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„Für mich ist New York immer der Ort der Verzauberung, der Erregung und Lebensfreude; ich möchte niemals irgendwo anders leben.“

Woanders gelebt hat Woody Allen tatsächlich nie, doch filmisch schien er seine Traumstadt in den letzten Jahren geradezu zu meiden. So feierte er in „Scoop“ und „Match Point“ den aristokratischen Charakter Londons und brachte bei „Vicky Cristina Barcelona“ schon im Titel seine Wertschätzung für die Hauptstadt Kataloniens zum Ausdruck.

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Was macht man, wenn man ein ganzes Jahr lang nur grottenschlechte Rollen in lausigen Drehbüchern („One Way“, „Video Kings“, „Der Bodyguard“) verkörpern durfte? Richtig: Man schreibt einfach sein eigenes Drehbuch. So kann man dann wenigstens auch die Hauptrolle spielen, die man will (und kann). Durchaus gewagt ist so ein Unternehmen natürlich schon, besonders wenn man Til Schweiger heißt und nach einer Karriere voller Hochs und Tiefs nun endlich einmal wieder ein Hoch, vor allem ein kommerzielles, erwischen muss. Um es kurz zu machen: Til Schweiger hat wieder einmal in letzter Sekunde die Kurve gekratzt. Eigentlich ist das aber eine bodenlose Untertreibung. Denn genau genommen entwickelte sich „Keinohrhasen“ zu einem Publikumsmagnet par excellence, der innerhalb von einem Monat schon fast drei Millionen Kinotickets für sich verbuchen konnte.

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Bildmaterial von www.smashingpumpkins.com

“A Song for a Son” als erste Single online

Der “Teargarden by Kaleidyscope” ist eröffnet. Auf www.spinner.com kann man sich die Studioversion von “A Song for a Son” anhören, im Laufe der Woche sollte der Song dann auch auf der offiziellen Bandseite zum kostenlosen Download bereitstehen.

Corgan scheint Wort gehalten zu haben mit seiner Behauptung, die Pumpkins zu ihren Wurzeln (“atmospheric, melodic, heavy and pretty”) zurückführen zu wollen.

Aber hört selbst:

“A Song for a Son”

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Es musste ja so kommen. Das ganze Brimborium mit Maya-Kalender, Planetenkonstellationen und Weltuntergang war einfach wie geschaffen für Roland Emmerich. Erst pulverisierten Aliens in „Independence Day“ ganze Städte, dann legte Godzilla New York in Schutt und Asche und schließlich raffte ein plötzlicher Klimawandel („The Day After Tomorrow“) mal eben Millionen Menschen dahin. Dass Emmerich nun die ganze Welt untergehen lässt, ist da eigentlich nur der nächste, logische Schritt. Und da „2012“ eben genau in der Tradition der größenwahnsinnigsten Filme des größenwahnsinnigsten Regisseurs Hollywoods steht, ist es fast schon unnötig zu erwähnen, dass Emmerich sein Erfolgskonzept nur minimal variiert. Bombastszenen hier, wirre Verfolgungsjagden dort und zwischendrin rettet der Versager von Nebenan mal so nebenbei die halbe Menschheit, was aber nur bedingt interessiert, denn viel wichtiger ist, dass er dabei seine zerrüttete Familie wieder zusammenschweißen kann. Am Ende kann dann trotz Milliarden an Toten ein Happy End gefeiert werden. Ein Kunststück, das in der Form wirklich nur Emmerich vollbringt.

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SWW

Wir schreiben das Jahr 2040: Geschätzte 70.000 Leiber bringen das baufällige Münchner Olympiastadion fast zum Bersten. Irgendetwas liegt in der Luft und es ist keines dieser heftigen Sommergewitter, die uns im aufgeladenen Treibhausklima für kurze Zeit Linderung verschaffen. Nein, es ist eine fast greifbare Energie. Verträumte Naturen würden mit glänzenden Augen von einer magischen Aura sprechen, die sich über die schwitzende Menschenmenge spannt. Als ich langsam meinen Blick über die vollen Ränge der Arena schweifen lasse, muss ich unwillkürlich schmunzeln. Manche Sachen ändern sich wirklich nie. Immer noch kreischen Frauen aller Altersklassen mit wilden Rockmähnen um die Wette, während ihre „Vokuhila“ – Freunde apathisch mit den Füßen wippend Bier schlürfen. Na gut, bei eingehender Betrachtung kommt man zu der schmerzenden Erkenntnis, dass die jüngeren Altersklassen ziemlich rar geworden sind und dass vom „Vokuhila“ der Lederhosen – Rocker mangels Haupthaar nur noch ein „Hila“ übrig ist. Die Fans sind mit ihrer Band alt geworden. Ehe die Melancholie von mir vollends Besitz ergreift, lenkt ein Trommelwirbel meine Aufmerksamkeit auf die Bühne. Unter tosendem Applaus springen die Mannen um Jon Bongiovi ins Rampenlicht. Wobei „springen“ vielleicht nicht das treffende Wort ist, schleppt sich Saitenartist Sambora doch mühsam zu einem bequemen Sessel, während seine Bandkollegen Tico Torres und David Bryan gar in Rollstühlen zu ihren Instrumenten gebracht werden. Nur der gute Jon tänzelt wie eh und je hüftschwingend auf und ab. Ein bisschen licht sind seine wasserstoffblonden Haare geworden (das viele Färben …), doch sind sie so geschickt geföhnt, dass sie aus der Ferne fast wie die Löwenmähne vergangener Tage wirken. In einem kurzen Lachen blitzen seine blendend – weißen Zähne auf (jetzt ist auch klar, warum alle Fans in den ersten Reihe Sonnenbrillen tragen …) und dann ergreift er das Mikrofon:

