur Ros, nicht zu vergessen die Genre-Prototypen von Talk Talk und Bark Psychosis. Ein guter Grund, sich die Apokalypse dieses Rockjahrzehnts genauer anzuschauen.

weiterlesen

Wie “Der beste Tag meines Lebens” von Kool Savas entstand – Interview mit den Clip-Regisseuren

beste

Unsere Rap-Chronologie liegt ja schon ein wenig zurück, aber auf “Bester Tag meines Lebens” haben wir uns irgendwie alle einigen können. Und ich persönlich zähle es noch heute zu den ästhetisch herausragendsten Rap- bzw. Musikvideos der 00er-Jahre.

Ich hatte das große Glück, dass sich die Regisseure des Videos, Niklas Weise und Matthias Freier, für ein Interview über die Entstehungsgeschichte des Clips bereit erklärt haben. Ich danke den Jungs sehr für ihre Kooperationsbereitschaft und: Mein Angebot, Euch dafür mit einer Pizza-Runde zu belohnen, steht immer noch!

Link zu dem Video

Ihr habt Videos für Smudo, Samy Deluxe und Kool Savas gedreht – also ganz offensichtlich eine Affinität zu Hip-Hop. Ist das der Sound Eurer Jugend oder seid Ihr eher durch Zufall mit der deutschsprachigen Rap-Szene in Kontakt gekommen?

Matthias: Ich habe immer viel Hip-Hop gehört, aber eher A Tribe Called Quest, The Goats, Pharcyde, Freestyle Fellowship etc. Mein erster Kontakt mit deutschem Hip-Hop waren tatsächlich die Fantastischen Vier, die ich dann durch einen Job beim Fernsehen kennengelernt habe. Das war Anfang der 90er. Als deutscher Hip-Hop Mitte der 90er explodierte, war ich gar nicht im Lande, sondern in New York. Ich bin erst 2000 wieder nach Hamburg zurückgekehrt und habe dann für  Smudo das “Rudi”-Video gedreht. Das fand wiederum Samy Deluxe gut. So ging das bei mir mit den deutschen Hip-Hop-Videos los. Niklas und ich haben uns bei einer Produktion in Hamburg kennenlernt und auch er war eine Zeit in New York auf der selben Schule gewesen. Wir haben uns gleich gut verstanden und zusammen “Sneak Preview” von ASD und eben “Beste Tag deines Lebens” gedreht. Niklas hat wiederum die ersten Videos für Deichkind gemacht, aber das kann er ja selbst erzählen. weiterlesen

Würde / αξιοπρέπεια

wuerde

Es gibt derzeit wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, ob ein GREXIT den Niedergang Griechenlands in ein drittes (oder gar viertes) Welt Land bedeuten würde oder doch zu einer wundervollen Wiederauferstehung des Staates führen könnte. Es gibt wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, inwiefern die Wirtschaftskrise Griechenlands selbstverschuldet ist, oder inwiefern die gesamte EURO-Gruppe, allen voran Deutschland, Mitschuld an der Misere trägt. Es gibt wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, ob die Vorschläge der Troika die sinnvollste Lösung der Probleme bedeuten, oder ob Alternativen in Betracht gezogen werden können. Das sei an dieser Stelle den Volkswirtschaftlern überlassen.

Es gibt wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, ob das von Tsipras vorgeschlagene Referendum tatsächlich ein demokratischer Paukenschlag ist oder doch nur ein verzweifeltes oder gar manipulatives Manöver, um sich aus der eigenen Entscheidungspflicht herauszuwinden. Es lässt sich wahrscheinlich viel darüber reden, ob mit der antikapitalistischen SYRIZA und der rechtspopulistischen ANEL gerade die richtigen Parteien in der griechischen Regierung sitzen, um die aktuelle Krise zu handlen. Genau so, wie man viel darüber reden kann, ob es in Griechenland derzeit besorgniserregende Tendenzen Richtung Nationalismus und Anti-Intergouvernementalismus gibt.  Es gibt wahrscheinlich viel darüber zu diskutieren, ob Europa in diesem Fall ein Exempel statuieren muss, dass ein Verschleppen von Schulden nicht akzeptiert wird, oder ob Europa nicht viel mehr so dasteht, wie es heute dasteht, weil das Verschleppen von Schulden ein wesentlicher Bestandteil seiner Geschichte ist. Darüber dürfen gerne die Historiker und Politikwissenschaftler diskutieren.

