Ich bin eigentlich gar nicht für die Musikvideos zuständig, aber das hier kann ich euch nicht vorenthalten. Darwin Deez hat ein komplettes Musikvideo aus Stockfootage zusammengestellt. Und sich reingebastelt – und zwar richtig gut… an den meisten Stellen. Für die die nicht mit dem Begriff Stockfootage anfangen können:
(Wikiquote/on)
“Als stock footage wird archiviertes Filmmaterial bezeichnet, das in neuen Produktionen zum Einsatz kommt, unabhängig davon, ob es bereits in früheren Produktionen verwendet wurde oder nicht. [...] Archivmaterial ist inzwischen ein eigenes Produkt im Filmhandel. [...] Es gibt heute Kameraleute, die nur noch für den Filmmaterialmarkt produzieren und gut von den Lizenzeinnahmen der Archivmaterial-Verkäufe leben können”
Okay, ich werde an dieser Stelle nicht viel rumlamentieren, dass ich im Moment zu wenig zum Bloggen komme. Ich habe in der Euphorie der beiden letzten Prüfungen (beide übrigens ordentlich gemeistert) ja schon erwähnt, dass es jetzt an die Magisterarbeit geht, die ich Anfang September abzugeben habe… und naja… die beansprucht im Moment doch etwas mehr von meiner Zeit als erwartet. Es ist irgendwie immer so, dass ich, sobald ich ein Thema gefunden habe, das mich brennend interessiert, mich in dieses derart reinfresse, dass ich links und rechts alles liegen lasse. Aber ein Ende ist abzusehen, über 70 Seiten habe ich mittlerweile schon geschrieben und abgesehen davon, dass ich den gesamten ersten Teil noch einmal ordentlich umbasteln muss, bin ich doch sehr zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis. Ach scheiße, ich wollte ja gerade nicht lamentieren. Also Schluss mit dem Geplänkel! Sinn dieses Posts ist es, euch mit ein bisschen Stuff zu versorgen, der in letzten Zeit in meinem rss-Reader, in meinen Favoriten, in meinem Geist hängen geblieben ist.
This is the hardest thing to write to you. Your love and heart and devotion to Chi was unconditional and amazing. I know that you will always remember him as a giant of a man on stage with a heart for every one of you. He was taken to the emegency room and at 3 am today his heart just suddenly stopped. He left this world with me singing songs he liked in his ear.
He fought the good fight.You stood by him sending love daily. He knew that he was very loved and never alone. I will write more later. I will be going through the oneloveforchi and any other information may not be reliable. If you have any stories or messages to share please send them to the onelove site. Please hold Mae and Ming and the siblings and especially Chi’s son, Gabriel in your prayers. It is so hard to let go.
With great love and “Much Respect!” Mom J (and Chi)
Nee… eigentlich wollte ich dieses Jahr komplett auf alles Aprilscherz-Artige verzichten. Deswegen gibt es diesen Gag nur im Metaebenen-Format inklusive Selbstreferenz und Aprilscherz-Warnung… oder so ähnlich. Folgendes Paper fand ich gerade in meinem Postkasten und auch wenn die Urheberin aus Gründen anonym bleiben möchte, tackere ich das jetzt trotzdem hier herein. Vielen Dank liebe K. aus B.
Ich habe keine Ahnung, aber eventuell erinnern sich noch ein paar von euch an meinen Konzertbericht zu dem Open Source Festival. Ich muss ganz ehrlich sagen: Einer meiner schlechtesten Artikel die ich hier je geschrieben habe und als “Krönung” einen Verriss über den Auftritt der Antilopen Gang, die auf ihrer Facebook-Seite folgende schlimme Nachrricht veröffentlicht haben:
Wir machen es kurz: NMZS ist tot. Jakob war schwer depressiv und hat sich vor zwei Tagen das Leben genommen. Wir können das selbst noch kaum fassen. Alle anstehenden Auftritte werden wir bis auf Weiteres absagen. Uns ist klar, dass wir gerne mal Blödsinn erzählen, aber dies hier ist kein dummer antilopentypischer Scherz und alle Kommentare, die in diese Richtung gehen, werden wir löschen.
