Alle Beiträge von knage

Rezension zu Disneys "Küss den Frosch"

In den Zeiten computeranimierter Trickfilmhelden, die sich nun auch in 3D auf den Leinwänden tummeln und allerlei halsbrecherische Abenteuer bestehen, in Zeiten, in denen Pixar und Dreamworks den Markt der Animationsfilme beherrschen und in Zeiten, in denen schon die junge Zielgruppe auf Action und Spannung aus ist, wagt sich ein Zeichentrickfilm auf die Leinwand, wie man ihn schon lange nicht mehr gesehen hat. Walt Disney bringt, pünktlich zur Weihnachtszeit, tatsächlich einen Film in 2D in die Kinos, einen Film, der auf guten alten Zeichenbrettern entstand und an den damit die bange Frage gestellt wird, ob es heutzutage noch möglich ist, den alten Disney-Zauber zu entfesseln.

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Rezension zu Til Schweigers "Zweiohrküken"

Fortsetzungen von erfolgreichen Filmen haben es nun wahrlich nicht leicht. Auf ihnen lastet der Druck des Vorgängers, an sie wird die Erwartung gestellt, mindestens so gut zu sein oder gnadenlos zu versagen. Und so sind es gemischte Gefühle, die den Kinogänger in Zweiohrküken begleiten. Wird er an Keinohrhasen herankommen, jenen unglaublich erfolgreichen Kassenschlager? Wird Til Schweiger erneut einen Erfolgsfilm auf den Markt werfen oder sind all die Hoffnungen auf einen vergnügten Kinoabend vergebens?

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Rezension zu Sandra Nettelbecks "Helen"

Helen (Ashley Judd ) könnte den Prototyp einer Frau darstellen, die alles erreicht hat. Die erfolgreiche Musikprofessorin ist glücklich verheiratet mit David, hat eine zauberhafte Tochter, Julie, und einen netten Freundeskreis. Doch mitten hinein in diese Idylle kommen wie aus dem Nichts heraus Sinnlosigkeit und Leere. Anfälle von Traurigkeit, Wut und Verzweiflung befallen Helen, ihr altes Leben entgleitet ihr, Antriebslosigkeit bestimmt den Alltag. „Ihre Frau ist nicht unglücklich, sie ist krank.“ klärt der Neurolge den hilflosen David auf. Die Diagnose lautet Depression. Weiterlesen

"Zurück ins Leben" – Sebastian Deisler und die Aufarbeitung einer Karriere

Als diesen November der Fall Enke das Thema Depression wieder für wenige Tage in die Medienlandschaft Deutschlands drängt, ist es gerade einen Monat her, dass Sebastian Deislers Buch „Zurück ins Leben“ erschienen ist. Sebastian Deisler, einer der wenigen Fälle von Depressionen im Spitzenfußball, die öffentlich diskutiert wurden. Im Jahr 2003 begibt er sich in stationäre Behandlung, bekennt sich zu der oft unterschätzten und noch häufiger belächelten Krankheit, im Januar 2007 schließlich beendet er seine Karriere als gebrochener Mann, zieht sich völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Nach und nach kämpft er sich zurück ins Leben, in ein Leben abseits der Fußballwelt, mit der er im Laufe der Zeit immer mehr haderte, an der er schließlich zerbrach. Gemeinsam mit dem Sportjournalist Michael Rosentritt arbeitet er seine Vergangenheit in eben dieser Fußballwelt auf, lässt er ein Buch über seine kurze und steile Karriere schreiben. Weiterlesen

Rezension zu "Männerherzen"

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Mal ehrlich, liebe weibliche Kolleginnen auf dieser Welt, wollten wir nicht immer schon verstehen, wie sie ticken, die Männer? Harte Kerle, weiche Heulsusen, Autonarr oder Fußballfan, Machogehabe und Schwanzsteuerung – wer blickt da schon durch? Gut also, dass sich Simon Verhoeven mit seinem neuen Film „Männerherzen“ daran macht, dem Mysterium Mann ein wenig näher zu kommen. Weiterlesen

Rezension zu "Horst Schlämmer – Isch kandidiere"

Isch kandidiere. Jawohl, was ein Hape Kerkeling nicht kann, kann ich schon lange nicht. Und deshalb kandidiere ich für den Posten des Regisseurs eines besseren Schlämmer-Filmes. Meine Forderungen? Na klar, alles muss irgendwie mehr – oder auch weniger – sein.

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