Tätowierte Porzellanfiguren von Jessica Harrison

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Take this, Kitsch! Die Künstlerin Jessica Harrison bemalt klassische unfassbar kitschig idealisierte Porzellanfiguren von Frauen mit genau so klassischen, idealisierten Tätowierungen von Matrosen. Ein großartiges Spiel mit prototypischen, traditionellen Erscheinungsbildern und Stilisierungen: Auf der einen Seite die zarten, fragilen “Püppchen”, auf der anderen Seite die zumindest in der zeitgenössischen Rezeption derben, von Männlichkeit sprühenden Seemann-Tattoos.

Andererseits sind diese ikonischen Bilder von zerstochenen Herzen und holden Seejungfrauen selbst wieder um Kitsch in ihrer reinsten Form, stereotype Männlichkeits-Ikonographien, die in ihrer Schlichtheit nicht weniger plump und sentimental daherkommen, wie die Fläche auf der sie hier verewigt werden. Fight Fire with Fire, dem Kitsch mit Kitsch begegnet und durch diese Multiplikation etwas tatsächlich kitschfreies, originär künstlerisches geschaffen. Groß!

Harrison proposes a multi-directional and pervasive model of skin as a space in which body and world mingle. Working with this moving space between artist/maker and viewer, she draws on the active body in both making and interpreting sculpture to unravel imaginative touch and proprioceptive sensation in sculptural practice. In this way, Harrison re-describes the body in sculpture through the skin, offering an alternative way of thinking about the body beyond a binary tradition of inside and outside.

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Ebenfalls sehenswert: Harrisons noch radikalerer Umgang mit den Porzellan-Frauen, wenn sie auf den Kitsch direkt mit physischer Gewalt reagiert. Diese und andere Werke sind Teil von Harrisons Ausstellung FLASH in der Galerie L.J. in Paris

via Colossal

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