Full Nerd Jacket: Fail Compilation – Inszeniertes Scheitern und Kapitalismus

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Ist inszeniertes Scheitern Scheitern? Ist es nicht vielmehr etwas Geglücktes? Ein Anti-Fail? Spiegelt sich dieses Verhältnis nicht im Kapitalismus wieder? Sind geplante Obsoleszenz und Börsenblasen nicht Sinnbild für dieses Verhältnis? Erfolgreiche Geldakkumulation auf der einen Seite und Arbeitslose, Armut und Schrott auf der anderen. In einem interdisziplinären und kulturtheoretischen Move blicke ich zunächst  auf das (nicht-) Versagen in Kunst und Kultur. Davon dann ableitend wird deutlich, dass das Scheitern nicht nur ein weit größeres Ausmaß hat als uns lieb ist, sondern darüber hinaus uns alle angeht, weil das Failen nicht selten systemimmanent ist.

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Jean-Claude Van Damme wäre beinah der Predator geworden

Vor der finalen Version des Predatorkostüms gab es eine Art, nun ja, Dr. Zoidberg(?)-ähnliche Version. Zu allem Überfluss war das Kostüm auch noch in rot gehalten, um in der Postproduction dann den Tarneffekt drüber zu legen. Van Damme gefiel das gar nicht, konnte er doch niemanden zeigen wie krass seine Martial-Arts waren. Stattdessen hüpft er in einem dämlichen Kostüm durch eine Urwaldkulisse. Aber seht selbst.

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Ulysses in zehn Stunden lesen?

Es gibt nicht so wenige Bücher, die ich noch lesen will. Ihr kennt das. Aber wann soll ich das alles machen? Das deutsch-amerikanische Startup spritz schafft da vielleicht Abhilfe. Beim Lesen geht die meiste Zeit für die Bewegung der Augen drauf. spritz umgeht diese Bewegung. Schaut euch nach dem Klick das Video an. Zweieinhalb Dinge sage ich auch dazu. weiterlesen

Definiere große Erwartungen: Cary Fukunaga wird Stephen Kings “Es” neuverfilmen!

STEPHEN KINGS "IT"

Eine Nachricht, die zwar schon ein paar Wochen alt ist, mich aber jetzt erst erreichte: Cary Fukunaga, der in “True Detective” alles das richtig gemacht hat, was man bei der Serie “Hannibal” noch immer falsch macht, wird Stephen Kings “Es” in zwei Teilen neu auflegen! “True Detective” war ja dieses Jahr das Serienhighlight und hat mir nach “Killer Joe” ein zweites mal vor Augen geführt, zu was Matthew McConaughey in der Lage ist, was ja nun, seit “Dallas Buyers Club” die ganze Welt weiß. Aber die Serie an sich ist, also, sie hat mir, den Boden, ey, ihr müsst das sehen! Ultra spannend. Und diese Bilder, die so eine ganz erdige, basale Bösartigkeit transportieren. Obwohl die Serie hauptsächlich im Hellen spielt, geht von ihr eine knochige, angsteinflößende Dunkelheit aus. Es gibt in ihr keinen foodporn, keine übertriebenen technischen Extravaganzen, keine Schnörkel,  keine absurd ausstaffierten Leichen, also nichts von dem, was die Serie “Hannibal” eigentlich eher zu einer Lachnummer macht, als zu einer Thrillerserie. Fukunaga konzentriert sich ganz hart auf das Storytelling und setzt dieses in eine karge, fast schon trostlose Südstaatenlandschaft, in deren Hintergrund immer wieder Industrieanlagen auftauchen. Diese leere Landschaft, die sich in den spröden Charakteren wiederfindet, bereitet dem Erzählen und den Figuren genügend Platz zur vollen Entfaltung. Das macht die Serie so einzigartig. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, dass dieser Fukunaga den Alptraum, den Angstgegner, den Endboss meiner Kindheit, Auslöser meiner doch recht beeindruckenden Coulrophobie, Kings “Es”, wenn DER das macht, dann erwarte ich wirklich ausgesprochen sehr viel.

