Dienstag, November 29, 2011

Jonas [Robert Wilde]

Nicht von dem Regie-Namen täuschen lassen… Jonas ist natürlich in erster Linie ein Christian Ulmen Projekt, in dem sich der Comedian und Verkleidungskünstler wieder auf dem ihm vertrauten Terrain der mockumentarischen Tragikomödie und Satire bewegt. Allerdings bringt er sein in ulmen.tv (2008 – 2010) und Mein neuer Freund (2005) bestens funktionierende Konzept auf ein neues Level, oder eben auch ein vorheriges Level,  je nachdem, wie man es interpretieren möchte. Die Maskerade fungiert hier nämlich nicht als Schein für die Beteiligten, dafür ist Ulmen in den Kreisen in denen sein neuer Film spielt, wohl einfach zu populär. Und trotzdem sind die “Statisten” auch hier echte Menschen mit echten Sorgen und Nöten, mit echten Geschichten, die im filmischen Mikrokosmos Ulmens zwischen Fiction und Mockumentary neu arrangiert werden. Jonas spielt auf einer Gesamtschule, Ulmen mimt den etwas debberten, viel zu alten Sitzengebliebenen, der eine letzte Chance bekommt. Ob und wie diese neue Variation seiner Rollenspiele aufgeht, wird sich zeigen. Immerhin birgt der Film nicht nur die Chance zur Authentizität sondern ebenso das Risiko zum unbeholfenen Vexierspiel der Statisten mit der omnipräsenten Kamera und dem absurden Gebaren Ulmens selbst. Der Trailer sieht auf jeden Fall schonmal sehr schick aus und macht auf den Film – allein wegen seines gewagten Konzeptes – neugierig.

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Im vierten Artikel der besten deutschen Alben der 90er gibt es mal wieder viele leckere Fileststücke aus Hamburg, das eigentlich in den 90ern das musikalische Mekka Deutschlands war und erst in den 00er Jahren durch Berlin eingeholt oder sogar abgelöst wurde. Indie Rock und Hip Hop hat der Stadt an der Elbe jedenfalls viel zu verdanken, und somit ist diese nicht ohne Grund auch diesmal mit Fünf Sterne Deluxe, Absolute Beginner, Wolfsheim und Rocko Schamoni vertreten. Kreidler konnten damals aber Düsseldorf ebenfalls weiterhin als Trademark für elektronische Qualitätsmusik etablieren, Freundeskreis sendeten ihre Message über die Stuttgarter Stadtgrenzen und ohne Samba wäre Münster wohl auf ewig nur die Heimatstadt der H-Blockx geblieben. [Weiterlesen…]

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Schokoladen-Nikoläuse gibt es ja bekanntlich schon im September und das Paste-Magazine sieht das Jahr wohl auch, musikalisch gesehen, als beendet an. In die Top 50 hat sich Erwartbares wie Bon Iver eingeschlichen, aber auch eher unbekannte Sachen wie tUnE-yArDs – w h o k i l l, Dale Earnhardt Jr. Jr. oder Charles Bradley. So hier nun die Top 10, den Rest gibt bei den Kollegen von Paste:

1.Bon Iver – Bon Iver

2. Fleet Foxes – Helplessness Blues

3. My Morning Jacket – Circuital

4. tUnE-yArDs – w h o k i l l

5. Middle Brother – Middle Brother

6. Dale Earnhardt Jr. Jr. – It’s A Corporate World

7. Wilco – The Whole Love

8. Dawes – Nothing Is Wrong

9. M83 – Hurry Up, We’re Dreaming

10. The Decemberists – The King Is Dead

via Paste Magazine

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Der späte Herbst und der frühe Winter hinterlassen ihre ersten Spuren, auch auf Seite360. Naja, selbst wenn wir unsere Bloggerei derzeit etwas zurückschrauben… eine Lesung in gemütlicher Café-Atmosphäre inklusive heißen Getränken ist im Winter sowieso viel schöner als einsam im Netz rumzusurfen. Eine solche könnt ihr in Berlin am Donnerstag kostenlos erleben. Mit von der Partie ist unter anderem Johannes, der sich nicht traut, hier unverschämt Eigenwerbung zu posten. Anyway, dann übernehme ich es eben…

Eine Geschichte über Abschied und Neubeginn. Über Wut und Trauer, Angst und Hilflosigkeit. Aber auch über den Mut und das Erwachsenwerden.

“Es ist ein besonders heiterer Märztag. Strahlender Sonnenschein und keine einzige Wolke in Sicht. Dann und wann steigt Manuela der Duft von Maiglöckchen und Narzissen in die Nase. Ja – ein Tag wie im Bilderbuch. Manuela fährt ihre Mutter im Rollstuhl spazieren. Vorbei an Müttern mit ihren frisch geschlüpften Säuglingen. Neben ihnen Väter, Großeltern, Geschwister und wer sie alle sein mögen. Manuela spürt ihre Blicke und fühlt sich wie ein Todesengel, als sie die abgezehrte Frau mit der durchsichtigen Haut an den vergnügten Menschen vorbeischiebt. Ab und zu wendet ihre Mutter das knochige Gesicht der Frühlingssonne entgegen oder bewundert die Krokusse, die am Wegesrand stehen. Manuela lächelt. Sie lächelt die Menschen an, die erschrocken und peinlich berührt den Blick senken oder dümmlich starren, wie weidende Kühe. Es ist ein Lächeln, bei dem die Mundwinkel wie die Glieder einer Marionette an Fäden hochgezogen werden. Wie so oft wünscht sie sich, ihre Mutter würde eine Regung zeigen – Angst oder Wut. Irgendetwas, das Manuela das Gefühl geben kann, nicht allein zu sein. Doch mit stoischer Ruhe nimmt ihre Mutter die Blicke der Umstehenden hin, während ihre Augen in der Ferne etwas zu fixieren scheinen. Vielleicht Bilder der Vergangenheit. Manuela weiß nur, dass sie ihre Mutter nie gekannt hat. Und umgekehrt.”

Es lesen: Angelina Geisler, Sabine Roßberg, Johannes Franke

Gesang/ Begleitung/ Komposition: Acey Jee

Text/ Regie: Mica Bara

Premiere: 1.12.2011 Café Tasso (Frankfurter Allee 11, Berlin), 20 Uhr

Eintritt frei! Reservierungen: 030 48624708 oder Mail: info@cafe-tasso.de

Weitere Termine: 07.12.2011 Wohnzimmerclub, Neukölln, Pflügerstraße 4

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