Kategorie-Archiv: Featured

South Park Season 16 – First Half Recap

Wenn du Donnerstags voller Vorfreude southpark.de aufrufst und enttäuscht feststellen musst, dass immer noch die Episode von letzter Woche als aktuellster und heißester Scheiß präsentiert wird, dann weißt du, dass es wieder einmal so weit ist: South Park geht in die – btw. viel zu lange – Sommerpause und es dürfen erst einmal einige Monate ins Land ziehen, bevor du mit neuen Folgen beglückt wirst. Trauriger Umstand, gute Möglichkeit für einen kurzen Recap. Wie schon im letzten Jahr will ich auch an dieser Stelle auf die bisherigen Folgen der aktuellen Staffel zurückblicken: Themen, Motive, Stärken, Schwächen und der ganze Rest eben. South Park Season 16, was bisher geschah und worauf wir uns noch freuen dürfen…

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Happy Birthday, Jack Nicholson

Der Easy Rider Joker, der zwei Mal über Chinatown flog wird heute 75 Jahre alt. Jack Nicholson, das vermutlich berühmteste Grinsen Hollywoods, irgendwie immer so zwischen aalglatt, süffisant böse und beängstigend psychopathisch… Eigentlich scheint es ja fast überflüssig gesagt zu werden, aber ich liebe ihn einfach. Jack Nicholson gehört zu jenen Schauspielern, die doch irgendwie immer primär sich selbst spielen, und keinem anderen von diesen ist es gelungen, dies so konstant grandios und oscarreif zu tun wie Nicholson. Das fiese Grinsen mag immer das selbe sein, ebenso die erhöhte, in Falten gelegte Stirn und die diabolischen Augenblicke, aber dem Exzentriker des New Hollywood – sanft im Mainstreamkino der Gegenwart gelandet – gelingt es eins ums andere Mal, diese klassischen Trademarks in neue Rollenbilder und Charaktere zu transferieren. Nicholson ist immer Nichsolson und doch immer jemand anderes.

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Hörenswertes April 2012: The Shins, The Mars Volta, Meshuggah, Les Discrets

Okay… ich stolpere mal wieder den aktuellen Veröffentlichungen hinterher. Und daher gibt es auch bei diesem Hörenswert-Artikel nur Material, das irgendwie so März 2012 ist. Macht aber nichts, da die kurzrezensierten Alben allemal hörenswert und zudem mit prominenten Namen besetzt sind. The Shins schielen schon mal Richtung Sommer, Meshuggah bolzen Richtung Herbst und Winter und The Mars Volta sind sowieso wieder komplett abgehoben irgendwo da oben im Weltraum. Etwas gediegener und für ein letztes Auskosten der Wintergefühle empfehlen sich die französischen Shoegazer Les Discrets, indem sie mit sphärischen, dunklen und mysteriösen Klängen ein letztes Mal gegen die Frühlingssonne rebellieren.

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Horrorfilme der 80er Jahre: Was sonst noch so geschah…

Okay… ähnlich wie bei den Fantasyfilmen der 80er Jahre fühle ich mich geradezu dazu verpflichtet, diesen Artikel nachzuschieben, allein um darauf aufmerksam zu machen, was im 80er Jahre Horrorkino tatsächlich geschah und was dabei alles schief gelaufen ist. Immerhin habe ich stolze sechs Artikel zu den besten Filmen des Genres zusammengestellt und dadurch könnte doch der Eindruck entstanden sein, dass die 80er ein glorreiches Jahrzehnt für cineastischen Schrecken waren. Nope. Die große Anzahl der Best-Of-Artikel rührt primär daher, dass ich einfach mal Genre-Fan bin, Horrorfilme seit jeher liebe und entsprechend in großem Maße konsumiere. Und rein quantitativ müssten die 80er dann auch folgerichtig vollkommen mein Jahrzehnt sein. In wohl keiner anderen Dekade erblickten so viele Schocker, das Licht der Welt, in keinem anderen Jahrzehnt wurde so viel gemordet, gemetztelt und Furcht eingejagt.

