Während die normative Dramentheorie Gottscheds wichtige Impulse für die Etablierung eines bürgerlichen Theaters lieferte und diese auch in den rührenden Lustspielen und bürgerlichen Komödien der Gottschedin oder von Gellert umgesetzt wurden, findet die eigentliche Einkehr des bürgerlichen Protagonisten sowie der bürgerlichen Topoi in das Drama in Deutschland erst gute zwanzig Jahre später statt. Erst die Öffnung der Tragödie für bürgerliche Protagonisten sorgt auch für eine tatsächliche Öffnung dieser Gattung für ein bürgerliches Publikum. In Folge der Vorreiter dieser Dramenform entsteht eine ganze Reihe bürgerlicher Trauerspiele, die mal mehr, mal weniger formell gehalten sind und sich in Motiven, Topoi und Stilistiken stark ähneln. Natürlich spielt hierbei vor allem der Dreiklang Lessing, Lenz, Schiller eine exponierte Rolle, aber auch andere Dramatiker der Zeit wenden sich diesen Themen zu. Im Folgenden will ich mich vor allem auf die gemeinsamen Charakteristika des bürgerlichen Trauerspiels konzentrieren und auf einige Prototypen näher eingehen. Den großen, kanonisierten Dichtern werde ich zu einem späteren Zeitpunkt einzelne Artikel widmen.
Das coole an Soundcloud ist, dass man ungefiltert und unvermittelt zum Kunstgenuss kommt. Ungefiltert: weil die viele tolle Musik da, im Gegensatz zu vieler Musik aus den 90ern, fast völlig ohne Werbung, Berichterstattung, also kurz ohne Inszenierung auskommt. Unvermittelt: weil man einen fast direkten Draht zum Künstler hat und damit in vielen Fällen zu Menschen die eigenartige und/aber schöne Dinge machen. Ich zumindest habe beständig das Gefühl in einer entrückten, weil augenscheinlich marktfreien und nicht-inszenierten Zwischenwelt jemandem beim Schaffen großartiger Dinge zu zu hören. WEIL ich mir nun dachte, dass sich “Musikempfehlungen-Erhalten” meistens so anfühlt wie das hier, und mich fragte warum soll ich sowas machen, musste ich mir mal soeben diese Rubrik selbst legitimieren. Ich will hier eigentlich nur zu den eigenartig-schönen Tönen verleiten.
So, ich stimme mich mal mit eine dem Minimal Techhouse von Daphni auf meinen bald beginnenden Berlin-Trip ein. Warum ich bei angenehmen 25° im Westen ausgerechnet meinen Urlaub im sibirisch kalten Berliner Kühlschrank beginnen muss…öhm..ye ye ?