„Once upon a time, not so long ago …“

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circle

So langsam wird es ernst. 47 Jahre zählt Frontmann John Bongiovi mittlerweile und selbst geschicktes Föhnen kann die kahlen Stellchen am Hinterkopf nicht mehr vollends verdecken. Die Zeiten, in denen Signore Bongiovi nur durch ein Lächeln scharenweise weibliche Teenie-Fans an Land ziehen konnte, scheinen also gezählt. Schlimm ist das jedoch nicht wirklich. Zumindest nicht für die, die sich schon immer vorrangig mit der Musik von Bon Jovi beschäftigt haben. Überhaupt wäre nun so langsam ein guter Zeitpunkt, um das Image des ewig jungen und ewig strahlenden Gute-Laune-Rockers abzulegen und die durchaus vorhandenen Songwriter-Qualitäten vollends auszuspielen. Da Bon Jovi aber im letzten Jahrzehnt die Übervorsicht mehr denn je zur obersten Maxime ihres Schaffens gemacht haben, kann auf diesen Imagewandel wohl noch etwas gewartet werden. Bezeichnenderweise erstickten aufgesetzte Party-Rockklopfer und Billig-Ohrwürmer die guten Ansätze, die das letzte Album „Lost Highway“ zeigte, schon im Ansatz.

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away

Manche Filme muss man einfach nett finden. Da kann man noch so sehr einen auf überpeniblen Chefkritiker machen, bei solchen Filmen setzt man im Endeffekt einfach die Scheuklappen auf – und das gerne. Wer dieses Bekenntnis in einer Rezension nun für einen Offenbarungseid hält, der hat sicher recht, aber der hat sicher auch „Away we go“ noch nicht gesehen. Eigentlich könnte man „Away we go“ im Duden nämlich gleich bei „nett“ als Synonym listen. [Weiterlesen…]

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jimmy_eat_world_09

Dass die Band um Jim Adkins nun zu dem Mann zurückkehrt, der mit „Clarity“ und „Bleed American“ die zwei Perlen der Bandgeschichte schlechthin produzierte, ist ein mehr als nachvollziehbarer Schritt und war eigentlich zu erwarten. Viel zu überladen war das letzte Studioalbum „Chase This Light“, viel zu sehr musste die für „Jimmy Eat World“ so typische Zerbrechlichkeit der Lieder einer zuckrigen Matschproduktion weichen, die das Album phasenweise wie das Erstlingswerk einer 0815-Highschool Band erscheinen ließ. So war irgendwie klar, dass die Zusammenarbeit mit Produzentenlegende Butch Vig keine Fortsetzung finden würde. [Weiterlesen…]

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Bildmaterial von www.ghvc-shop.de

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Während die „Weakerthans“ munter weiter in Kanada und den USA touren, kann man hierzulande immerhin bald den Sänger und Songwriter der Band live bewundern. John K. Samson wirbt nämlich mit einigen Auftritten für sein neues Solo-Projekt. Die erste Single „City Route 85“ wird als Seven-Inch (und als Download) ab Ende Oktober erhältlich sein und wird sich thematisch mit der als „Portage Avenue“ bekannten Route 85 in Samsons Heimatsstadt Winnipeg auseinandersetzen. Da es wohl noch längere Zeit dauert, bis wir neues Studiomaterial der „Weakerthans“ zu hören bekommen, sollten sich alle Freunde der Songwriter-Künste Samsons die Tourdaten vormerken:

11.11.2009 Düsseldorf (Zakk)
12.11.2009 Münster (Sputnikhalle Café)
13.11.2009 Frankfurt (Yellowstage)
14.11.2009 Stuttgart (1210)
15.11.2009 München (Orangehouse)
16.11.2009 CH-Zürich (Hafenkneipe)

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fifapes

Steckt man einen Fan von 1860 München und einen Fan von Bayern München zusammen in einen Raum, kommt selten etwas Gutes dabei heraus. Blutende Nasen vielleicht oder ein paar Zahnlücken, Konstruktives ist jedoch kaum zu erwarten. Für den Einen ist der Andere der Inbegriff aller oberflächlichen Event-Fankultur und für den Anderen ist der Eine nicht mehr als ein verbohrter Neider. Die Wahrheit findet sich dann – wie so oft – in der Mitte wieder.

