Banksy-Interview von 1995

Viele Interviews gibt er ja nicht. Und das hier von 1995, festgehalten auf VHS, dürfte eines der, wenn nicht das erste Interview für Banksy gewesen sein. Es lief damals in der BBC Channel 4 Show namens „Shadow People“. Banksy spricht darin über den Wert seiner Kunst, Geld und über das Malen in der Nacht.

Es scheint zwar so, aber ob das nun wirklich Banksy ist, darüber darf man zweifeln. Um seine wahre Identität ranken sich viele Spekulationen. Zum Beispiel auch die These, dass es sich bei Banksy um ein Künstlerkollektiv handelt. Außerdem lässt sich so eine Doku auch leicht fälschen.

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Lola träumt – Neues vom Deutschen Film

Der Nachtmahr

Carolyn Genzkow in „Der Nachtmahr” (© OOO-Films).

Dem Deutschen Film geht es gut, so gut wie seit langem nicht mehr. Der Erfolg kommt aus zwei Richtungen. Einerseits sind die deutschen Komödien-Produktionen nicht nur an der Kino-Kasse erfolgreich, sondern auch bei den Zuschauern am beliebtesten. Das ergab die im Sommer (2016) veröffentlichte jährliche Studie der Filmförderungsanstalt (FFA). Andererseits feiern die Kritiker und Cineasten das künstlerisch anspruchsvollere deutsche Autoren- und Arthouse-Kino. In diesem Text soll es um Letzteres gehen. weiterlesen

Die 100 einflussreichsten Fotos aller Zeiten

Man mag es kaum glauben, aber Menschen fotografieren bereits seit 190 Jahren. 1826 (nach anderen Angaben 1827) entstand mit „Blick aus dem Arbeitszimmer” von Joseph Nicéphore Niépce die älteste erhaltene Fotografie. Niépce selbst bezeichnete sein Verfahren als Heliographie. Die Belichtungszeit der mit Asphalt beschichteten Zinnplatte betrug damals noch mehrere Stunden. Das Ergebnis war ein grobkörniges Bild, das mehr an die Kulissen eines expressionistischen Stummfilms erinnert als an ein „Abbild von Realität”:View_from_the_Window_at_Le_Gras,_Joseph_Nicéphore_Niépce

Das Time Magazin hat nun weltweit Geschichtswissenschaftler, Fotoredakteure und Kuratoren befragt, welches sie für die einflussreichsten Fotografien der bisherigen Menschheitsgeschichte halten. Zusammengekommen ist dadurch eine Auswahl an 100 Fotografien, die man sich hier anschauen kann. Außerdem wird zu jedem Bild erzählt, wie es entstanden ist und warum es eine so bedeutende Rolle gespielt hat und nach wie vor spielt.

Darum… ist Martin Scorseses “Taxi Driver” so einzigartig – Ein Video-Essay von Jacob T. Swinney

Als ich zwischen 14 und 16 Jahre alt war, stieß ich im Fernsehen auf einen bereits laufenden Film. Die Bilder wirkten seltsam neu, modern, aber die Leute trugen alte Kleidung und die Autos waren auch aus der Zeit gefallen. Blick in die Fernsehzeitung. “Taxi Driver”. Ich hatte bereits davon gehört, an dem soll irgendwas dran sein. (Schulhofgespräche, vermutlich ging es um viele Tote und Krassheit.) …
Diese Bilder, Massenszenen in einer Großstadt, Gedränge, hupende Autos, Stau, satte Farben. Das war alles so, als wäre der Film gestern gedreht worden, nur dass die Leute diese alten Jacken, Hosen und Schuhe trugen. Mir wurde klar, dass ich gerade an etwas ganz großem Teil habe, an Filmkunst. Das war besser als Jean-Claude Van Damme und dieses Actiongedöns.
Jacob T. Swinney gibt in diesem Video-Essay Einblick in die erzählte Welt, die von der Kamera erschaffen wird. Mit ihren Bildern, Bewegungen, Fahrten, Perspektiven und Farben, erzählt sie den ganzen Film über von Travis’ (Robert De Niro) Innenwelt. Ganz ganz groß.

The Eyes of TAXI DRIVER from Fandor Keyframe on Vimeo.

Neuer Trailer für “Suicide Squad”… Diese Farben!

