Die 00er Jahre: Die besten elektronischen Alben des Jahrzehnts II

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So, wieder ein Schritt weiter in der Retrospektive über die elektronischen 00er. Zwei DJs spielen Rendes-Vouz, irgendwann in den frühen 80ern. Ja dieses Bild passt zum Electrocash der 00er Jahre, der das zaghafte 80er-Revival konsequent weit führte. Justice nahmen die Abkürzung zu den 90ern und gaben der Electro-Gemeinde anbetungswürdige Boller-Musik, Hot Chip versöhnten Soul und Keyboards, Fennesz war eher für das Chillen danach und für die Avalanches brauchte man sogar einen Psychiater.

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Darum… ist Martin Scorseses “Taxi Driver” so einzigartig – Ein Video-Essay von Jacob T. Swinney

Als ich zwischen 14 und 16 Jahre alt war, stieß ich im Fernsehen auf einen bereits laufenden Film. Die Bilder wirkten seltsam neu, modern, aber die Leute trugen alte Kleidung und die Autos waren auch aus der Zeit gefallen. Blick in die Fernsehzeitung. “Taxi Driver”. Ich hatte bereits davon gehört, an dem soll irgendwas dran sein. (Schulhofgespräche, vermutlich ging es um viele Tote und Krassheit.) …
Diese Bilder, Massenszenen in einer Großstadt, Gedränge, hupende Autos, Stau, satte Farben. Das war alles so, als wäre der Film gestern gedreht worden, nur dass die Leute diese alten Jacken, Hosen und Schuhe trugen. Mir wurde klar, dass ich gerade an etwas ganz großem Teil habe, an Filmkunst. Das war besser als Jean-Claude Van Damme und dieses Actiongedöns.
Jacob T. Swinney gibt in diesem Video-Essay Einblick in die erzählte Welt, die von der Kamera erschaffen wird. Mit ihren Bildern, Bewegungen, Fahrten, Perspektiven und Farben, erzählt sie den ganzen Film über von Travis’ (Robert De Niro) Innenwelt. Ganz ganz groß.

The Eyes of TAXI DRIVER from Fandor Keyframe on Vimeo.

Ende Neu Teil 1: Abschied

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Vor dem Neuanfang bedeutet zugleich Abschied. Abschied von alten Gewohnheiten, Kollegen und von einem Ort. In meinem Fall kommt leider noch eine sehr traurige Komponente dazu: Der Tod meines Vaters. Er ist friedlich am 25.April verstorben und muss sich nicht mehr weiter für seine Familie quälen; er selber sehnte sich schon länger, von der schweren Bürde der Krankheit und des Alters erlöst zu werden.

Ich bin nun 37 und eigentlich sollte 2016 das Jahr werden, in dem ich meinen Träumen von einer besseren Zukunft nachgehen wollte. Doch erstmal legt sich die Gegenwart wie Schlange um einen und erdrückt, beziehungsweise bedrückt so, dass man erst einmal kaum Luft bekommt. Ich habe in letzter Zeit das neue, sehr gute Buch von Benjamin von Stuckrad-Barre gelesen; diese Hommage an das Durchhalten und vor allem Udo Lindenberg bringt mich nun zu diesem Song. Ich kann gar nicht einmal behaupten, dass ich großer Udo-Fan bin oder war, aber wie mein Vater ist er eben schon immer da gewesen.

Durch die schweren Zeiten ist ein melancholischer Song, der am Schuss doch viel Hoffnung auf eine bessere Zeit gibt. Dabei habe ich derzeit nicht einmal eine Ahnung, wie die aussehen soll. Ich war 14 Jahre in einem falschen Leben, an das ich mich ekelhaft gewohnt habe und muss tatsächlich mit Ende 30 zu mir selbst finden, zu dem was ich eigentlich bin und was ich kann. Dazu fällt mir momentan erschreckend wenig ein, gerade das Können ist schwierig.

