Trailerprogramm: 4:44 Last Day on Earth, Brave, Wonder Women, Angry Birds Space, Comic-Con, The Moth Diaries, Bully, People in Motion, Movie

4:44 Last Day on Earth [Abel Ferrara]

Wie schon wieder Weltuntergang? Schon wieder von der ruhigeren, kunstfilmigeren Art? Nicht schlimm: Ich liebe Apokalypsen, ich liebe poetische Weltuntergänge und ich liebe fantastische Geschichten, die sich als Parabel auf universelle menschliche und gesellschaftliche Zusammenhänge eignen. Der Trailer rockt auf jeden Fall schon mal. Und das beste habe ich noch gar nicht gesagt. Der geteaserte 4:44 Last Day on Earth stammt von Abel Ferrara, dem womöglich am meisten unterschätzten Regisseur des 90er Jahre Kinos. Der Abel Ferrara, der für Meisterwerke wie Bad Lieutenant (1992), King of New York (1990) und Das Begräbnis (1996) verantwortlich ist und damit bei unseren besten Filmen der 90er Jahre gleich mehrmals vertreten ist. Okay, der hat zwar in den letzten Jahren weniger mit großartigen Filmen von sich reden gemacht, aber wenn die fertige Apokalypse hält, was dieser herausragende Trailer verspricht, dann ist der Mann wieder voll im Rennen. (via)

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52 Games, #1: Thema ‘Neubeginn’ – Mystic Quest (Game Boy, 1991)

Mit etwas Verspätung habe ich mich auch dazu entschlossen, an dem wirklich großartigen Projekt 52 Games von Zockwork Orange teilzunehmen, das praktisch das ganze Jahr 2012 andauern wird. Jede Woche wird ein neues Thema gestellt, jede Woche haben die teilnehmenden Schreiberlinge die Gelegenheit einen Text zu einem Spiel ihrer Wahl zu schreiben, das sie mit dem Thema verbinden. Also… here we go, Thema Nummer 1: Neubeginn. Lässt sich natürlich wunderbar auf zwei Arten interpretieren. Neubeginn kann ganz konkret das Revival einer in die Jahre gekommenen Spielserie bezeichnen, wie zum Beispiel unlängst bei Nintendos New Super Mario Bros, kann aber auch einen Spieler ganz persönlich beim Neubeginn eines bereits durchzockten Spiels betreffen. Ich habe mich für die zweite Auslegung entschieden und dazu auch gleich das passende Spiel parat: Mystic Quest (1991) für den altehrwürdigen Game Boy.

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Fantasyfilme und Märchen der 80er Jahre: Was sonst noch geschah…

…oder: Der ganze Rest. Ich habe ja schon in der ersten Fantasy-Retrospektive darauf hingewiesen, dass die 80er eine Dekade waren, in der Trash und gehobenes Niveau oft merkwürdige Melangen eingingen. Rein quantitativ betrachtet, wurden sie dann aber doch primär von eher zweifelhaften Fantasy-Werken dominiert. Das lag in erster Linie an dem ungeheuren Sword-and-Sorcery-Boom, der zu Beginn des Jahrzehnts aus dem barbarischen Boden brach und das Genre bis zum Ende der Dekade mit zahllosen muskelbepackten Recken (und Reckinnen) beglücken sollte. Und wer war dafür verantwortlich? Niemand geringeres als Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich. Das Helden- und Krieger-Epos Conan der Barbar (1981) löste eine ganze Welle an meist doch ziemlich beschränkten Fantasy-Flicks aus, die Dank minimaler Budget-Anforderungen in Massen produziert wurden. Der Klassiker selbst kann dafür am wenigsten. Ich würde mich zwar hüten, die Verfilmung von Roward E. Howards Pulp-Novels über Conan den Cimmerier zu den besten Filmen der Epoche zu zählen, immerhin bietet dieser überdrehte, dumpfe Fantasy-Flick aber eine Menge Unterhaltungspotential, viel Raum zum Schmunzeln und die nötige Dosis überproportionierter Low-Budget-Action, um alles in allem verdammt viel Spaß zu machen.

