Sonntag, November 6, 2011

via FFFOUND!

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Nicolas Jaar habe ich ja Anfang dieses Jahres schon ordentlich abgefeiert. Und da ich gerade erstmal genug von den ganzen nostalgischen Metal-Attacken der letzten Wochen habe, kommt der Stream der neuen EP des minimalistischen, elektronischen Klangkünstlers gerade recht. Zurücklehnen und entspannen… und so düster sieht der Herbst dann auch nicht mehr aus…

NICOLAS JAAR / Don’t break my love EP by Clown & Sunset

via Testspiel

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Der virtuelle Magier Marco Tempest dürfte den meisten Freunden der Kombination von Technologie und Magie ein Begriff sein. Sein neuster Ted-Talk ist mal wieder Argumented Reality Entertainment vom feinsten. Klar: Tatsächliches magisches Fingergeschick ist für eine solche Präsentation nicht so sehr notwendig, dafür aber ein Gespür für Storytelling, schönes Motion-Design und die raffinierte Verknüpfung von Device und Umwelt. Marco hat all das reichlich zu bieten und kann mit seiner ganz eigenen Form der Magie immer noch vorzüglich unterhalten…

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In den Fotografien und Schöpfungen von Andre Petterson spiegeln sich das Chaos und die Dynamik des Augenblicks in festgehaltenen Sekundenbruchteilen, in denen sich die Welt in ihrem Gleichgewicht zumindest für einen kurzen Moment auflöst. Die zerspringenden Schreib- und Nähmaschinen, die von Ventilatoren zerfetzten Bäume, die sich in Strings auflösenden Objekte… Petterson hat ein unglaublich beeindruckendes Gespür für den Moment, in dem das Unberechenbare, Unzügelbare des Mikrokosmos in unserem Mesokosmos sichtbar wird. Dabei sind die auf diesen Augenblick fixierten Anti-Stillleben-Fotos sowohl destruktiv als auch kosmologisch, fragmentarisch wie universalistisch, ebenso zersetzt wie vitalistisch… und einfach nur wunderschön. Weitere dieser wundervollen Werke gibt es in der Bau-Xi-Galerie zu bewundern.

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Wunderschöne, manchmal ästhetizistisch verspielte, manchmal sogar erotische Metallskulpturen, deren organischer Schönheit immer etwas lebendiges, beinahe beseeltes anhaftet. In der Galerie von Stephen Fitz gibt es noch unzählige weitere dieser beeindruckenden Kreationen zu bestaunen.

via Colossal

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Okay… ich weiß, es wirkt langsam ein wenig exzentrisch, hier jedem noch so kleinen Metal-Subgenre einen eigenen Artikel zu widmen. But, hell, it’s Doom. And Doom is pretty amazing. Schwere, langsame, schleppende Hymnen… ja, eine gewisse Verwandtschaft zu Gothic, Death- und Black Metal besitzt dieses Genre schon, aber gerade in seiner 90er Jahre Ausprägung ist es nicht nur einzigartig sondern auch wegweisend Richtung Avantgarde und Extreme Metal der 00er Jahre. Bands wie Isis, Cult of Luna, Sunn O))), praktisch der gesamte langsame Avantagarde Metal und Drone unserer Zeit ist beeinflusst von diesen frühen Pionieren: Winter und Goatlord, die noch tief im Black Metal verankert sind, Neurosis, die mit dem Hardcore den langsamen Tod überwinden wollen, Candlemass, die den 70ern ihr Tribut zollen, Skepticism und Thergothon, die ihr verzögertes Sterben dem Ambient und Postrock weihen, Solitude Aeturnus, die gar Richtung Pop schielen… sie alle kreieren – verbunden in der Langsamkeit – originäre Alben, düstere, lange und avantgardistische Epen, die mitunter heute sogar frischer und zeitgemäßer wirken als zu ihrer Entstehungszeit. Doom Metal, das beweisen die hier zu Wort kommenden Werke, ist alles andere als tot. Er lebt stirbt weiter. Und weiß auch heute noch zu erschaudern…

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Der Pathos, der Ästhetizismus und das Epische haben Einzug gehalten im internationalen Arthaus-Kino. Einen großen Anteil daran dürfte unter anderem Lars von Trier haben, der in den 00er Jahren erst sukzessive, später immer radikaler von seinem minimalistischen, naturalistischen Dogma95-Konzept abgerückt ist, zu Gunsten von großen Kamerafahrten, epischen Slow-Speed-Zeitlupen und großen Opern-Arien. Das Wunderkind des New Hollywood Terrence Malick indes war schon immer pathetisch. Egal ob in seinem elegischen 70er Jahre Klassiker Badlands (1973), in der schwelgerischen Gegenüberstellung von Krieg und Natur in Der schmale Grat (1998) oder zuletzt im metaphysischen Bilderbogen The New World (2005). Der mittlerweile fast 60jährige Regisseur kann in seiner Vita gerade mal sechs Langfilme aufweisen, die allerdings auch allesamt – jeder auf seine eigene Weise – eine Transzendentalisierung des Sujets, Mediums und Publikums versprechen. Da scheint es nur konsequent, dass er seinen neusten Streich, sein “persönliches Werk” The Tree of Life (2011) mit einem metaphysisch, religiösen und holistischen Rahmen ausstattet, der wiederum alle Grenzen des traditionellen Erzählkinos sprengen soll. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist seine Religion/Natur-Exegese zu stilverliebt, zu metaphysisch, universalistisch? Im Gebet hoffen wir auf eine Antwort…

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