Ich habe keinen hohen Schulabschluss, habe mich zwar hier und dort ausprobiert, aber Perspektiven für einen Lebensunterhalt wirft das wenig bisher wenig auf. Schreiben wäre eine Sache, aber nach meiner Einschätzung ist das Talent vielleicht noch nicht groß genug, um es mal wirklich zu etwas zu bringen.

Ich schaue mich im Netz um und erkenne, das wird ein harter Weg, wenn ich es wirklich als freier Autor probieren will. Doch so viel mehr kann ich nicht. Es steht noch eine Möglichkeit als Fotograf an, aber auch hier fehlt mir das Spezialthema. Kurzum: Ich bin derzeit sehr unsicher und gerade erst habe ich eine Bezugsperson verloren.

Ich werde die nächste Zeit öfter einen Ende-Neu-Artikel schreiben. Ob es jemand liest? Keine Ahnung, aber es ist für mich wichtig und hoffentlich auch Teil einer Problemlösung, auch für den ein oder anderen Leser, der in einer ähnlichen Situation steckt.

Neuer Trailer für “Suicide Squad”… Diese Farben!

Da Snyders “Batman v Superman” nicht alles, aber so vieles falsch macht, kann man nur hoffen, dass David Ayer mit “Suicide Squad” wieder einiges für DC rausholt. Leto als Joker könnte richtig richtig gut werden. Da kann man dann auch ein Auge zudrücken, wenn der Nichtschauspieler Will Smith mitmacht.

Mal ehrlich Herr Snyder, was war da los bei “Batman v Superman”? So viele schöne Bilder und Zitate und dann keine Dramatik, kein wirklicher Konflikt, keine Story, stattdessen eine hoffnungslos überladene Aneinanderreihung von … keine Ahnung, nennen wir es mal Bilder. Das ist alles so traurig. Und dabei haben Sie nicht mal selbst das Drehbuch geschrieben, sondern mit David Goyer, der Nolans Dark Knight Trilogie geschrieben hat, und Chris Terrio, ein Autor, der 2012 für „Argo“ den Oscar für das beste Drehbuch bekam, sprach doch einiges dafür, dass das alles richtig cool hätte werden können. Hätte hätte Fahrradkette. Und dabei habe ich richtig Bock auf die silliness des DC-Universums, auf den Typen mit dem Dreizack, der Frau mit dem unsichtbaren Flugzeug und der Peitsche und den schnellsten Menschen der Welt. Aber nee… “Suicide Squad” sei bitte besser! DC hat es verdient. Superman war der erste moderne Superheld und die Justice League war auch vor den Avengers da.

Erste Bilder vom animierten Batmanfilm “The Killing Joke”

Alan Moores “The Killing Joke” von 1988 ist ein Klassiker der Comicgeschichte. Im Laufe dieses Jahres soll ein Animationsfilm dazu erscheinen. Ehrlich gesagt steht Moores Comic noch auf meiner must read Liste, schon allein weil da eine Joker Origin erzählt wird. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Comicfiguren liegt die im Dunkeln. Tim Burtons Version aus dem 1989er “Batman”, bei der der Joker der Mörder von Bruce Waynes Eltern ist, ist zwar für den Film storytechnisch clever, aber insgesamt lame. Mal sehen was Moore sich da ausgedacht hat.

via Minds Delight

Oh, das steht Ihnen aber! – Penis- ääähhh Fashion

Soraya Doolbaz ist Fotografin, um schwanz ääh ganz genau zu sein, sowas wie ne Modefotografin, oder so, glaube ich. Ihre Models jedenfalls sind Penisse, die sie einkleidet in Szene setzt und die Fotos dann für viel Geld verkauft.

Auf ihrer Seite dicturegallery steht ääähhh noch mehr Kunst zum Verkauf.

via

The Art Of Ian Moore

Ian Moore 4

Das unruhige Spiel von Psyche und Körper, mal morbid, mal naiv, auch unfertig, liegengelassen, aber immer voller Energie und Bewegung.

