Blood Piss Blues – Düstere Gemälde aus der Ader des Künstlers

Mit Körpersäften zu malen ist sicherlich nicht DIE neuste Erfindung der postmodernen Künste. Insofern dürfte das dann auch nur eine kleine Randnotiz zu den wirklich herausragenden Werken von Vinicius Quesada wert sein. Dieser entwirft aus Blut und Urin grotesk-grausame, düstere und mitunter auch surreale Gemälde, die zwischen Postmoderne, Pop Art und diabolischem Naturalismus pendeln. Erstaunlich ist dabei nicht nur die Qualität seines Outputs, sondern ebenso die Qualität. Auf Vinicius Quesadas Website und in seinem Flickr gibt es unzählige der morbiden Bilder, die auch vollkommen ohne die “Randnotiz” als eigenständige Kunstwerke funktionieren. Trotz seines provokanten künstlerischen Stils gibt sich der Maler selbst übrigens angenehm geerdet und philantropisch:

I’ve been taking a break since March, saving some blood. People often want to offer me their blood, but I advise them to donate it to blood banks, which need it much more than art.

via My modern Metropolis, via Flavorwire

Sonic running like an Idiot (Mem)

Der geniale Zac Gorman von MagicalGameTime hat sich die Frage gestellt, wie süß es wohl wäre, wenn Sonic sich etwas deppert vorwärts bewegen würde. Die Antwort in animierter Gif-Form: Unglaublich niedlich! Das hat dann auch ein paar andere Tumblr-Blogger auf den Plan gerufen, die Sonic wie einen Idioten, mal ungelenk, mal schlacksig, mal einfach nur kaputt rennen lassen. Here we go: The New Nerd Mem: Sonic running like an idiot…

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Chimes of Freedom: The Songs of Bob Dylan – Amnesty International Tributalbum (Stream)

Der restliche Sonntag-Nachmittag wird also musikalisch gestaltet… Chimes of Freedom: The Songs of Bob Dylan Honoring 50 Years of Amnesty International ist eine aus 4 LPs und 75 Tracks bestehende Compilation von Bob-Dylan-Tributsongs. Darauf zu finden sind zahllose neu eingespielte und ältere Cover von diversen Dylan-Stücken. Und die Liste der beteiligten Künstler kann sich echt mal sehen lassen: Johnny Cash, Patti Smith, My Morning Jacket, Queens of the Stone Age, aber auch Ke$ha, Adele und My Chemical Romance… um nur mal ein paar wenige zu nennen. Ende Januar wird die opulente Box veröffentlicht und alle Einnahmen werden Amnesty International gespendet.

Welche der Coverversionen was taugen und welche dem Dylan-Anhänger Schmerzen bereiten werden, lässt sich bereits jetzt überprüfen. Auf der Facebook-Page des Projekts gibt es den Stream des gesamten Albums zu finden, ein “like” vorausgesetzt. Wie gesagt, mein musikalischer Sonntag ist dadurch erst einmal gerettet… Die Tracklist der Compilation gibt es wegen expansiver Größe erst nach dem Klick. Zur Einstimmung folgt noch Bob Dylan mit dem titelgebenden Chimes of Freedom vom Album Another Side of Bob Dylan (1964).

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The Legend Ends – Neues “The Dark Knight Rises” Poster

Jepp… genau so etwas wollte ich von dem kommenden, finalen Batman-Film von Christopher Nolan noch sehen. Das Artwork, das Bane zeigt, wie er von dannen zieht, während im Vordergrund eine zerschmetterte Fledermaus-Maske liegt, weckt die Hoffnung, dass Nolan seinem düsteren Kurs treu bleibt. Wie großartig, dunkel und böse wäre es doch, wenn Bane dem Helden tatsächlich wie in der Comic-Vorlage Knightfall (1993 – 1994) das Rückgrat brechen würde, diesen als invaliden Ex-Superhelden zurückließe? Und wer könnte diesen verstörenden Part der Gotham-Saga besser umsetzen als Nolan, der sich seit jeher darauf versteht, Blockbuster-Filme mit dunklem, philosophischem Subtext zu produzieren? Bin auf jeden Fall gerade sehr optimistisch und daher an dieser Stelle auch gleich nochmal der ohnehin schon epische Teaser zu The Dark Knight Rises, der im Sommer dieses Jahres die Kinoleinwände heimsuchte.

via Filmfreunde

Rausgekramt: Als das FAZ-Feuilleton bei den Ärzten klaute…

So um die 2003 muss es gewesen sein, als die Redakteure des FAZ-Feuilletons komplett am Rad drehten und sich in Headlines und Bildunterschriften frei bei den Lyrics der Ärzte bedienten. Ob hier eine tiefe Punk-Verbundenheit zur Schau gestellt wurde, ob der zuständige Redakteur einmal zu oft auf einem Konzert der Berliner war oder ob irgendwelche subtilen Botschaften verbreitet werden sollten, ist bis heute nicht geklärt. Harald Schmidt und Manuel Andrack stießen damals jedoch auf die FAZschen Stilblüten und entlarvten deren Urheberrechtsverletzungen – wie es sich für investigative Journalisten gehört – in einer Ausgabe der Harald Schmidt Show. Der Ausschnitt zu der großen Enthüllung ist vor kurzem wieder auf YouTube aufgetaucht… und auch heute noch ziemlich amüsant.

via

Kurt Cobain talks about literature and life

Ein langes Interview mit Kurt Cobain und ich bin mir gerade nicht sicher, jemals ein derart langes und intimes Gespräch mit dem ansonsten introvertierten Nirvana-Sänger gesehen zu haben. Dass hier kein MTV Logo oder sonstwas stört, macht das ganze noch persönlicher und authentischer und wirkt wie eine durch Zufall gefundene Amateur-Aufnahme. Cobains Blick ins Leere und diese unendliche Traurigkeit, die selbst dann noch in seinen Augen bleibt, wenn er unbeholfen lacht, verursachen bei mir immer noch Gänsehaut und machen mir mal wieder klar, wie sehr ich eine Persönlichkeit wie ihn derzeit vermisse.

via Dangerous Minds

Honest Logos

Was das Marketing ganz gut hinter einem schicken Namen und Logo verbirgt, wird von Viktor Hertz erbarmungslos aufgedeckt. In seinen Brand-Redesigns wird der tatsächliche Inhalt einer Marke ihrem Namen eingeschrieben. Und so wird aus YouTube CatVideos, Facebook wird zu Procrastination, McDonalds zu McDiabetes und Camel zu Cancer. Sehr coole Idee und perfekte Design-Umsetzung…

An idea for a series with honest logos, revealing the actual content of the company, what they really should be called. Some are cheap, some might be a bit funny, some will maybe be brilliant. I don’t know.

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Poetisches für den Sonntag: Alice im Wunderland illustriert von Salvador Dali

Im Jahre 1969 ließ der Verlag Random House den surrealistischen Maler Salvador Dali Lewis Carrolls Alice im Wunderland (1864) illustrieren. Die dabei entstandenen Zeichnungen erinnern nicht zuletzt an Dalis Beiträge zu dem surrealen Disney-Film Destino (1945 – 2003) und bilden eine wunderbare Melange aus verspielter Zeichenkunst, Symbolismus und den klassischen surrealen Dali-Trademarks. Oben seht ihr Down the Rabbit Hole, weitere dieser tollen Zeichnungen gibt es beim Retronauten (wo sonst) zu bewundern. Und nach dem Klick folgt noch ein kleiner Videoguide zu dem Buch selbst.

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