Newcomer 2015 – Seite 360 wagt einen Ausblick in die Zukunft

orakles

Ach, der Blick in das Orakel war eigentlich schon immer ganz lustig und irgendwie habe ich diese Rubrik schleifen lassen, weil meine Musikleidenschaft sich schon seit einiger Zeit nicht mehr so wirklich auf Newcomer konzentrierte, bei denen ich eh gelangweilt nach 5 Sekunden die unüberhörbaren Vorbilder und viel zu wenig Eigenständigkeit heraushören kann.

Aber ich habe mich  für Anfang 2015 mal seit langer Zeit wieder durch massig Blogs gegraben und eine kleine Auswahl an Künstlern gefunden, die mich dann doch überzeugt haben, wenngleich auch kein massiver Hit wie “Wonderful Life” von den damals unbekannten Hurts dabei ist. Das macht aber nichts, wenn die vorgestellten Künstler danach eher durch Substanz auffallen als im Frühstücksfernsehen enden.

Joey Bada$$

Darf man den wirklich noch auf eine Watchout-Liste setzen? Der Mann aus dem einstmals schwer gehypten A$AP Mob-Kollektiv ist eigentlich unter Hip Hop-Fans schon lange bekannt, schleuderte in der Vergangenheit allerdings lieber gefühlt 10 Mixtapes raus, bevor nun endlich sein Debüt-Album veröffentlicht wird. Auch wenn der ganz große Hype mittlerweile über die Jahre weiter gezogen ist, muss man den Mann auf dem Notizzettel für 2015 nehmen.

Shamir

Der Opa schreit von hinten “Kenne ich schon!” und ja, dieser Style ist nicht gerade neu, wenn man mindestens über 30 ist, aber der gerade 19 jährige Shamir bringt den Sound, der so nach Detroit in den 80ern klingt, in einer freshen Version zurück auf den Floor.

Slaves

Ok, nachdem Royal Blood letztes Jahr irgendwie so etwas wie der Herzkatheter für die vor sich hin siechende britische Rockmusik waren, kommen nun Slaves. Auch wenn ich Bands mit Plural im Namen mittlerweile sehr skeptisch betrachte, hat die Band um den singenden Schlagzeuger-Frontmann etwas und könnte das nächste große Ding aus UK werden.

Black Honey

Kommen wir nun zurück zu etwas Bekanntem. Teeanger von Black Honey war ein kleiner und feiner Indie-Hit in den Blogs und die Stimme ließ erst einmal ohne Blick auf den Bildschirm eine neue Single von Lana Del Rey erahnen. Klar, da muss noch mehr kommen, aber dieser düstere Gesang lässt mich doch schwer hoffen.

Torres

Fast gleicher Fall wie oben, nur das man direkt auf PJ Harvey verweisen müsste. Das wäre dann allerdings auch nur ein Einfluss, den die Frau aus Nashville in ihrer Musik besitzt, die schon 2013 mit einem Debüt-Album die Damen und Herren von Pitchfork überzeugen konnte. Erhielt bis jetzt leider noch keine größere Resonanz, war aber immerhin Support von The War on Drugs und Sharon van Etten. Das sollte, nein das muss sich 2015 ändern!

Raury

Wie soll man das nennen? Hippie Hip Hop? Psychedelic Soulpop? World Music Rock? Es ist jedenfalls interessant was Raury da macht, auch wenn das nach meinem Geschmack noch fokussierter sein könnte. Aber einen Song in einem Scarlett Johannson-Song (Lucy) unterzubringen ist ja schon mal ein guter Anfang. Ich bin noch nicht überzeugt, aber das Album könnte im Sommer mein Soundtrack werden.

Charlotte OC

Daughter und Bat for Lashes haben dir gefallen, ja? Dann ist Charlotte OC sicherlich keine schlechte Wahl, um dem bluesigen Indie-Pop weiter treu zu bleiben. Die Frau begeistert mit einer wirklich tollen Stimme und hübsch düster-spartanischen Arrangements. Ich bin jetzt schon ein wenig Fan und hoffentlich wird das nicht ihre letzte Erwähnung hier auf dem Blog bleiben.

Marika Hackman

17 Jahr, blondes Haar und das war es auch schon mit Assoziationen zu schleimigen Schlager-Mist. Marika Hackman kann in ihrer noch gar nicht so großen Vita immerhin eine gemeinsame Schulband mit Topmodel Claire Delivigne und die Gaststimme auf Alt-J`s “Warm Foothills” vorweisen. Auch hier gilt allergrößte Aufmerksamkeit, was aus diesem Top-Talent dieses Jahr werden kann.

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