Die 90er: Die besten Hip Hop Alben des Jahrzents VI

Geschafft! Der tatsächlich letzte Teil der Hip Hop Retrospektive wurde soeben in die Tasten gehauen und ich höre glaube die nächste Zeit nur noch ukrainischen Post-Rock oder kasachischen Freejazz. Nee, so schlimm war es doch gar nicht, eigentlich sogar richtig großartig und ich hoffe ich konnte dem einen oder anderen die Vielseitigkeit des Genres näher bringen und sein Weltbild vom Goldketten-Träger vor einem schicken Protzkarre zurecht rücken.  Sicherlich gehört auch diese prollige Variante dazu und wurde gerade von Ice-T übertrieben gebraucht um seinen Männlichkeits-Status zu unterstreichen, aber es gab ja auch die jazzige Fraktion wie zum Beispiel die Souls of Mischief, Gang Starr oder A Tribe Called Quest. Das hier einige interessante Undeground-Acts hinten rüber gefallen sind ist zu einem meinem persönlichen Geschmack geschuldet und auch der Unwissenheit darüber, ob DJ XY ein grandioses Mixtape herausbrachte welches nur 50 Leute besitzen und damit vielleicht sogar den Wu Tang Clan zum Hip Hop brachten. Ich finde die hier vorgestellten Alben waren überwiegend zurecht kommerzielle Erfolge, die nicht durch extrem Mainstream-Tauglichkeit so weit nach oben kamen sondern ganz einfach weil sie zeitlose Klassiker sind.  Das Fehlen von Eminem, der meiner Meinung nach erst mit der Marshall Mathers LP zu einem Großen wurde und NWA, die zwar erst 1990 rum durchstarteten aber bereits 1988 ihr Album veröffentlichten bitte ich zu entschuldigen. Word und Tl; Dr!

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The Hives – Lex Hives (Stream)

Keine Angst, wir verkommen nicht zum Blog für Streams. Es hat sich aber in den letzten Stunden einiges an interessanten und hochwertigen Previews angesammelt und The Hives dürfen hier rein, weil sie sogar noch vor den Strokes eine Zeit lang die interessanteste Gitarrenband der 00er Jahre waren und mit ihrer Lex Hives vielleicht wieder das Gesetz “The Hives are Law, You`re Crime” einführen.

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Liars – XIXIW (Stream)

“The Best Radiohead Album since Kid A”, behauptet NPR. Phew, große Worte. Eine mehr als gewagte Aussage und ob die Liars tatsächlich an die Meisterwerke der besten Band der 00er Jahre heran kommt kann man jetzt auf Gorilla vs Bear überprüfen. Was ich bisher höre klingt tatsächlich wie eine sehr spannende Mischung aus Portishead und Radiohead.

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Die besten Epen und Historienfilme der 80er Jahre: Fackeln im Sturm?

Ja…. was ist eigentlich mit Fackeln im Sturm (1985)? Viele, die wie ich in den 80ern und 90ern groß geworden sind, werden wohl kaum an diesem TV-Mehrteiler vorbeigekommen sein, sei es, weil die Eltern gebannt vor dem Fernseher saßen, als die epischen 90Minüter über den Bildschirm flimmerten oder sei es, weil man sich von den großartigen Kriegsimpressionen und dem Interesse am amerikanischen Sezessionskrieg verführen ließ. Unglaublich viele Jungs und Mädels meiner Generation haben die Geschehnisse um Nord und Süd in sich aufgesogen, die Serie bis zum bitteren Ende verfolgt und nicht wenige werden mit viel Wehmut und Nostalgie an die großen Ereignisse um Orry Main und George Hazard zurückdenken. Aber hält das gewaltige Drama um Liebe und Hass auch heutigen Sehgewohnheiten Stand…? Oder war es vielleicht sogar damals schon ziemlicher Mist und wird nur durch die rosarote Nostalgiebrille verklärt…? Oder haben wir es gar mit einem unterschätzten Meisterwerk des Historienfilms zu tun? Auf zum Direktcheck.

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Die 80er Jahre: Die besten Epen und Historienfilme des Jahrzehnts III

Einen über Episches und Historisches aus den 80ern habe ich noch, auch dieses mal mit gewisser Schubladen- und Kategorien-Unschärfe. Natürlich ist Highlander dann doch auch ziemlich viel Fantasy-, Action- und Blockbuster-Kino. Natürlich ist Fitzcarraldo auch irgendwie Abenteuerfilm und Drama. Natürlich kann man über die Historizität von Am Anfang war das Feuer streiten. Und natürlich ist Au revoir, les enfants in erster Linie eine Tragödie historischen Ausmaßes gespiegelt in einem sehr persönlichen Kindheitsporträt. Zumindest auf das epische Moment von Die Bounty können wir uns einigen, oder? Auch wenn sich da natürlich wiederum eine Diskussion über die Qualität von Roger Donaldsons Historienepos anbietet. Well, ohne Streit wäre es ja auch ziemlich langweilig.

