Die Schweizer Franken…

…gehören echt mal zu den stilvollsten Banknoten die derzeit im Umlauf sind. Und nein, das soll jetzt kein populistisches Euro-Bashing werden. Die Währung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion hat es derzeit ohnehin schwer genug. Da muss man nicht noch über ihr Design herziehen. Oder? Etwas anders sieht das SPON und widmet einen ganzen Artikel den Unterschieden zwischen dem Design der Deutschen Mark  – die in den 90ern von Reinhold Gerstetter gestaltet wurde – und dem des Euro.
Okay, ganz ehrlich, ein bisschen schicker ist die ehemalige deutsche Nationalwährung schon, auch wenn die Gestaltung der Gesichter ganz im biederen Geist der bundesrepublikanischen Kunst steht. Und so schrecklich finde ich die Aufdrucke der neutralen Bauwerke auf den Euro-Banknoten (von der Klassik bis zur Moderne) jetzt auch nicht. Auf jeden Fall ist es bei Weitem zu viel gesagt, die neuen Scheine als Langweiler und die DM-Noten als Meisterwerke zu bezeichnen…

Vor allem, weil sich dafür eine andere Währung viel eher anbietet. Die Schweizer Franken in der achten Serie von 1995 sind ein wunderbares Beispiel dafür, dass Geld nicht nur funktionell gestaltet werden muss: Verspielt, bunt, stilverliebt, an der bildenden Kunst der Moderne oder viel mehr des gesamten 20. Jahrhundert orientiert und dabei dennoch nicht veraltet wirkend. Eine großartige Arbeit des 2009 verstorbenen Designers Jörg Zintzmeyer und zumindest soweit ich mich auskenne die schönste internationale Währung.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>