Vulva-Künstlerin für 3D-Modellierung ihrer Vagina verhaftet

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Die Meldung ist zwar schon eine Woche alt, hier drin haben wollte ich sie aber auf jeden Fall noch. Also erst einmal zur Künstlerin: Die Japanerin Megumi Igarashi macht ganz und gar herausragende Arbeiten, in denen immer ein 3D-Abdruck ihrer Vagina im Vordergrund Hintergrund steht. Um die Anatomie des weiblichen Geschlechts entwirft sie dabei Landschaften, Dioramen, Roboter oder auch mal ein ganzes 1:1-Kanu, das selbst für den praktischen Einsatz tauglich ist. Die Arbeiten sollten nicht nur eine Verarbeitung der Selbstzweifel bezüglich der eigenen Anatomie sein, sondern darüber hinaus auch eine Auseinandersetzung mit Mystifizierungen oder gar Verteufelungen des weiblichen Geschlechts in einem Land, das ansonsten eine ziemlich florierende Porno-Kultur besitzt. Ziel war es dabei ein Stück Gewöhnlichkeit, ein Stück “Pop” in der Betrachtung und Reflexion der weiblichen Genitalien zu etablieren.

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Da die Realität ein Arschloch ist, hat sie Megumi Igarashi mittlerweile eingeholt. Letzte Woche wurde die Künstlerin für das Versenden eines digitalen 3D-Modells ihrer Vagina verhaftet, da es sich dabei um obszönes, pornografisches Material handeln würde. Es gibt bereits eine Petition, die sich für die Künstlerin einsetzt, die mit ihrer Aktion die Doppelstandards im japanischen Pornographie-Verständnis enttarnt hat und nun auch noch (unfreiwillig) als Exempel für die rigide, regressive Durchsetzung dieser Standards herhalten muss.

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via Spoon & Tamago

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