Die 90er: Die besten Pop-Alben des Jahrzehnts I

So, jetzt reißen wir die endgültig die Grenzen ein und machen uns keine Gedanken, ob wir einen Szene-Codex verletzen könnten. Denn: Pop ist alles, darf alles und jeder kann mitmachen. Flo hat ja schon bei den besten Pop-Alben der 00er klar herausgearbeitet, was ein gutes Pop-Album ausmacht. Ich bin jetzt nicht unbedingt der Meinung, dass die 90er ein besonders gutes Pop-Jahrzent waren, vielleicht auch weil die 80er diesen Begriff pervertierten und der Nihilismus der 90er keinen zweiten Michael Jackson mehr zuließ. Überhaupt verschwanden die meisten 80er Superstars in diesem Jahrzehnt in der Versenkung, während andere ein grandioses Comeback feierten. Wie zum Beispiel Madonna, die schon weg vom Fenster schien, plötzlich die Flucht nach vorne antrat und nicht mehr dem Zeitgeist hinter lief, sondern ihn gleich definierte. Auch die ehemaligen Poster-Boys Depeche Mode schafften endgültig den Durchbruch zu einem erwachsenen und ernstzunehmenden Act, auch wenn dafür einige  Tragödien nötig waren. Der ehemalige Klassenfeind Punk trank auch auf Verbrüderung und machte Green Day, Offpring und Blink 182 zu Hassfiguren ihrer Szene, gleichzeitig aber eben auch zu MTV-Idolen, und wenn es um guten Pop ging hatte dieses 80er Überbleibsel definitiv noch ein Wörtchen mitzureden.

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Klassische Gemälde als Collagen aus Lifestyle-Magazinen

Der in Sau Paolo geborene, mittlerweile in Brooklyn lebende Künstler Vik Muniz erstellt faszinierende Reproduktionen berühmter, klassischer Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Es ist ungemein faszinierend, wie die derzeit in der Galerie Xippas in Paris ausgestellten Collagen ins Detail gehen, wie sie Linie um Linie von solchen berühmten Gemälden wie Van Goghs Sternennacht (das hatten wir ja schon öfter hier als postmoderne Reproduktion) nachzeichnen, aus Text und Bild und Story Kunst bilden und zugleich in ein fragmentiertes, ironisches Spiel übergeben. Zweifellos große Collagen-Kunst, die auch den zweiten, dritten und vierten genaueren Blick wert ist.

via Flavorwire (wo es noch ein bisschen mehr zu sehen gibt)