Ausstellung in Berlin: BIOS – Konzepte des Lebens in der zeitgenössischen Skulptur

So, jetzt muss ich doch noch ein paar Worte zur Ausstellung BIOS verlieren, die derzeit im Georg-Kolbe-Museum in Berlin zu sehen ist. Um ehrlich zu sein war ich schon am Eröffnungstag, am 26. August da, weniger ob des feuilletonistischen Eifers als viel mehr aus Zufall. Mein Bruder, der für ein paar Tage in Berlin zu Besuch war, wollte unbedingt noch etwas Beeindruckendes sehen und die Ankündigung des Museums versprach einen ganz guten Querschnitt aus meiner kulturellen Leidenschaft und seinem medizinischen Interesse. Der Tagestipp in irgendeinem Berliner Stadtmagazin gab schließlich den entscheidenden Ausschlag und was soll ich sagen? Es hat sich wirklich, wirklich, wirklich gelohnt. Die Ausstellung hat in ihrer Gesamtheit einen großen Eindruck bei mir hinterlassen und bevor ich groß ins Fabulieren komme, schicke ich gleich vorweg: Leute, wenn ihr irgendwie die Möglichkeit dazu habt, geht dahin! Es lohnt sich für jeden, der Interesse an aktueller Plastik, Anthropologie und wissenschaftlicher Kunst hat… aber auch für jeden, der mal wieder eine kleine, kulturell legitimierte Geisterbahnfahrt erleben möchte.

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Die Mode auf der großen Leinwand

Yeahhh… Bloggen macht wieder Spaß. Und da ich zumindest heute abend keine Lust mehr auf Lernen habe und mir mein Date gerade abgesagt hat, werde ich das damit feiern, dass ich Seite360 mal wieder ordentlich vollspamme. Also Musik hätten wir abgehakt, die Nerdkunst war auch schon dran… dann bleiben wir doch gleich beim Film und der Fotografie und werfen noch ein wenig Fashion dazu. Diese genialen Fotos wurden von Candice Milon aufgenommen und in dem französischen Magazin Sport & Style unter dem Titel La Mode En Grand Ècran veröffentlicht (was so viel heißt wie “Die Mode auf der großen Leinwand”). Wirklich kryptisch sind die Fotos im Grunde nicht, weswegen ich jetzt auf das Ausrufen eines lustigen Ratespiels verzichte. Am großartigsten ist natürlich das zeitlose Outfit des ebenso zeitlosen Meisterwerks Back to the Future Casablanca. Aber auch die anderen Bilder können so einiges.

Den Rest gibt es unter anderem bei My Modern Metropolis zu bestaunen…

Caught In The Middle Of A 3-Way Mix – Alle Original Samples von Paul’s Boutique in einem Mix

Jau, den poste ich mal wieder höchstwahrscheinlich nur für mich und ein paar Oldschool Hip Hop Heads around. Die Beastie Boys schockten 1989 die Fans mit einem Album, was nicht spaßigen Party-Sound wie auf dem Debüt bot. Stattdessen verwendeten die Beasties unzählige Samples von Johnny Cash über Eagles bis James Brown und schafften damit einen Meilenstein des Hip Hop. Jetzt gibt es einen tollen Tribute Mix von den drei DJ`s Cheeba, Moneyshot und Food, die nochmal alle 105 (!!!) Samples zusammen mischen und diese mit alten Beastie Boys-Interviews und -Kommentaren nochmals aufwerten. Ganz ganz feines Ding!

Solid Steel in association with Serato (31st August) 3 years ago Solid Steel DJs Cheeba, Moneyshot and Food had the idea of collaborating on a version of the Beastie Boys‘ ‘Paul’s Boutique’ album made entirely from the original sample sources, shortly after Moneyshot aired his mix of their ‘Check Your Head’ album in the same way.

Finally the result is here, titled ‘Caught In The Middle Of A 3-Way Mix’ – each of them have taken a third of the album to work on and combined their efforts into a mix that will make you hear it in a new way. Aside from the original sample sources they’ve included commentary from the Beasties, vintage interviews, demo versions and much more.