Ich bin selber depressiv und kann nur sagen das es eine mehr als schlimme Krankheit ist, die das neben dem Herzen wichtigste Organ unseres Körpers befällt und schleichend jeden Antrieb und irgendwann auch den Lebenswillen raubt. Fatalerweise leugnet man so etwas selbst den nächsten Freunden und auch vor sich selber, sei es aus Scham oder falschem Stolz. Zum Krankheitsbild NMZS werde ich jegliche Vermutung sein lassen und kann trotzdem nur jedem raten sich auch bei kleineren Anzeichen einer seelischen Krise Hilfe zu holen und nicht zu vermuten, dass man es komplett alleine schafft. Mein Beleid geht an die Antilopen-Gang und die Verwandten von Jakob.
Ich bin vor ein paar Tagen 34 geworden und wurde häufig gefragt wie es sich nun eigentlich anfühlt so alt zu sein… Ich bin einfach ein wenig müder als früher, müder von vielen Diskussion, in denen alles so ausdifferenziert ist, dass man wieder am Anfang ankommt oder sich im Kreis dreht oder im schlechtesten Fall jemand nur sein Recht auf Rechthaberei einfordert, müder von kaum zu überschauenden Rechnungen und tollen Finanz-Modellen, die mir mein Sparkassen-Berater andrehen und die ich einfach nicht verstehen möchte. Müder auch von diesem schlechten Gewissen, das man hat, wenn man auf der besser gestellten Hälfte dieses Globus lebt, während es so vielen Menschen auf diesem Planeten so schlecht geht, während mein Essen im Kühlschrank mal wieder das Verfallsdatum überschritten hat. Müder auch um die Liebe einer Frau zu kämpfen, weil ich einfach desillusioniert bin. Müder davon die Welt verändern zu wollen, weil ich das ganz einfach nie konnte und nicht kann. Müder auch von Rückschlägen, von denen mich mache stärker gemacht haben, aber auch viele sehr viel Kraft gekostet haben. Müder von dem Gedanken, meine Eltern schon bald zu verlieren. Müder, dass das Ende der Beginn von dem Ende ist. Müder von neuer Musik, die sich anhört, als ob sie schon dreimal gab. Müder gegen den Mainstream zu sein und ein Teil von ihm zu sein. Ich will eigentlich nur leben,und das ist schon schwierig genug. Ich freue mich schon auf das nächste Update dieses Artikels, wenn ich alles widerrufe. That`s it.
Zoe Fuchsfell bloggt. Jetzt. Seit neustem. Und weil ich daran zumindest eine Teilschuld trage, komme ich wohl nicht drumherum, ihr Geschreibsel an dieser Stelle weiterzuempfehlen: Das Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene im Buchhandel ist aber auch wirklich großartig. Dort wird im Moment zwar primär über gut situierte, ältere Kunden wie den Brüderle Tatscher gelästert, aber – so viel darf ich versprechen – da kommt noch einiges mehr. Und diese herrlichen Beobachtungen aus dem skurrilen Buchhändleralltag sind echt einfach mal Gold wert. Ich werde aber den Teufel tun und Zoes Liste der überbewertetsten Autoren weiterempfehlen. Denn dort hat sie schon zweimal ordentlich daneben gelangt (Siegfried Lenz rockt und Martin Walser ist auch weitaus überdurchschnittlicher als ihm nachgesagt wird). Ansonsten aber ein herzliches Willkommen im elitären Kreis der Blogger und eine dicke Lesempfehlung an alle hier vorbeiflanierenden Surfer.
Moment, war Alternative nicht Indie und umgekehrt? Jein, wo Alternative Rock tatsächlich am Anfang noch eine Alternative zum dumpfen Mainstream war wurde schnell alles was irgendwie grungig war oder den Alternative-Style trug in diese Schublade gesteckt. Indie hingegen waren Querdenker oder notorische Mainstream-Verweigerer wie Neutral Milk Hotel, dessen kreativer Kopf Jeff Mangum die Öffentlichkeit scheut wie kein anderer. Travis hingegen schafften mit The Man Who den Durchbruch in den Mainstream, was nicht an Anbiederung lag sondern an einem zeitlosen Meisterwerk, dessen spröder Charme nie vergehen wird.
