Dieser Bullterrier ist ein Star…

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…und dieser Titel kompletter Clickbait-Bullshit. Drauf geschissen (und in die Hundekottüte gepackt). Denn im Prinzip ist das ganze Thema Clickbait par excellence: Dogcontent: Checked! Popkultur-Referenzen: Checked! Unfassbare Niedlichkeit: Checked! A bisserl Humor: Checked!

Aber die Instagram Fotos, auf denen Rafael Mantesso seinen Hund ins rechte Licht rückt, sind einfach mal so fantastisch, putzig und perfekt arrangiert, dass ich an dieser Stelle gar nicht anders kann, als den Klickfänger im Blog zu verewigen. Take this, Clickbait-geile Meute!

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Weitere Fotos von Rafael Mantesso (Instagram) via boingboing

Heute gehen wir in die Galerie

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This is it! Der ultimative Guide zur zeitgenössischen Kunst für Kinder unter fünf Jahren. Endlich können überforderte Eltern auch Jüngsten die verstörende Großartigkeit der Postmoderne und Postpostmoderne in einfacher Sprache näher bringen:

There is nothing in the room.
Peter is confused.
Jane is confused
Mummy is happy.

“There is nothing
in the room,
because god is dead,”
says mummy.

“Oh dear,” says Peter.

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Happy Birthday, Naughty Dog

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Die Videospielszene applaudiert gerade ordentlich der Spielschmiede Naughty Dog zum (sehr großzügig gemessenen) 30. Geburtstag… zurecht. Kaum ein anderer Entwickler hat in den letzten 20 Jahren derart konstant gute Qualität in allen möglichen Genres abgeliefert. Nimmt man es genau mit dem Alter des mittlerweile Playstation-exklusiven Softwarelieferanten, kommt man allerdings nicht daran vorbei, auf ihre Anfänge zu sprechen zu kommen. 1984 als Jam Software gegründet, versprühte Naughty Dog in seinen Anfangszeiten nämlich keineswegs den Gaming-Esprit, den man heutzutage von ihnen gewohnt ist. Mit Spielen wie Dream Zone und dem unsäglichen Way of the Warrior waren sie sogar lange Zeit eher ein Garant für durchwachsene Metascores und enttäuschte Spieler, die sich von inspiriert klingenden Game-Beschriebungen und grafischen Extravaganzen täuschen ließen.

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Goodbye, Richard Kiel

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So weit ich mich erinnere war der Beißer der erste Film-Bösewicht, der bei mir in jungen Jahren einen bleibenden Eindruck hinterließ. Mehr noch, ich fand ihn richtig cool: In seiner Größe, in seiner durchschimmernden Außenseitertragik und in seinem großartigen Charisma. Und als dieser Schurke sich schließlich sogar, inklusive Beißer-Freundin, in Moonraker auf die Seite Bonds schlug, nicht nur den Geheimagenten sondern auch indirekt die gesamte Menschheit rettete, um kurz darauf für sich und seine Angetraute eine Flasche Sekt zu köpfen, war es komplett um mich geschehen und zumindest für kurze Zeit war der Beißer nicht nur mein Lieblingsschurke sondern sogar mein liebster Antiheld und Filmcharakter überhaupt.

Einen nicht unerheblichen Anteil an dieser meiner Schurkenliebe dürfte der Schauspieler von Jaws (so der Name des Beißers im britischen Original) gehabt haben. Natürlich ist es auch irgendwie traurig für Richard Kiel, dass er sich nie so ganz von dieser prägnanten Rolle lösen konnte, aber mit seiner Gestalt und seiner Performance hat er Bild eines coolen, ungewöhnlichen Schurken auf Jahre geprägt, sowohl für mich als auch für viele andere Bond-Fans. Richard Kiel starb gestern im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Fresno. Farewell, big man! May you rest in peace.

Wolkenbilder von Tincho

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Ins Gras legen, den Himmel betrachten und in der Formation der Wolken die irrsten Geschöpfe und Objekte entdecken… Diese großartige Freizeitbeschäftigung funktioniert auch Drogenkonsum und verantwortlich dafür ist das Phänomen der Pareidolie, das dazu führt, dass der Mensch in allen möglichen zufälligen Mustern glaubt, vertraute Gegenstände und Personen zu entdecken. Martin Feijoó alias Tincho macht aus diesem Phänomen Kunst, indem er mit geschickter Feder – und viel Imaginationskraft – willkürliche Wolkenphänomene zu fantastischen Bildern vervollständigt. Heaven can wait…

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Shaping Clouds via Maik

Ehrliche, resignierte Plakate von Linzie Hunter

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So… durchschnittlich. Großartig… eigentlich. Und unfassbar… okay. Die desillusionierenden Plakate Linzie Hunter sind fantastische, pointierte Abgesänge auf den Claim-Wahn der Print-Werbung… vielleicht.

