Hörenswertes: Explosions In The Sky, Moderat,Sophia, Pet Shop Boys, Last Shadow Puppets, All Saints, Deftones

flugplatz

Nicht lange schnacken, Kopf in Nacken oder wie auch immer eure bevorzugte Leseposition ist.

Hier kommen die Pet Shop Boys mit eine Super, Super-Album, mache Moderat solides drittes Album, isse Sophia wieder wunderschön traurig, habe Last Shadow Puppets nicht leicht in dem Star-Ensemble und mache gemütlich mit Explosions In The Sky. We are the Champions!

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Mr. Brightside von den Killers in einem irischen Pup…

pubkiller

wäre gar nicht mal so spektakulär. Dass ein älterer Typ sich dazu auch noch auf dem Tresen entblösst und in die Menge hüpft ist, zumindest in meiner klischeebehafteten Vorstellung von Irland, auch keine besondere Ausnahme.

Billy O´Sullivan gedenkt aber zusammen mit den anderen Menschen dem gemeinsamen Freund Ger “Farmer” Foley, der mit 45 an Mukoviszidose verstarb und widmet die Killers-Hymne ( ja, ist sie…Ruhe jetzt!) seinem Kumpel.

Mir übrigens egal, ob nun bildungsbürgerliche Klemmis Pickel wegen Bromance und Pub-Kultur bekommen.

Ger Farmer Foley from Tim Clifford on Vimeo.

via Vimeo

Hörenswertes: Big Ups, Nevermen, Santigold, Nada Surf, Ólafur Arnalds und Nils Frahm

ausgang

Was für eine fürchterliche, was für eine schöne Zeit! So ganz habe ich die Ereignisse der letzten Tage noch nicht verarbeitet, aber es muss ja alles weiter gehen. Ein bisschen Realitätsflucht tut gut und es ist diesmal doch recht bunt geworden. Hardcore von Big Ups, so ziemlich alles von Nevermen, Discount-Ware von Santigold, Nettes von Nada Surf und zum Abschluss noch sehr feine Ware von den beiden Trance Friendz Ólafur Arnalds und Niels Frahm.

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Und dann ist da dieser Moment, wo Money Boy mal ernsthaft bleibt…

monyb
Money Boy bedient ja eigentlich bevorzugt die schrillen Lifestyle-Magazine, wie zum Beispiel Vice. Die haben bestimmt schon ne eigene Abteilung für das Self-Empowerment von dem Wahl-Berliner aufgestellt, der gefühlt im Wochen-Takt eine neues Mixtape und einen kleinen Social Media-Skandal raushaut.

Das hinter der Kunstfigur auch noch ein Künstler steckt, der ein Magister in Sachen Kommunikationswissenschaft in der Tasche hat, ist zwar mittlerweile bekannt, aber ging doch im Overflow der Releases und verdrogten Interviews unter.

Das kurze und sehenswerte Interview mit Pulse zeigt einen überraschend disziplinierten Sebastian Meisinger, der reflektiert über den Wert von Musik redet. Der Song als Vehikel zum Marketing und umgekehrt dürfte wohl perfekt den Stand des Musikbiz im Jahr 2016 erklären.

Warum Love von Judd Apatow einiges falsch macht und trotzdem toll ist

lovelovelove

Die Ankündigung einer Serie von Judd Apatow hat mich erstmal nicht in Euphorie versetzt. Das Thema Liebe hat der Mann nun mehrfach durchgespielt und hat dabei in den letzten Jahren Filme produziert, die genau so öde und aufgesetzt cool wirken wie alle Ü40 Paare in den letzten überflüssigen Komödien à la Dating Queen.

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Jamie-Lee Kriewitz vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm…Na Und?!?

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…Und der Song, mit dem sie das tut, ist unüberraschend gar nicht okay, sondern eine Pro7-Version von Rihanna`s “Umbrella”. Die “The Voice of Germany”-Gewinnerin Kriewitz, von der ich bis dato zum Glück noch nie etwas gehört habe (Pop-Castingshows rauschen in der Tat immer komplett ungesehen an mir vorbei), hat einen unangenehm Stimmumfang von Lordi auf Valium bis Balbina. Ihre Stimme passt perfekt in den Einheitsbrei der Eurovision Song Contest -Beiträge in den letzten Jahren.

