Super Bowl XLVI: Die Halbzeitshow mit Madonna und M.I.A.

Football, Football, Football? Keine Ahnung, kein Interesse: Anscheinend haben auch dieses Jahr wieder die NY Giants gegen die wieder mal am Ende patzenden New England Patriots gewonnen (…und alle so ‘Yeahhh’). Viel cooler als das Spiel sind ohnehin die Commercials und die Halbzeit-Show, die dieses Jahr routiniert und ohne große Skandale von Madonna und M.I.A. (inklusive Stinkefinger) über die Bühne gebracht wurde. World Peace!

Happy Birthday François Truffaut

Der Humanist und Romantiker, der leichtfüßige Geschichtenerzähler der Nouvelle Vague, François Truffaut (* 1932; † 1984) würde heute seinen 80. Geburtstag begehen. Surreale Verfremdungen, wie sie bei Louis Malle zu finden sind, und abstrakte Selbstreferenzen à la Jean-Luc Godard lagen Truffaut nicht, stattdessen verstand er sich wie kein zweiter Regisseur der neuen Welle des französischen Kinos darauf, unterhaltsame, spannende und dennoch anspruchsvolle Geschichten zu erzählen, immer mit einem Bein in Hollywood, mit dem anderen in den Traditionen der westlichen Philosophie, der Aufklärung, des Realismus und des magischen Idealismus stehend. Ich glaube, ich habe an der ein oder anderen Stelle hier schon erwähnt, wie sehr ich die Nouvelle Vague liebe und wie sehr mir ebenso Truffaut am Herzen liegt. Ganz gleich, ob das fesselnde Sozialdrama Sie küssten und sie schlugen ihn (1959), die wunderbare Tragikomödie über Liebe und Freundschaft Jules und Jim (1962), die psychedelische Science Fiction Dystopie Fahrenheit 451 (1966) – die nebenbei gesagt tausendmal besser ist als die überschätzte literarische Vorlage von Ray Bradbury -, das humanistische Lehrstück Der Wolfsjunge (1969) oder das cinephile Epos Die amerikanische Nacht (1973)… Truffaut ist einfach einer der größten, bedeutendsten Regisseure des 20. Jahrhunderts.

via Google, die einen netten kleinen Doodle für den großen Regisseur eingerichtet haben.