Max Hirshfeld: Menschen die auf Kunstwerke starren

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Es dürfte für den Kunstbetrieb, die Kulturindustrie, die Rezeptionsgesellschaft (beliebigen sozial- und kulturwissenschaftlichen Begriff bitte hier einfügen) wahrscheinlich nichts Notwendigeres und Spannenderes geben als eine Psychologie oder Soziologie des Museums- und Galeriebesuchers. Wie verhalten sich Menschen, die klassische Gemälde betrachten? Wie viel Kontemplation, wie viel analytische Kritik und vor allem wie viel Selbstpräsentation bis hin zum zur Schau getragenen Snobismus stecken in einer so simplen Handlung wie dem Anschauen von Kunst?

Ich habe gerade mal sehr rudimentär quergesurft und tatsächlich nichts gefunden, was sich diesem Topos wissenschaftlich konkret nähern würde. Also Ihr Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaftler: Ran ans Werk. Zur Inspiration liegen diesem Post ein paar herausragende fotografische Eindrücke von Max Hirshfeld bei. Looking at Looking – Vom kuschelnden Paar über die interessierten – nach vorne gebeugten – Teens und die ratlosen Touristen bis hin zum alten Kunstkenner. Vom gedankenverlorenen im Gemälde Versinken über das scheinbare Zeit Abstehen bis hin zum mutmaßlich prätentiösen Hände hinter dem Rücken Falten ist alles dabei. Zahllose weitere Bilder dieser großartigen Reihe findet ihr hier.

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