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Behind the Hunger Games – Drei aktuelle Fantasybücher für Kinder & Jugendliche

Eigentlich kann man sich mittlerweile schon fast den Kalender danach einrichten. Alle paar Jahre kommt ein Jugendbuch auf den Markt – der Beginn einer Franchise vornehmlich – und räumt so richtig ab. Auf Harry Potter folgte die Twilight-Saga und diese wiederum wurde dicht gefolgt von den Hunger Games, den Tributen von Panem, die jetzt das selbe Spiel durchziehen, wie die Bestseller davor: Fanatische Fans, ungewöhnlich hohe Verkäufe, Verfilmungen, Merchandising und zwischen drin die Hater, Feuilletonisten, die den Erfolg nicht erklären können, und natürlich auch die, die sich darüber freuen, dass die Jugend endlich mal wieder an schicker Belletristik interessiert ist. Und was findet dazwischen statt? Ne Menge. Zahllose Autoren versuchen sich an eben genau jenem Erfolg, schreiben fantastische Romane für ein jüngeres Publikum (in der Hoffnung zugleich ältere Leser zu erreichen) und präsentieren diese ebenfalls als Beginn einer ganzen Reihe. Also werfen wir doch einfach mal einen Blick auf drei (mal mehr, mal weniger) aktuelle Vertreter der fantastischen Jugendliteratur. Nicht mit der Frage, ob sie das Zeug zum Hype haben, sondern viel mehr, ob es sich lohnt in die Franchise einzusteigen. Bartimäus, Méto und Die Chroniken vom Anbeginn harren des Urteils einer kritischen Leserschaft.

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Links fürs Wochenende

Günter Grass – Europas Schande

Ja, ja… wir sind ein Kulturblog und so. Und wenn Günter Grass mit viel Brimborium mal wieder ein neues Gedicht zu einem politischen – kontrovers diskutierten – Thema veröffentlicht, kommen wir daran nicht vorbei. Das Echo darauf hält sich aber dieses Mal in Grenzen. Ein Skandal ist ohnehin nicht zu erwarten, zumindest wenn es nach Spiegel Online geht. Ohnehin beschränken sich die Kommentare von den großen Medien bisher eher auf Agenturmeldungen. Er hat es schon wieder getan… Mehr fällt den meisten nicht dazu ein. Immerhin hat das Teil schon einen eigenen Wikipedia-Artikel (Das ging schnell). Weder auf Twitter noch sonst wo ist bisher allerdings viel passiert. Daher an dieser Stelle nur ein kurzer Hinweis auf die logische Forderung der @leipzigerin: Herr G. braucht ein Blog sowie meinen eigenen Analyseversuch. Vielleicht hat sich der Günter G. dieses Mal tatsächlich vergaloppiert mit seiner Suche nach Aufmerksamkeit und das große Echo bleibt aus. Wäre nicht allzu schade…

Im Auge des Shitstorms

Sarah Kuttner benutzt – um Alltagsrassismus anzuprangern – das Wort “Negerpuppe” und gerät ungewollt in einen albernen, vom Boulevard und empörten Facebook-Nutzern angestachelten Skandal, der auch zum kleinen Shitstörmchen wird. Mittlerweile hat sich die Lage Gott sei Dank beruhigt und ausgerechnet SPON ist mit einem differenzierten Artikel dafür verantwortlich.

Bertrand Russell explains: “Why I’m not a Christian.”

Lord Bertrand Russell’s famous (or infamous if you prefer) 1927 essay “Why I Am Not A Christian” is one of the “classics” of “atheist literature” and one that is still likely to be read to this very day by budding unbelievers trying to inch themselves out of the church pew

Forget me not (Browsergame)

Das schon längere Zeit als Download-Version erhältliche Independent Game “Forget me not” gibt es jetzt auch zum bequemen Spielen im Browser. Simples Prinzip, herausfordernder Schwierigkeitsgrad. Top Gameplay!

Gamgea vor Ort: Computerspielemuseum Berlin

Schon etwas älterer Erfahrungsbericht vom wirklich tollen – wenn auch zu kleinen – Computerspielemuseum auf der Frankfurter Allee. Hingehen lohnt sich, auch wenn das Wetter derzeit eher nach See und Freibad schreit.

