LEGO in den 70ern: The urge to create is equally strong in all children

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Henry Warren bringt es auf Twitter auf den Punkt: “Lego had it nailed in the 70’s”. Jo, die waren ihrer Zeit ein gutes Stück voraus. What happened?

To Parents

The urge to create is equally strong in all children. Boys and girls. It’s imagination that counts. Not skill. You build whatever comes into your head, the way you want it. A bed or a truck. A dolls house or a spaceship. A lot of boys like dolls houses. They’re more human than spaceships. A lot of girls prefer spaceships. They’re more exciting than dolls houses. The most important thing is to put the right material in their hands and let them create whatever appeals to them. 

Und auch LEGO Deutschland hat sich diesem Aufruf angeschlossen:

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Daran sollte man denken, wenn man LEGO kauft

Jedes Kind betätigt sich schöpferisch und hat eine bestimmte Art, sich auszudrücken, Kinder malen, reiten, klettern, verkleiden sich, bauen im Sand oder spielen mit Bausteinen. LEGO kommt dem Tatendrang der Kinder entgegen. Man kann mit den kleinen fabenfrohen Steinen bauen, was man will, was einem gefällt. Ob Junge oder Mädchen, LEGO setzt der Phantasie keine Grenzen. Ein Mädchen baut ein Raumschiff. Ein Junge spielt mit der Puppenstube; weil eine Puppenstube menschlicher ist. Das Spiel mit einem Raumschiff ist dagegen interessanter und spannender. Aber das wichtigste ist, daß man das richtige Spielmaterial in die Hände bekommt. Erst dann kann man nach Herzenslust schaffen und spielen. 

LEGO zeigt, was Kinder können.

Ich kann mich nur wiederholen: Was ist passiert?

via Nerdcore

Ein Musikvideo als physikalisches Experimentierfeld

Großartiges Mashup nach dem Prinzip Science Vs. Music von Nigel Stanford. In CYMATICS geben die Schallwellen elektronischer Klänge den Takt vor, spielen mit Resonanz, Tesla-Spulen und all dem anderen Kram, der sonst in eine gute Physik-Vorlesung gehört. Great Job!

NigelStanford.com/Cymatics via Erklärfix

Forget me not! – Gegen das Vergessen in Spotify

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Nachdem vor kurzem herausgekommen ist, dass es in Spotify einen versteckten, noch nicht aktiven Code-Snippet für die Integration von Podcasts gibt, bin ich wieder schwer am Überlegen, mir demnächst ein Abo des Musik-Streaming-Dienstes zu gönnen. Bin nach wie vor Fan, insbesondere von der Desktop-Version inklusive Erweiterungsmöglichkeiten durch diverse Apps (unter anderem auch von den großen Musikzeitschriften wie Pitchfork oder NME), die es ziemlich komfortabel machen, aktuelle, spannende Musik zu entdecken.

Aber es gibt auch die dunklen Ecken in Spotify: Vergessene Künstler, vergessene Alben, Songs die auf dem Dienst noch überhaupt nicht gehört wurden und die ein Schattendasein zwischen all den anerkannten und gehypten Stücken fristen. Laut Forgotify betrifft dies rund 4 Millionen Songs. Und die Website hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Missstand zu bekämpfen. Per Random Prinzip kann man sich  dort von vergessenem Song zu vergessenem Song klicken. Beim Testlauf bin ich über die Live-Aufzeichnung irgendeines Kinderorchesters, eine Mozart-Aufnahme und schrammeligen, schrägen Indien-Rock (genau, Indien, nicht Indie) gestolpert. Musik hören gegen deren Vergessen. Gefällt.

Forgotify via Interweb3000

Poetisches für den Sonntag: Ein Plattenspieler unter dem Mikroskop

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Eigentlich sollte nicht ich das veröffentlichen, sondern unser Vinyl-Enthusiast Rinko. Anyway, wunderschön ist es, selbst wenn man weder Plattenspieler noch Platten zu Hause stehen hat. Ein Plattenspieler unter dem Mikroskop, extrem vergrößert bis zu dem Punkt, an dem man die Wellenform der gespielten Musik sehen kann. Gänsehaut!

