Dreidimensionale Zeichnungen von Robin Kosnas

In seiner Reihe Cloud of Lines versucht sich der Budapester Künstler Robin Kosnas an der Verschmelzung von zweidimensionaler und dreidimensionaler Kunst, von Malerei und Plastik sowie Digitalem und Analogen. Dass die Ergebnisse beeindruckend sind, lässt sich wohl bereits am oberen Bild (Nip in the bud) zweilsohne erkennen, aber auch der Schöpfungsprozess an und für sich ist bereits faszinierend:

Kosnas zeichnet sämtliche feine Linien, die schließlich die menschlichen Körper bilden, per Hand. Mittels Motion Tracking wird dieses Free Hand Drawing digitalisiert und anschließend wiederum mittels Laser in Glas gebrannt. Traditionelle künstlerische Handarbeit geht den Weg über ein digitales Medium, um schließlich dreidimensional in ein haptisches Medium wieder eingeschrieben zu werden… Vielleicht wirken gerade deswegen die entstandenen menschlichen Körper so organisch und zugleich so fremd, irgendwie distanziert und dennoch ganz nah am Menschen. Bei My Modern Met erzählt Kosnas in einem kurzen Interview mehr zu seinen Inspirationen und dem Schöpfungsprozess. Lesenswert.

My constant inspiration is the hectic, crazy world we live in. And of course the subtle beauty that is hidden and waits to be discovered. The concept behind “Nip in the Bud” revolves around the ruthless nature of consumerism. The fetus in the womb is being consumed by us: the consumers of present day. Even if unintentionally, but we do destroy our future with the harum scarum behavior of our societies.

Cloud of Lines by Robin Kosnas

Animated Short der Woche: MURDER

Großartiger, düsterer Zeichentrickfilm im Dark Comic Look: Die Geschichte um ein einst geniales Zwilling-Wissenschaftlerpaar, einen grauenvollen Mord und eine Klon-Maschine erweckt gerade in ihrer bitterbösen Konklusion durchaus Erinnerungen an einen anderen genialen Streifen. Welcher das ist, sage ich an dieser Stelle aber nicht, weil das ein μ zu viel gespoilert sein könnte. Das wäre jetzt  allerdings nicht so fatal, denn auch abseits der Mindfuck-Auflösung begeistert MURDER als zynischer und zugleich pathetischer Neo Noir Thriller, der vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas zu schnell erzählt ist, aber dennoch als spannender und atmosphärischer sowie ästhetisch mehr als beeindruckender Mystery/Horror-Hybrid zu unterhalten weiß.

MURDER (National Taiwan University of Arts, 2012)

Regie: yang-tzu-ting

Produktion: fan-jui-ting

Design: wang-li-ping

via

The Evolution of 8-Bit Art

Spannende Kurzdoku von PBS Arts aus der Reihe OF BOOK. Im Mittelpunkt stehen kulturelle Entwicklung und vor allem Ästhetik der 8-Bit-Kunst, insbesondere auch ihre Rolle in unserer heutigen Kultur.

Beginning with early Atari and Nintendo video games, the 8-bit aesthetic has been a part of our culture for over 30 years. As it moved through the generations, 8-bit earned its independence from its video game roots. The idea of 8-bit now stands for a refreshing level of simplicity and minimalism, is capable of sonic and visual beauty, and points to the layer of technology that suffuses our modern lives. No longer just nostalgia art, contemporary 8-bit artists and chiptunes musicians have elevated the form to new levels of creativity and cultural reflection.

The Evolution of 8-Bit Art via Superlevel