Einer der ersten computeranimierten Filme…

… wenn nicht sogar der erste überhaupt, stammt aus dem Jahr 1963 von Edward E. Zajac und erklärt in Bild und Ton wie sich ein bestimmter Typus von Satellit durch den Weltraum bewegen könnte. Dazu programmierte Zajac die mathematischen Kalkulationen in der Programmiersprache FORTRAN und nutzte für die grafische Umsetzung der Berechnungen ein Programm namens ORBIT, für das sein Kollege Frank Sinden verantwortlich war. Interessant dabei ist, dass die Intention hinter dem Projekt weder eine künstlerische noch grafik-demonstrative war: Zajac ging es primär darum, eine Möglichkeit zu finden, seine Berechnungen in einem visuellen Echtzeit-Modell umzusetzen. Die Geburt einer unglaublich bedeutenden Kunsttechnik aus dem Geist der Wissenschaft und damit gar nicht so anders wie das Medium des Films oder Computerspiels. Weitere Videos gibt es in den AT&T Archives.

Zajac didn’t make the film to demonstrate computer graphics, however. Instead, he was interested in real-time modeling of a certain theoretical construct. At the time, The Bell System was still deeply engaged in satellite research, having launched Telstar the previous year, with plans to continue developing communications satellites. Zajac’s model is of a box (“satellite”), with two gyroscopes within. In the film, he was trying to create a simulation of movement — the pitch, roll, and yaw within that system. He gives these particulars in an article in the Bell System Technical Journal, from 1964.

via Visual News

Lädierte Pokemon von Justin White

Ich bin ja definitiv zu alt, um Pokemon in meiner Kindheit mitgemacht zu haben. Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten, mich damals mit der Anime-Serie, den Spielen und dem ganzen Merchandising-Hype drumherum auseinanderzusetzen. Meine Quintessenz als spießiger Erwachsener: Pokemon ist schon so etwas wie die Kinderversion eines Hahnen- oder Hundekampfes. Unschuldige, eigentlich friedliebende Tiere werden von überehrgeizigen Kids eingefangen und in gigantischen Arenen zu brutalen Kämpfen gezwungen. Insofern fangen Justin Whites verspielte Grafiken schon ganz gut das amoralische Moment und den Sadismus ein, der in dieser Franchise verdeckt bis offen propagiert wird.

Natürlich könnte ich jetzt noch über die ganzen Marktmechanismen lästern, die hinter dem Konzept stecken, musste ich doch während meines Zivildiensts immer wieder feststellen, wie Grundschulkinder ordentlich Geld in Sammelkarten etc. investiert haben und beim Feilschen um Pikachu und Konsorten echte marktwirtschaftliche Erbarmungslosigkeit unter Beweis stellten. Aber andererseits hatten wir in unserer Kindheit halt die Panini-Sammelkarten, Murmeln und Stickeralben… und die waren so rein kapitalismustechnisch auch nicht viel anderes. Jetzt aber genug vom Fabulieren: Mein Lieblings-Pokemon war immer Bisasam und diese Bilder sind einfach awesome.

Busted Pokemon by Justin White via Who killed Bambi?