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Linzie Hunter (Behance) via whudat

Teens react to NES / Elders react to Oculus Rift

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Eigentlich brauche ich ein Script, dass die neusten Videos der Fine Bros hier regelmäßig reinhaut. Bis dahin wird manuell eingepflegt: Einmal die Technik von gestern, einmal die Technik von morgen; einmal die junge Generation, einmal die alte Generation… und fertig sind mal wieder zwei brillante React-Episoden. Im ersten Video versuchen Teens (inklusive eines Gaststars, der Game of Thrones Fans bekannt vorkommen sollte) das Nintendo Entertainment System zu verstehen, im zweiten Video versuchen Senioren das selbe mit dem bald erscheinenden Oculus Rift. Pures Entertainment Gold.

Papercraft-Stories von Adrian Lawrence

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Adrian Lawrence entwirft im genuinen, harmonischen Zusammenspiel von Papercraft-Objekten und computergenerierten Hintergründen fantastische Geschichten zwischen Märchenflair und Surrealismus, die sich andächtig vor der klassischen Filmkunst verbeugen. Wunderschön.

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Adrian Lawrence (Behance) via Cross Connect

Mutter vollendet die Kritzeleien ihrer zweijährigen Tochter

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Ähnliches hatten wir schon ein paar Mal hier. Wenn diese Remixkunst aus Kinder- und Erwachsenenzeichnungen aber weiterhin solche wunderbaren Bilder abwirft, erstelle ich auch gerne noch fünf, sechs weitere Fundstück-Artikel zu dem Thema. In diesem Fall besteht die young/old-Kollaboration darin, dass Ruth Oostermann die ersten Malversuche ihrer zweijährigen Tochter vollendet. Dabei stecken sowohl die “jungen” Vorlagen als auch die “erwachsenen” Endergebnisse aus unfassbar viel Imaginationskraft und Liebe zur Malerei, die man jedem einzelnen Pinselstrich ansehen kann. Fantastisch!

One of the most important thing to me about collaborating with Eve is to make sure her vision is included and the finished piece still contains portions and shapes of her original piece. So as I sat their staring, trying to find direction, two random thoughts popped in my head. The movie Lady and the Tramp and how much Eve loves to spot Swiper the fox when we watch Dora. So lo and behold, that is where this painting drew it’s inspiration.

The Lady and the Dox und weitere Bilder dieser tollen Mutter/Tochter-Kollaboration sind auchals Prints bei Etsy erhältlich.

The Mischievous Mommy via Bored Panda

Ein verstecktes Kinderzimmer in den Schächten der Wiener U-Bahn

3ca1a6693dDas ist so ein Netzfundstück, bei dem man erst einmal nicht weiß, was man dazu schreiben soll, weswegen es in meinem Browser seit mittlerweile einem Monat als offener Tab rumgeistert: Ein (anscheinend anonymer) Künstler hat bereits 2012 in den Schächten der Wiener U-Bahn ein mehr oder weniger bewohnbares Kinderzimmer eingerichtet, inklusive Kuscheltiere und Straßenteppich. Im Interview mit The Gap spricht er über die Intention und Gestaltung des Projekts:

Ein Kinderzimmer unter der Erde ist natürlich ein schwieriges Thema. Das Zimmer einer erwachsenen Person würde ein eindeutigeres Bild abgeben, dies galt es aber zu vermeiden. Gerade die Ambiguität eines unterirdischen Kinderzimmers reizte mich. Es ging neben der Frage nach prekärer Nutzung von Räumen und der Verschiebung der Grenzen des öffentlichen Raums auch darum, Geschehnisse zu bearbeiten, die in Österreich in den vergangenen Jahren aufgedeckt wurden.

Abgesehen davon ist ein unterirdisch gelegenes, fensterloses Kinderzimmer – auch ohne die Assoziationen, die in Österreich vermutlich hervorgerufen werden – ein interessantes Bild. Es muss nicht zwangsläufig als eine Form von Gefangenschaft verstanden werden. Es kann auch als Versteck in einem Endzeit- oder Fluchtszenario interpretiert werden.

Spannend wird das Ganze nicht zuletzt dadurch, dass die künstlerische Installation als sozialkritischer Ansatz sich in diesem Fall bereits durch ihr Konzept selbst demontiert: Als unauffindbare, ergo nicht rezipierbare Installation – ist das Verstecktsein doch bereits in ihr Konzept selbst eingeschrieben – kann sie nicht viel mehr als ein unerhörter Kommentar bleiben, ein stummer Schrei, von dem nur ein mediales Abbild bleibt:

Eine künstlerische Intervention vor Ort hat eine andere Präsenz, als ein medial gefilterter Ansatz wie etwa eine rein filmische Aufarbeitung. An diesem Raum gehen Tag für Tag hunderte Menschen vorbei. Das ist eine real existierende Situation, nur eine Handbreit entfernt vom Alltag der Menschen in Wien – kein Filmstudio. Das Dokumentationsvideo wurde zu einer Art Prothese des Raums, die die Entdeckung dieses Ortes eventuell erst ermöglicht und ihn einem größeren Publikum näher bringt. Die Vergänglichkeit der Installation macht die Videodokumentation unverzichtbar.