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Die 80er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts VI

Die besten Horrorfilme der 80er Jahre… Klappe die Sechste und Letzte. Wir verabschieden das Jahrzehnt mit einer ganz hochkarätigen Riege an wirklich, wirklich, wirklich abgefuckten Filmen. So dürfen nun auch die Surrealisten vorbeischauen, so zum beispiel Alejandro Jodorowsky, der sich bei Santa Sangre munter bei Hitchcock, Giallo, sich selbst und wahrscheinlich unzähligen LSD-Fantasien bedient. Oder Bigas Luna, der in Angustia die vierte Wand und die selbstzufriedene Sicherheit der Zuschauer komplett einreißt. Für weitere WTFs ist auch Pfui Teufel – Daddy ist ein Kannibale gut, der sich nicht so ganz für ein Genre entscheiden kann und deswegen gleich ein Dutzend davon in einem satirischen Horrortrip für sich vereinnahmt. Ebenfalls diffus, nicht nur im Hinblick auf die Genrewahl, ist Već viđeno, der gemeinhin als Klassiker des serbischen Horrorfilms rezipiert wird (was auch durchaus Sinn macht, weswegen er hier ebenfalls auftaucht), dabei aber in seiner politischen Mischung aus Kafkaeskem Wahn, Satire, Psychodrama, Psychothriller und Gore-Alptraum weitaus mehr ist als bloßes Genrekino. Zu guter Letzt gibt es mit dem Horror-Alligator doch noch etwas bodenständigeren, nichtsdestotrotz grandiosen, Tierhorror zu sehen. Also noch einmal Atem anhalten, Klicken und demnächst wieder in die Videothek rennen. Nicht nur die besten, sondern auch die ungewöhnlichsten Horrorfilme der 80er Jahre folgen nach dem Break.

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Die 90er Jahre: Die besten Hip Hop Alben des Jahrzehnts III

New York Skyline 2015

Hip Hop, Teil 3. Irgendwie bleibe ich gerade beim Eastcoast-Rap hängen. Aber warum auch nicht, schließlich war New York die Hauptstadt der Golden Era of Hip Hop. The Roots und Jay-Z, sind natürlich auch heute noch allen Hörern ein Begriff, während Black Moon leider nie den Status erreichten, den sie verdient hätten. Gang Starr sind nach dem Tod von Guru traurigerweise auch Geschichte und Mobb Deep sind auch weitaus weniger aktiv als in den 90ern. Hier im mittlerweile dritten Teil bringen wir sie alle nochmal zurück ins rap-affine Gedächtnis.

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Hörenswertes März 2012 II: Grimes, Gazpacho, Islet, Xiu Xiu, Terry Malts

Jetzt habe ich doch noch ausführlich und mehrmals Grimes gehört, einfach um wirklich was aktuelles bei den zweiten Hörempfehlungen für März dabei zu haben. Denn ansonsten stammen die rezensierten Alben doch primär aus den Vormonaten (was deren Qualität freilich nicht im geringsten schmälert). Ob der hippe Electro-Pop auf Visions hält, was der Hype verspricht, könnt ihr nach dem Klick lesen. Ergänzt werden kann so viel Trendyness nur durch knallharte Anti-Trends: Obwohl Neo-Prog irgendwie ziemlich tot ist, hatte ich eine gute Zeit mit Gazpacho, die irgendwo zwischen Anathema, Porcupine Tree und Dredg nach den verlorenen Höhen des neoprogressiven Himmels suchen. Terry Malts spielen 70er Fuzzie-Punk, wie er traditioneller nicht sein könnte, Xiu Xiu besinnt sich ebenfalls auf seine Experimental-Wurzeln, während die einzig wirklich, wirklich – verdammt so was von wirklich – originellen Klänge dieser Hörnswert-Runde von den grandiosen Islet stammen. Aber auch Unoriginelles kann hörenswert sein, wie eigentlich alle folgenden Alben unter Beweis stellen. Achja, es ist März, die Sonne scheint und es wird echt mal wieder Zeit für großartige Musik. Das Folgende dürfte die notwendige Ladung sein, um den Frühling würdevoll zu begrüßen…

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Hörenswertes März 2012: Bear In Heaven, VCMG, Big K.R.I.T., Dry The River, Rusko

So langsam fängt es wieder an Spaß zu machen. Nach einem mehr als schnarchigen Jahres-Einstieg mit mittelprächtigen bis unspannenden Alben gibt es so langsam wieder was erzählen. Die folgenden Alben geben einem jedenfalls den Glauben daran zurück, dass es noch mehr als langweiligen Chillwave in Dauerwiederholung oder den Retro-Sound vom Retro-Sound gibt. Bear In Heaven wollen nach dem Debut unter Beweis stellen, dass man auch nach dem Brooklyn Hype weiterexistieren kann, VCMG ist Synthie von Synthie Pop-Legenden und möchte an den Techno unserer Zeit anschließen, Big K.R.I.T demonstrieren, wie sehr die Amis derzeit mit hochklassigen TV-Serien und tollen Mixtapes verwöhnt werden, Dry The River verlassen das Lagerfeuer und gehen steil und Rusko mag es schlicht, auch beim Albumtitel, der schlicht “Songs” heißt.