The mix was over half way completed when they heard the tragic news of MCA‘s death in May so the impetus to finish it was instantly doubled and new meaning given to the project. It goes without saying that this is also a tribute to Adam Yauch and the legacy he left behind and we hope it will be embraced by Beastie fans around the globe.

 Caught In The Middle of A 3-Way Mix – a tribute to The Beastie Boys’ ‘Paul’s Boutique’ album

Auf der Soundcloud-Seite werden übrigens alle Künstler genannt, die für  ‘Paul’s Boutique` und den Mix gesamplet wurden.

via Soundcloud

Start Wars von Cédric Delsaux

Bei Fubiz findet sich eine schon etwas ältere, aber wunderschöne Bilderserie unter dem total bescheuerten Namen Start Wars… Den Sinn dahinter muss man nicht wirklich ergründen. Aufgenommen jedenfalls wurden die ziemlich tollen Bilder – 1000 mal toller als der bekloppte Name – von dem Fotografen Cédric Delsaux in Dubai; und das sieht man ihnen auch an: Eine angenehm irdene, bodenständige Interpretation des Space Opera Mythos, zwischen gaga nerdy (Die Klonkrieger, die an einem Auto rumlungern), berührend (der einsame Darth Vader in einer Häuserruine) und episch, beeindruckend (Mein Favorit: Der AT-AT im arabischen Nebel). Alle weiteren Bilder dieser wirklich großen Serie findet ihr bei Fubiz.

via FFFOUND

Pornos for Musicians…

…oder “Extase der Musik”, wie es etwas gehobener im Blog nebenan genannt wurde. Ansonsten verzichte ich mal darauf anzumerken, dass die Arie des Prinzen Kalaf im dritten Akt von Turandot schon etwas ziemlich orgastisches hat oder das ein runtergebrettertes Linoleum von NOFX mindestens so befriedigend sein kann wie ein Quickie auf einer Bahnhofstoilette und lasse stattdessen lieber diese großartigen Porn/Musicians-Mashups für sich selbst sprechen.

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Die Barbie-Anatomie

Eigentlich wollte ich ja unbedingt noch was zu der großartigen BIOS-Ausstellung im Georg-Kolbe-Museum Berlin schreiben, die im August eröffnet wurde. Da ich wegen meiner Prüfungsvorbereitung bisher noch nicht dazu gekommen bin, quasi als kleiner Appetizer die Anatomical Barbie von Jason Freeny, die dort zwar nicht ausgestellt ist, aber ebenfalls gut in das Programm zwischen Künstlichkeit, Natürlichkeit und Kreatürlichkeit passen würde. Das traditionelle Mädchenspielzeug bis auf die Organe entblättert, eine Rückführung des Künstlichen, Affektierten und Prototypisch Unmenschlichen in den Menschlichen Raum, die Menschwerdung einer Puppe, eines Klischees und gleichzeitig natürlich eine herrliche Abrechnung mit dem auf anatomische Perfektion getrimmten Spielzeug. Fotos der Plastik gibt es in Freenys Shop als Print zu kaufen.

via Colossal

RGB Clorspace Atlas

Das ist eigentlich so was für die Designer hier, ich finde es gerade trotzdem todschick. Die New Yorker Designerin/Künstlerin Tauba Auerbach hat den RGB Farbraum komplett in ein analoges Buch gebannt. Da mein Verständnis für derlei Farbdesign-Spielereien irgendwo bei Goethes Farbenlehre aufhört, verstumme ich an dieser Stelle beeindruckt und lasse die Bilder und das Konzeptvideo für sich sprechen.

via Designboom

Breaking Bad – Alternative Credits

Heute ist dann wohl der erste Montag, an dem ich nicht mit freudiger Erwartung auf eine neue Breaking Bad Episode abends nach Hause komme… Zumindest vertrösten ein ganz klein wenig diese alternativen Credits von Martin Woutisseth, die vom Stil her gut in einen Tarantino-Film passen würden und vielleicht ein wenig zu cool für die mittlerweile ziemlich düster-tragische Stoßrichtung der Serie sind… Aber naja, jetzt gerade nehme ich echt alles, was ich kriegen kann.

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