Die 80er Jahre: Die besten Actionfilme des Jahrzehnts II

Nachdem der erste Artikel doch ziemlich von den skurrilen, fantastischen Genre-Hybriden dominiert war, folgen nun die Cop-Actioneers, Männerfreundschaften und vor allem Actionkomödien.  Mit Nur 48 Stunden entsteht zu Beginn der Dekade das seitdem äußerst beliebte Genre des Buddy Movie, dessen Formeln auch kurz darauf auf Lethal Weapon und seine Fortsetzungen angewandt werden. Mit Beverly Hills Cop landen Motive des Blaxploitation im großen Blockbuster-Kino: Das ist dann zwar mitunter stereotyp, voller Klischees und überzeichnet bis zum Proto-Rassismus, macht aber dennoch verdammt viel Spaß. Das asiatische Kino stellt mit dem Hongkong Martial Arts Feuerwerk Police Story unter Beweis, dass unterhaltsame Popcorn-Action nicht zwangsläufig aus den USA kommen muss. Und oh Wunder, selbst der very britische Klassiker James Bond hat im 80er Actionkino noch was zu melden, gerade durch die dreckige Runderneuerung in Die Lizenz zum Töten.

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Musikvideo der Woche: Passion Pit – I`ll be Alright

Pop, Art and Love. In dem neuen Musikvideo von Passion Pit passiert einiges und wer es nicht verstanden hat:

A heart broken museum security guard sees reality shift after abusing his medication, bringing him back to a glorified vision of his past love.
Each piece of art suddenly takes part in illustrating the love cycle surrounding him. From the triangle symbolizing Seduction (Gold), to the Fiery Passion that consumes a relationship (Yellow), the entangled and complicated Break Up (Red, Dynamite), ending up with the hopeful and healing Rebirth ( Green).

Passion Pit –  I`ll be Alright (2012)

Regie: Greg Barth

Album: Gossamer

Redux Riding Hood – Ein Disney-Märchen läuft Amok

Die Geschichte hinter Steve Moores Redux Riding Hood (1997) ist mindestens genau so spannend wie der eigentliche Film. Gegen Mitte der 90er plante Disney unter dem Projektnamen Totally Twisted Fairy Tales zusammen mit MovieToons eine Reihe von animated Shorts, die klassische Märchenstoffe düsterer, schräger und vor allem erwachsener erzählen sollten. Moores Neuinterpretation ist dann tatsächlich der einzige Film, der dafür produziert wurde: 1997 fertig gestellt, im selben Jahr mit einer Oscar-Nominierung geadelt, ein Jahr später von Disney in den Giftschrank verbannt.

Schon merkwürdig, da wurde Steven Moore einerseits freie Hand bei der Inszenierung gelassen, andererseits schien das Ergebnis doch nicht so ganz dem von Disney intendierten Film zu entsprechen. Redux Riding Hood beginnt als eine Auseinandersetzung des älter gewordenen Wolfes mit seinem Rotkäppchen-Trauma und läuft gegen Ende total aus dem Ruder. Zu viel sei an dieser Stelle nicht gespoilert, aber der Film enthält unter anderem multible Wolf-Versionen, Zeitreisen und eine ordentlich psychotische Inszenierung. Gerade der nostalgische und zugleich schräge Stil, inklusive Hammer-Score erinnert nicht zuletzt an die mutigeren Tex-Avery-Cartoons der guten alten Zeit… hey, und der hat auch schon mal eine ziemlich erwachsene Red Hot Riding Hood (1943) im Programm, die ebenfalls mit Zensur und Giftschrank-Politik zu kämpfen hatte (die gibt es dann nach dem Klick zu sehen).

Auf seinem Blog erzählt Steve Moore mehr zur Entstehung des Films und zu den Kämpfen die er auszufechten hatte… (via /film)

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Are you a Feminist?

Phew… bestanden. ;) Finde übrigens den Spruch “Natürlich bin ich für die Gleichberechtigung von Frauen, aber deswegen bin ich noch lange kein Feminist!” ziemlich albern, weil gerade in diesem so ein merkwürdig medial tradiertes Bild des Feminismus zum Vorschein kommt, das sich selbst bei reflektierten Menschen viel zu stark durchgesetzt hat. Aber was rede ich da, macht einfach selbst den Test!

via Daniel

Wein-Porträts von Amelia Fais Harnas

Jepp, das gefällt mir weitaus besser als die vor einiger Zeit hier gepostete Kaffee- und Bier-Kunst. Die Künstlerin Amelia Fais Harnas kreiert wunderschöne Porträts aus Rotweinflecken: Verspielt, dekadent, gewitzt und mit dem richtigen Genuss-Faktor ausgestattet. So wie stilverliebte hochkulturelle bildende Kunst, die sich nicht allzu ernst nimmt, eben sein sollte. Schön.

Wein-Porträts von Amelia Fais Harnas via ignant