Alexander Kluge – Alle Gefühle finden einen glücklichen Ausgang

Ab dem 24.4.2013 findet in der Cinémathèque Française, Paris eine Retrospektive zu Alexander Kluges Lebenswerk statt. Gezeigt werden alle seine Kinofilme und zusätzlich eine Menge Material aus dem dctp-Programm, inklusive teilweise unveröffentlichtem Footage. Zu diesem Anlass haben wir dann auch letzte Woche eine neue Themenschleife bei dctp.tv gelauncht, in der Ausschnitte des Programms gezeigt werden. Wer sich von den französischen Untertiteln nicht abschrecken lässt, findet dort eine Menge interessantes, informatives, experimentelles und obskures Material. Mein persönliches Highlight ist definitiv die 2002 produzierte Dokumentation “Alle Gefühle finden einen glücklichen Ausgang” von Angelika Wittlich: Diese folgt der Arbeit und dem Leben Kluges und zeigt dabei Bilder seines Studios, seiner Arbeits- und Schnittplätze, inklusive O-Tönen von Kluges Wegbegleitern wie Christoph Schlingensief und Oskar Negt. Unbedingt anschauen, das ganze ist ein großartiges Dokument deutscher Film- und Fernsehgeschichte.

“(…) Das Werk des Filmemachers und Intellektuellen Kluge thematisiert die Lebensbedingungen in der Nachkriegszeit, der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders, in den vom linksextremen Terrorismus geprägten 70er Jahren und im jetzigen Zeitalter des weltweit verbreiteten Kapitalismus.” (Pierre Gras)


Alle Gefühle finden einen glücklichen Ausgang auf dctp.tv

Nachrichten-Poesie

Gregor Weichbrodt hat einen Algorithmus gebastelt, der Nachrichten des Tages sammelt und diese in schicker Reimform präsentiert. Würde ich mir sofort als rss-Reader-Alternative zulegen…

Ein Algorithmus sammelt über den Tag verteilt Schlagzeilen und kombiniert diese zu Reimen. Jedes Mal, wenn die Seite geladen wird, entsteht ein neues, zufälliges „Werk“.

Schlagzeilen-Poesie via Nerdcore

Hörenswertes Frühling: The Knife, When Nalda Became Punk, Tyler The Creator, James Blake

Endlich! Das erste Mal nach Ewigkeiten wieder vor die Tür gehen und zur Abwechslung keine sibirische Kälte, die einem im Wind um die Nase weht, sondern Grill-Geruch von Nachbars Garten und überall aufhellende Häuser-Fassaden und glückliche Gesichter. Naja, etwas übertrieben, und ich bin eigentlich noch zu sehr im Winter-Modus gefangen, als dass ich einfach so dem sonnigen Sonntags-Braten trauen könnte, aber dafür gibt es ja auch passende Musik, die einen in den Groove bringt. The Knife sind allerdings eher was für halluzinogene Trips, Tyler ist nun doch ein Sunnyboy, James Blake wehklagt weiterhin und When Nalda Becomes Punk haben wohl als einzige wirklich den Wetterwechsel registriert. Nächstes Mal wird es richtig poppig und bis dahin gönnt euch mal ein leckeres Eis, Stracciatella oder Nuss.

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