Ob das ganze in Stockholm was reißen kann? Ich würde mal ernsthaft behaupten “Mir doch scheißegal” (Die ESCs rauschen auch immer eher ungesehen an mir vorbei). Klingt Ghost doch irgendwie nach einer launigen Hardrock-Band, hört man hier die kleine Schwester von Lena Meyer-IrgendwasmitdeutschemPopSoul. Schlimm genug, dass man schon Xavier Naidoo auf die ESC-Zuschauer loslassen wollte. Dieser komplett abgestumpfte Teil der Menschheit, der sich den ganzen Blödsinn auch so voll ironisch anschauen möchte, obwohl “Klar, ist schon scheiße, aber…” mindestens seit Zlakto nicht mehr als Ausrede taugt.

Ich hätte meine paar Cents übrigens für Keoma und die tolle Kat Frankie ausgegeben, aber so bleibt einem diese hirnverbrannte Schwachsinn zum Glück endgültig erspart.  So, können wir nun wieder über Musik reden?

Hörenswertes: Basia Bulat, Animal Collective, Kanye West, Meylir Jones

boden
Geht doch! Wir kommen endlich aus dem Winterschlaf heraus. Das Wetter, die Kälte und die Nässe dienen nicht mehr als Ausrede und das Motto lautet Hoch die Tasten!

Heute wird auch wieder bunt und fast könnte man meinen, dass hier ein zarter Hauch von Frühling durch die diesmal angenehm kuschelweichen Rezensionen weht. Rant ist ja auch in den wutbürgerten Zeiten so Desaster-Anfang 2016.

Viel Spaß mit dem Folk-Pop von Basia Bulat, den Aliens von Animal Collective, dem zwitscherten Kanye und für den barocken Abschluss ist in dieser Ausgabe Meylir Jones zuständig.

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Hörenswertes: Suede, SSIO, Rihanna, Beach Slang, Hey Ruin

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Lange Zeit, kurze Ansage. Ich liefere euch den feinsten Stoff mit SSIO, auch wenn er mal wieder neue Nummern hat. Suede waren mal eine große Nummer im Britpop und könnten es dank einem tollen Album wieder werden. Rihanna hat wahrscheinlich mehr Nr1.-Hits als Suede, aber möchte jetzt Anti sein. Beach Slang haben die Melodien, Hey Ruin trauen sich noch nicht und sind zu wütend.

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The Boy With A Camera For A Face – Surrealer Kurzfilm von Spencer Brown

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Notiz für dieses Jahr: Dringend mehr Kurzfilme anschauen.

The Boy with a Camera for a Face is satirical fairy tale about a boy born with a camera instead of a head, whose every moment is transformed by the fact he is recording it. Accompanied by a voice over narration read by Steven Berkoff, the film tells an epic story in fifteen minutes about the way we live today. …We follow him from his birth through to adulthood, and experience his inability to live a normal life.

The Boy with a Camera for a Face from Spencer Brown on Vimeo.

Apparences – Paris als surreale Ghost Town

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What if our environnement was like a movie set? What would be our life in this fake world?
“Apparences” is a 4K short film showing Paris like a fake city with ghostly human presence.

Manchmal kann mich das Web doch wieder verzaubern.

Apparences (4K) from Claire&Max on Vimeo.

Die 90er: Die besten Emo-Alben des Jahrzehnts II

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Ich war ehrlich gesagt etwas sehr hart mit dem 00er-Jahre-Emo und irgendwie verorte ich viele der guten Alben aus diesem Jahrzehnt merkwürdigerweise in der vorausgehenden Dekade. Natürlich will ich hier nicht die Großartigkeit von Bands New End Original oder Talking Back Sunday diskreditieren, aber irgendwann drehten die 00er doch in den wenig guten Kram, der einer ganzen Szene einen Schlag verpasste, von dem sie sich lange nicht mehr erholte.

