Trailerprogramm: 4:44 Last Day on Earth, Brave, Wonder Women, Angry Birds Space, Comic-Con, The Moth Diaries, Bully, People in Motion, Movie

4:44 Last Day on Earth [Abel Ferrara]

Wie schon wieder Weltuntergang? Schon wieder von der ruhigeren, kunstfilmigeren Art? Nicht schlimm: Ich liebe Apokalypsen, ich liebe poetische Weltuntergänge und ich liebe fantastische Geschichten, die sich als Parabel auf universelle menschliche und gesellschaftliche Zusammenhänge eignen. Der Trailer rockt auf jeden Fall schon mal. Und das beste habe ich noch gar nicht gesagt. Der geteaserte 4:44 Last Day on Earth stammt von Abel Ferrara, dem womöglich am meisten unterschätzten Regisseur des 90er Jahre Kinos. Der Abel Ferrara, der für Meisterwerke wie Bad Lieutenant (1992), King of New York (1990) und Das Begräbnis (1996) verantwortlich ist und damit bei unseren besten Filmen der 90er Jahre gleich mehrmals vertreten ist. Okay, der hat zwar in den letzten Jahren weniger mit großartigen Filmen von sich reden gemacht, aber wenn die fertige Apokalypse hält, was dieser herausragende Trailer verspricht, dann ist der Mann wieder voll im Rennen. (via)

Bully [Lee Hirsch]

Der Trailer mag zwar nach hinten raus ein wenig zu pathetisch werden, aber das Thema ist ein derart wichtiges, relevantes und brisantes, dass man es in diesem Fall durchgehen lassen kann. Bully ist ein Dokumentarfilm über Mobbing an amerikanischen Schulen, das das Opfer im schlimmsten Fall in den Freitod treiben kann. Auch in Deutschland ein Thema, das gar nicht ernst genug genommen werden kann und leider viel zu oft viel zu wenig ernst genommen wird. Insofern ist ein solcher Film nur begrüßenswert, insbesondere, wenn es ihm gelingt in die Lebensrealität der High School Schüler einzutauchen und ohne erhobenen Zeigefinger und anbiedernde Belehrungen, Missstände im jugendlichen Sozialgefüge offen zu legen. Wollen wir das beste hoffen… (via)

Wonder Women! The Untold Story of American Superheroines [Kristy Guevara-Flanagan]

Yes, yes, yes… Feminismus plus Geekyness… Die Dokumentation Wonder Women wirft einen Blick auf die respektierten, von Nerds gefeierten und vergessenen Superheldinnen der amerikanischen Kulturgeschichte. Offensichtlich wird der Löwenanteil dabei von der Heroine-Ikone schlechthin Wonder Woman bestritten. Der Blick in die 30er und 40er Jahre und auf das Aufbegehren gegen den chauvinistischen Männlichkeitswahn in zahllosen Superheldengeschichten dürfte das Herz eines jeden Comic-Enthusiasten höher schlagen lassen. Ich hoffe trotzdem, dass die Doku – wie ein wenig angeteasert – weiter geht und einen umfassenden Blick auf die gesamte Kulturgeschichte der weiblichen Recken des 20. Jahrhunderts wirft. Aber auch unabhängig davon freue ich mich definitiv auf den Film, der noch keinen offiziellen Starttermin besitzt und es mit dem doch sehr amerikanischen Sujet in Deutschland leider Gottes ziemlich schwer haben dürfte. (via)

The Moth Diaries [Mary Harron]

Hmmm… Vampirthriller die drölfte… spricht mich ehrlich gesagt nicht wirklich an. Ein wenig scheint der Film von Mary Harron (American Psycho) ähnlich wie die Scream-Reihe auf das postmoderne, selbstreferenzielle Moment des Genres zu setzen: Und so wird munter aus Horrorklassikern und Gothic Novels zitiert… aber der Rest der Handlung scheint sich derart dröge an erotischen, mysteriösen und gruseligen Klischees vorbei zu schlängeln, dass es bereits im Trailer unendlich langweilt. Keine Ahnung, ich habe ja eigentlich gar nichts gegen Vampire, aber so langsam könnte es mit dem – spätestens seit Twilight nervenden – Revival mal wieder gut sein, oder? (via)