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10 WebTV-Formate, ohne die ich nicht leben könnte…

Den Artikel wollte ich eigentlich schon länger schreiben…quasi der persönliche Beweis für mich, dass es auch ohne Fernsehen geht. Obwohl die Netzvideo-Landschaft budget-technisch nicht mit klassischen TV-Produktionen mithalten kann, gibt es doch genug Sendungen, um locker eine (kleine) TV-Woche zu füllen. Ich habe bei meinen Top10 versucht, so weit wie möglich auf TV-Zweitverwertungen zu verzichten. Sprich, ARD-Mediathek, Arte+7 etc. fallen raus. Einzige Ausnahme bilden die dctp-Formate 10to11 und News & Stories, die ich in diesem Fall aber wegen der unchristlichen Sendezeit ohnehin im Netz präferieren würde. Ansonsten war ein zumindest einigermaßen regelmäßiger Veröffentlichungs-Turnus wichtig. Serielles TV-Programm sollte eben auch bedeuten, dass man als Zuschauer regelmäßig neues zu sehen kriegt und sich nicht nur durch große Video-Archive wühlen muss (diesem Prinzip viel u.a. South Park zum Opfer). Ansonsten habe ich – wider die Dominanz der zahllosen Comedy-Blogs – versucht, eine gesunde Mischung zu finden, die aber natürlich dennoch meine Favoriten widerspiegelt. Alle die hier genannten Sendungen schaue ich regelmäßig, habe sie in meinem rss-Reader, und eine Woche ohne sie ist schon auch irgendwie eine verlorene Woche… Achja, die Liste ist unhierarchisch, stellt eine Momentaufnahme dar und ich würde mich riesig über weitere Empfehlungen in den Comments freuen. So, here we go… 10 WebTV-Formate ohne die ich nicht leben kann…

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Fantasyfilme und Märchen der 80er Jahre: Was sonst noch geschah…

…oder: Der ganze Rest. Ich habe ja schon in der ersten Fantasy-Retrospektive darauf hingewiesen, dass die 80er eine Dekade waren, in der Trash und gehobenes Niveau oft merkwürdige Melangen eingingen. Rein quantitativ betrachtet, wurden sie dann aber doch primär von eher zweifelhaften Fantasy-Werken dominiert. Das lag in erster Linie an dem ungeheuren Sword-and-Sorcery-Boom, der zu Beginn des Jahrzehnts aus dem barbarischen Boden brach und das Genre bis zum Ende der Dekade mit zahllosen muskelbepackten Recken (und Reckinnen) beglücken sollte. Und wer war dafür verantwortlich? Niemand geringeres als Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich. Das Helden- und Krieger-Epos Conan der Barbar (1981) löste eine ganze Welle an meist doch ziemlich beschränkten Fantasy-Flicks aus, die Dank minimaler Budget-Anforderungen in Massen produziert wurden. Der Klassiker selbst kann dafür am wenigsten. Ich würde mich zwar hüten, die Verfilmung von Roward E. Howards Pulp-Novels über Conan den Cimmerier zu den besten Filmen der Epoche zu zählen, immerhin bietet dieser überdrehte, dumpfe Fantasy-Flick aber eine Menge Unterhaltungspotential, viel Raum zum Schmunzeln und die nötige Dosis überproportionierter Low-Budget-Action, um alles in allem verdammt viel Spaß zu machen.

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Full Nerd Jacket 1: Super, Perfekter, Privatfernsehen

Diese neue Rubrik ist der Versuch die uns umgebende Welt, in der es schon soo viel Sinn gibt und in der es nie genug Sinn geben kann, mit noch mehr Sinn anzureichern. In diesem Sinne ist ihr Inhalt nicht ganz ernst gemeint, aber auch kein totaler Unsinn. Ich versuche vielmehr herauszufinden welche Gedanken und Sätze möglich sind und  hoffe Zusammenhänge zwischen scheinbar zusammenhangslosen Phänomenen aufzuzeigen (bestenfalls). Ich bediene mich dazu zweier Prinzipien: Egalitarismus und Konstruktivismus. Die Rubrik ist also halb Glosse, halb Gonzo und halb Hüpfburg. Oder mit anderen Worten: halb Spaß, halb subjektiv und halb verrückt. Aber um ehrlich zu sein, ich weiß nicht wohin das führen wird. Nach dem Klick Teil 1, über Privatfernsehen und dessen weltbereichernde Formate. Ach ja, dieser Rubrik gefällt: Klammern (und das darin Enthaltende), Abschweifungen, Anführungsstriche, die Präfixe Post- und Proto-, das Suffix -ismus, Ismen und Genre überhaupt (auch wenn das alles noch nicht im ersten Teil zum Ausdruck kommt).

