Mashdown: CD-Artworks minus verstorbene Künstler

Ich liebe die kurze, so wunderbar poetische und zugleich skurril komische Sekunden-Szene in Die Fabelhafte Welt der Amelie, in der ein Trauernder den Namen des verstorbenen Freundes aus seinem Adressbuch streicht. Ähnlich akribisch neurotisch geht es auch auf dem Tumblr LIVE! (I see dead people) zu, wo Jean Marie-Delbes und Hatim El Hihi tote Künstler aus ihren CD-Artworks rausretuschieren. Macht irgendwie Sinn… ist irgendwie traurig, irgendwie makaber, irgendwie genial…

LIVE! (I see dead people) via Doktor Katze

Die Gummihand-Illusion

Netter, wenn auch ein wenig kurzer Clip zum Phänomen der Rubber Hand Illusion. Aus dem englischsprachigen Wikipedia:

In the rubber hand illusion (RHI) (Botvinick & Cohen, 1998), human participants view a dummy hand being stroked with a paintbrush, while they feel a series of identical brushstrokes applied to their own hand, which is hidden from view. If this visual and tactile information is applied synchronously, and if the visual appearance and position of the dummy hand is similar to one’s own hand, then people may feel that the touches on their own hand are coming from the dummy hand, and even that the dummy hand is, in some way, their own hand. This is an early form of body transfer illusion. The RHI is an illusion of vision, touch, and posture (proprioception), but a similar illusion can also be induced with touch and proprioception (Ehrsson, Holmes, & Passingham, 2005). The very first report of this kind of illusion may have been as early as 1937 (Tastevin, 1937)

Schon krass, wie leicht wir uns doch von unserer Psyche aufs Korn nehmen lassen können.

via Langweiledichnet

Die Mondverschwörung: Doku über den Irrsinn der Esoterikszene als Fundraising-DVD

Dass gerade der Mond dazu in der Lage ist,  die Fantasie von allerlei Spinnern, Pseudowissenschaftlern und Scharlatanen anzukurbeln, dürfte bekannt sein. Bisher wusste ich aber nicht, wie tief hierzulande mitunter in die Welt des lunaren Irrsinns eingetaucht wird, bis hinab zur tiefbraunen Suppe, wo auf die Rückkehr des Erlösers Adolf H. mit seinen Reichflugscheiben gewartet wird. Dennis Mascarenas, der bereits mit Deckname Dennis (1996) dem Wahnsinn der deutschen Hobbyphilosophen auf den Grund ging, scheint mit seiner neusten Realsatire Die Mondverschwörung so ziemlich allem nachzuspüren, was die Mondanbeterszene an Kuriositäten zu bieten hat: Von Mondkalendern über Mondtänze und “originelle” kosmische Modelle bis hin zum schon erwähnten Nazi-Scheiss unterhält sich Mascarenas mit jedem, der etwas andere, eigene Ansichten zu den Themen Erde, Mond und Weltall hat. Eine lesenswerte Kritik zum Film findet ihr unter anderem bei Florian Freistetter.

Da nicht nur die Produktion eines solchen Films ganz schön teuer werden kann, sondern auch dessen Vertrieb, soll Die Mondverschwörung mittels Fundraising finanziert werden. Für 20 Euro im Voraus erhält man eine schicke signierte DVD, für 50 € inklusive eines eigenen Mondgrundstücks und für 300 € zusätzlich noch ein skurriles Goodie aus dem Film. Coole Aktion für einen vielversprechenden Film (zumindest den YouTube-Videos nach dem Klick zu urteilen). Meine Bestellung ist so gut wie auf dem Weg und ich kann euch nur empfehlen es mir gleich zu tun.

Als Chefreporter des deutschsprachigen US-Senders DDCTV hat Dennis R. D. Mascarenas schon viele heiße Eisen angepackt. Doch sein neuester Auftrag treibt ihn an den Rand der Verzweiflung.

Beim Versuch, das Verhältnis der Deutschen zum Mond auszuloten, gerät er mit jedem Schritt tiefer in ein Dickicht seltsamer Erklärungsmuster, die schließlich auf absurde Weise Deutschlands finsterste Vergangenheit lebendig werden lassen.

Warum werden obszöne Bilder auf den deutschen Personalausweis gedruckt? Wieso protegiert der Außenminister eine Mondscheinfriseuse? Wozu wurde die Bundeskanzlerin mit Plutonium abgefüllt? Weshalb lässt ein Finanzminister Euro-Scheine vergiften? Wer steckt hinter diesen satanistischen Anschlägen? Wie lässt sich die Katastrophe verhindern?

Vielleicht geht es bei all dem ja gar nicht um den Mond, sondern um etwas ganz anderes. Aber um was?

Klar wird dabei zunächst nur eines: Um uns herum gehen Dinge vor, von denen wir keine Ahnung haben.

weiterlesen

Hyper-Realistic Nature Drawings by Armin Mersmann

Bitte? Das sind in der Tat keine stylischen Natur-Fotographien sondern Graphit-Zeichnungen. Ich wünsche mir mal wieder mit so einem besonderen Talent ausgestattet zu sein und denke an meine verbitterte Kunstlehrerin zurück.

via Buzzfeed ; via Artwork of Armin Mersmann

Coming Soon: Neuer Metallica-Film (in 3D)

Die Gerüchte sind schon etwas älter und jetzt (endlich?) von der Band bestätigt worden: Metallica arbeiten an einem weiteren Kinofilm, der 2013 in den Lichtspielhäusern dieser Welt anlaufen soll. Der Nachfolger zum – tatsächlich ziemlich großartigen – Some Kind of Monster (2004) soll komplett in 3D präsentiert werden und während ich den Jungs nach Lulu so ziemlich alles zutraue, rechne ich mit zwei potentiellen Möglichkeiten:

1. Unter dem Arbeitstitel “Some Kind of Music” soll die Entstehung des Albums Lulu dokumentiert werden. Die Kamera folgt der Band bei der Entführung Lou Reeds, wohnt den gemeinsamen Drogenexzessen bei und dokumentiert die Nervenzusammenbrüche der Produzenten des Albums. Dem automatisierten Shredder, in den die einzelnen aufgenommenen Tonspuren zur Generierung des Gesamt-Sounds geworfen wurden, wird besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet.

2. Lulu wird verfilmt: Metallica tuen sich mit David Lynch, Terry Gilliam und James Cameron zusammen und drehen mit diesen drei ein dreistündiges Epos. James Hetfield wird auf jeden Fall den Tisch spielen, der mittels aufwendiger CGI in jeder Szene präsent ist. Die Verfilmung des Wedekind-Klassikers als surreales Musical mit den Loutellica-Stücken wird zwischen Trash, Avantgarde und Blockbuster pendeln und am Ende fünf Oscars sowie sechs goldene Himbeeren gewinnen.

Happy New Year!!! As you know, we generally make it a policy not to comment on gossip or rumors, but we also pride ourselves on being first with ‘Tallica news. So, with that said, the more astute of you may have noticed a couple of mentions in trade publications, and most recently in the new issue of Rolling Stone, that a Metallica 3D movie is in the works. We’re here to tell you that, yes, there is indeed a 3D project in the very early stages of production! We wish we could tell you more right now, but we don’t have all the finer points nailed down just yet. What we can tell you is that we are planning on being in a theatre near you sometime in 2013 and as you hear us say ever so often, this will be the space for all the details as we finalize them.

Welcome to 2012… we’re pretty psyched about the year ahead!

News via Metal Hammer