Alle Beiträge von Rinko Heidrich

It’s Black Friday, Charlie Brown

Wer einen dieser Schnäppchen-Newsletter abonniert hat oder einfach aufmerkam ist wird sicherlich schon mal den Namen Black Friday gehört haben. Mit teilweise dratischen Rabatten soll die Lust nach Konsum wieder angeregt werden und das Ganze scheint sich in Amerika einer großen Beliebheit zu erfreuen. Der Late Night Moderator Jimmy Kimmel hat diesem etwas merkwürdigen Ritual einen Peanuts-Clip gegönnt, in dem Lucy zur Waffe greift und Wörter fallen, die man gerade der ansonsten so braven Marcy gar nicht zugetraut hätte. Was Geld aus Menschen machen kann…

via

Introducing…Binoculers

by Inga Seevers

Uff, ich habe hier doch einiges schleifen lassen. In der Introducing-Rubrik kam ja nun schon länger nichts mehr und ich versuche gerade mal die MP3s auszuchecken, die ich in letzter Zeit bekommt habe. Hier wieder eine interessante Newcomerin aus Hamburg,  die mit dem Debüt-Album “There Is Not Enough Space In The Dark” schönen melancholischen Folk-Pop spielt und gerade genau das Richtige für melancholische Winter-Abende ist.

Neben den verwendeten Instrumenten rückt vor allem diese Bildhaftigkeit Binoculers in die Nähe des Folk, dessen Tradition sie durch behutsame Erneuerung respektiert. Der Rolling Stone nennt sie in seiner Besprechung des Debütalbums “Every Seaman’s Got A Favourite Spaceship” (Labelship, 2010) eine “erstaunliche Künstlerin” und lobt “(…)(sie) verzaubert die Menschen. Mit leisem Indie-Folk, Popmusikminiaturen, Spieluhrmelodien und viel künstlerischer Fantasie.”
Im November 2012 erscheint das zweite Album “There Is Not Enough Space In The Dark”. Die begleitende Tournee wird Nadja mit Band oder im Duo spielen.

Wer Binoculers, alias Nadja Rüdebusch, nicht nur daheim auf Platte sondern auch live erleben möchte, hat im Dezember und Januar ausreichend Möglichkeiten:

09/12/12   Düsseldorf – LAMA Musik Jahresabschlusskonzert

15/01/13 tba
16/01/13   Café Galao – Stuttgart*
17/01/13  Das Modul – Saarbrücken*
18/01/13  Figurentheater – Ravensburg*
19/01/13   Action House – Heidelberg*
20/01/13  tba
21/01/13  Schwarze Katz – Konstanz*
22/01/13 Südstadt – München*
23/01/13 tba
24/01/13  Arsenal Kino/Café Haag – Tübingen

* with Black Ribbon

28/02/13  Aaltra – Chemnitz*

* with Nicolai Schorr

Musikvideo der Woche: Kate Bush – Wuthering Heights

Och jo, so ein Klassiker zur Abendstund. Drei nervige Arschloch-Wochen liegen übrigens nun endlich hinter mir und ab nächste Woche wird es hier wieder lebendiger.

Wuthering Heights was released as Kate’s debut single in January 1978. It became a No.1 hit in the UK singles chart and remains Kate’s biggest-selling single.

Two music videos were created to accompany “Wuthering Heights.” In Version 1, Kate can be seen performing the song in a dark room filled with white mist while wearing a white dress — this was the UK release. In Version 2 Kate dances in an outdoor environment while wearing a red dress — this video was produced for the American release.

The song appears on Kate’s 1978 debut album, The Kick Inside, and was also re-recorded in 1986 for the greatest-hits album The Whole Story.

“Wuthering Heights” came 32nd in Q magazine’s Top 100 Singles of All Time, voted by readers.

Kate Bush –  Wuthering Heights (1978)

Regisseur: Kate Bush

Album: The Kick Inside

Arcade Fire – Reading Festival 2010

Sorry, in einer Woche geht es hier wieder rund. Ich muss momentan zu unchristlichen Zeiten in die Uni und selbst 3 Tassen Kaffee, die sich Kollege Florian Bayer schon morgens zwischen Aufstehen und Duschen reinkippt, bringen nicht den gewünschten Effekt. Ich vertröste euch mal deswegen mit einem richtig tollen Konzert von Arcade Fire, die 2010 in Reading rockten und 2013 ein neues Album herausbringen.

Foals – Inhaler (Video)

Ich rante ja mal gerne über die britischen Bands und deren Retro-Einfallslosigkeit ab. Eine große Ausnahme bleiben aber die Foals, die erst noch eine dieser 00er Post-Punk Bands waren, sich aber davon schon auf dem zweiten Album deutlich emanzipiert haben und mittlerweile die wirklich spannende Prog-Pop-Band sind, für die Muse fälschlicherweise immer gehalten werden. Inhaler ist das erste Lebenszeichen seit dem formidablen Total Life Forever und erste Vorgeschmack auf neue Album Holy Fire. Ich spüre seit langem wieder eine kribbelnde Vorfreude und warte auf was Großes.

Update: Sry, das allseits beliebte Arschloch-Unternehmen hat auch hier wieder zugeschlagen.

Kendrick Lamar – Good Kid, m.A.A.d City (Stream)

Der Name Kendrik Lamar geistert ja schon länger durch die Musik-Blogs, aber mit seinem zweiten Album Good Kid, m.A.A.d City scheint er nun den großen Durchbruch geschafft zu haben. Platz 2 in den USA und Kritiken die bereits von einem Klassiker lassen zudem aufhorchen und wer mag kann ja in den Stream reinhören. Mein Hördeindruck war jedenfalls sehr gut und Lamar schafft es den typisch relaxten South Central Sound der Früh-90er mit der Gegenwart zu verbinden.

Stream

Musikvideo: Sufjan Steven – Mr. Frosty Man

Schoko-Nikoläuse im September kennt man ja schon, nun gibt es auch schon die ersten Weihnachtslieder bereits Anfang November. Sowas geht ja eigentlich gewaltig schief, aber Sufjan schrammelt hier so ein nettes Stück Anti-Folk dahin, das zumindest mir ganz warm ums Herz wird.

Sufjan Stevens – Mr. Frosty (2012)

Regie:  Lee Hardcastle
Album: Silver & Gold

This Many Boyfriends – This Many Boyfriends (Stream)

“Die besten Smiths seit den Smiths”, behauptet Zeit Online und zumindest diese Referenz stimmt schon mal. Der schmachtende Gesang eines Morrissey trifft auf den Punk-Spirit von The Libertines oder The Vaccines. Ok, man merkt, wir befinden uns knietief im The-Rock Sumpf der 00er und This Many Boyfriends wären 2005 sicherlich eine größere Sensation als derzeit, wo es für einen kleinen Hype in England reicht, aber man hier wohl nur auf fragende Gesichter trifft, sollte man den auch nicht gerade einfallsreichen Namen erwähnen.

Einfallsreich ist dieser Post-Retro-Rock (Schöne Bezeichnung, nee?) sicherlich nicht und trotzdem ist es ein sympathisches Indie-Pop Album ohne Überambition, sondern einfach schönen Melodien, die einfach wahnsinnig Spaß machen.

Stream