Update or Die! – Kreative Familienfotos…

…aber sowas von. Was Jason Lee mit einer Kamera bewaffnet – und von seinen beiden (btw. ungemein putzigen) Töchtern unterstützt – fabriziert, sind schon wirklich herzallerliebste, niedliche, urkomische und schräge Fotos, die fürs Familienalbum fast zu schade sind. Beinahe wirkt es so, als spielten diese Aufnahmen mit den klassischen Erwartungen an Kinderfotografie, als dekonstruierten sie eben genau das, was einem sonst so bei langweiligen Familienbesuchen an Fotos vorgesetzt wird. Dafür gibt es erst einmal ein großes <3… und da die zahllosen kreativen Aufnahmen wirklich viel zu viele sind, um hier reingehauen zu werden, folgen nach dem Klick nur einige Highlights und persönliche Favoriten meinerseits… und davor schon einmal die Empfehlung in diesem vermutlich wunderbarsten Familienalbum aller Zeiten vorbei zu schauen und sich an den großartigen Bildern der beiden Schwestern zu erfreuen.

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Update or Die! – Zeichenmaschinenporträts… gemalt von einer Zeichenmaschine

Meta, meta, meta und so weiter… und am Ende wirds zum Selbstporträt.

In which twelve drawings of historical drawing machines are drawn by a computer numerical controlled machine.
pablogarcia.org/projects/machinedrawing-drawingmachines/

via

Kurzfilm der Woche: Mr. Foley

Immer noch im “Update or Die!”-Modus: Mr. Foley ist eine schräge, surreale, rabenschwarze Komödie über einen Mann im Krankenhaus, der sich mit einer ganzen Armada an Geräuschemachern konfrontiert sieht, die jeden einzelnen seiner Schritte musikalisch und soundtechnisch begleiten. Der Name Mr. Foley ist wie der gesamte Film eine Reminiszenz an die so genannten Foley Artists, die Geräuschemacher, die im Tonstudio diverse Gegenstände zweckentfremden um für Filme die richtige Geräuschkulisse zu erschaffen. Und ja, diese Hommage an die oft unterschätzten Sound-Tüftler wäre echt urkomisch… wenn sie nicht so verdammt düster wäre.

A darkly funny but nightmarish scenario, a man wakes up in hospital with a group of sound artists soundtracking his life. Mr Foley is an award winning short film directed by Dublin directing duo Mike Ahern & Enda Loughman aka D.A.D.D.Y. The film has been on the festival circuit for a while but has just premiered online for all to see, YAY!

Mr. Foley via The Fox is black

Update or Die! – Ein Stummfilm erklärt Albert Einsteins Relativitätstheorie

Ein fasznierender Infotainment-Prototyp aus dem Jahr 1923:  Nachdem der deutsche Regisseur Hanns-Walter Kornblum einen eher zwiespältig rezipierten Film über Albert Einsteins Relativitätstheorie gedreht hatte, nahmen sich die Fleischer-Studios des Themas an und inszenierten mit The Einstein Theory of Relativity (1923) einen zwanzigminütigen Erklärbär-Film, der trotz seines “eingeschränkten” Stummfilm-Formats und der eher putzigen Animationen schon verdammt viele Elemente der auch heute noch sehr populären Infotainment-Nische aufweist. Weitere Informationen zu dieser äußerst charmanten Dokumentation findet ihr drüben bei Astrodicticum simplex.

via Clockworker

Poetisches für den Sonntag: Smoke

Wunderschöne Fotoserie des italienischen Fotografen Stefano Bonazzi: In Smoke lösen sich sexy in Szene gesetzte Körper im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auf, flüchtige Schönheit trifft auf elegante Erotik und die attraktiven Körper werden zur ungreifbaren Momentaufnahme… einfach nur wunderschön.

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Die Geschichte des BVB visualisiert

Eeeeendlich mal wieder Fußball in unserem gediegenen Kulturblog. Ach nee, so elitär geht es ja dann doch hier nicht zu und auch wenn die doofen Bauern gegen die Rentner-Truppe aus London gewinnen sollten, war es doch diese unfassbar talentierte junge Mannschaft aus Dortmund, die trotz aller Unkenrufe abermals begeistern konnte und gerade erst zum zweiten Mal hintereinander Deutscher Meister wurde.

Axel Ketz hat sich mal die Mühe gemacht und auch für Nicht-Fußballfans die Geschichte von Borussia Dortmund visualisiert, leider entstand der Film aber vor den Meisterschaften 2011 und 2012. Sprecher ist übrigens Norbert Dickel, der wie ich aus dem..öhm..beschaulichen Siegerland kommt. Kollege Florian Bayern findet übrigens den Hass auf den FCB total doof, aber der hat auch keine Ahnung.

via Dressed Like Machines

Update or Die! – Francois Truffaut im Gespräch mit Alfred Hitchcock (August 1962)

Massive Audio-Content: Im Jahre 1962 traf sich einer der führenden Köpfe der Nouvelle Vague Francois Truffaut (Jules und Jim, Der Wolfsjunge, Die amerikanische Nacht) mit dem legendären amerikanischen Regisseur Alfred Hitchcock. Das dabei entstandene fast 12stündige (!) Interview kann man sich Dank des Alfred Hitchcock Wiki nun vollständig anhören. Auch ne Möglichkeit einen ganzen Tag rumzukriegen.

In the fall of 1962, François Truffaut carried out extensive interviews with Alfred Hitchcock at his offices at Universal Studios. The interviews were recorded to audio tape and the content eventually edited down into the “Hitchcock/Truffaut” book.