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The Pains Of Being Pure At Heart – Acid Reflex EP (Stream)

Brooklyn based Indie-Pop quartet ‘The Pains of Being Pure at Heart’ have announced details of a remix EP in support of Record Store Day, released on Play It Again Sam on limited edition coloured vinyl.

The remixes are lifted from their 2011 follow-up album, ‘Belong’ (March 2011), which was produced by Grammy award winning ‘Flood’ (Depeche Mode, U2) and alternative-rock royalty, Alan Moulder (Smashing Pumpkins, Jesus and Mary Chain, Ride)”.

via Stereogum

Ingmar Bergman zu den Academy Awards

Als Nachtrag zur sonntägigen Oscarverleihung. Ingmar Bergman lehnt 1960 die Oscar-Nominierung für Wilde Erdbeeren (1957) aus folgenden – im Grunde genommen ziemlich vagen – Gründen ab:

As Smultronstället (Wild Strawberries) didn’t compete for “OSCAR” I think it is wrong to nominate the picture and therefor [sic] I want to return the “CERTIFICATE OF NOMINATION”.

I have found that the “OSCAR” nomination is one for the motion picture art humiliating institution and ask you to be released from the attention of the jury in the future.

via The Criterion Collection

X Ray Girls – Röntgen Pin-Up Kalender

Eigentlich das nur die Idee einer Herstellers für Röntgengeräte, aber man könnte das ganze auch als bitterböse Satire auf die Modelbranche und ihre ausgehungerten Models verstehen, denn diese Pin Ups sind nicht nur bis auf die Knochen abgemagert sondern weit darüber hinaus…

via BenHammer

Die besten Fantasyfilme und Märchen der 80er: Und wann kommt endlich Labyrinth?

Jepp, ich weiß, ich mache mir jetzt wieder einmal ein paar Feinde. Egal, sprechen wir über Die Reise ins Labyrinth (1986). Würden wir nach den Kritiken der damaligen Zeit gehen, würde ich mit meiner nun folgenden “Meehh!”-Rezension womöglich sogar ziemlich im Kritiker-Konsens liegen. Seitdem ist aber einige Zeit vergangen und irgendwie hat sich der Henson Fantasy-Flick zwischenzeitlich zum angesagten Kultfilm entwickelt: Animierter, singende und tanzende Puppen, sarkastischer Humor, ein bisschen Psychoanalyse und Coming-of-Age, eine jugendliche Jennifer Connelly und natürlich ein mit Glaskugeln jonglierender David Bowie… DAVID BOWIE! Klar, dass sich der Film, zu dem immerhin Terry Jones das Drehbuch beisteuerte, früher oder später zum Geek-Hit entwickeln musste. Aber so zwangsläufig die Verehrung auch scheint, ich schaue trotzdem noch einmal genauer hin… und finde – wie zu erwarten war – allerhand, was zum Lästern, Kritisieren und zur Kanonverweigerung einlädt. Also verlieren wir keine Zeit, rein ins Puppen-Getümmel, rein ins Labyrinth.

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Die Oscargewinner 2012

Ich kopiere das jetzt einfach mal ganz dreist von den Filmfreunden hier rüber, die haben die Ergebnisse der diesjährigen Academy Awards nämlich echt mal anständig sortiert und formatiert. Achja, das Ergebnis…. hmmm… geht in seiner Überraschungsarmut so vollkommen in Ordnung. Hugo und The Artist machen es unter sich aus, und der beste Song kommt von den Muppets…Cool, a real award! Oh wait, it’s just an oscar.

