Air interpretieren den Stummfilm-Klassiker “Le Voyage Dans la Lune”

Die Ambient/Electro-Pop-Künstler Air haben vor Kurzem für Februar 2012 ein neues Album angekündigt. Le Voyage Dans la Lune orientiert sich dabei nicht nur dem Titel nach an dem Stummfilmklassiker Die Reise zum Mond (1902) von Georges Méliès. Das französische Duo will sich sowohl inhaltlich als auch musikalisch an den 16minütigen Kurzfilm anlehnen. Zudem wurde die filmische Vorlage, deren vollständige Kopie 2002 in Frankreich wieder entdeckt wurde, restauriert und feierte beim diesjährigen Festival in Cannes ihre Wiederaufführung…. selbstverständlich ebenfalls unterlegt mit der Musik von Air. Die digitale Limited Edition von Airs neuem Album wird den Film in voller Länge enthalten. Als kleinen Teaser gibt es bei NPR zumindest schon mal die einminütige Paraden-Szene, die im neuen Soundgewand zwar etwas schräg, nichtsdestotrotz fantastisch wirkt.


via SKOA

Pulp Fiction in Chronological Order

Einen Recut von Pulp Fiction (1994) zu schneiden, in welchem dieser in der korrekten chronologischen Reihenfolge abgespielt wird, halte ich für ungefähr genau so sinnvoll, wie das selbe für Memento oder 11:14 zu machen. Diese Filme leben doch (auch) von ihrer Struktur, von ihrem ungewöhnlichen Storytelling, von dem Mindfuck- oder zumindest Aha-Effekt, den die Zerschneidung des Chronologischen beim ersten Sehen mit sich bringt.

Arthur Reeder hat sich trotzdem schon vor einiger Zeit an den Chronological Recut gewagt, steigt mit der legendären Uhrenübergabe von Christopher Walken ein, um am Ende Bruce Willis mit seinem Motorrad und seinem Mädchen davon düsen zu lassen. Joa… kann man machen… auch wenn es jetzt nicht die große Kunst ist. Viel toller an der Geschichte. Den Chronological Cut gibt es nun auch bei youtube, komplett online… und damit natürlich auch all die schönen Szenen, für die man Pulp Fiction so liebt und vergöttert.

via honk

Tatort in 123 Sekunden

Ich bin nicht so der große Tatort-Fan, weil der mir irgendwie zu bleiern, zu aufgesetzt und irgendwie auch zu deutsch ist. Die Satire-Sendung “Walulis sieht fern” hat sich nun dem goldenen Kalb der deutschen TV-Landschaft  angenommen und zieht den typischen Tatort mit seinen stereotypen Ermittlern, den üblichen Verdächtigen und einem verkrampft gesellschaftskritischen Thema ordentlich durch den Kakao.