Animated Short der Woche: All Your Favorite Shows!

Absolut fantastisch animierter und geschnittener Kurzfilm, der die Geschichte eines Teenagers erzählt, der von dem medialen Überangebot seines Tablets latent überfordert ist. Dieser unglaublich furiose Bastard aus Sketch Animation und Action Supercut lässt sich am besten zusammenfassen mit: Videodrome trifft Kid’s Story trifft die gesamte fucking Filmwelt des 20. und 21. Jahrhunderts! Habe ich noch irgendwelche Superlativen parat? Nein verdammt, schaut euch das Teil einfach an! Wirklich groß!

All Your Favorite Shows! via pewpewpew

Send in the Clowns. Fear the Clowns.

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Kleiner, pflichtschuldiger Verweis auf die Coulrophobie, die krankhafte Angst vor Clowns, die es bis dato zwar nicht ins ICD-10 geschafft hat, aber durchaus schon Inhalt psychologischer Untersuchungen war. Als Nichtbetroffener möchte ich an dieser Stelle meine schiere Liebe zu allen düsteren, traurigen, makaberen und einfach andersartigen Darstellungen der berühmten, prototypischen Spaßmacher zum Ausdruck bringen. Und logischerweise finde ich dann diese mitunter doch sehr bösartigen (teilweise NSFW) Clown-Fotografien von Eolo Perfido einfach nur großartig. Die dunklen Seiten der Zirkuskultur perfekt auf den Punkt gebracht. Send in the scary Clowns!

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Clownville by Eolo Perfido via Crack Two

Theaterbuch: MacBeth

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Zum Medium Buch ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Auch wenn es mehr als nur wahrscheinlich ist, dass der Siegeszug der eBooks peu à peu das Papier als primäres Medium für Textrezeption obsolet machen wird, gibt es für die Kombination aus Papier und Pappe durchaus noch Betätigungsfelder, die unmöglich in einem eReader zu reproduzieren sind… vor allem, wenn sich das Traditionsmedium für die Multimedialität öffnet: So gesehen im Theatre Book von Davy and Kristin McGuire. Mit Hilfe von Raumöffnung – wie man sie aus klassischen Faltbüchern kennt -, einem Projektor und einer Dramaturgie, die mehr dem Theaterbesuch als dem klassischen Leseprozess gleicht, wird das Papier zur Bühne, zum Medium für eine Inszenierung zwischen Tradition und Moderne, vielleicht sogar die größtmögliche Umsetzung des wagner’schen Universalkunstwerk-Gedankens in den – gar nicht so engen – Grenzen zweier Buchdeckel.

Noch handelt es sich bei dem so genannten Icebook nur um ein Konzept bzw. Prototypen. Sollte es zu mehr werden, wäre das aber tatsächlich die Möglichkeit, dem guten alten Bücherregal – mittlerweile wahrscheinlich viel zu sehr ein konservatives Bollwerk des traditionsbewussten Bildungsbürgertums gegen die Technisierung der künstlerischen Welt – zu neuem Glanz und einem neuen progressiven Selbstbewusstsein zu verhelfen. Ich will auf jeden Fall mehr davon!

‘Theatre Book – Macbeth’ is a battery powered cinematic pop-up book. The prototype book includes 6 pop-up pages designed like sets on a stage with actors projected onto the paper scenery. All technical equipment such as a micro projector and computer, batteries, loudspeakers and mirroring devices are integrated into the cover of the book in order to create a stand alone storytelling device, mixing the formats of books and theatre stages.The story is driven by the owner of the book who turns the pages and thus triggers video and sound to play out the scenes. In this prototype the story of Macbeth is being told through visuals and music/sound only.

The Ice Book (Danke fürs Finden, Johannes)