Goodbye, Richard Kiel

moonraker-jaws

So weit ich mich erinnere war der Beißer der erste Film-Bösewicht, der bei mir in jungen Jahren einen bleibenden Eindruck hinterließ. Mehr noch, ich fand ihn richtig cool: In seiner Größe, in seiner durchschimmernden Außenseitertragik und in seinem großartigen Charisma. Und als dieser Schurke sich schließlich sogar, inklusive Beißer-Freundin, in Moonraker auf die Seite Bonds schlug, nicht nur den Geheimagenten sondern auch indirekt die gesamte Menschheit rettete, um kurz darauf für sich und seine Angetraute eine Flasche Sekt zu köpfen, war es komplett um mich geschehen und zumindest für kurze Zeit war der Beißer nicht nur mein Lieblingsschurke sondern sogar mein liebster Antiheld und Filmcharakter überhaupt.

Einen nicht unerheblichen Anteil an dieser meiner Schurkenliebe dürfte der Schauspieler von Jaws (so der Name des Beißers im britischen Original) gehabt haben. Natürlich ist es auch irgendwie traurig für Richard Kiel, dass er sich nie so ganz von dieser prägnanten Rolle lösen konnte, aber mit seiner Gestalt und seiner Performance hat er Bild eines coolen, ungewöhnlichen Schurken auf Jahre geprägt, sowohl für mich als auch für viele andere Bond-Fans. Richard Kiel starb gestern im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Fresno. Farewell, big man! May you rest in peace.

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