So, nun aber wieder zurück zu den 90ern. Die Get Up Kids leiten also auch den zweiten Teil ein: Okay, genauer gesagt nur ein Teil von Ihnen mit dem nicht minder tollen Sideproject The New Amsterdams. Etwas mehr auf die Ohren gibt es von New Found Glory, denen wir vielleicht auch etwas Blink 182 und viele andere Pop-Punker zu verdanken haben. Mineral und Cristie Frint Dive versuchen derweil ihren Ruf wiederherzustellen und zeigen sich als Innovatoren.

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Die 90er Jahre: Die besten Emo-Alben des Jahrzehnts I

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Ach, tut doch nicht so. Wir hören doch gerade alle um die Winterzeit mal gerne in unsere alten sogenannten “Emo”-Alben der 90er. Die aus den 00ern aber dann doch nur in wirklich in sehr schwachen Momenten, oder?

In den 90ern hatte sich jedenfalls dieses Genre gerade erst aus dem Hardcore/Punkbereich etwas emanzipiert und war froh nicht mehr in den Moshpit mit den harten Jungs steigen zu müssen. Das Aussenseiter-Gefühl des Genre nahmen sie gerne mit, aber statt Testosteron-Gebolze thematisierten die Jünger dieses Subgenres ihr dysfunfktionales Seelenleben und ihre Unverständnis gegenüber der Gesellschaft.

Emorock der 90er hatte aber trotzdem noch genügend Wut im Bauch und kanalisierte diese in den Ausbrüchen zwischen melancholischen und traurigen Passagen. Als Grunge zu groß wurde und sich alles auf Eddie Vedder und Kurt Cobain stürzte, gab es für integre Kids mit Bands wie Jawbreaker oder Sunny Day Real Estate damit die willkommene Alternative zu dem immer kommerzieller werdenden Seattle-Sound, dessen Trittbrettfahrer viel von der ehrlichen Wut der Anfangstage wegnahmen.

Hier hatten wir wieder Gefühle und wenn ihr vergessen habt wie das damals war, kommen nun ein paar Bands, mit denen wir zusammen wütend und unverstanden waren.

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The World Through My Eyes – Surreale Gif-Art von George Redhawk

adam-martinakis

Geoge Redhawk ist blind, was untere anderem auch die Aufgabe seines Jobs zur Folge hatte.

In der einem Interview mit den Graphic Art News erzählt er von seiner Vision:

To create most of my .gifs, I am using a photo morphing software which I have been experimenting with, and perfecting over several years. Morphing software is designed to morph one photo to another photo, but a long time ago, I discovered that if I morph a photo to the exact same photo, I could get some pretty amazing movement out of it.
Following the loss of most of my vision, I began to explore this medium as a means to express the world through my damaged sight. My art is designed with the idea to challenge and in some cases, disturb the visual sense of ‘order’, very much in the same way that my vision has become a constant challenge to me. It is also for this reason I refer to my work as, The World Through My Eyes.

 

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Die Eagles Of Death Metal äußern sich zu dem Terror in Paris

eaglesdeathinterview

Puh. Ich bin ehrlich gesagt ganz schon mitgenommen und muss das Interview erst einmal sacken lassen.

Mögen die Eagles Of Death Metal und Jesse Hughes nicht so unbedingt meinen Geschmack treffen, aber hier sieht man eine Band die schwer traumtatisiert ist und komplett fernab von harten Rockstar-Posen versucht das Geschehene in Worte zu fassen.

Ich bin immer noch angekelt von diesem kranken Terrorakt und würde gerne was zu diesen “Jetzt reißen alle ein Fass auf, aber wenn in…”-Krakelern auf Facebook was sagen. Aber nee, das gönne ich euch nicht.

Horrorfiguren als Gif-Art

Samara

Jason Voorhees oder Freddy Krueger würde ich ja nie im Leben als “süß” bezeichnen. Die lustigen Gifs von der Agentur Baboon schon, auch wenn Samara aus The Ring irgendwie immer noch creepy wirkt.

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