Neues Lieblingsspielzeug für die nächsten 48 Stunden: Google Ngram Viewer

Jaja, ich weiß: Google ist böse und so. Obwohl ich den Google Reader praktisch nie benutze und dort nur ein Backup meiner rss-Feeds für den Notfall habe, habe ich doch das Gefühl zumindest aus Solidarität mit den Blogger-Kollegen fortan auf Google-Posts verzichten zu müssen. Denn offensichtlich war für ziemlich viele Blogger, die ich täglich lese, der demnächst eingestellte Google Reader das essentielle Werkzeug schlechthin… was ich wiederum überhaupt nicht verstehen kann: Grauenhaftes Interface, hässlicher Look und browserbasiertes rss-Lesen finde ich auch eher so suboptimal. Dafür läuft bei mir mein rss-owl einfach zu sauber im Hintergrund, lässt sich weitaus besser konfigurieren und macht (zumindest seit dem letzten Update) trotz meiner ziemlich großen Masse an Abonnements nicht schlapp. Okay, java, auch scheiße, aber zumindest riskiere ich mit ner ganz konservativen, lokalen rss-Abfertigung kein böses Erwachen, wie das, das es gerade bei Google-Reader-Nutzern gab.

Egal, anderes Thema: Trotz Solidaritätsgefühl muss ich an dieser Stelle einfach auf Googles ngram Viewer verweisen, der aus 5 Millionen Büchern, die von Google Books digitalisiert wurden, leckere quantitative Analysen darüber erstellt, wie häufig ein bestimmtes Wort – oder eine bestimmte Phrase – in einer bestimmten Zeit publiziert wurde. Inklusive übersichtlicher Grafik und verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten. Damit kann man dann interessante, aufschlussreiche oder einfach nur alberne Vergleiche anstellen und z.B. die erschreckende Erkenntnis gewinnen, dass das Wort Schwarzer erst seit 1995 in der digitalisierten deutschen Literatur öfter auftaucht als das Wort Neger oder einfach nur Spaß am Vergleich verschiedener Synonyme für den Beischlaf haben. Unten gibt es noch einen unterhaltsamen, absolut sehenswerten TED-Vortrag zu dem Tool, und da ich gerade wegen akuten Hungers zu unkreativ bin… Probiert es einfach selbst aus!


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