Trailerprogramm: Prometheus, The Hobbit, Bad Ass, John Carter, Keyhole, Schilf, Mars et Avril, MIB 3, The Theatre Bizarre, A Monster Calls

So, Winternickerchen ist vorbei… und damit zurück zur Seite360-Normalität. Irgendwann im Frühherbst dieses Jahres haben wir damit angefangen, Trailer zu kommenden Filmen in einzelne, wöchentliche Artikel zu hauen, die meistens Dienstags veröffentlicht wurden. Das will ich versuchen in der Form auch nächstes Jahr weiter zu führen, einfach weil es irgendwie doch mehr Sinn macht, kommende Filme und spannende Trailer geballt zusammen zu fassen, anstatt das Blog täglich mit einzelnen Artikeln, die nur einen Trailer enthalten, zuzuspammen. Da die letzten Wochen diesbezüglich nicht viel bis gar nichts gelaufen ist, gibt es einiges nachzuholen… Sprich, ne Menge frischer und weniger frischer Trailer folgen nach dem Klick.

Prometheus [Ridley Scott]

Yes, yes, yes! Das wird ein Alien-Prequel… und was für eins Ridley Scott ist zurück, mit dem was er am besten kann: Düstere, apokalyptische und philosophische Sci-Fi-Action, immer an der Grenze zum gigantomanischen Blockbuster aber dunkel und bitter genug, um einem das Popcorn madig zu machen. Will ich sehen, muss ich sehen, werde ich sehen! (via)

The Hobbit [Peter Jackson]

Joa… was soll groß dazu gesagt werden. Wartet jeder drauf, jeder freut sich über den neuen Trailer und früher oder später wird den Film doch irgendwie jeder gesehen haben. Als an Herr der Ringe eher so Semi-Interessierter lässt mich dieser Trailer aber dann doch ziemlich kalt. Klar, das sieht wieder alles unglaublich schick und episch und so aus…. kann aber nicht darübr hinwegtäuschen, dass das Prequel zur Lord of the Rings Saga eben doch primär eine Geschichte für kleine Kinder ist. Und dementsprechend niedlich und zuckersüß sind hier viele der zu sehenden Szenen. Schauen werde ich den kommenden Fantasy-Blockbuster trotzdem, allein wegen Gollum. Denn wegen dem hat sich bereits der Genuss der Jackson-Epen gelohnt. (via)

Keyhole [Guy Maddin]

Guy Maddin ist Gott. Jeder der jemals einen Film des kanadischen Avantgarde- und Experimentalfilm-Regisseurs gesehen hat, wird bestätigen können, dass sein ungewöhnlicher, provokanter, spröder und zugleich ungemein mitreißender Stil ein Filmerlebnis garantiert, das man so schnell nicht wieder vergisst. Zwischen Eklektizismus, Noir, B-Movie, Surrealismus, Symbolismus, WTFismus generiert Maddin Werke die in der derzeitigen Filmlandschaft ihresgleichen suchen. Daher bitte, bitte, bitte jetzt keine Vergleiche mit Lynch oder Soderbergh oder Altman oder so was schlimmes… sondern einfach nur wirken lassen! Und dann natürlich auch den gesamten Film anschauen, wenn er veröffentlicht wird. (via)

Schilf [Claudia Lehmann]

Auweia… Deutsche Mysterythriller sind auch so eine Schrödinger Katze. So lange man nicht hinsieht, ist beides denkbar: Der Film ist gut, der Film ist schlecht, der Film ist irgendwo dazwischen… Sobald man sich dann voller Hofnung doch reinwagt, kommts meistens noch negativer als befürchtet. Schilf ist immerhin die Verfilmung eines Romans der herausragenden Juli Zeh (Spieltrieb) und hat damit per se schon Potential zu mehr. Dass Quantenphysik derzeit für allerlei Esoterikgebräu und spinnerte Science FICTION Ideen mords en voque ist… geschenkt. Die Mischung aus Drama, Mystery und Wissenschaftsthriller könnte durchaus was werden. Wobei, wie gesagt, deutsches Kino und das Mystery-Genre… nur seeeehhhhr selten eine passende Mischung. (via)

Bad Ass [Craig Moss]