Doch auch die Videodokumentation des Projekts bleibt letzten Endes vage, reduziert sich auf die Entdeckung des unspezifisch verorteten Raumes, auf das bloße Abtasten seiner Präsenz, ohne weitere Antworten zu liefern. Das Projekt lebt geradezu davon, dass es seine Existenz in einer Nichtpräsenz offenbart… Ähmmm, ja… schwurbel, schwurbel… Ihr seht schon: Ich weiß immer noch nicht genau, was ich dazu schreiben soll. Eindrucksvoll bleibt es in jedem Fall.

Maulwurf-Kunst im Wiener Untergrund via KFMW

Strange Happy Meals by Newt Clements

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Der Künstler und Designer Newt Clements hat eine ganze Menge großartiger Designskizzen für Happy Meals mit popkulturellen Referenzen gestaltet. Am stärksten sind definitiv seine Mystery und Horror based themes, einfach weil sie einen perfekten Kontrapunkt zum bekannten “Don’t worry, everything is fine” Design der McDonalds Juniortüte setzen. Burger und Pommes mit Laura Palmer, Zombie- und Meth-Überraschung? I would buy it!

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Newt Clements Happy Meals (Pinterest) via Dangerous Minds

Family Guy meets The Simpsons: Matt Groening und Seth MacFarlane malen sich gegenseitig

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Kein Monat mehr bis zum epochalen Simpsons/Family Guy Mashup, mit dem die 13. Staffel von Seth MacFarlanes anarchischer Zeichentrickserie eingeläutet werden soll. Um die Kollision der beiden Welten noch ein wenig anzuteasern (als ob ich als Fan beider Serien nicht schon genug gehypt wäre), haben Family Guy Mastermind Seth und Simpsons-Macher Matt Groening sich nun gegenseitig gemalt.

Seth kommt im klassischen Simpsons-Stil ziemlich gut weg, während er selbst Matt als “Mayor of Television” ziemlich gehässig als TV-Aristokraten karikiert hat. Passt schon so. Gerade in den 2000ern, als die Simpsons immer braver wurden hat Family Guy einfach mal neue Standards gesetzt, wenn es um die Karikatur der Karikatur der Karikatur ging. Ich freu mich auf das Zusammentreffen der beiden “Konkurrenten”.

Self-Portraits with Men & Woman – Fotografin Dita Pepe schleicht sich in fremde Familien ein

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Happy Family Fotos mit Twist: In ihrer großartigen Reihe Self-Portraits with Men & Woman integriert sich die tschechische Fotografin Dita Pepe in die verschiedensten Familien und Lebensgemeinschaften, passt sich Auftreten, Interessen und Outfit ihrer Wirtsfamilien an und erschafft damit ganz und gar fantastische, mal skurrile, mal unheimliche, mal einfach nur schöne Fotos fürs Familienalbum. Die dabei entstandenen Bilder besitzen nicht einmal zwangsläufig einen parasitären Beigeschmack sondern entlarven viel mehr die Arbitrarität des perfekten Miteinander, das Würfelspiel des Lebens, wenn es darum geht, dass sich Menschen finden und in jeder erdenklichen Form aneinander annähern. Mehr davon gibts bei Feature Shoot zu sehen (Fotos via Colossal).

In our family portrait we look pretty happy
We look pretty normal, let’s go back to that
In our family portrait we look pretty happy
Let’s play pretend, act like it goes naturally

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Animierte Urban Art Gifs von A.L. Crego

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In seinem Tumblr präsentiert der Fotograf und Motion Artist A.L. Crego. nicht nur ein paar echt nette Motion Design Spielereien, sondern zudem auch eine Sammlung der coolsten Street Art Animated Gifs, die ich bis dato gesehen habe. They live!

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A.L.Cregos Tumblr via Interweb3000

Bizarre Stickkunst von Alaina Varrone

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Wenn ich gefragt werde, welches Kunsthandwerk ich am ehesten mit alten Großmuttchen verbinde, die gemütlich im Sessel sitzen, Katze links, Kamillentee rechts… ähmm ja, ihr wisst schon worauf das hinauslaufen soll. Mehr noch als Stricken und Häkeln – die Dank des Urban Knitting mittlerweile wieder cool sind- verbinden die meisten Leute meiner Generation Stickereien mit biederem Kunsthandwerk ohne kreativen Charme und avantgardistische Note. Dass es anders geht….. ganz anders… wirklich, wirklich, wirklich anders… beweist Alaina Varrone mit ihren bizarren Stickereien: Mal erotisch stilisiert, mal schon fast profan sexuell, und dann plötzlich ziemlich grotesk, gerne auch ein wenig verstörend, immer mit dem Klischee des Perversen und Pornografischen flirtend ohne dabei jemals zu platt zu werden. Andersartig sind sie fast alle, NSFW und R-Rated auch in vielen Fällen… aber Gott sind die dabei großartig. Handwerkskunst, die nichts – aber auch rein gar nichts – mit Handwerkskunst zu tun hat und einfach pures Bizarreriengold.

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Alaina Varrone via Beautiful Decay