Meinte Spinoza nicht mal, dass man Fließgesetze anwenden müsse, wenn man das Denken verstehen oder darüber Aussagen treffen will? Im unteren Bild erscheint das Innere fast schon gasförmig. Im Moment seiner Selbstbetrachtung löst es sich auf.

ian moore - fellin gassy

Und selbst wenn ein Bild auf den ersten Blick unbeweglich wirkt, versteckt sich da immer eine potentielle Energie. Es ist ein bisschen die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt.

ian moore - Another on social anxiety

Ian Moore - the daily grind

 Ian Moore auf tumblr.

King Of Sarcasm Joan Cornellà kickstartet Animationsprojekt

Joan Cornellà, unangefochtener König des Sarkasmus, will seine Grafiken animiert sehen und Ihr solltet das auch. Ist´n Traum, ein Augenwischtraum! Hier der Link zum Kickstarterprojekt.


Die Eagles Of Death Metal äußern sich zu dem Terror in Paris

eaglesdeathinterview

Puh. Ich bin ehrlich gesagt ganz schon mitgenommen und muss das Interview erst einmal sacken lassen.

Mögen die Eagles Of Death Metal und Jesse Hughes nicht so unbedingt meinen Geschmack treffen, aber hier sieht man eine Band die schwer traumtatisiert ist und komplett fernab von harten Rockstar-Posen versucht das Geschehene in Worte zu fassen.

Ich bin immer noch angekelt von diesem kranken Terrorakt und würde gerne was zu diesen “Jetzt reißen alle ein Fass auf, aber wenn in…”-Krakelern auf Facebook was sagen. Aber nee, das gönne ich euch nicht.

Ich war noch niemals in New York, aber…

weltkarte_literatur

auf dieser Weltkarte der Literatur bin ich ganz schön rumgekommen und zwar ganz ohne Karte, nicht mal ein Kompass stand mir zur Verfügung.

weltkarte_literatur_klein

An der Südspitze des westlichen Modernism Kontinents zur Welt gekommen, geriet ich über eine starke Strömung der Sonnet Sea weit in den Süden, wo ich derart absurde, surrealistisch-expressionistisch-epische Abenteuer erlebte, dass sie hätten real sein können. Über die Paperback Sea vagabundierte ich zunächst im südlichen Osten herum, fand dann aber eine Passage in den Norden, bis hinauf zum Realism Kontinent, wo ich an der Avant-Garde Sea mit ihren Ismeninseln mein zu Hause fand. Meine Kenntnisse des mittleren und nördlichen Ostens hingegen, nun, reden wir nicht drüber. Kartografiert wurde diese Welt der Ismen und Erzählungen vom Grafikdesigner Martin Vargic von Halycon Maps. Da gibt es noch diverse andere erwerbare Infografiken, wie zum Beispiel die Timeline of Fame, die unlängst die Runde machte. Auch erschien gerade ein Buch mit 64 Karten und Infografiken: Vargic´s Miscellany of Curious Maps (kein Partnerlink).

via

Look who’s back…

lookZu groß will ich das jetzt wirklich nicht machen, dafür ist Seite360 dann doch zu klein, und dafür haben Marcus und Rinko das Blog in den letzten Monaten doch zu sorgfältig gepflegt. Aber den 20 Lesern, die sich vielleicht gefragt haben, warum gerade keine Artikel mehr mit meinem Namen durch die Blog-Timeline gespült werden, schulde ich wahrscheinlich doch ne Erklärung, warum seit Ende August exakt 0 Artikel von mir hier erschienen sind.

Der erste Grund ist ziemlich banal: Ich. Werde. Vater.

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Back to the future day!

Like literally. Zager and Evans waren mit ihrer Dystopie auch nicht weniger weit weg als Robert Zemeckis zweiter Teil der Trilogie, sie waren eben nur weniger hollywoodymistisch.

In the year 9595
I’m kinda wonderin’ if man is gonna be alive
He’s taken everything this old earth can give
And he ain’t put back nothing