Da Snyders “Batman v Superman” nicht alles, aber so vieles falsch macht, kann man nur hoffen, dass David Ayer mit “Suicide Squad” wieder einiges für DC rausholt. Leto als Joker könnte richtig richtig gut werden. Da kann man dann auch ein Auge zudrücken, wenn der Nichtschauspieler Will Smith mitmacht.

Mal ehrlich Herr Snyder, was war da los bei “Batman v Superman”? So viele schöne Bilder und Zitate und dann keine Dramatik, kein wirklicher Konflikt, keine Story, stattdessen eine hoffnungslos überladene Aneinanderreihung von … keine Ahnung, nennen wir es mal Bilder. Das ist alles so traurig. Und dabei haben Sie nicht mal selbst das Drehbuch geschrieben, sondern mit David Goyer, der Nolans Dark Knight Trilogie geschrieben hat, und Chris Terrio, ein Autor, der 2012 für „Argo“ den Oscar für das beste Drehbuch bekam, sprach doch einiges dafür, dass das alles richtig cool hätte werden können. Hätte hätte Fahrradkette. Und dabei habe ich richtig Bock auf die silliness des DC-Universums, auf den Typen mit dem Dreizack, der Frau mit dem unsichtbaren Flugzeug und der Peitsche und den schnellsten Menschen der Welt. Aber nee… “Suicide Squad” sei bitte besser! DC hat es verdient. Superman war der erste moderne Superheld und die Justice League war auch vor den Avengers da.

Normale Wrestlemania

Die YT-Crew RackaRacka haben mal eben jede Wrestlemania zusammengefasst. Ich hab das ja früher auch geschaut, beide Ligen. In der Grundschule hatte ich mir sogar ein Tape kopiert, auf dem die “Reinkommmusik”, wie wir es damals nannten, von WWF-Wrestlern drauf war. Ich kenne die Slogans heute noch. Ich weiß noch als die WCW Ende der 90er in Deutschland waren. Wir haben das bei nem Kumpel über Premiere geschaut (Premiere ey!), ich glaube das war sogar live. Und wie scheiße langweilig die deutschen Fans waren, als würden die einem durch die StVO geregeltem Boxkampf von Henry Maske geradesitzend, mittelgescheitelt beiwohnen. Kein komplett irres Rumgebrülle von zigtausenden durchgeknallten Fans, nee, immer nur ein Stöhnen und Anfeuern, wenn ein Move gemacht wurde. Ohne Witz, die Wrestler haben mir leid getan! True Story. Das muss ein ziemlich verstörendes Erlebnis für die gewesen sein, auf deutsche Biederkeit und straff durchgeordnetem Abfeiern zu treffen. Man sagt, damals sei der Undertaker tatsächlich gestorben.

Erste Bilder vom animierten Batmanfilm “The Killing Joke”

Alan Moores “The Killing Joke” von 1988 ist ein Klassiker der Comicgeschichte. Im Laufe dieses Jahres soll ein Animationsfilm dazu erscheinen. Ehrlich gesagt steht Moores Comic noch auf meiner must read Liste, schon allein weil da eine Joker Origin erzählt wird. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Comicfiguren liegt die im Dunkeln. Tim Burtons Version aus dem 1989er “Batman”, bei der der Joker der Mörder von Bruce Waynes Eltern ist, ist zwar für den Film storytechnisch clever, aber insgesamt lame. Mal sehen was Moore sich da ausgedacht hat.

via Minds Delight

Loving Vincent – Ölgemalter Animationsfilm über van Gogh im Stil von van Gogh

Vor zwei Tagen wäre Vincent van Gogh 163 Jahre alt geworden. Seit 2014 arbeitet die Produktionsfirma BreakThru Films an einem animierten Biopic, das in seiner visuellen Ästhetik van Goghs Stil und Bilderwelt aufgreift, wobei jeder Frame handgemalt ist. Oben sieht man einen Trailer, der schon großartig aussieht. Von den Impressionisten wurde ja immer gesagt, sie würden versuchen Licht zu malen. Gewissermaßen griff van Gogh, vor allem in seinen berühmten Werken, diesen Ansatz auf und spitze ihn zu, womit er in den Post-Impressonismus führte und den Expressionismus antizipierte. In seinen Bildern scheint sich alles zu bewegen. Diese Dynamik nun noch animiert zu sehen, ist ein wenig die Weiterführung des van Gogschen Ansatzes.