via Kottke

Super Smash Bros. auf nem Taschenrechner

SmashGameplayDiesen Monat erscheint das neue Super Smash Bros und erweitert damit die Gründe, sich eine Wii U unter den Christbaum zu stellen um +1. Wer keine 300 € für eine neue Konsole ausgeben will, hat aber Ausweichmöglichkeiten: So z.B. einfach das Demake für Texas Instruments TI-83 oder TI-84 zu ordern (die es bei Amazon (Partnerlink) bereits für schlappe 100 € gibt). Das zu programmieren, ist dem Entwickler Hayleia gelungen: Genau genommen handelt es sich bei dem Spiel um ein Demake des Klassikers Smash Bros. ti84Melee für Nintendo Gamecube (das für die meisten Smash Bros. Profis nach wie vor das Referenzwerk der Serie ist), und das Teil läuft auf allen Taschenrechnern mit dem Zilog Z80-Chip (wozu die genannten Texas Instruments gehören). Dass man das Game so wie das Original zu viert spielen kann, ist wohl eher unwahrscheinlich (geschweige denn zu acht, wie es im aktuellen Wii U Teil der Fall ist), dafür gibt es das Ganze dann aber auch zum kostenlosen Download auf tiplanet.org. Coole Sache, und als nächstes dann bitte ein Demake des selben Spiels für NES, SNES oder Atari VCS 2600. Wäre ein guter Grund selbst für mich Emulatorenzocker die alten Konsolen mal wieder zu entstauben.

Smash Bros. Open für Taschenrechner via engadget

Mogwai @ Pitchfork Music Festival Paris

60 Minutes of pure Postrock Awesomeness. In your Face, November!

Setlist:
01. Heard About You Last Night
02. I’m Jim Morrison, I’m Dead
03. Travel is Dangerous
04. Rano Pano
05. Hunted By a Freak
06. Mogwai Fear Satan
07. Deesh
08. Remurdered
09. Teenage Exorcists
10. Mexican Grand Prix
11. We’re No Here

Mogwai Full Set – Pitchfork Music Festival Paris

Was passiert, wenn jemand ein “Band Aid 30″ Video auf Facebook teilt?


Einen habe ich noch für den Freitag Abend (und alle vom Internet gelangweilten Facebook-Timeline-Aktualisierer da draußen). Eine großartige Infografik von Misha Anouk darüber, was beim Teilen eines Band Aid 30 Videos auf Facebook passieren kann. Und ja, ich kann mich auch Mishas Geständnis anschließen: Entdecke mich so in ziemlich allen Beiträgen – abgesehen von den Verschwörungstheorie-Posts – wieder. Dieses Jahr aber nicht, da bleibt dieses Blogpost mein einziger Kommentar zu dem Thema… vielleicht… versprochen … hoffe ich…

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Band Aid 30 – Do They Know It’s Christmas? (2014) (Amazon Partnerlink für einen guten Zweck)

Facebook und Band Aid 30 via Kraftfuttermischwerk

Asburys Tagebuch/Kalender der immerwährenden Enttäuschungen

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Yeah! Es ist November, meine Seasonal Affective Disorder haut gerade wieder voll rein und Asbury veröffentlichen eine Neuauflaufe ihres Perpetual Disappointments Diary für 2015. Irgendwo zwischen Demotivationsspruch-Sammlung, Adressbuch für Leute, die nie anrufen, Notizen für Nachrichten, die niemand lesen wird, Entschuldigungsnotizen für kommende Fehltritte und natürlich nützliche Phrasen wie “A table for one please” in verschiedenen Sprachen für verzweifelte Reisende. Schade, dass ich meine Notizen, Termine, Gedanken mittlerweile nur noch digital sichere (und analoge Kalender grundsätzlich irgendwann verschlampe oder ignoriere), sonst wäre das Teil sowas von gekauft.

All-new demotivational proverbs are mixed in with the most depressing of the old ones. Also includes double the amount of Notable Deaths and new sections such as Useful Phrases (translated into French, German, Mandarin and Spanish), Personal SWOT Analysis, Apology Note templates and Bank Insecurity Questions.

An address book section includes space for People Who Never Call and Imaginary Friends. A notes section includes Ideas You’ll Never Follow Up and Notes Toward A Tweet Everyone Will Ignore.

