Kategorie-Archiv: Allgemein

Hier findet ihr alles, was in keiner anderen Kategorie fand. Simply the Rest eben…

Rotkäppchen in Gebärdensprache

Im November letzten Jahres habe ich bei einem MABB-Projekt eine Dokumentation über sich ausdrückende Stille gedreht. Teile davon werde ich in Zukunft hier veröffentlichen. Mein Stummfilm-Mashup Silencio gibts bei den ‘Related Posts’. Hier sehen wir Gebärdensprachlehrer Andreas Costrau und eine Gebärdensprachversion des Rotkäppchenmärchens.

Kurzfilm der Woche: Very Nice, Very Nice

Arthur Lipsetts “Very Nice, Very Nice” ist eine Perle des klassischen Experimentalfilms und beeinflusste Größen wie Kubrick und George Lucas. Lipsett montiert hier Sound und Bildschnipsel zu einer Collage und es ist eine wahre Freude den Film immer wieder zu schauen.

Very Nice, Very Nice (Kanada 1961)

Idee, Regie und Montage: Arthur Lipsett

Links fürs Wochenende

Flucht nach vorn

Über das potentielle Parkinson-Risiko des Google-Gründers Sergey Brin und seine damit verbundene Investition in die medizinische Forschung.

Schon immer haben wohlhabende Menschen Mittel zur Erforschung von Krankheiten bereitgestellt, an denen sie selbst litten. Brin ist aber wahrscheinlich der Erste, der aufgrund eines Gentests Gelder zu Forschungszwecken spendete, um damit einer eigenen Erkrankung vorzubeugen. Doch damit lässt er es nicht bewenden: Er fordert eine ganz andere Art von Wissenschaft.

Super Marios dissoziativer Bruder

Sehr schön… mittlerweile haben wir fast jede Woche ein Exemplar der Gattung “Game als Kunst”. Im wunderschön erzählten strategischen Jump N Run “The Company of myself” arbeitet sich der Spieler mithilfe von selbsterzeugten Schatten von Level zu Level und erfährt währenddessen sukzessive die Hintergrundgeschichte des Protagonisten: Nachdenklich, stimmungsvoll, spannend und todtraurig: Ein philosophisch, psychologisches Flashgame-Highlight, vollkommen kostenlos online spielbar. Nicht zögern, es lohnt sich.

Verband Kritischer Hipster

Wohl kaum ein Viertel ist mittlerweile so sehr ein Synonym  für  Gentrifizierung und Hipstertum wie Prenzlauer Berg. Der Verband Kritischer Hipster ist sich seiner Rolle bewusst und fordert zum Diskurs. Dazu auch ein Interview auf jetzt.de.

Ruhrbarone – Journalisten bloggen das Revier

Die Blogger von Ruhrbarone schreiben über die Region, in die ein Hipster wohl kaum einen Fuß freiwillig setzen würde; dies allerdings frei von peinlichem Lokalpatriotismus, sondern durchaus kritisch und unterhaltend. Auch werden  andere un-pottige Themen wie “Die vergessene Rebellion von 1980” abgedeckt.

Raab stellt Unwahrheiten im Focus fest

So richtig kommt der Focus wohl nie aus der Boulvard Ecke raus. Mit einem vermeindlich investigativen Bericht über Stefan Raab, der sein Privatleben auch mit Androhung rechtlicher Konsequenzen zu schützen weiß und in seiner Show gerne auch mal Normalos, hat man nun einen ordentlichen Zwist mit der TV Legende eingefangen. Im aktuellen Focus widerspricht er in 20 Punkten und dem Magazin, welches wohl keiner der Aussagen verifizieren kann,  gibt sich kleinlaut, verweist aber auf Unstimmigkeiten in Raabs Aussagen.

Französische Küche zum Weltkulturerbe ernannt

Esskultur ist ansonsten ja eher sträflich unterrepräsentiert in unserem Blog. In diesem Sinne: Bon Appetit.

Sind wir reif für Street View…

“…wenn wir den Wunsch nach Verhüllung nicht akzeptieren können?”  – Angenehm ausgewogener Kommentar zum diese Woche auch in Deutschland gestarteten Google Street View. Neben den ganzen Datenschutzschreiern und Digital-World-Lästerern tut es einfach gut, zu dem Komplex auch mal eine differenzierte Meinung zu lesen.

The Social Network directed by…

… Michael Bay, Quentin Tarantino, Wes Anderson, Guilermo del Toro und sogar Frank Capra. Awesome, just awesome!