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Hörenswertes Februar 2012: Errors, Tindersticks, Motorpsycho & Ståle Storløkken

Nachdem die letzten Hörenswert-Artikel von Rinko allein bestritten wurden, muss ich mich doch auch mal wieder zu Wort melden, allein schon, um auf diese drei wirklich spannenden Alben aufmerksam zu machen. Sowohl Motorpsycho in enger Zusammenarbeit mit Ståle Storløkken als auch die Tindersticks haben mit ihren aktuellen Outputs große Meisterwerke geschaffen, die bei meinen Best-Of des Jahres 2012 mit Sicherheit mehr als ein paar Worte mitzureden haben werden. Ergänzt werden die beiden Epen von ziemlich eigenwilligem, eigensinnigen Synthie/Ambient/Postrock von den Errors, die als musikalischer Anachronismus daherkommen und dennoch ein faszinierendes, wenn auch allzu eskapistisches Werk aus dem Hut zaubern. Achja, das Wetter heute nervt.

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Empathie und Neugierde als Konzept – Alexander Kluge zum Achtzigsten

Ich würde gerne behaupten, dass mein erster Kontakt zu Alexander Kluge im Schauen des Meisterwerks Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968) bestand, oder im Lesen des Klassikers Öffentlichkeit und Erfahrung (1972). Ich befürchte aber, dass ich wie so viele andere meiner Generation auf Kluge zum ersten mal im Fernsehen gestoßen bin. Und sei das nicht schlimm genug auch noch im Privatfernsehen, irgendwann im Nachtprogramm beim Zappen zwischen Tutti Frutti und Schulmädchen-“Reportagen”… und wahrscheinlich ebenfalls verbunden mit der Frage: “Was soll das? Ich will Stoff für meine frühpubertären Hormone, keinen Mann, der im Mönchskostüm zum fünften Evangelium befragt wird!” Der Mann im Mönchskostüm war Peter Berling, und Alexander Kluge existierte seinerzeit für mich nur als Stimme hinter der Kamera, die mit skurrilen und intelligenten Nachfragen den Historiker in seiner Rolle immer wieder ordentlich in die Bredouille brachte.

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Kathleen Edwards – 3 x 2 Tickets zu gewinnen

Der immer noch frostige Winter macht zumindest mir keinen größere Lust auf nervösen Indie-Pop sondern eher ruhige Wohnzimmer-Atmosphäre. Ihr und eine nette Begleitung habt dank unserem Gewinnspiel die Chance die schöne Folkmusik von Kathleen Edwards für lau zu genießen. Wir verlosen 3 x 2 Tickets und ihr seid eventuell dabei, indem ihr bis zum 22.02. 2012 eine Mail mit dem Betreff “Kathy” an redaktion@seite360.de schickt. Viel Glück! Wunschort und vollständigen Namen bitte nicht vergessen.

 

Kathleen Edwards

+ Hannah Georgas

02.03.2012 Köln, Studio 672

11.03.2012 Hamburg, Prinzenbar

12.03.2012 Berlin, Comet Club

Die 80er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts I

Die 80er waren ein Jahrzehnt der großen cineastischen Meisterwerke, aber ebenso auch ein Jahrzehnt der cineastischen Peinlichkeiten. In kaum einer anderen Dekade liegen verquaste Cheesyness und große ästhetische Reife so dich beieinander. Fast in jedem Film der Zeit findet man sie, die 80’s Ingredienzen, denen der Lauf der Zeigt nicht gut getan hat: Glitzernd, funkelnd, synthetisch albern… und retrospektiv betrachtet mitunter mehr als peinlich. Gerade das Fantasy-Genre bietet überbordernde Möglichkeiten, um all das bis zum Exzess auszuspielen, was die 80er so charmant trashig machte. Dementsprechend lautet die Frage in unserer ersten 80er Retrospektive nicht nur “Was waren die großen Meisterwerke des Fantasyfilms?” sondern im selben Maße auch “Funktionieren diese noch in unserer Zeit?”. Und fürwahr, es gibt mehr als genug große Märchen und fantastische Filme, die man sich auch heute noch ohne Schamgefühl, mit viel Vergnügen oder gar echter Ergriffenheit geben kann… genug Meisterwerke für gleich mehrere Best-Of-Aufstellungen. In der ersten begegnen wir unorthodoxen Rotkäppchen-Interpretationen in der Zeit der Wölfe, genießen Märchen-Romantik am Tag des Falken, reisen durch die Zeit mit den Time Bandits, landen in einem alptraumhaften Paperhouse und gönnen uns größenwahnsinnige Lügenmärchen von Münchhausen persönlich.

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