Indiskutabel ist aber, wie grotesk herablassend ein ganzes Land derzeit sowohl von weiten Teilen der politisch und ökonomisch Elite als auch leider immer stärker von großen Teilen der einfachen Bevölkerung behandelt wird. In diesem Fall werden Paternalismus, Elitarismus, Erpressung, Herablassung bis hin zum Rassismus zum politischen Stilmittel erhoben. In diesem Fall werden Werte wie Solidarität, Respekt, Achtung und Empathie komplett aus dem Diskurs ausgeklammert. Die Art wie im Moment größtenteils über Griechenland – oder schlimmer noch DIE Griechen – geredet wird, widerspricht allen Regeln des Anstands und Humanismus und ist schlicht und ergreifend von Asozialität geprägt. Ein Europa, das sich so über einen seiner Teile das Maul zerreißt, verdient die Bezeichnung “Gemeinschaft” nicht. Und gegen diese Form und diesen Inhalt, der sich derzeit im Diskurs etabliert, muss aufgestanden werden. Gegen diese Behandlung verdient Griechenland, verdienen die Griechen jede denkbare Solidarität, jede denkbare Verteidigung. Und genau das geht eben nicht nur die politischen und ökonomischen Köpfe etwas an, sondern uns alle.

Die griechische Zeitung Εφημερίδα των Συντακτών zeigt auf ihrer aktuellen Titelseite die Zeichnung eines Mannes, der trotzig schweigend ein Banner mit dem Wort “Würde” den Lesern entgegenhält. Ob Griechenland den Weg der Insolvenz gehen muss, ob es das beste ist, wenn das Land aus dem EURO-Raum ausscheidet, ob es gezwungen werden sollte, einem harten Sparpaket zuzustimmen, oder ob es noch dritte, alternative Wege, Pläne B und C, gibt… ganz ehrlich ich weiß es nicht. Was ich aber weiß, ist, dass Griechenland – wie jeder andere Staat – es verdient, seine Würde zu wahren und zu verteidigen. Was ich weiß, ist, dass die Griechen – wie alle anderen Menschen – die Unantastbarkeit ihrer Würde verdienen. Diese Würde ist im aktuellen Diskurs viel zu oft gefährdet. Und jeder, der derzeit meint, über Griechenland – oder schlimmer noch DIE Griechen – urteilen zu müssen, sollte sich zuvor zumindest kurz die Worte Kants ins Gedächtnis rufen: Der Mensch als „Zweck an sich“ darf nie nur „Mittel zum Zweck“ sein. Niemand verdient es, so behandelt zu werden, so be- und verurteilt zu werden, wie es den Griechen derzeit geschieht. Diesbezüglich nehme ich dann auch gerne den Pathos in Kauf, der sich in meine Sätze schleicht: Ehrlich Leute, lasst das nicht so unwidersprochen zu!

Konzertbericht: Primus in der Live Music Hall, 20.06.2015

10402989_556038277868272_2374256957241993925_n

Ach Live Music Hall, so sehen wir uns also wieder. Du bist wirklich keine Schönheit und doch warst du mein erstes Mal! Hier habe ich tatsächlich mein erstes, allererstes Live-Konzert gesehen, und wenn ich mich recht erinnere, waren das The Gathering mit ihrem sehr schönen Album “How To Measure A Planet” und einer komischen Vorband, in der ein Jüngling mit blonden wallenden Haaren Dosenbier in Rekordzeit killte und sich für keine Poserei zu schade war. Und wo ich schon wieder anfange zu ranten: Einen schöneren Ort für meine Entjungerferung hätte ich mir ehrlich gesagt auch gewünscht, da es sich hierbei um eine dieser komischen Stahlträger-Hallen handelt, die für manche rostigen Hinterhof-Charme haben, für mich aber einfach nur komplett austauschbar sind.

weiterlesen

Neue Serie: Deutschrap und so…

hiphop

Vor ungefähr einer Woche ist der massive Hip-Hop-Chronologie-Hip-Hop-Track von Böhmermann und Dendemann inklusive zahlreicher Cameos diverser deutscher Hip Hop Größen durch so ziemlich alle – aber auch wirklich alle – deutschsprachigen Blogs gegangen. Und, hmmm, naja…. so cool ich Dendemann finde, und so cool ich Böhmermann finde, so sehr ich ihre musikalische Kollaboration abfeiern wollte, im Gegensatz zu allen anderen – aber auch wirklich allen anderen – hat mich diese Performance dann doch ein wenig unterwältigt. Liegt vielleicht auch daran, dass alle – aber auch wirklich alle – so sehr davon geschwärmt haben, dass ich eine absolute Sternstunde des deutschen TVs und der deutschen Hip Hop Kultur erwartet habe. Folgerichtig konnte ich nur enttäuscht werden von einer großartigen Idee und einem daraus resultierenden leider nur netten Ensemble-Track, bei dem mit Sicherheit mehr drin gewesen wäre.

weiterlesen

Endlich? – Ryan Adams covert “Summer of 69″ von Bryan Adams

ryanadamscoverssummerof69

Wenn es eine Frage gibt, die den wahren Songwriter-Fan vom uninformierten Radiohörer separiert, dann ist es wohl diese: “Was ist dein Lieblingssong von Ryan Adams?”. Es müssen die ersten Buchstaben des Vornamens nicht einmal genuschelt werden, um dem Banausen ein wie aus der Pistole geschossenes “Summer of 69″ zu entlocken. 30 Jahre Konditionierung durch einen großen Radiohit können leider so einiges ausmachen.

weiterlesen