Ihr habt ja schon mitgekriegt, dass Seite360 Ende 2012 und Anfang 2013 eher sporadisch Updates erfahren hat. Das war vor allem deswegen schade, da wir es 2012 meiner Meinung nach ganz gut geschafft haben, hier in einer regelmäßigen Frequenz täglich mehrere neue Artikel rauszuhauen. Bei mir hatte das etwas verschlafenere Bloggen vor allem zwei Gründe, von denen der zweite leider immer noch akut ist. Grund eins ist trivial: Ohne Rinko war es hier echt ein bisschen einsam und darunter hat auch meine Lust am Bloggen sichtlich gelitten. Wir hatten zwar nie eine konkrete Arbeitsteilung auf Seite360, aber so ein bisschen ist es schon eine nette (ungeschriebene) Tradition, dass Rinko für aktuelle Musik und aktuellen Kram aus dem Pop-Bereich (im weitesten Sinne des Wortes) verantwortlich ist- sprich für den heißesten Scheiß -, während ich immer eher so ein bisschen in nostalgischen und abseitigen Regionen wüte. Wie gesagt, das war nie ein Dogma, und gerade 2012 hat Rinko dann auch mit den besten Alben der 90er Jahre ordentlich die Nostalgie-Fraktion bedient, während ich sogar ein, zwei aktuelle Hörenswert-Artikel beisteuern konnte… aber es war doch immer beruhigend, jemanden an der Seite zu haben, der – im Gegensatz zu mir – einen Überblick über die aktuelle Musikszene hatte.
Dieser Grund für meine Blogging-Lethargie dürfte jetzt erst einmal passé sein und daher freue ich mich umso mehr, an dieser Stelle einfach mal sagen zu können: Welcome Back Rinko, du hast gefehlt. Echt jetzt!
meine Gesundung schreitet weiter voran und ich hoffe hier bald aktiv sein. Hinter mir liegen lehrreiche und anstrengende Wochen, aber so ab März sollte das hier wieder so richtig brummen und Flo hat in der Zwischenzeit mehr als ordentlich und ganz alleine den Laden geschmissen (okay, hat er ja davor auch schon mehr oder wenig). Bin stolz auf dich, mein Jung!
…im Moment hat sich mal wieder eine kleine Blog-Trägheit eingeschlichen. Ich gehe aber davon aus, dass das demnächst wieder besser wird. Nur nicht irritiert sein, wenn bei uns im Moment relativ wenig passiert. Irgendwie haben wir im Moment alle zu viele andere Baustellen, die noch beackert werden müssen.
Aus gesundheitlichen Gründen werde ich hier auf dem Blog eine längere Auszeit nehmen. Ich hoffe Flo rockt derweil die Bude und vielleicht mag ja uns hier ja jemand unter die Arme greifen und mitschreiben? Gebt euch eine Ruck und schickt ne Mail an redaktion@seite360.de.;)
Orgien und bezahlte Kreuzfahrtreisen gibt es zwar keine, aber mitunter ein schicker Gästelistenplatz und ihr könnt eure geheime Leidenschaft als Kritiker nun endlich zum Hobby und öffentlich machen.
Am 19. Oktober wurde ja mittlerweile schon zum zweiten Mal in Wien Das goldene Brett für pseudowissenschaftliches und esoterisches Vollpfostentum verliehen. Gewinner war – aber sowas von zurecht – Prof. Harald Walach vom transkulturellen blabla-Institut an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Dank Jörg Wipplinger gibt es mittlerweile eine Video-Aufzeichnung der kompletten Skeptiker-Preisverleihung, wo sich unter anderem auch die großartigen Sciencebusters und Mario Sixtus herumtreiben. Diese scheinen ebenso wie die anderen Zuschauer verdammt viel Spaß zu haben, auch während der Hauptpreis von einer leicht passiv-aggressiven Stellvertreterin Walachs abgeholt wird, die ebenso wie der Vertreter der ÖÄK sattsam bekannte Eso-Weisheiten zum besten gibt (taugt trotz Kürze der Rede gar zum Bullshit-Bingo). Einen Preis fürs Lebenswerk gab es übrigens auch: Für niemanden geringeres als Erich von Däniken persönlich. Mindestens genau so verdient wie bei den restlichen Nominierten… und wieder einmal stehe ich fassungslos vor all den absurden Abgründen, die es in Esohausen so zu finden gibt.