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Bildmaterial von www.smashingpumpkins.com

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Die Katze ist aus dem Sack. Allen Unkenrufen zum Trotz zieht Corgan sein angekündigtes Mammutprojekt durch. 44 (!) Lieder wird das neue Album, das den rätselhaften Namen „Teargarden by Kaleidyscope“ trägt, umfassen. Ebenso kurios wie revolutionär ist der Veröffentlichungsweg: Beginnend ab Ende Oktober werden die einzelnen Lieder nach und nach auf der Bandseite zum kostenlosen Download bereitgestellt. Wer ganz altmodisch gerne eine CD in Händen halten möchte, muss nicht bis zum bisher noch nicht datierten Erscheinungstag des Albums warten, sondern kann immer vier Lieder in EP Form kaufen.

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Nach dem Jahrhunderterfolg von „Titanic“ hat James Cameron das einzig Richtige gemacht, nämlich sich zurückgezogen und somit Abstand gewonnen. Zwölf Jahre nach dem Kinostart von „Titanic“ kehrt er nun auf die große Leinwand zurück und das Damoklesschwert des Erfolges schwebt automatisch über seinem neuen Projekt „Avatar“. An den fast zwei Milliarden Dollar Einspielergebnis und an den elf Oscars wird sich „Avatar“ messen müssen, nicht zuletzt deswegen, da die jahrelange Entwicklungszeit immense Produktionskosten verschlungen hat und Cameron immer wieder großspurig die technischen Neuerungen anpreist.

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Quentin Tarantino hat mit seinen Filmen ja schon so manche Schauspielerkarriere kräftig angekurbelt. John Travolta und Uma Thurman können davon sicher ein Lied singen. Und auch „Inglourious Basterds“ dürfte für einen Darsteller ein enormes Sprungbrett darstellen. Gemeint ist nicht Brad Pitt, der eh schon lange im Olymp weilt und der es abgesehen davon auch gar nicht verdient hätte, für seinen routiniert kühlen Auftritt in „Inglourious Basterds“ größere Lorbeeren zu ernten, sondern der Österreicher Christoph Waltz. Trotz einiger Auszeichnungen (u.a. den „Adolf-Grimme-Preis“) und diverser Rollen in Kino- und Fernsehfilmen wird Waltz für die meisten ein unbeschriebenes Blatt sein, was sich in den kommenden Monaten gewaltig ändern dürfte. Seine Darstellung des „Judenjägers“ Hans Landa hat ihm nicht nur den Preis für den „Besten Darsteller“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes eingebracht, sondern schreit auch geradezu nach einer Oscar Nominierung, für die übrigens Kritikerguru Roger Ebert vehement plädiert. Verdient hätte Christoph Waltz eine Nominierung schon allein deswegen, da er den Dreh- und Angelpunkt des neuen Tarantino darstellt. An dieser Stelle wird nun auch deutlich, warum „Inglourious Basterds“ einen eher schwächeren Film im Schaffenswerk von Tarantino darstellt:

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SPpic

Was hinter vorgehaltener Hand schon lange bekannt war, wurde nun auf der offiziellen Bandseite bestätigt: Der 19-jährige Mike Byrne ist der neue Mann hinter den Drums bei Billy Corgans Alternative-Rock-Band. Ob Byrne in die großen Fußstapfen seines Vorgängers wird treten können, ist bei der Masse an aktuell kursierenden Vorurteilen zwar fraglich, aber eine Chance sollte man ihm wenigstens geben. Viel interessanter ist aber ohnehin, dass im Artikel auf SP.com ganz unverhohlen von einem neuen Album gesprochen wird. [Weiterlesen…]

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„Parmenides antwortete: das Leichte ist positiv, das Schwere ist negativ.

Hatte er recht oder nicht? Das ist die Frage. Sicher ist nur eines: der Gegensatz von leicht und schwer ist der geheimnisvollste und vieldeutigste aller Gegensätze“ (S. 9)[1]

Das Leichte und das Schwere. Die Grundthematik von Milan Kunderas Roman lässt ein philosophisches Schwergewicht erahnen. Und in der Tat jongliert der tschechische Autor mit großen Kalibern. Ständig tritt er selbst in Erscheinung, reflektiert über Grundfragen des menschlichen Lebens und über die Figuren seines Romans, über deren Entstehungsgeschichte und ihre Rolle innerhalb seines Werkes. Auch wenn er mit seiner Präsenz weit entfernt von der didaktisch aufdringlichen Art eines Coelho ist, so sollte der Leser dennoch eine Vorliebe für diese reflektierende, bisweilen verkopfte Art des Erzählens mitbringen, da sie unzweifelhaft einen wesentlichen Bestandteil der Schreibweise Milan Kunderas darstellt. Wer sich mit dieser Eigenheit Kunderas arrangiert, wird mit einer bemerkenswerten Liebesgeschichte belohnt, die subtil in den kleinen Momenten des zwischenmenschlichen Zusammenseins die großen, philosophisch schweren Fragen des Lebens spiegelt und sie damit zum Thema des Romans macht. [Weiterlesen…]

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