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Hilfe, wir werden inkompatibel

Nun also ist es mal wieder soweit. Revolution. Disruption. Oder wenigstens Evolution. Unter dem Begriff Zeitenwende macht es heute kein Experte mehr, der sich das Netz, die Software oder gar Mechatronik/Robotik vorgenommen hat. Da plätschern die Innovationen in der Automobilbranche, der Pharmaindustrie oder der Bankenwelt so vor sich hin. Aber die Welt der digitalen Technik hält wacker das Fähnchen der Innovation hoch. Nur wir dumme Gesellschaft kommen nicht mit – durch unser soziales Gewese…

Letztes Jahr auf Seite360:

Im Zuge der filmgeschichtlichen Exkurse erinnern wir uns an einen der ältesten Animationsfilme überhaupt. Florian erinnert sich mit viel Gänsehaut an die große Zeit von Sonny und Cher, lauscht noch einmal ihrer bewegenden Grabrede und hört ein-, zwei- vielleicht auch dreimal den wunderschönen Song “I got you babe”. Außerdem wirft er einen ätzenden Blick auf ätzende Videospielverfilmungen, wirft einen etwas analytischeren Blick auf David Finchers Fight Club und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Filmtiteln auf den Erfolg des jeweiligen Films. Rinko genießt währenddessen räudige Gitarrenmusik von Fucked Up in Köln und steckt ansonsten wohl irgendwie in dem selben Sommerloch, in das Flo und Marcus gerade geraten sind.

Günter Grass – Europas Schande (Eine kleine Analyse)

Er hat es schon wieder getan, und ganz Deutschland hält den Atem an. Nein, natürlich nicht. Nachdem Günter Grass am gestrigen Freitag sein Gedicht zum Griechenlandkomplex Europas Schande veröffentlicht bei der Süddeutschen veröffentlicht hatte, gab es zwar das zu erwartende Rauschen im Online-Blätterwald (Von Zeit bis Spiegel war die Veröffentlichung allen großen Onlinemedien zumindest eine Agenturmeldung wert), auf Twitter hielten sich die Benutzer allerdings vornehm zurück. Wenn überhaupt von einer Reaktion gesprochen werden kann, dann wohl am ehesten von kollektivem Kopfschütteln, von einem allgemeinen “Oh no, he did it again”. Die ersten Reaktionen ließen sogar darauf schließen, dass manche der eifrigen Kommentatoren den Text gar nicht gelesen hatten, zumindest waren Witze über das potentiell nächste Grass-Gedicht, über die Öffentlichkeitssucht und den Leidensdruck des greisen Autors sowie dessen Ähnlichkeit zu Thilo Sarrazin weitaus häufiger anzutreffen, als Direktbezüge auf den Text. Macht ja auch eigentlich gar nix, muss man doch nicht jede lyrische Ausgeburt zerfleddern, analysieren, interpretieren und damit natürlich auch in gewissem Sinne zumindest einem aktuellen Kanon zurechnen… Das gilt insbesondere dann, wenn der Autor des Werkes bei seiner letzten Lyrik so derbe daneben gehauen hat, wie Günter Grass mit seinem Israel-Gedicht (das ich hier auch schon kurz kommentiert habe). Anyway, ich mache das an dieser Stelle trotzdem, und sei es nur um vor den anstehenden Germanistik-Prüfungen noch einmal ein wenig fit zu werden in der Poetologie und Metrik. Let’s analyze Europas Schande.

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Stereogum`s Top 25 Albums Of 2012…so far

Unsere Hörenswertes-Artikel sind momentan etwas rar und hoffe das ich mal wieder die Muse habe über tolle Alben, die ich derzeit nicht so wirklich sehe, zu schreiben. Stereogum veröffentlicht pünktlich zur Hälfte des Jahres die Top 25 und gerade die Top 5 gehen mehr als okay.

Überalben, die ich noch in 5 Jahren höre, finde ich allerdings gerade nicht, dafür erfrischend wenig Folk. Haldern, have you got it ?

25 Heems – Nehru Jackets

24 Ceremony – Zoo

23 Willis Earl Beal – Acousmatic Sorcery

22 Grimes – Visions

21 Kindness – World You Need A Change Of Mind

20 Spiritualized – Sweet Heart Sweet Light

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Wrong Cops, Chapter One – Kurzfilm von Mr.Oizo feat Marylin Manson

Quentin Dupieux, besser bekannt als Electro-Künstler Mr. Oizo und Regisseur von Rubber, hat auf dem Cannes Filmfestival 2012 das erste Kapitel seines neues WTF-Films “Wrong Cops” vorgestellt. Ich sage euch: Allein der Kurzauftritt von Marilyn Manson (ungeschminkt!) als Skater Kid lohnt die sehr unterhaltsamen 14 Minuten !

via The Daily What

 

Ohrwurm: Euroboys – One Way Street

Also getz mal ehrlich: Hat hier wirklich jemand Bock bei so einem Traumwetter depressive Musik zu hören? Nee, oder ? Ich entschuldige mich dann auch mal für den Rest des Tages und lasse euch noch einen Ohrwurm aus dem Jahr 2000 hier.

Die Euroboys sind das Projekt von Turbonegro-Gitarrist Kurt Schreiner, der hier ausnahmsweise keinen rotzigen Death-Punk spielte sondern melodieverliebten 60er Jahre Rock, zu dem man einfach irgendwo liegen und mal gar nichts machen braucht.