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“It’s better to burn out than to fade away”…

schrieb Kurt heute vor zwanzig Jahren in seinen Abschiedsbrief. Da ich eine ältere Cousine hatte, die mir MTV  und smells like teen spirit zeigte, der im Grunde Nirvanas schwächster Song ist, bekam ich das alles am Rande mit. Entdeckt habe ich sie erst viel später. Dennoch schwebt das erste Aufeinandertreffen von mir und Nirvana in einem heiligen Schein der Kindheit. Gewisse Songs der Band lassen mich dieses Gefühl der Unschuld und heilen Welt noch heute empfinden. Als ich sie dann für mich entdeckte verliebte ich mich unsterblich, also wirklich so richtig, in das Unplugged-Album. Das ist so eines dieser drei Inselalben. Wie großartig Cobain als Mensch war, erfährt man bei der Lektüre seines posthum veröffentlichten Tagebuches, in welchem auch klar wird, dass  ihr fame ziemlich viel mit Glück zu tun hatte. Es gibt da so ein paar Stellen, in denen Kurt darauf hinweist, dass die Band einige ihrer Melodien von anderen Bands abgekupfert hätten und er die ganze Hysterie nicht verstünde. Das Riesenglück verwandelte sich in ein Riesenunglück. Nur verblasst ist Kurt nicht, er sollte recht behalten. He knew, he was right.

Die Würde des Geldes ist unantastbar – CONSTI2GO

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Der Künstler Thibault Brevet hat einen Kassenzetteldrucker gehackt, sodass dieser die amerikanische Verfassung (Bill of Rights) ausdruckt. Ein großartiges Stück subversiver Kunst, das ganze Bände an kritischen Narrativen enthält.

consti2go auf vimeo

CONSTI2GO – Print copies of the US Constitution on the press of a button

via Nerdcore

Full Nerd Jacket – Was tun mit dem neuen alten Konservatismus?

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Als würden Matusseks homophobe Auschweifungen, und Sarrazins dümmliche Verdrehtheiten nicht ausreichen, wird jetzt auch das drölfte (oder so) Gebot “Du sollst nicht Hand an dich legen” von der Büchnerpreisträgerin Sibylle Lewitscharoff wieder zum neuen Schwarz erklärt. Roman Herzog hat 1997 mit seiner “Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen”-Rede zwar was völlig anderes gemeint, aber das hier ist doch ein Ruck, oder? Flo hat sich ja schon an einer Typologisierung der neuen konservativen Publizisten versucht. Nun untersuchen wir mal wie Menschen mit mehreren Gehirnzellen darauf reagieren und sich dazu verhalten. 

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Hadouken, verdammt! Hadouken!

Nur für all diejenigen, die da nicht bescheid wissen!) Und für alle anderen hat Flo ja schon beschrieben wie man sich eine Retrogame-Emulationstation selber bauen kann.

Via laughingsquid

Weil Valentinstag ist verschenkt De La Soul ganze Diskografie!!!

Wie großartig ist das denn? Zum ersten mal in meinem Leben finde ich den Valentinstag richtig richtig gut! Ein fettes Danke! Ist natürlich auch ein bisschen Werbung, weil nach Zehn Jahren endlich ein neues Album kommen wird. Wenn Werbung immer so wär… Ihr solltet euch dennoch ein wenig ranhalten, da diese Schenkung nur für 25 Stunden gilt. Hier, auf der Seite der Band, könnt ihr die Diskografie downloaden.

Ach ja, der Download wird freigegeben um 11 a.m.  EST (Eastern Standard Time). Ich glaube das dürfte bei uns dann so um 19 Uhr sein.(?:/)

Via Blogrebellen

Indie-B(r)ands auf Lay`s Chipstüten

Der Chipshersteller Lay`s  hat auf einen seiner Seite einen Namensgenerator, mit dem man Chipstüten virtuell bedrucken kann. Alex Young von CoS hat sich schon ein paar Gedanken gemacht und Death Crap for Cutie-Krupuk, The Soy Formidable und Godspeed You Snack Emperor sind schon mal derbe lustige Einfälle. Hättet ihr noch weitere Ideen?

via Consequence of Sound

This Is A Trent Reznor Song (Nine Inch Nails Parody)

Ich muss mir hier gerade die Tränen aus den Augen wünschen. Auch wenn ich die Arbeit von Trent Reznor sehr schätze, aber es lässt sich auch nicht ein gewisses Baukausten-Prinzip beim Aufbau seiner treibenden Industrial-Song leugnen. Die tolle NIN-Parodie von Freddy Scott funktioniert schon fast erschreckend großartig und simpel, und trotzdem muss man einen Trademark-Sound natürlich auch erstmal schaffen. Ich wünsche trotzdem viel Spaß und wer danach immer noch gecheckt hat wie ein flotter Industrial-Pop funktioniert wird selbst einen Wendler für komplexe Hochkultur halten.

via Soundcloud