Musikvideo der Woche

Musikalisch sind The Chemical Brothers anscheinend nicht mehr zu großen Überraschungen fähig und mittlerweile sind die Songs schon Begleitmusik zu ihrer großartigen visuellen Kunst.  Das neue Album Further ist daher schon mehr ein Soundtrack zu den Videos und Another World mal wieder ein  Anwärter auf das Musikvideo des Jahres.

The Chemical Brothers – Another World (2010)

Album: Further

Regie: Adam Smith & Marcus Lyall

When You`re Strange – Eine weitere Doku über The Doors feat. Johnny Depp

Mal wieder eine weiterer Film über die Doors und den Mythos Jim Morrison, der in den späten 60ern den Prototyp des Rockstars mit seiner Mischung aus Genie, Wahnsinn und Egomanie verband, in den prüden Siebziger auch zur Symbolfigur als  Gegenkultur zum Establishment gefeiert wurde und erst gegen einen autoritären Vater und später gegen sämtliche Autoritäten, vor allem übermütige Polizeibeamte auflehnte.

Diese Zusammenfassung kann wohl mittlerweile jeder runterbeten, der auch nur eine Dokumentation über den Sommer of Love und den späteren Wandel zur Protestkultur der 68er angesehen hat, von denen es gefühlte 100 im Jahr gibt. Leider hat auch diese Dokumentation keine neuen Erkenntnisse auf Lager sondern ist eine Collage aus sattsam bekannten Fotos, Konzertfilm und einem monoton aus dem Off brummenden Johnny Depp, der hier mal wieder den unterdrückten Rocker in sich raus lässt und dessen Leben bis auf einen frühen Drogentod fast analog zu Morrisons Drogen –  und Musikkarriere verläuft, nur das Depp irgendwann seinen Dämonen entkommen konnte und mittlerweile wohl dieses etablierte Leben in Paris führt, welches der von Depression, Sinnsuche und Stimmungsschwankungen geplagte Morrison nicht mehr erleben konnte. Weiterlesen

Duckomenta – Disney goes Art

Bildmaterial von www.interduck.de

Die Ducks gehören schon seit geraumer Zeit zu den Klassikern der Comicliteratur, auch wenn das meine Eltern nie eingesehen haben und der Meinung waren, dass die Abenteuer von Asterix dem Gallier doch wesentlich gehaltvoller wären und man immerhin bei diesen was lernen könne. Die bunten Abenteuer von Donald Duck waren ihnen immer suspekt, und Wörter wie “Japs” und “Keuch” der Untergang der deutschen Sprachkultur. Hätte es doch nur damals schon die Duckomenta gegeben. Ein Besuch hätte meine Eltern wohl umgestimmt und mir die entwürdigende Bettelei bei Verwandten erspart. Eigentlich haben die Entenhausener schon mit dem Buch “The Life and Times of Scrooge McDuck” von Don Rosa den Einzug in die Hochkultur geschafft, aber nun dürfen sich auch Kunstliebhaber an Duckschen Variationen von Rafael und Hohlbein erfreuen. Auf die  sagenumwobene “Ente in Orange” von Pablo Piquackus musste aber leider verzichtet werden. Stellt sich nur die Frage ob Onkel Dagobert angesichts eines bescheidenen Eintrittgeldes von 8 Euro nicht die Hutschnur geplatzt wäre.

http://www.duckomenta.de

Der Fall Heinze

wdr.de

bildmaterial von wdr.de

Tja, was war das nur für eine interessante Woche – vieles ist geschehen, doch hier ist nur Platz für ein Thema, das mich richtig bewegt hat: Der Fall Heinze!

Als am die ersten Berichte über einen Betrugsfall beim NDR erschienen, dachte ich erst, nun gut, wenn die Drehbücher des Gatten Doris` Heinzes doch gut waren, warum sollte sie die nicht einkaufen?! Doch nachdem ich las, dass er die teilweise mangelhaften Bücher unter Pseudonym schreib und sie mithilfe seiner Frau dem Sender unterjubeln ließ, wo andere Autoren den gesamten Plot überarbeiten, bzw. um- oder gar teilweise komplett neu schreiben mussten, begann ich mich leicht aufzuregen. Dass jene Autoren dann für ihre Arbeit nicht einmal die vollen Lorbeeren einheimsen konnten, da neben ihrem Namen der des Pseudonyms veröffentlicht wurde, verärgerte mich um ein weiteres. Weiterlesen