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Ken Jebsens Anwälte mahnen Antilopen Gang ab

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Ich habe ja so meine Probleme mit deutschsprachigem Hip Hop. Der neueste Song der Antilopen Gang ist aber großartiger Politrapp vom feinsten. “Beate Zschäpe hört U2″ legt wunderbar den Finger in aktuelle deutschen Wunden, rantet über Neonanzis, ausländerfeindliche und deutschnationale Umtriebe und findet nebenbei noch Zeit, ordentlich über die so genannten Friedensmahnwachen (aka. Wahnmachen) abzulästern (Ihr wisst schon: Die Typen mit den Chemtrails, der FED, und dem nie untergegangenen deutschen Reich; irgendwo zwischen Verschwörungstheorie, Esoterik und obskuren Links/Rechts-Querfronten). Das dicke Ende des Songs kommt aber noch: Ken Jebsen, seit seinem Rauswurf beim RBB selbsternannter unabhängiger Journalist und Verbreiter so mancher obskurer Thesen, auf die die Querfrontler und Verschwörungstheoretiker  der oben genannten Wahnmachen gleichermaßen abfahren, lässt seine Anwälte die Antilopen Gang wegen der Lyrics des Songs abmahnen. Immer wieder lustig, wenn ausgerechnet die, die sonst am meisten rumjammern, dass ihre Meinung hierzulande unterdrückt werden würde, die juristische Keule zum Unterdrücken missliebiger Meinungen auspacken.

Ziel der Abmahnung ist wahrscheinlich folgender Abschnitt aus dem Song:

Jeder kennt einen der von Verschwörung schwadroniert
Und er weiß wer die Medien und Börsen kontrolliert
Dem es leichtfällt die Welt in Gut und Böse zu sortieren
Und er kennt auch immer eine simple Lösung des Problems
Zu Verschwörungstheorien gehören Vernichtungsfantasien
Sie können sagen was sie wollen, sie sind schlicht Antisemiten
All die Pseudo-Gesellschaftskritiker
Die Elsässer, KenFM-Weltverbesserer
Nichts als Hetzer in deutscher Tradition
Die den Holocaust nicht leugnen, sie deuten ihn um
Die Nazis von heute sind friedensbewegt
Und sie sind sehr um Palästina bemüht
Sie sind tierlieb, doch sie wollen Kinderschänder lynchen
Und sie wissen dass die Chefs der Welt im Hinterzimmer sitzen
Man kann und darf mit diesen Leuten gar nicht mehr reden
Es sollte nur darum gehen ihnen das Handwerk zu legen.

Wie gesagt, deutscher Hip Hop ist eigentlich nicht so meins und von der Antilopen Gang habe ich vorher – so weit ich mich erinnere – noch nie gehört. Diese Lyrics gehören aber ins Tagebuch geklebt… allein schon wegen Streisand und so.

Achja, weil es so schön ist, anbei noch die Stellungnahme der Band von ihrer Facebookseite:

Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen möchte “Beate Zschäpe hört U2″ verbieten lassen!

Wer sich „Aversion“ noch nicht zugelegt hat, sollte sich lieber beeilen, denn es könnte bald zu spät sein: Der Berliner Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen (spricht u.a. im Zusammenhang mit dem Massenmord vom 11. September 2001 von einer „Terrorlüge“ bzw. vom „warmen Abriss des World Trade Centers“) hat die Anwaltskanzlei „Scheuermann Westerhoff Strittmatter“ damit beauftragt, Teile unseres Liedes “Beate Zschäpe hört U2″ zu verbieten, weil er sich dadurch verunglimpft sieht. Ken Jebsen droht uns durch seine Anwälte mit gerichtlichen Schritten und Schadensersatz, sollten wir das Lied weiter verbreiten. Es belustigt uns, dass ausgerechnet der Typ, der ständig mit den abenteuerlichsten Anschuldigungen und wildesten Theorien gegen politische Gegner schießt, sofort schwerste rechtliche Geschütze auffährt und mit Strafandrohungen um sich wirft, wenn er sich mal selbst betroffen fühlt. Wir sind uns sicher, dass wir als Künstler in unserer Musik die Freiheit haben müssen, zu sagen, was wir sagen möchten, ohne dass direkt irgendein dahergelaufener Otto oder Ken ankommt, der uns inhaltlich beschneiden will und unseren finanziellen Ruin in Kauf nimmt. Bevor wir uns weiter dazu äußern, werden wir die nächsten Schritte nun sorgfältig prüfen müssen. Einschüchtern lassen wir uns jedenfalls nicht.

Na dann fröhliches (Partnerlink-)Shoppen… wie gesagt, Streisand und so…

via Kraftfuttermischwerk

Super Flemish – What if the Hulk was a Duke

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Großartige Serie von Sacha Goldberger, der Superhelden, Super-Villains und Ikonen aus dem Star Wars Universum im Stil von europäischen Gemälden des 16. Jahrhunderts gemalt hat. Seine Bilder sind nicht nur wundervolle Mashups aus Pop und traditioneller Malerei, sondern zudem superdetailliert und ein wahrer Schmaus für die Augen.

