Sonntag, Juli 8, 2012

Gigantische Sammlung verschiedenster, kostenlos online verfügbarer, Filme bei Open Culture. Bei den grob nach Genres sortierten über 500 Filmen findet man unter anderem unentbehrliche Klassiker wie Tarkowskis Stalker (1979), Hiroshima, mon amour (1959) von Alain Resnais, Monty Python’s And Now For Something Completely Different (1971) oder tonnenweise Hitchcock-Filme. Manche der Links führen ins Leere, weil der Content mittlerweile doch einige Copyright-Issues hatte, das meiste läuft aber. Und bei diesem dissoziativen, schizophrenen Wetter kann man wohl nicht viel anderes machen, als großartige Filme vergangener Zeiten zu genießen. Also hinsurfen und den nächsten Filmabend klar machen!

via kotzendes Einhorn

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Auf seiner Ende Juni begonnenen Ausstellung Human Nature in der Jonathan LeVine Gallery in New York präsentiert der Künstler Jason deCaires Taylor Fotografien seiner monumentalen Installations-Kunstwerke. In diesen versenkt er Spuren der menschlichen Zivilisation unter dem Meer, lässt tote Körper in ihren alltagskulturellen Handlungen erstarren, überzieht sie mit Gischt und Verwesung, revitalisiert sie aber auch gleichermaßen, indem er sie zu integrativen Bestandteilen seiner Unterwasser-Szenarios werden lässt.

“Over the last 20 years, our generation has encountered rapid change; technologically, culturally and geographically. I feel this has left us with an underlying sense of loss. My work tries to record some of those moments.”

Jason DeCaires Taylor

Unterwasserskulpturen von Jason DeCaires Taylor via Colossal

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Rinko hat gestern auf eine ziemlich interessante ARTE-Doku mit dem Titel “Teen Spirit” aufmerksam gemacht. Passt an dieser Stelle natürlich perfekt rein, nicht nur, weil wir vor kurzem den besten Teenager-Filmen der 80er Jahre ganze drei Artikel gewidmet haben, sondern auch als Ergänzung zum The Kids aren’t allright-Filmabend. Umso besser, dass das Teil – so wie es sich gehört – heute morgen bei ARTE+7 aufgetaucht ist, wo es die kommenden sieben Tage genossen werden kann. Anschauen!

Das amerikanische Genre der Teeniemovies hat der Pubertät, dieser Zeit des körperlichen und geistigen Umbruchs, eine Ausdrucksmöglichkeit verliehen. Die Filme sind gekennzeichnet durch eigene Codes, eine bestimmte Sprache und Struktur sowie leicht identifizier- und übertragbare Handlungsorte. Ein Teeniemovie bietet Momente des reinen Vergnügens, verleitet zum kritischem Nachdenken, löst Lachsalven aus und regt zum Träumen an.
Den zentralen Kern der meisten Teeniemovies bildet Verlangen – das sexuelle, aber auch das nach Emanzipation – und Frustration – man fühlt sich von den Eltern unverstanden, schafft den Übergang zum Erwachsenwerden nicht. Häufig muten die Filme wie eine Anhäufung von dummen Streichen und Albernheiten an, die meist jedoch gut ausgehen und weder Karikatur noch Übertreibung scheuen. Aber unter dem Strich haben sie auch eine Moral: Sie erklären, was es konkret bedeutet, in Amerika als Junge oder als Mädchen, mit weißer oder schwarzer Hautfarbe, reich oder arm geboren worden zu sein.
Eine Dokumentation zur Entdeckung eines faszinierenden, komplexen Genres mit seinen zahlreichen ästhetischen, gesellschaftlichen und politischen Verästelungen. Was ist über Amerika zu erfahren, wenn man sich seine Jugendlichen ansieht? Und vor allem: Warum kann sich die ganze Welt mit ihnen identifizieren?

(Frankreich, 2009, 52mn)


Teen Spirit auf ARTE+7

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Der Künstler Jed Henry reinterpretiert klassiche Videospiel-Ikonen als faszinierende Bilder, die in traditionelle japanische Kunstwerke der Edo-Zeit zwischen Samurai und Kabuki erinnern. Um dabei den maximalen “Retro-Effekt” zu erzielen greift er auf klassiche Farbholzschnitt-Techniken zurück, wie sie unter anderem der berühmte japanische Künstler Katsushika Hokusai bei seinem ikonischen Kunstwerk Die große Welle vor Kanagawa (1830)  angewandt hat. Auf obigem Bild ist – man glaubt es kaum – der gute, alte, niedliche Kirby zu sehen. Das Video unten zeigt die Entstehung eines der Gemälde, die Adaption von Super Mario Kart als traditionelles Rikscha-Rennen.

Weitere Bilder von Jed Henry via Killscreendaily

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