Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts IV

Ich befinde mich gerade in so einer Art unheimlichem Progressive Rock Rausch, Dank dem ich die entsprechenden Artikel beinahe in einem Rutsch runter geschrieben habe. Ich hoffe mal, dass sich meine derzeitige Begeisterung für die Art Rock Nische auch ein wenig in den Texten Lobeshymnen auf die Genre-Alben der 90er Jahre niedergeschlagen hat. Wie bei jedem guten Rausch wird früher oder später der Kater folgen und diesen werde ich mit den Stooges, Ramones und Sex Pistols dann auch hoffentlich erfolgreich bekämpfen. Bis dahin gibt es aber noch einmal eine volle Ladung Prog-Rock der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts. Morte Macabre laden zum düsteren Tanz ein, Mats / Morgan versetzen dem Fusion neue Stromschläge, Tool weiden sich in Undertow in einer Mischung aus Stoner, Alternative und Art Rock, während Bondage Fruit und Simon Steensland den Zeuhl erfolgreich in eine neue Epoche transferieren. Auch Buckethead und Tenhi klingen alles andere als nach klassischem RetroProg und mixen stattdessen Ambient, Postrock, Gothic, Metal, Experimental und was ihnen sonst noch in den Kram passt in ihren originellen, ungewöhnlichen Sound. Schubladenzertrümmerung erfolgreich, würde ich sagen: Der Patient lebt.

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Eine kurze Geschichte des Rock N Roll in hundert Riffs (by Alex Chadwick)

Ja…. natürlich fehlt da ne ganze Menge, und einiges Fragwürdiges ist auch dabei. Und natürlich viel zu wenig klassischer Metal… Aber abgesehen von dem Musikgeschmack des jungen Mannes ist das doch echt mal ne stramme Leistung. Alle angeteaserten Songs nach der Bridge.

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The Video Game Rock Medley (FreddeGredde)

Unfassbar cooles Classic-Rock Medley von FreddeGredde in Zusammenarbeit mit Jolly. Ordentliche 34 verschiedene Videogames – primär aus der 8-Bit und 16-Bit Ära werden hier zu einem grandiosen Rock N Roll Mashup-Song zusammengeführt. Da es vor allem Nintendo-Klassiker betrifft, konnte ich als Big-N-Jünger mehr als die ein oder andere Melodie wiedererkennen und war entsprechend oft auch verzückt darüber, welche tollen Rock-Hymnen sich aus den ikonischen Midi-Songs rausholen lassen. Die Liste aller verarbeiteten Game-Themes folgt nach dem Klick.

34 tracks from some of the most famous video games in one fluid rock medley! I’m honestly very happy with how this one turned out, and I hope that you will like it too! It doesn’t have vocals and very little acoustic guitar though, so I know that some will be disappointed, but, can’t please everyone!

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Creepy Probeaufnahmen aus Alien

Jepp, da kann ich Marco eigentlich nur zustimmen. Mindestens unangenehm, im Grunde genommen aber ziemlich verstörend. Der 2,13 Meter große Bolaji Badejo zwängt sich halbnackt, nur mit Slip bekleidet in die Maske des Aliens und übt für die Kamera schon einmal die prototypischen Bewegungsmuster des xenomorphen Monsters. Ich liebe die ersten Alien-Filme (inklusive dem unterschätzten dritten Teil) ja alle (Teil 4 dagegen würde ich am liebsten vergessen), freue mich wie Bolle auf Prometheus und dieses verdammte Wesen kann mir nach wie vor eine höllische Angst einjagen… Aber das da ist in der Tat gruseliger als alle Filme zusammen genommen. Nicht nur wegen der verstörenden Musik sondern vor allem auch wegen dieser irgendwie ziemlich abartigen Hybrid-Form aus Mensch und Weltraum-Monster.

Ein ziemlich cooles Interview mit Bolaji Badejo, dessen Auftritt im ersten Alien (1979) tatsächlich seine einzige Filmrolle blieb, gibt es hier zu finden. Und ich harre – trotz ernüchternder Kritiken aus den USA – weiter dem demnächst hierzulande anlaufenden Prequel.

via Minds Delight

Kurzfilm der Woche: Le Ballon Rouge

Le Ballon Rouge ist ein wunderschöner, befreiend naiver Kurzfilm von 1956, der im Jahr seiner Veröffentlichung auch den Academy Award für den besten Short gewonnen hat. Der nostalgische Fantasyfilm zwischen Kindheitserinnerung und magischem Realismus erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen aus Paris, der auf seinem Schulweg einen roten Ballon findet, der eigene Gefühle und einen eigenen Willen hat und den jungen, verträumten Schüler den Rest des Tages begleitet. Der Kinderbuchautor Brian Selznick schrieb 2008 in dem Essay  “The Red Balloon: Written on the Wind” über seine Begeisterung für diesen Kurzfilm-Klassiker:

As a child, I longed for two specific things that I now realize Lamorisse’s movie embodies: the presence of a loving friend and the knowledge that real magic exists in the world. Childhood, in so many ways, is about learning to navigate the world around us, to make sense of what seems overwhelming and gigantic. Having a special companion makes that experience more manageable and less terrifying. To kids, the world of grown-ups is often alien and untranslatable, and so magic becomes a lens through which the incomprehensible universe (as Einstein once called it) becomes comprehensible.

The great children’s stories, which we believe so strongly when we’re young, reveal themselves as rich and beautiful metaphors once we’ve grown up; think of how adults have used J. M. Barrie’s Peter Pan or fairy tales like “Cinderella” to understand themselves and others. An adult watching The Red Balloon will not find it difficult to see the title character as a symbol of spirituality, friendship, love, transcendence, the triumph of good over evil, or any of the countless other things that a simple, round red balloon can represent. But perhaps we’re better off enjoying some things the way a child understands them: not as metaphors but as stories. In the end, I think there’s something nice about allowing the balloon to just be. I guess that’s what you do with good friends—you let them be themselves.

Le Ballon Rouge (Frankreich, 1956)

Regie: Albert Lamorisse

Kamera: Edmond Séchan

Darsteller: Pascal Lamorisse

Musik: Maurice Leroux

via Open Culture