Trailerprogramm: The Amazing Spider-Man, Osombie, Ai Weiwei, Red Lights, PlayStation Vita, Side by Side, Brake, Zelda: The Lost Oracle

The Amazing Spider-Man [Marc Webb]

Okay, auch auf die Gefahr hin, mich an dieser Stelle unbeliebt zu machen: Ich verstehe einfach nicht, warum es jetzt schon wieder einen Reboot des Spinnenmannes braucht. Und ja verdammt, ich liebe die Raimi-Trilogie, auch den verlachten dritten Teil. Scheiß auf die Goofyness, die zahllosen cheesy Momente, den Emo-Peter-Parker. Spiderman in der Raimi-Variante bietet perfektes Popcorn-Kino mit einigen überraschend gehaltvollen Drama-Elementen, coolen Oberbösewichtern und schicken Effekten. Da ist es mir auch egal, dass sich die neue Version stärker an die klassischen Comics anlehnt, dunkler und erwachsener ist. Nichts gegen Marc Webb, aber der neue Trailer wirkt auf mich doch ziemlich lame, vorausschaubar, und die Special F/X scheint eher einem besseren PS3-Game entsprungen. No need for this… und ich werde ihn mir wahrscheinlich trotzdem ansehen. (via)

Osombie [John Lyde]

Finally! Osama Bin Laden is back. Natürlich als Zombie, direkt dem Meer entkrochen, in dem er von den US Special Forces versenkt wurde. Und was dadurch droht, ist nicht weniger als eine Zombifizierung des gesamten nahen Ostens. Natürlich spiegelt der Trailer zu Osombie wunderbar den Wunsch wider, gut und böse klar auseinander halten zu können, einen eindeutigen und definitiven Grund für das US-Engagement im Nahen Osten zu besitzen, und mal ohne schlechtes Gewissen in dem krisengebeutelten Territorium umher zu wüten: Quasi ein Missing in Action oder Rambo II für das 21. Jahrhundert. Abgesehen von der politischen, subtextuellen Komponente sieht Osombie überraschend untrashy aus: Okayes Schauspiel, gute Maske, gute Kamera… Irgendwie erwartet man bei einem Film mit diesem Inhalt doch mehr Trash, mehr Exploitation und weniger Ernsthaftigkeit. Anyway, der Trailer gefällt, gerade als Kontrastprogramm zum ansonsten ja sehr intelligenten und gehaltvollen Kino made in USA… und zu einem herrlich überspitzten Zombiefilm sage ich auch nie nein… Ähmmm, ja… (via)

Ai Weiwei: Never Sorry [Alison Klayman]

Also dann: Gehaltvolles Kontrastprogramm. Alison Klaymans Dokumentarfilm über den chinesischen Künstler und Dissidenten Ai Weiwei läuft dieses Jahr auf der Berlinale und gewährt einen tiefen Einblick in das Leben Weiweis. Der Bogen von der Kunst über das Private hin zum Politischen schient ziemlich gelungen, ergänzt wird das gefilmte Material mit Interviews von Anhängern und Freunden sowie diversen Netzvideos und Bildern zu dem Komplex. Im Zentrum steht natürlich Ai Weiwei, der Film als ganzes könnte aber trotzdem darüber hinaus ein Musterexemplar einer Dokumentation 2.0 sein, ein dokumentarischer Film, der nicht allein von seiner Kamera abhängig ist sondern aus den vollen Möglichkeiten der (Netz)-Community schöpft. (via)

Side by Side [Chris Kenneally]

Keanu Reeves führt Interviews mit Filmschaffenden zum Thema Kino, Analogität und Digitalität? Mit dabei unter anderem Martin Scorsese, David Fincher, David Lynch und George Lucas? Nebenbei noch ein dokumentarischer Einblick in das Kino unserer Zeit, sowohl von Produzenten- als auch Rezipienten-Seite? Verdammt, das ist sowas von gekauft. Allein die wenigen Ausschnitte in diesem Trailer zu Chris Kenneallys Dokumentation wecken in mir das unheimlich starke Bedürfnis, diesen Film sofort zu sehen. Der Ernst und die gleichzeitige Lockerheit, die Leidenschaft für das Kino, für den Film, die Bilder, die Gespräche…. will sehen, jetzt, sofort! (via)

Red Lights [Rodrigo Cortés]

Mystery/Science-Buster Flick, wie es im Horrorkino derzeit anscheinend ziemlich angesagt ist. Die Stoßrichtung ist wohl klar: Zuerst wird dem Zuschauer mit allen Mitteln des Films klar gemacht, dass es nichts Übernatürliches gibt, damit dieser schließlich im unheimlichen Schlussdrittel doch noch ordentlich Übersinnliches einführen darf. Und gegen Ende haben wir alle was gelernt. Die Geschichte spricht mich nicht sonderlich an, der Cast dann schon eher: Cillian Murphy ist ein herausragender Schauspieler, Sigourney Weaver und Robert De Niro ohnehin. Ansonsten… joa… wenn die Lust auf einen netten, kleinen Horror/Mystery-Hybriden mal wieder besonders groß ist… aber wohl eher etwas später und aus der Videothek um die Ecke. (via)

PlayStation Vita [Sony]

Naja, schon eher ein Commercial als ein Trailer, aber trotzdem ganz nett. Wobei ich jetzt an der Vita nicht sonderlich viel Interesse habe (gar keins, um genau zu sein, dann doch lieber den 3DS) und auch nicht so ganz verstehe, warum auf die Sixaxis-Steuerung so viel wert gelegt wird. Ohnehin scheint der Trailer tendenziell eher die so genannten (!) Casual-Gamer anzusprechen. Bunt, witzig, mit einem Touch von simplem Zeitvertreib und Pixar-Attitüde. Ich bin mit meinem Game Boy Advanced nach wie vor glücklich, spüre nicht wirklich den Bedarf nach Handhelds der aktuellen Gen und freue mich wweiterhin wie Bolle auf die Wii-U. (via)

Zelda: The Lost Oracle [Joel Furtado]

Zeit für einen guten Fake-Trailer… Joel Furtado wünscht sich offensichtlich unbedingt ein neues Zelda im Anime/Cartoon-Gewand. Et voilá: The Lost Oracle gefällt mir grafisch weitaus besser als das wohl am ehesten verwandte Wind Waker. Spieltechnisch mag es etwas eindimensional wirken, etwas zu tunnellastig, aber wollen wir mal wohlwollend davon ausgehen, das uns Furtado in dem knackigen Teaser primär Zwischensequenzen zeigt und das eigentliche Game bei der selben Grafik eine weitaus offenere Welt bietet. Good Job, Joel! (via)

Brake [Gabe Torres]

Naja… Dem herausragenden Buried ist es gelungen eine klaustrophobische Geschichte an nur einem Schauplatz in ein paar engen Quadratmetern die ganze Zeit über spannend und mitreißend zu erzählen. Brake versucht das selbe, und wird meiner Erwartung nach scheitern. Buried war besonders deshalb so spannend, weil es sich bei dem Opfer um einen Normal Guy handelte, keinen Special Agent, keinen Killer, keinen Profi… in Brake dagegen gibt es einen echten Helden und auch gleich das komplette Thrill- und Action-Programm. Da fehlt nicht nur der Realismus des kleinen dreckigen Klaustrophobie-Thrillers, sondern ebenso die Leere und die Passivität, die bei diesem eine Menge der Spannung ausmachen. Bin daher eher skeptisch… (via)

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