Naja, ick weeß ja nicht. Vorlage für den Film Bad Ass mit Danny Trejo (natürlich DIE Idealbesetzung) ist der Epic Beard Man, dessen Strategie “Angriff ist die beste Verteidigung” bei YouTube zu einer temporären Berühmtheit gelangte. Leider erhielt der Kerl, obwohl seine späteren Interviews ihn von jedem Verdacht des Rassismus freisprachen, ne Menge Applaus aus der falschen Ecke: Rechtskonservative bis Rechtsextreme fanden es einfach höllisch cool, dass ein klassischer White Trash Bad Ass sich gegen die Attacken eines Schwarzen zur Wehr setzte. Das führte nicht nur zu einer beängstigenden Heldenverehrung sondern ebenso zu rassistischen, selbstjustizgeifernden und gewaltverherrlichenden Kommentaren, für die sich Tom Bruso wohl selbst ziemlich schämte (auch wenn er mit Sicherheit nichts für sie kann). Um wahrscheinlich genau dieses Schicksal für Bad Ass zu verhindern, wird der Schwarze in der Verfilmung nun durch Skinheads ersetzt. Die Message aber scheint zu bleiben: Ein abgehalfterter Vietnamveteran räumt in der verkommenen US-Großstadt auf. Naja, wenn sich der Film nicht allzu ernst nimmt, könnte das echt cool werden. Der Trailer lässt leider auf anderes schließen und insofern bleibe ich erst einmal skeptisch. (via)

Men in Black 3 [Barry Sonnenfeld]

Ich bin zwar jetzt nicht gerade der größte Men in Black Fan auf diesem Planeten, das hier sieht aber echt mal ordentlich aus. Viel Neues gibt es wohl offensichtlich auch im dritten Teil der MIB-Reihe nicht zu sehen, aber wenigstens weiß man dann auch was man für sein Geld bekommt: Bekloppte Außerirdische, viel Hokuspokus, einen sau coolen Will Smith, einen noch cooleren Tommy Lee Jones, der hier wohl leider keine große Rolle einnimmt – und stattdessen durch den ebenfalls sau coolen Josh Brolin ersetzt wird -… und naja, Men in Black Science Fiction Comedy eben. Die Zeitreise-Thematik taugt da definitiv nicht, um große neue Akzente zu setzen. But who cares!? Barry Sonnenfeld wird das schon richten, auch dieses Mal, und uns 2012 ordentliche Blockbuster-Unterhaltung schenken. (via)

John Carter [Andrew Stanton]

Verfilmung der berühmten Science Fiction Buchreihe des Tarzan-Autors Edgar Rice Burroughs. John Carter vom Mars handelt von einem Soldaten zu US-Bürgerkriegszeiten, der durch eine mythische Kraft auf den Mars alias Barsoom gebeamt wird. Ich selbst habe keinen einzigen Band der Vorlage gelesen, die filmische Umsetzung sieht aber allemal nach schickem, buntem und pompösem Action-Blockbuster-Kino aus. Verantwortlich für den Fantasy/Science Fiction/Popcorn-Flick sind nicht nur Pixar sondern auch deren Genius Andrew Stanton, der unter anderem mit Wall-e, Ratatouille und der Toy Story Franchise für die besten Pixar-Filme überhaupt verantwortlich ist. (via)

Mars et Avril [Martin Villeneuve]

Und nochmal Science Fiction: Dieses Mal der philosophische, ästhetizistische, französische Arthaus-Ansatz. Viel verstehe ich nicht von dem Trailer zu Mars et Avril, in dem nur französisch gesprochen wird. Aber diese Bilder, diese Stilverliebtheit, diese poetische Dramaturgie, die bereits im Trailer zum Tragen kommt, macht definitiv Lust auf mehr. Und irgendwie hat der Film – an dem Personen von Splice und 500 Days of Summer beteiligt sind – dann auch so etwas unglaublich Nostalgisches, von der Zeit Losgelöstes, dabei fast schon Transzendentales, dass ich mir jetzt einfach narrativ mal das Beste zusammenreime und damit auf ein wunderschönes Stück Sci-Fi-Poesie freue. Ist ja auch lange genug her, dass es in dem Bereich was wirklich Anständiges gab. (via)

The Theatre Bizarre [Douglas Buck u.a.]

Yeikkk! Das sieht mal ziemlich düster und abgefuckt und definitiv NSFW aus. Die Anthologie von Horror-Kurzfilmen wirkt ein wenig wie eine Mischung aus Giallo, Hellraiser und zahllosen 60er und 70er B-Movies im Stile von Herschell Gordon Lewis. Viel ist damit freilich noch nicht gesagt, nur das wirklich alles drin ist: Vom derbsten Trash über gehobenes Midnight Cinema bis zum geekigen Gore-Fest mit philosophischem und spirituellen Subtext. Interested! (via)

A Monster Calls [Patrick Ness, Jim Kaye]

Sehr schöner Book-Trailer zu Patrick Ness’ und Jim Kays A Monster Calls. Worum es in dem geteaserten Buch geht? Keine Ahnung. Dieser kleine, melancholische und auch irgendwie beängstigende Film stellt aber bereits ein Kunstwerk für sich da, macht nicht nur Lust auf die Lektüre sondern funktioniert auch perfekt als subtiler, schillernder und ästhetisch überhöhter Trip in die Dunkelheit. (via)

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