Übrigens, 2006 gewann Suzie Templeton und BreakThru Films für Prokofiev: Peter & The Wolf den Oscar für die beste Animation.

Oh, das steht Ihnen aber! – Penis- ääähhh Fashion

Soraya Doolbaz ist Fotografin, um schwanz ääh ganz genau zu sein, sowas wie ne Modefotografin, oder so, glaube ich. Ihre Models jedenfalls sind Penisse, die sie einkleidet in Szene setzt und die Fotos dann für viel Geld verkauft.

Auf ihrer Seite dicturegallery steht ääähhh noch mehr Kunst zum Verkauf.

via

The Art Of Ian Moore

Ian Moore 4

Das unruhige Spiel von Psyche und Körper, mal morbid, mal naiv, auch unfertig, liegengelassen, aber immer voller Energie und Bewegung.

Meinte Spinoza nicht mal, dass man Fließgesetze anwenden müsse, wenn man das Denken verstehen oder darüber Aussagen treffen will? Im unteren Bild erscheint das Innere fast schon gasförmig. Im Moment seiner Selbstbetrachtung löst es sich auf.

ian moore - fellin gassy

Und selbst wenn ein Bild auf den ersten Blick unbeweglich wirkt, versteckt sich da immer eine potentielle Energie. Es ist ein bisschen die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt.

ian moore - Another on social anxiety

Ian Moore - the daily grind

 Ian Moore auf tumblr.

Of Oz the Wizard – …in Kansas not

Aufgeräumt? Alle Wörter (alle!) von Victor Flemings Meilenstein der Filmgeschichte “The Wizard of Oz” in alphabetischer Reihenfolge geschnitten. Ich wünschte mir so eine Arbeit von Michael Bays Bayhem-Streifen, so besäßen sie zumindest einen Mehrwert, aber man kann ja nicht alles haben.

Of Oz the Wizard from Matt Bucy on Vimeo.

via Revolver, Zeitschrift für Film (on Facebook)

Die Bundez GangzTa KonfERenTzZ schießt gegen Böhmermann

Die Jung&Naiv ULTRAS haben den BPK-Swag aufgespürt! Im Übrigen: Neben dem Projekt Jung&Naiv und den Bundespressekonferenzen-Veröffentlichungen mit seinen unangepassten, subversiven Fragen macht Tilo Jung zusammen mit Stefan Schulz auch den großartigen Podcast Aufwachen! – Und Nachrichten Gucken, in welchem sie wöchentlich verschiedene Medienveröffentlichungen rekapitulieren und kontextualisieren. Vor allem der Ansatz, dass sie von einem soziologischen Standpunkt aus, direkt die Rede bzw. Rhetorik medialer Veröffentlichungen untersuchen, ist es was ich (als Geisteswissenschaftler) daran schätze.

Irgendwo am Rande von Barstow – Star Vegas

Mashup von coub user Coub golovnogo mozga. Besser kann man den ersten Satz aus Gilliams Fear and Loathing in Las Vegas nicht bebildern.

Wir waren irgendwo am Rande von Barstow, als die Drogen zu wirken begannen.

Hashtag Remix Culture

Annie are you okay? Mein erster Kontakt mit dem King of Pop war nicht nur musikalisch sondern tatsächlich videomusikalisch: Smooth Criminal. Directed wurde dieser Abschnitt aus Jacksons Film Moonwalker von Colin Chilvers, der für die Special Effects für eine Reihe von Filmen verantwortlich war. Darunter: Superman von Richard Donner (1978) und dem ersten X-Men von Bryan Singer (2000). Als weitere Inspirationsquelle diente Chilvers The Third Man von Carol Reed in welchem Orson Welles mitspielt, der ja bekanntlich als Mittzwanziger nichts geringeres als Citizen Kane abgeliefert hat. Der dritte Mann ist einer der ikonischen Film Noir. Chilver empfand diese spezifische Ästhetik nach, nicht nur in der Kostümierung, auch in der Belichtung.

Chilver:

I showed Michael a movie that I felt would fit the theme of the piece, The Third Man. He loved the look of it, that sort of film-noir look, so we used that to get the camera man to light it in a similar way.