Bester Film: The Artist

Beste Regie: Michel Hazanivicius (The Artist)

Bester Hauptdarsteller: Jean Dujardin (The Artist)

Beste Hauptdarstellerin: Meryl Streep (The Iron Lady)

Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer (Beginners)

Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer (The Help)

Bester Fremdsprachiger Film: A Separation (Nader und Simin)

Bester Animationsfilm: Rango

Bestes Originaldrehbuch: Midnight in Paris (Woody Allen)

Bestes adaptiertes Drehbuch: The Descendants (Alexander Payne)

Bester Short Film (Animated): The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore

Beste Dokumentation: Undefeated

Beste Kurzdokumentation: Saving Face

Bester Short Film (Live Action): The Shore

Beste Kamera: Hugo

Beste Ausstattung: Hugo

Bestes Kostümdesign: The Artist

Bestes Makeup: The Iron Lady

Bester Schnitt: The Girl With the Dragon Tattoo

Bester Tonschnitt: Hugo

Beste Tonmischung: Hugo

Beste Visual Effects: Hugo

Bester Original Score: The Artist

Bester Original Song: Man or Muppet (Bret McKenzie, The Muppets)

Bester Host: Billy Crystal

Nachtrag:

Der beste Kommentar zu den diesjährigen Academy Awards stammt von Doug Walker:

My sum up of the Academy Awards: Some films deserved it, some films didn’t, winners could finish their speeches if they stop cutting to montages of of Oscar sucking it’s own dick. Sum up of next year’s Academy Awards: Some films deserved it, some films didn’t, winners could finish their speeches if they stop cutting to montages of of Oscar sucking it’s own dick.

Oscars: Spielberg geht leer aus…1976

In ein paar Stunden beginnt die Verleihung der Oscars 2012 und Steven Spielberg ist ja schon längst Stammgast und stolzer Besitzer mehrerer Filmpreise. Wahrscheinlich würde der junge Spielberg auch wesentlich weniger angepisst auf seine Nicht-Nominierung für “Der weiße Hai” reagieren, wenn er von dieser bis heute andauernden Karriere gewusst hätte…

via eayz.net

Die 90er Jahre: Die besten Hip Hop Alben des Jahrzehnts II

Der erste Teil der 90er Hip Hip History fiel ja doch sehr Eastcoast-lastig aus… Nummer Zwei wird ebenfalls von einem New Yorker Rapper eröffnet, der heute gar nicht mal so sehr als Musiker bekannt ist sondern vor allem durch Filmrollen, die bisher alle nicht unbedingt Oscar-würdig waren. Das war es dann aber fast mit Eastcoast, auch wenn Biggie hier noch einmal im Schwergewichtskampf ordentlich Punkte klar macht und sich trotzdem bereit erklärt sterben zu wollen. Mit so viel trüben Gedanken hatten die funkigen Weastcoast Rapper nicht so viel am Hut und produzierten  lieber ihre eigenen aufgeblasenen Gangstafilme, die mehr an 70er Blaxploitan erinnern als an eine heruntergekomene Metropolenkulisse.

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Die 80er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts III

Für unsere letzte Fantasy-Retrospektive wagen wir noch einmal den Blick in die Traumfabrik: Mit Spielbergs E.T., Reitmans Ghostbusters und Marshalls Big zeigt Hollywood, wie sich große Mainstream-Fantasy mit gehobener Qualität produzieren lässt. Für das Big Budget Independent-Kino ist aber auch noch genug Platz, und wer könnte dieses in den 80er Jahren besser vertreten als der Meister des Emo Grusels Tim Beetlejuice Burton höchstpersönlich? Der bekommt auch gleich noch Konkurrenz durch die wunderbare, sträflich unterbewertete Klassiker-Fortsetzung Return to Oz. Und wenn es etwas europäischer, arthausiger und anspruchsvoller sein soll… Wim Wenders poetisches Fantasy-Drama Der Himmel über Berlin und das neuseeländische Düster-Epos The Navigator sorgen für die notwendige Abwechslung zum amerikanischen Bombast-Programm. Egal ob Studio-Produkt oder unabhängiges Kunstwerk, sehenswert sind alle hier genannten Filme, auch wenn wir im Anschluss gerne wieder über die ein oder andere Nennung (und Nicht-Nennung) streiten können.

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Perspektivschwindel: Die Lego-Terrasse

Flickr-Artist Brixe63 hat The Terrace von David MacDonald, das in der Tradition der Escher’schen Perspektivschwindel steht, in Lego nachgebaut. Hier gehts zum Original. Weitere perspektivische Illusionen im Klötzchen-Stil gibts auf Brixe63s Flickr-Profil.

via interweb3000