Die Bilder wurden vor kurzem – neben den ebenfalls grandiosen Superhelden-Omis in der School Gallery Paris ausgestellt. Surft auf jeden Fall zu Goldbergers Website um weitere tolle Bilder dieser Serie bestaunen zu können.

Sacha’s discovery of these characters, which goes back to childhood, gave birth to a desire
to re-appropriate them, to take them back to a time forming the cornerstone of modern western art. Sacha wants to confront these icons of American culture with contemporary painters of the Flemish school. The collection demonstrates the use of 17 century techniques counterpointing light and shadow to illustrate nobility and fragility of the super powerful of all times. It also invites you to celebrate the heroes of your childhood. These characters have become icons to reveal their humanity: tired of having to save the world without respite, promised to a destiny of endless immortality, forever trapped in their character.
The superheroes often live their lives cloaked in anonymity. These portraits give them a chance to « fix » their narcissism denied. By the temporal disturbance they produce, these images allow us to discover, under the patina of time, an unexpected melancholy of those who are to be invincible.

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Super Flemish via Dangerous Minds

Faith No More – Motherfucker (Stream)

Fucking 17 Years… und trotzdem fühlt es sich gerade an als wären Album of the Year und King for a day, fool for a lifetime (immer noch eines der besten Crossover/Alternative-Rock Alben überhaupt) erst gestern gewesen. Die Single wird als Seven-Inch am 28. November veröffentlicht und das siebte Studioalbum der Jungs wird dann wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Get the Motherfucker on the Phone! Can hardly wait!

via rollingstone

Eclectic Method – 2001 : A Remix

Schöner Remix von Eclectic Method, in dem “Also sprach Zarathustra” zu Bildern und O-Tönen aus Kubricks Science Fiction Klassiker ordentlich durch den E-Mixer gejagt wird. Passt! Und ich habe mal wieder unfassbare Lust auf den Film…

Eclectic Method – 2001 : A Remix via Progolog

Naziaufmarsch wird zum unfreiwilligen Spendenmarathon gegen rechts

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Obwohl die Aktion bereits gestern durch so ziemlich alle Blogs, Magazine und Social Networks geflogen ist, will ich sie trotzdem noch schnell hier reinhauen, einfach weil sie so dermaßen cool ist, dass sie in jedem Jahrbuch verewigt gehört. Wie jedes Jahr am 15.11. sind die Nazis gestern mal wieder zum Gedenken an Rudolf Hess durch Wunsiedel marschiert. Und was lässt man sich gegen den Scheiß einfallen, wenn von Gegendemo bis Ignorieren schon alles durchprobiert wurde? Die Nazigegner hatten dieses Jahr die passende Idee und funktionierten den Deppenmarsch zum größten unfreiwilligen Spendenmarathon in der Geschichte Deutschlands um:

Rechts gegen Rechts - Nazis laufen gegen sich selbst. Für jeden gelaufenen Meter der Hohlbirnen gingen 10 € Spendengelder an EXIT-Deutschland, wodurch am Ende insgesamt stolze 10.000 € zusammenkamen. Die Marschierenden wurden wohl etwas später, genauer gesagt während ihres Marsches auf diese unfreiwillige Spendenaktion aufmerksam gemacht; wie es sich für einen Marathonlauf gehört mit Motivationspostern und kostenlosen Bananen als Wegration auf der Strecke (“Mein Mampf”).

Großartige Idee für eine großartige Sache und einer der coolsten politischen Real Life Hacks des Jahres.

Wunsiedel ist eine kleine Stadt mit einem großen Problem. Trotz zahlreicher Proteste der Bürger und Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht nutzen Neonazis aus ganz Europa die oberfränkische Stadt immer wieder als „Wallfahrtsort“.

Der Grund: Von 1988 bis 2011 lag hier das Grab von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß. Die Gedenkmärsche wurden dabei zu einer festen Institution der rechten Szene und funktionieren zunehmend als verbindendes Element zwischen Alt- und Neonazis.

Deshalb geht Wunsiedel in diesem Jahr einen anderen Weg und macht aus dem Trauermarsch der Neonazis den unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands

Rechts gegen Rechts via Nerdcore