Although Truffaut could speak a little English, he hired Helen Scott (of the French Film Office in New York) to act as the translator for the interviews.

Interview: Alfred Hitchcock and Francois Tuffaut via Open Culture

Update or Die! – Zeichnende Plattenspieler

Zwei Plattenspieler, zwei sich kreuzende Arme, ein Stift ein Blatt Papier… fertig ist der Plattenspieler-Spirograph. Verantwortlich für die futuristische, nostalgische Maschine ist Robert Howsare, der anscheinend schon mit verschiedenen Farben, Geräten und natürlich auch verschiedener Musik herum experimentiert hat.

The revolution of the records create drawings that serve as a markers of temporality.  The drawings also speak to the idea of the editionable print through their ability to be replicated using domestic materials.

via VRU Berlin

Konzertvorschau: Woodkid, Einziges Konzert in Deutschland in Köln

Mit einem Video was auf Youtube 10 Mio angeklickt wurde kann es man sich wohl erlauben ein Konzert auf den Eiffelturm zu geben und pro Jahr für gerade mal ein Konzert in Deutschland vorbei zu schauen.

Nachdem die Berliner 2011 dran waren darf sich nun Köln freuen. Das französiche Allround-Talent, der mit bürgerlichen Namen Yoann Lemoine heißt, hat auch ein Video für Lana Del Rey und Drake gedreht und vielleicht inspiriert ihn die Kulturkirche für eine weitere interessante Performance.

Woodkid

Am 09.05.2012 in Köln, Kulturkirche
Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt: 22,-€ zzgl. Gebühren

Update or Die! – Fin de Siècle de Pop

Die Gebrüder Marvellin aus Milan haben 2011 ein Projekt ins Leben gerufen, in dem alte Fotos mit ikonischen Masken, von Superhelden wie Catwoman bis hin zu Fimmonstern wie Hannibal Lector, aufgehübscht werden. Pop Art trifft Art Déco trifft Jahrtausendwechsel trifft Vintage Fotografie… Irgendwo zwischen faszinierend, spooky und lässig zu verorten…

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Update or Die! – A History of Horror with Mark Gatiss

Dokumentarische Cineasten-Awesomeness fürs Wochenende: Im großartigen BBC-Dreiteiler A History of Horror (2010) beleuchtet und feiert Hollywood-Darsteller Mark Gatiss die Geschichte des Horrorfilms. So kümmert er sich im ersten Teil Frankenstein goes to Hollywood um die goldene Ära des US-Horrorkinos, widmet sich in Teil 2 Home Counties Horror den britischen Hammer-Films, um dann schließlich im finalen, dritten Teil The American Scream einen Blick auf die New Hollywood Horrorfilme der 60er und 70er Jahre zu werfen. Pflichtfutter für alle Cineasten und Genre-Freunde.

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Update or Die! – The Hobbit (Trickfilm von 1966)

Lange ist es nicht mehr hin, bis Peter Jacksons Vision von Tolkiens Kurzgeschichte Der kleine Hobbit (1937) die Lichtspielhäuser dieser Welt erreichen wird. Und wie zuvor bei den gigantischen Herr der Ringe Blockbustern gibt es auch zu The Hobbit, or There and Back Again (so der Originaltitel) Vorläufer aus dem Trickfilm-Genre. Neben dem TV-Musical The Hobbit (1977) von Rankin/Bass existiert zusätzlich eine mittlerweile relativ vergessene Verfilmung, die bereits 1966 das Licht der Welt erblickte. Verantwortlich für diese gerade mal 12Minuten kurze Trickfilm-Version ist niemand anderes als Gene Deitch, der in den 60ern und 70ern vor allem als “Tom und Jerry” Zeichner ziemlich fleißig war. Mit Hanna/Barbera-Knuffigkeit hat diese Tolkien-Verfilmung jedoch wenig gemein: Stattdessen dominieren schrille psychedelische und auch düstere Bilder die Geschichte um Bilbo Beutling und seine Reisen durch Mittelerde… Definitiv mehr, als bei der doch recht braven, kindgerechten Vorlage zu erwarten ist und ähnlich Ralf Bakshis Der Herr der Ringe (1978) eine angenehm kompromisslose Umsetzung der dunklen, schrägen Seiten von Tolkiens Kosmos. Die Blockbuster-Interpretation folgt dann im Sommer 2012, bis dahin genieße ich sehr gerne diese “etwas andere” Version der Mittelerdischen Legendenbildung.

via Kotzendes Einhorn

Tenacious D – Rize of the Fenix (Stream)

Wenn Hollywood-Schauspieler Jack Black (School of Rock,Tropic Thunder, High Fidelity) ausnahmsweise mal keine Lust auf mittelgute bis tolle Komödien hat schnallt er sich die Gitarre um und huldigt Classic Rock.

Das ist eigentlich eine gar nicht mal so bewunderswerte Idee, aber zusammen mit seinem Kumpel Kyle Gass wird das Dicke Eier-Genre einerseits ordentlich persifliert, doch merkt man andererseits auch die Liebe und den Respekt zu den Mattenschüttlern aus den 70er und 80er Jahren. Ob es einen dritten Tenacious D-Film geben wird ist aktuell noch nicht bekannt.

via Earmilk

Street Art Documentary: In Bed With Invader

Eine kleine und feine Doku über den bekannten Street Artist Invader. Wer gerade keinen Peil von nichts hat: Invader ist die lustige Type, der bevorzugt Paris mit kleinen Mosaiken bestückt, die von Oldschool-Videogames beeinflusst sind.