Brave [Mark Andrews]

Pixar, woohoo, Mark Andrews, woohoo, der Trailer woohoo!!! Ich freue mich auf Brave, unverhohlen… endlich wieder ein Pixar-Streifen, der neben dem üblichen Humor eine Menge epische Gänsehaut verspricht, der großartige Bilder, tolle Animationen und eine verdammt coole, charmante Protagonistin zu bieten hat. Jepp, eine ProtagonistIN, und das ist für Pixar-Verhältnisse durchaus ungewöhnlich. Jaja, die geteaserte Story nach dem Prinzip “Frau muss sich in Männerdomäne behaupten, wird zur Heldin blablabla” ist in etwa so originell wie die Entscheidung dieses Mal einen computeranimierten Film zu machen. Aber who cares? Dieser Ausschnitt hat mich mal wieder voll erwischt… und ich wäre sogar bereit für dieses Epos in eine ungeliebte, vollkommen überteuerte 3D-Vorstellung zu gehen. (via)

Comic-Con: Episode IV – A Fan’s Hope [Morgan Spurlock]

Next Nerd-Documentation please… Ich habe es ja vor kurzem ziemlich klar gesagt: Die Nerdkultur wird Pop. Und Filme wie Comic-Con sind Symptome dieser Bewegung. Ob ich das jetzt gut finde? Natürlich, zur Hölle! Oder wäre es vor zehn Jahren denkbar gewesen, dass eine Dokumentation über Comicfans, Geeks und Cose-Player im Kino läuft? Gedreht wurde das nerdy Dreamland von Morgan Spurlock, der mit Supersize me (2004) und The Best Movie Ever Sold (2011) zwei großartige und mit Where in the World is Osama bin Laden? (2008) immerhin eine okaye Dokumentation in seiner Vita vorweisen kann. Und die Comic-Con-Doku sieht ebenfalls echt mal verdammt verlockend aus und lässt den Nerd in mir – der sich jetzt ja auch nicht täglich zeigt – vor Freude tanzen (auch wenn Nerds erwiesenermaßen nicht tanzen können). (via)

People in Motion [Cedric Dahl]

Die schönsten Bilder, die tollsten Zeitlupen und besten, epischsten Natur- und Stadtaufnahmen im Doku-Bereich kommen derzeit aus der Extremsport-Ecke. Selbst wenn man kein Interesse an Mountainbiking, Bouldern, Klettern und Paragliding hat, muss man trotzdem zugeben, dass diese teils Wahnsinnigen es einfach draufhaben, ihre sportliche Obsession in faszinierende Bilder zu kleiden. People in Motion dokumentiert Parcour-Sportler und Freerunner…und verdammt sieht das wieder schön aus. Großartig inszeniert, perfekt bebildert, natürlich hoffnungslos eskapistisch. Aber für den Fall, dass ich demnächst wieder Lust auf einfach nur schöne Bilder haben sollte – und das kommt mit Sicherheit – werde ich mir diesen Film vormerken. (via)

Angry Birds Space [Rovio]

Jepp, das erfolgreichste Mobile Game aller Zeiten Angry Birds (2009) bekommt einen Nachfolger. Habe ich schon mal gesagt, dass ich die wütenden Vögel ziemlich lame finde? Egal, den Machern sei der Erfolg gegönnt, und der Trailer zum Nachfolger hat mich immerhin zum Schmunzeln gebracht… also rein damit. (via)

Movie: The Movie [Jimmy Kimmel]

Ist schon komplett einmal rund gegangen in der Blogosphäre. Bekomme ich jetzt Schläge, wenn ich sage, dass ich Jimmy Kimmels Trailer nur zu – sagen wir mal – 65% lustig finde? War mir auf jeden Fall keinen eigenen Artikel wert… und jetzt ist es ohnehin zu spät. Daher wird der an dieser Stelle einfach lieblos ganz ans Ende geklatscht. Sehenswert ist er natürlich trotzdem, allein wegen Jimmy, George und Matt…

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